23.04.2019  Beitrag drucken

Ware Wohnen

Eine kleine politische Ökonomie des Wohnungssektors

mit Ernst Lohoff

15. Mai 2019, 19 Uhr
Raum 15/E16, Seminarstraße 20, 49074 Osnabrück

Seit die Akkumulation des fiktiven Kapitals an den Finanzmärkten zum Hauptmotor des globalen Kapitalismus geworden ist, sind weltweit in einem Land nach dem anderen die Immobilienpreise durch die Decke gegangen. Jetzt hat es auch die „Mieterrepublik“ Deutschland erwischt. Inzwischen meint sogar die Bundesregierung, Wohnen sei „die neue soziale Frage“. Nicht von ungefähr wird ausgerechnet das Wohnen unbezahlbar. Der Grund dafür ist keinesfalls eine zu geringe Bautätigkeit, wie viele Ökonomen behaupten. Es liegt vielmehr daran, dass der Immobilienmarkt zugleich ein wichtiger Anlagemarkt ist und der steigende Bodenpreis zu den Hauptpfeilern der Bildung fiktiven Kapitals gehört. Damit das elementare Bedürfnis nach gutem Wohnen nicht immer mehr unter die Räder gerät, muss der Warencharakter von Grund und Boden aufgehoben werden.

Ein Vortrag im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Mietwahnsinn beenden! – Gentrifizierung, Wohnungsnot und Widerstand“. Organisiert von den Libertären Kommunist*innen Osnabrück {LIKOS}, in Kooperation mit der Hochschulinitiative Antifaschismus und der Hochschulinitiative Café Mano Negra.

via https://likos.noblogs.org/termine/?event_id1=432