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Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Krisentheorie und Krisenanalyse« von Anselm Jappe

31.12.2005 Beitrag drucken

DIE KRISE DER WARENGESELLSCHAFT

Viertes Kapitel des Buches von Anselm Jappe: Die Abenteuer der Ware (Unrast Verlag 2005)

Die Krise des Werts

Eine Produktionsweise wie der Feudalismus, die organisiert ist, um die Bedürfnisse und die Launen der herrschenden Schichten zu befriedigen, kann viele Fehler aufweisen, aber nie so zerstörerisch und selbstzerstörerisch sein wie die vom »automatischen Subjekt« gelenkte Gesellschaft. Ein System, das nicht tautologisch, sondern auf einen Zweck ausgerichtet ist, findet stets seine Schranke und seinen Gleich­gewichtspunkt. Man kann sicher sagen, dass alle bisherigen Gesellschaften blind gewesen seien. Keine hat wirklich bewusst über ihre Kräfte verfügt und ist frei von fetischistischer Vermittlung gewesen. Aber im Vergleich zur kapitalistischen Gesellschaft wiesen sie nur eine schwache Dynamik auf. Die moderne Gesellschaft ist so gefährlich, weil sie einer starken Dynamik unterliegt, die sie nicht zu kontrollieren vermag, da sie ganz und gar ihrem fetischistischen Medium ausgeliefert ist.

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