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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema Aufklärung und Gegenaufklärung

31.12.2003 Beitrag drucken

EINE FRAGE DES STANDPUNKTS

Anmerkungen zur Aufklärungskritik

Anselm Jappe

Es wäre recht banal, der Aufklärungskritik einfach vorzuwerfen, sie sei selber noch dem aufklärerischen Denken verhaftet. Die verschiedenen Varianten dieses Vorwurfs sind durchaus überzeugend von Kurz selber widerlegt worden. Aber in einem Punkt scheint die Aufklärungskritik tatsächlich zutiefst aufklärerisch zu bleiben, ja aufklärerischer als die Aufklärung selbst zu sein: in dem Wunsch, tabula rasa zu machen, im Ikonoklasmus, im Bruch mit allen Traditionen. Wenn man „sich nur mit Zorn und Ekel vom geistigen Gesamtmüll des Abendlands abwenden“ kann (Robert Kurz, Blutige Vernunft in: Krisis 25 [2002], S. 66; im folgenden zit. als BV), dann bleibt tatsächlich nur noch der völlige Neuanfang, ohne auf irgend etwas Überliefertem aufbauen zu können.

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