23.05.2019  Beitrag drucken

Krisis-Seminar: Das große Identitätärä

Zur Logik und Kritik der identitätspolitischen Konjunktur

Fr. 11. – So. 13. Oktober 2019  im Naturfreundehaus Hannover

Identitätspolitik war zunächst eine Strategie im Kampf um Anerkennung von diskriminierten gesellschaftlichen Gruppen und Lebensweisen und folgte insofern einer emanzipatorischen Motivation. Doch schon seit Jahren haben regressive Kollektividentitäten nationalistischen, völkischen und religionistischen Charakters wieder Konjunktur. Aber auch im linken und linksliberalen Spektrum ist die ursprüngliche „Dekonstruktion“ von Identitäten weitgehend in einen neuen Essentialismus umgekippt, der mit scharfen, zum Teil dogmatischen, Abgrenzungen einhergeht (so etwa in Teilen des Queerfeminismus und des Critical-Whiteness-Diskurses). In diesem Seminar soll der Zusammenhang zwischen „Identität“ und der warengesellschaftlichen Ordnung diskutiert werden. Die identitätspolitische Konjunktur in ihren unterschiedlichen Facetten wird aus verschiedenen Perspektiven analysiert und der Kritik unterzogen.

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