Veranstaltung: Marie übt die Anarchie. Ein partizipatives Musik-Theater-Projekt
Aschaffenburg, Sonnabend, 26. Juni 2010, 20 Uhr, JUKUZ, Kirchhofweg 2
Eine Musik-Theater-Performance über die üble Arbeit, das liebe Geld und das gute Leben
Marie ist Verkäuferin. Marie steckt im System fest. Unter miesesten Arbeitsbedingungen leidend, hat sie sich doch einen wachen Geist, ein freches Mundwerk und ihre Fähigkeit zu träumen bewahrt. Durch die immer wieder aktuellen Lieder von Jura Soyfer (Eigenvertonungen) und ausgewählte Texte von u. a. Karl Marx kommt sie ins Nachdenken und ihr Widerstandsgeist wird geweckt. Die Verkäuferin beginnt zu Verschenken statt zu Verkaufen. Sie lädt das Publikum ein, die lebensbeherrschenden Begriffe „Arbeit“ und „Geld“ in Frage zu stellen. Wo bin ich unfrei? Ist eine Welt ohne Geld vorstellbar? Wie könnte ein „gutes Leben“ aussehen?
Theorie/Wissenschaft und Kunst werden spielerisch verbunden: durch eine alle Sinne ansprechende Darstellung wird man zum genussvollen Denken angeregt und dem breiten Publikum brisante Themen und Theorietexte nahe gebracht und verständlich gemacht.
Am Ende gibt es für alle Anwesenden die Möglichkeit, eine persönliche Vision des „guten Lebens“ in Form von Menükarten als lust- und humorvollen ersten Schritt zur eigenen Utopievorstellung zu entwerfen.
Diese werden anschließend in einer Musik-/Textsession vertont und „zur Literatur erhoben“ dem Publikum zurückgegeben.
Von und mit:
Maren Rahmann (Spiel, Gesang, Akkordeon)
Rudi Görnet (Spiel, Kontrabass, Gesang)
Franz Schandl (Text)
Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt von JUKUZ Musikbüro und Jugendhaus. Für das Rahmeprogramm und die Bewirtung sorgt AbaKuZ e.V.
Tel. (06021) 313132
eMail: jugendhaus@jukuz.de
Eintritt: 3 Euro



