11.05.2012
Regressive Kapitalismuskritik und ihre gefährlichen Folgen
Berlin, Sonnabend, 19. Mai 2012, 16 Uhr, Atrium, Willy-Brandt-Haus, Wilhelmstraße 141
Im Rahmen dieses Workshops sollen Ressentiments und Defizite in der Debatte über die gegenwärtige Krise diskutiert werden. Weiterlesen »
04.05.2012
Deutsche Version – English version
Pour une critique de la masculinité moderne
Norbert Trenkle Weiterlesen »
19.04.2012
Für die Abschaffung eines substituierten Gewaltverhältnisses
Franz Schandl
„Wer sollte nicht Reichtümer ganz entbehren, die doch nur elend machen und entehren?“
(William Shakespeare, Timon von Athen IV/3, übers. von Erich Fried, Band 3, S. 339)
Gemeinhin gilt Geld als zivilisatorische Errungenschaft schlechthin. Einmal geschaffen kann es nie wieder abgeschafft werden. „Geld ist instituierte Selbstreferenz“, schreibt Niklas Luhmann (Die Wirtschaft der Gesellschaft, Frankfurt am Main 1988, S. 16). Via Geld bestätigt sich das System seine Läufigkeit. „In diesem System ermöglichen Zahlungen Zahlungen. Dadurch ist eine im Prinzip unbegrenzte Zukunft eingebaut. Alle Dispositionen im System sichern zugleich die Zukunft des Systems. Jenseits aller Ziele, aller Gewinne, aller Befriedigung geht es immer weiter. Das System kann sich nicht beenden, da der Sinn des Geldes im Ausgeben des Geldes liegt.“ (S. 65) Wir leben also in einem System, das „Zukunftssicherheit in der Form der Zahlungsfähigkeit garantiert“ (S. 66).
In der Zahlung vermittelt sich Geld als abstrakter Reichtum (vgl. MEW 42:160), „das Individuum kann das Geld nur brauchen, wenn es sich seiner entäußert, es als Sein für andres setzt“ (MEW 42:154). „Die besondere Ware, die so das adäquate Dasein des Tauschwerts aller Waren darstellt, oder der Tauschwert der Waren als besondere, ausschließliche Ware ist – Geld.“ (MEW 13:34) Es hat nur Realität in der Zirkulationssphäre, aber eben durch diese Sphäre muss der ganze Warenpöbel gejagt werden. Weiterlesen »
17.04.2012
Mit Norbert Trenkle
Seit nunmehr 5 Jahren wird in der medialen Öffentlichkeit von der Krise geredet.
Angefangen bei der Immobilienkrise über die Finanzkrise, hin zur aktuellen Eurokrise. Schon sich einen Überblick über die Krisen zu verschaffen ist beschwerlich, richtig kompliziert aber wird es, wenn es dann darum geht die Krisen zu erklären. Liegt die Schuld jetzt an den gierigen Bänkern, den ominösen “1%“ die uns beherrschen sollen oder doch am Kapitalismus selbst? Doch wessen Krise ist es überhaupt? Ist eine Krise für die Menschen, des Kapitalismus oder der Eurostaaten?
Kann man überhaupt von einer Krise in Deutschland sprechen wenn das Bruttoinlandsprodukt steigt und VW gerade das erfolgreichste Geschäftsjahr seit Firmengründung hingelegt hat?
Trotz dieser Fakten ruft aber selbst politische und wirtschaftliche Prominenz, denen man nicht unbedingt eine Nähe zum Kommunismus nachsagt, nach Fesseln für den freien Markt.
Letztendlich nur viel Lärm um nichts oder ist die Angst berechtigt, dass sich das Kapital in Zukunft nicht mehr verwerten kann und eine vernünftige Praxis darauf abzielen sollte Konserven für den Ernstfall zu horten?
Oder liegt die Antwort auf die gegenwärtige Krise gar jenseits von Weltuntergang, Reform und Occupy-Protest? Diesen Fragen wollen wir, die Antifaschistische Gruppe Braunschweig und der DGB-Jugend Ausschuss Braunschweig, uns in einer Podiumsdiskussion nähern.
Eingeladen hierzu sind Thomas Sablowski, Bernd Röttger und Norbert Trenkle am 19. April ab 18:30 Uhr im Gewerkschaftshaus Braunschweig.
15.04.2012
Zur Auseinandersetzung mit der Geldpfuscherei
Julian Bierwirth
In einer alten indischen Legende über die Erfindung des Schachspiels wird berichtet, der Erfinder des Spiels habe von seinem König für diese Erfindung nicht mehr verlangt als Weizenkörner. Ein Korn auf das erste Feld des Schachbrettes, die doppelte Menge auf das zweite Feld, wiederum die doppelte Menge auf das dritte Feld und so weiter. Der König, der zunächst erbost war ob der vermeintlichen Bescheidenheit des weisen Brahmanen, musste schnell einsehen, dass er sich auf einen für ihn ziemlich ruinösen Deal eingelassen hatte, da die Zahl der Weizenkörner auf den letzten Feldern des Schachbrettes astronomische Ausmaße angenommen hatte.
In leicht veränderter Fassung ist diese Geschichte auch heute noch sehr beliebt. Weiterlesen »
13.04.2012
Franz Schandl
„Das darf doch nicht wahr sein“, ist des Wutbürgers Schrei und dokumentiert doch nichts anderes als sein breites Unverständnis. Ansonsten könnte er nicht dauernd erschüttert und überrascht sein. Permanente Aufregung ist Kennzeichen der Ignoranz. Wut ist dumpf, aber entschieden. Sie weiß alles, wovon sie nichts versteht. Ihre Empörung ist ihr heilig. Darunter macht sie es nicht. Und über sie kann sie sich nicht erheben. Wut ist nur möglich, wo der Gedanke verbannt ist, der Reflex über die Reflexion obsiegt. Weiterlesen »
10.04.2012
Stichworte zur Kritik
Petra Ziegler
Lamento. Geschimpft wird viel. Vorneweg (wenn auch mit gehörigem Respekt) auf die Finanzmärkte, die US(!)-Ratingagenturen, über Gier und ungerechte Verteilung, gegen die Boni-Banker, Spekulanten und all die anderen Gauner, auf die Unfähigkeit des politischen Personals, nicht zu vergessen, die Griechen, und darüber, dass die Menschen „so“ sind. Fehlen irgendwo Schuldige, sie finden sich, dafür sorgt schon die veröffentlichte Meinung. Praktisch alle Welt fordert das „Abstellen irgendwelcher Missstände“, murrt über die da oben, fürchtet (mehr klamm als heimlich) die von unten, beklagt gewaltige Schieflagen und fehlende Reparaturen am „System“. Allenthalben laute Empörung oder leiser Widerwillen. Verwundern kann das nicht, ist eins (noch) bei Verstand geblieben, kränkt der alltägliche Un- bis Irrsinn erst recht.
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05.04.2012
Hermann Engster
(Ein Leserbrief an die Süddeutsche Zeitung, betreffend den Abdruck eines Gedichtes von Günter Grass mit dem Titel “Was gesagt werden muss” in der SZ vom 4.4.2012)
Sehr geehrte Redaktion,
wenn Grass einen Polit-Fanatiker wie den iranischen Ministerpräsidenten Ahmadinedschad, der gefordert hat, dass Israel von der Landkarte gelöscht werden müsse, der islamistische Terror-Organisationen wie Hamas und Hisbollah unterstützt und der nicht nur “vermutlich”, sondern ganz augenscheinlich nach der Atombombe strebt – wenn Grass diesen so aggressiven wie unberechenbaren Klerikalfaschisten als “Maulhelden” verharmlost, so kompromittiert er damit seine eigene politische Urteilskraft. Und was seine melodramatisch geoffenbarte Gewissenspein wegen seines langen Schweigens in dieser Sache betrifft, so darf ich ihm versichern, dass meine ästhetische Qual beim Lesen seines literarisch hochbedürftigen Versgestammels nicht geringer gewesen ist. Weiterlesen »
02.04.2012
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
12.04.12 um 19:30 Uhr
Jugendclub Bureau e.V.
Hafnersgraben 9
92237 Sulzbach-Rosenberg Weiterlesen »
01.04.2012
Zum reaktionären Weltbild des regressiven Antikapitalismus.
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
10.04.12 um 19:30 Uhr
Jugendclub Bureau e.V.
Hafnersgraben 9
92237 Sulzbach-Rosenberg Weiterlesen »