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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema Krieg und Gewalt

31.12.2007 Beitrag drucken

Alles außer Krieg ist schwer zu machen

Nicht nur im Nahen Osten, aber vor allem dort. Einige Behauptungen zum Streiten

Streifzüge 39/2007

Lorenz Glatz

Misere der Wert-Ordnung

Krieg ist der Vater aller Dinge. Staat muss sein. Ohne ihn herrscht blanke Gewalt. Mit ihm auch. Aber ordentlich. Seit Thomas Hobbes ist das der Weisheit letzter Schluss, wenn eins über das Leben räsoniert. Und für die moderne Gesellschaft, zu deren Propheten Hobbes zählt, macht das durchaus Sinn. Der Mensch ist dem Menschen ein Wolf, und gerade das Wort für die wohl grundlegendste Tätigkeit der Warengesellschaft – “kaufen” – ist eng mit dem Verb “kapern” verwandt. Mehr, als dass der Kampf im Normalfall nach Regeln geht und nicht gleich mit Brachialgewalt beginnt, ist da nicht drin. Selbst das zu erreichen ist schwer genug geworden. An den Peripherien – jenen des Weltsystems, aber auch an den breit gewordenen gesellschaftlichen Rändern vieler Staaten – braucht es dazu mehr Polizei und Justizpersonal, mehr Peacekeeper und Friedenspanzer, als man finanzieren kann. Staatsgewalt in Recht und Ordnung ist oft vom Ausnahmezustand nicht mehr recht zu unterscheiden, die Gewalt tritt aus ihren Schranken, Ordnungskräfte und Todesschwadronen gehen in einander über. Ja, die Staaten scheinen Chaos und Misere, die sie auf ihrem Gebiet und international bekämpfen, just dadurch noch auszuweiten.

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31.12.2001 Beitrag drucken

Terror und Vergeltung: Paranoia gegen Paranoia

Frieden gibt es nur jenseits von Markt und Staat.

portugisische Version

Lorenz Glatz

Gleichheit

Die über 6.000 Opfer der mörderischen Anschläge auf das World Trade Center in New York und das Pentagon in Washington haben in der westlichen Welt eine riesige Welle von Entsetzen und Bestürzung ausgelöst. War es aber wirklich nur die Abscheu vor der Tat und das Mitleid mit den Ermordeten und den Hinterbliebenen? Warum gab es dann z.B. im letzten Dutzend Jahre keine auch nur im Entferntesten vergleichbare Reaktion auf die 7.000 toten Zivilisten beim US-Flächenbombardment auf Panama City’s Armenviertel, auf die hunderttausenden Toten des Irak-Kriegs und des dann folgenden Embargos oder auf die von der US-Airforce zerfetzten und verstrahlten Menschen in Jugoslawien? Ja selbst die 800.000 massakrierten Menschen in Ruanda waren kaum einmal Tagesgespräch.

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