12.11.2018  Beitrag drucken

Potentiale und Grenzen der Solidarischen Landwirtschaft

als Beispiel gesellschaftlicher Selbstorganisation und als Alternative zu kapitalistischer Warenproduktion

Vortrag und Diskussion mit Michael Beykirch

Dienstag, 11. Dezember, 20 Uhr
Bonn, Alte VHS (Kasernenstraße 50)

Seit mehr als einem Jahrzehnt schwebt die Finanzkrise als Damoklesschwert über unserer Gesellschaft. Das staatliche Krisenmanagement versucht über Sparprogramme, finanzielle Rettungsschirme und eine extreme Niedrigzinspolitik die „Große Entwertung“ (Loho./J & Trenkle) zu verhindern. Die strukturellen Zwänge des warenproduzierenden Systems und die daraus resultierenden Ursachen der Krise bleiben davon jedoch unberührt: die systematische Verdrängung der Lohnarbeit durch Informations- und Computertechnologien im Zuge der dritten industriellen Revolution hat die Grundlagen der Kapitalverwertung untergraben. Gesellschaftliche Emanzipation als Ausweg aus der Krise erfordert die Aufhebung der strukturellen Gegensätze und Zwänge der Warenproduktion durch neue Formen der Selbstorganisation und Kooperation. Welche Perspektive haben solche Formen der Kooperation und Absprache, um sich von den Zwängen des Marktes, des Geldes und des Profits zu befreien? Welche Rolle spielt dabei der uneingeschränkte Zugang zu Ressourcen und Produktionsstätten? Und wo finden sich Ansätze dafür in der gegenwärtigen Gesellschaft?