23.08.2016  Beitrag drucken

Krisis-Seminar 2016: Vorwärts in die Regression?

Nationalismus, Neo-Autoritarismus und die Neubestimmung gesellschaftlicher Emanzipation

Fr. 30.9. – So. 2.10.2016    im   Tagungshaus Mühlrain (bei Kassel)

Während immer deutlicher wird, dass sich der destruktive Selbstlauf des globalisierten Kapitalismus jeder Kontrolle entzieht, wächst das Bedürfnis nach autoritären Antworten und regressven Kollektividentitäten. Immer mehr Menschen suchen Zuflucht in imaginierten Gemeinschaften nationalistischer, kulturalistischer oder religionistischer Prägung. Angesichts der empfundenen Ohnmacht gegenüber dem undurchschauten gesellschaftlichen Prozess verschafft diese Identifizierung ein Gefühl der Stärke und Sicherheit. Auch in der traditionellen Linken greifen solche regressiven Tendenzen um sich. Konnte vor einigen Jahren noch von einer „Krise der Politik“ gesprochen werden, so ist die Politik mittlerweile selbst zu einem eigenständigen, dynamischen Moment des Krisenprozesses geraten.

Das diesjährige Krisis-Seminar setzt sich mit dieser bedrohlichen Entwicklung auseinander und fragt, was ihr entgegengesetzt werden kann.

Freitag 30.9.

16.30 Uhr: Begrüßung und Vorstellung

17.00 – 18.30 Uhr: Vom „schlanken Staat“ zum „starken Mann“. Über die Logik der politischen Regression im Zeitalter des inversen Kapitalismus (Vortrag von Ernst Lohoff, Nürnberg)

18.30 Uhr: Abendessen

19.30 – 21.00 Uhr: Diskussion des Vortrags von Ernst Lohoff

Samstag 1.10.

9.00 – 12.30 Uhr (Workshops):

  1. Ausbruch aus dem Gehege von Markt und Staat. Kommunalisierung und Direkte Aktion gegen Krisenverwaltung und politische Regression. (Manfred Sohn, Göttingen)
  2. Die Nation als ideele Gesamtfamilie: Zu Form und Inhalt des Nationalismus (Oliver Lauenstein, Berlin)

Mittagessen

15.00 – 18.30 Uhr (Workshops)

  1. Commonismus. Von der Wertkritik zur Aufhebung des Kapitalismus (Stefan Meretz, Berlin)
  2. Von der Ohnmacht zum Allmächtigen. Islamismus im kapitalistischen Krisenprozess (Karl Heinz Lewed, Nürnberg)

18.30 Uhr Abendessen

Sonntag 2.10.

9.00 – 11.30 Uhr: Mutanten der Krise. Über die Transformation regressiver Identitäten und die Bedingungen gesellschaftlicher Emanzipation (Vortrag mit Diskussion von Norbert Trenkle, Nürnberg)

11.45 – 12.30 Uhr: Abschlussdiskussion

Mittagessen und Abreise

Organisatorisches:

Die Kosten für Unterkunft und Verpflegung betragen 75 € (Doppelzimmer) und 95 € (Einzelzimmer) sowie zum ermäßigten Beitrag 40 € (Selbsteinstufung). Da wir das Seminar ohne finanzielle Unterstützung durchführen, freuen wir uns über Spenden zusätzlich zum Tagungsbeitrag.

Um schnelle Anmeldung wird gebeten, da die Anzahl der Plätze begrenzt ist. Einzelzimmer stehen nur begrenzt zur Verfügung und werden nach Eingang der Anmeldungen vergeben. Tagesgäste sind willkommen und können gegen Bezahlung am Essen teilnehmen.

Adresse: Tagungshaus Mühlrain, Zum Mühlrain 1, 34593 Knüllwald-Niederbeisheim, Telefon: 05685-2790190. Web: http://tagungshaus-muehlrain.com

Die Anfahrt mit dem Zug erfolgt zum Bahnhof Malsfeld. Von dort gibt es bei Bedarf einen Abholservice. Sagt daher bitte spätestens zwei Tage vorher Bescheid, wann ihr anreist: krisisweb@yahoo.de

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Anmeldung zum Krisis-Seminar Vorwärts in die Regression?

per Mail an krisisweb@yahoo.de oder

postalisch an Krisis e.V., Postfach 81 02 69, 90247 Nürnberg

Name:

Adresse:

O im Doppelzimmer (75 €)

O im Einzelzimmer (95 €)

O zum ermäßigten Beitrag (40 €)

O als Tagesgast am:

O ich esse nur vegetarisch / vegan (bitte unterstreichen

Die Kosten für Übernachtung und Verpflegung bitte bis zum 21.9.2016 überweisen:

Förderverein Krisis IBAN: DE97 7601 0085 0300 1148 59, Postbank Nbg. BIC: PBNKDEFF