Erstellt von Juli am 22. Oktober 2009
… galten der liberal-demokratischen Mittelschicht offenbar als Signal, ihre ekelhaften Ressentiments einmal in aller Öffentlichkeit auszukotzen – natürlich immer unter Berufung auf ihre Aufgeklärtheit und ihre “Modernität”. Wir verweisen aus diesem Anlass auf verschiedene Texte zum aggressiven Fundamentalismus der “westlichen Werte” und zur Kulturalisierung gesellschaftlicher Konflikte:
krisis 32: Kreuzzug und Jihad
Ernst Lohoff: Gott kriegt die Krise
Norbert Trenkle: Feuer und Flamme für Demokratie und Freiheit
Karl-Heinz Lewed: Besprechung des Buches “Die Vertreibung aus dem Serail”
Karl-Heinz Lewed: Brüder zum Gesetze zur Freiheit
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Erstellt von Achim am 2. Oktober 2009
Okay, okay. Tief durchgeatmet und ein verständnisvolles Lächeln aufgesetzt. Denn vielleicht hilft ja einfühlsame Pädagogik. Ein offener Brief an einen aufrechten Antiimperialisten
Jungle World Nr. 37, 10. September 2009
Lothar Galow-Bergemann
Mein Guter – bitte wundere Dich nicht über diese Anrede, aber ich kenne Dich schon lange und weiß deswegen, dass Du ja eigentlich nur das Gute willst. Außerdem mache ich mir ernste Sorgen um Dich, denn Du hast es im Moment wirklich nicht leicht. Fast könntest Du mir sogar leidtun.
Denn das mit dem Iran ist aber auch so was von bescheuert. Weiterlesen »
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Erstellt von Achim am 8. Juli 2009
Der Teheraner Frühling und die Krise des warenproduzierenden Weltsystems
Ernst Lohoff
1.
Keine Frage, in diesen Tage fiebert man mit denen mit, die in den Städten des Irans auf die Straße gehen und den Schlägertrupps Khameneis und Ahmadinedschads die Stirn bieten. Die Formierung einer breiten Protestbewegung angesichts der Wahlmanipulationen nach Jahren der politischen Apathie und des Rückzugs ins Private war ein Hoffnungszeichen. Wird der Protest niedergeschlagen, dann geht auch davon weit über das Land hinaus eine Signalwirkung aus. Weiterlesen »
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Erstellt von Juli am 17. Juni 2009
Attila Steinberger
Der Text wurde vor den Wahlen im Iran am 12.6.2009 erstellt und berücksichtigt insofern noch nicht die aktuellen Ereignisse.
Am 12. Juni fanden im Iran die Präsidentschaftswahlen statt. Im Unterschied zum herrschenden eurozentristischen Blick wird hier dargelegt welche Wirkung es für die Menschen im Iran hat. Ungeachtet dessen wird für die Leserin nur auf deutsche und englische Literatur verwiesen, um weiteres Lesen zu ermöglichen. Weiterlesen »
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Erstellt von Achim am 18. Januar 2009
Georg Klaudas Buch zerstört das westliche Vorurteil über islamische Homosexuellenfeindschaft
Karl-Heinz Lewed
Nicht erst seit dem 11.9.2001 ist der Mythos vom totalitär-rückständigen Islam ein Lieblingsmotiv im Westen. Dass dieser in mittelalterlichen Strukturen befangen bleibe, zeige sich nicht zuletzt in der Unterdrückung von Frauen wie in seiner ausgeprägten Homophobie. Georg Klauda widerspricht mit seinem Buch „Die Vertreibung aus dem Serail“ dieser Einschätzung nachdrücklich. Weiterlesen »
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Erstellt von Achim am 27. November 2008
Über den Zusammenhang von Islamismus und westlichen Werten
Streifzüge 44/2008
Karl-Heinz Lewed
Islamismus und Modernisierung
Im Jahre 1936 sandte Hasan al-Banna, Grundschullehrer, Gründer und Führer der Muslimbruderschaft, eine Schrift mit dem Titel „Aufbruch zum Licht“ an den ägyptischen König Faruq.1
Darin forderte al-Banna eine Neuausrichtung, ja eine Wiedergeburt der ägyptischen Nation:
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Erstellt von admin am 23. Oktober 2008
Spätestens seit dem 11. September 2001 hat sich die Weltdeutung vom „Kampf der Kulturen“ in den westlichen Ländern weitgehend in den Köpfen festgesetzt. Während sich die Jihadisten quer durch die Welt bomben, reden viele „Vordenker“ in Europa und den USA von einem Dritten Weltkrieg, der gegen den „Islamofaschismus“ zu führen sei. Auf der anderen Seite formiert sich eine Allianz von „Antiimperialisten“ und islamischen Fundamentalisten, die von einer mit antisemitischen Elementen durchsetzten Frontstellung gegen „den Westen“ zusammengehalten wird. Wechselseitig werden so die sozialen und ökonomischen Widersprüche des globalisierten Krisenkapitalismus kulturalisiert und als Todfeindschaft zweier unversöhnlicher Großgemeinschaften gedeutet. Tatsächlich aber sind beide Seiten Fleisch vom Fleische der kapitalistischen Moderne. Eine Kritik von islamischem und westlichem Fundamentalismus muss daher dieses gemeinsame Bezugssystem in den Blick rücken.
Inhalt
- Editorial
- Norbert Trenkle: Kulturkampf der Aufklärung. Wie die „westlichen Werte“ zu einer aggressiven Stammesreligion mutieren
- Ernst Lohoff: Die Exhumierung Gottes. Von der heiligen Nation zum globalen Himmelsreich
- Claudia Globisch: Was ist neu am „neuen Antisemitismus“?
- Karl-Heinz Lewed: Finale des Universalismus. Der Islamismus als Fundamentalismus der modernen Form
- Ernst Lohoff: Die Anatomie der Charaktermaske. Kritische Anmerkungen zu Franz Schandls Aufsatz „Maske [...]
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Erstellt von admin am 23. Oktober 2008

Bedürfte es noch weiterer Belege für den grassierenden anti-islamischen Kulturalismus hierzulande, die Auseinandersetzung um den Moscheebau in Köln-Ehrenfeld würde sie liefern. Die „Zeit“ spricht von einem „Kulturkampf“ und warnt vor dem „zweifelhaften Rechtsgehorsam“ der Muslime. Weiterlesen »
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Erstellt von admin am 23. Oktober 2008
Von der heiligen Nation zum globalen Himmelsreich
Wenn dir dein Spiegelbild nicht gefällt,
zerschlag nicht den Spiegel,
sondern zerschlag dein Gesicht“
Altes persisches Sprichwort
Ernst Lohoff
1.
Mit der auf dem Wert beruhenden Gesellschaft bildete sich erstmals in der menschlichen Geschichte eine Weltgesellschaft heraus. Weiterlesen »
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Erstellt von admin am 31. Dezember 2007

Thesen zum Fundamentalismus der “westlichen Werte” in Zeiten ihres Zerfalls
Streifzüge 40, Juni 2007
Norbert Trenkle
1. Dem vorherrschenden Diskurs in den westlichen Metropolen sind Demokratie, Freiheit und Rechtsstaatlichkeit derzeit vom islamischen Fundamentalismus oder gar von “dem Islam” bedroht. Demgegenüber wird eine Politik der Null-Toleranz propagiert. Keine Freiheit für die Feinde der Freiheit, heißt es. Reine Selbstverteidigung soll das sein. Alles, was der Westen gegen die phantasierte “islamische Gefahr” tut, geschehe aus reiner Notwehr. Freilich trägt dieser angebliche Anti-Fundamentalismus selbst alle Züge des Fundamentalismus, den er zu bekämpfen vorgibt. Wie jener so beruht auch dieser auf der paranoiden Konstruktion eines äußeren, existentiellen Feindes und wie jener spuckt er Gift und Galle gegen das Schreckgespenst eines inneren Abweichlertums: gegen den postmodernen und multikulturalistischen Relativismus, der die Grundlage der “westlichen Werte” untergraben habe.
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