08.07.2009

Der Teheraner Frühling und die Krise des warenproduzierenden Weltsystems
Ernst Lohoff
1.
Keine Frage, in diesen Tage fiebert man mit denen mit, die in den Städten des Irans auf die Straße gehen und den Schlägertrupps Khameneis und Ahmadinedschads die Stirn bieten. Die Formierung einer breiten Protestbewegung angesichts der Wahlmanipulationen nach Jahren der politischen Apathie und des Rückzugs ins Private war ein Hoffnungszeichen. Wird der Protest niedergeschlagen, dann geht auch davon weit über das Land hinaus eine Signalwirkung aus. Weiterlesen »
23.10.2008

Von der heiligen Nation zum globalen Himmelsreich
Wenn dir dein Spiegelbild nicht gefällt,
zerschlag nicht den Spiegel,
sondern zerschlag dein Gesicht“
Altes persisches Sprichwort
Ernst Lohoff
1.
Mit der auf dem Wert beruhenden Gesellschaft bildete sich erstmals in der menschlichen Geschichte eine Weltgesellschaft heraus. Weiterlesen »
31.12.2006
Wo andere einen Konflikt „Orient gegen Okzident“ oder „The West against the Rest“ ausmachen, sollte sich die Linke zurückhalten und die kulturalistische Identitätspolitik angreifen.
Aus Jungle World vom 27.9.2006
Von Ernst Lohoff
Die meisten politischen Debatten und Richtungsstreitigkeiten verebben mehr oder minder spur- und folgenlos. Viele sind quasi schon vergessen, während sie noch toben. Nur ganz wenige zeigen historische Brüche an und finden irgendwann einmal Eingang in die Geschichtsschreibung. Von der unseligen Debatte um den „Kampf der Kulturen“, die im Frühjahr 2006 nicht nur die bundesdeutsche Öffentlichkeit beschäftigte, steht zu befürchten, dass sie in diese Königskategorie fallen könnte.
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31.12.2006
Anmerkungen zum “Kampf der Kulturen”
Streifzüge 37/2006
von Ernst Lohoff
Die Ethnisierung der Weltmarktgesellschaft
Die meisten politischen Debatten und Richtungsstreitigkeiten verebben mehr oder minder spur- und folgenlos. Viele sind quasi schon vergessen, während sie noch toben. Nur ganz wenige indizieren historische Brüche und finden irgendwann einmal Eingang in die Geschichtsschreibung. Von der unseligen Debatte um den “Kampf der Kulturen”, die im Frühjahr 2006 nicht nur die bundesdeutsche Öffentlichkeit beschäftigte, steht zu befürchten, dass sie in diese Königskategorie fallen könnte. Sicher, die Wellen, die der “Karikaturenstreit” schlug, haben sich gelegt, die Diskussion um die Einführung nach dem Feindbild Islam gestrickter Einbürgerungstests ist verebbt und auch das diplomatische Gezerre um die iranische Atombombe, Chiracs nukleares Säbelrasseln und Ahmadinedschads Vernichtungsphantasien gegenüber Israel sind erst einmal aus den Schlagzeilen verschwunden. Heißt das aber wirklich Rückkehr zum Business as usual oder ist ein historischer Umschlagspunkt erreicht? Wenn der Wirbelsturm Katrina im meteorologischen Sinn Vorbote einer allgemeinen Klimakatastrophe war, kündigt dann vielleicht das “Kampf der Kulturen”-Szenario der letzten Wochen das Umkippen der weltideologischen Großwetterlage an?
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