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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Kritik der Arbeit« von Ernst Lohoff

31.12.2007 Beitrag drucken

Arbeitsterror und Arbeitskritik

Repressive Toleranz und ihre Grenzen

französische Version

Erweiterung des Textes von 2000 für die krisis-Homepage

Ernst Lohoff

Die moderne westliche Gesellschaft feiert sich gewohnheitsmäßig als Hort von Toleranz und Freiheit und das moderne Warensubjekt behauptet gerne von sich, es kenne keine Tabus. Näher besehen erweist sich die vermeintliche Vorurteilsfreiheit des modernen Warensubjekts indes als bloße Schmerzunempfindlichkeit und als Resultat einer mimetische Anpassung an einen Zustand konsequenter Entmündigung. Diese Gesellschaft konditioniert ihre Mitglieder darauf, dass die Entscheidung über den Inhalt des gesellschaftlichen Reichtums und die Ausgestaltung des sozialen Zusammenhangs nicht ihrer bewussten Verständigung obliegt, sondern einer anonymen Instanz, dem Markt. Ob Senf oder Waschpulver, ob sexuelle Präferenzen oder politische Meinungen, das Marktgängige ist das Richtige und das Unverkäufliche das Falsche. Offen und vorurteilsfrei geht das moderne Warensubjekt nur insofern durchs Leben als es die Stellung des Marktes als einzig legitime Anerkennungsinstanz verinnerlicht hat und sich ihm gesellschaftliche Beziehungen immer schon in Angebots- und Nachfragerelationen übersetzen.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Was ist Wertkritik?

Interview der Zeitschrift MARBURG-VIRUS mit Ernst Lohoff und Robert Kurz

Frage 1: Ein zentrales Merkmal der Krisis ist ihr wertkritischer Ansatz. Könnt Ihr kurz skizzieren, was Wertkritik für Euch heißt und was den entscheidenden Unterschied dieses Ansatzes zu anderen linken Theorietraditionen ausmacht? Ist die “Kritik der Warengesellschaft”, so der Untertitel der Krisis, dasselbe wie die Kritik der politischen Ökonomie? Was heißt Wert und Wertvergesellschaftung? Weiterlesen »

31.12.2005 Beitrag drucken

After Work

Aus: Losarbeiten Arbeitslos – Globalisierungkritik und die Krise der Arbeitsgesellschaft, Okt. 2005, Unrast Verlag

von Ernst Lohoff

In den 1980er Jahren hatte sich angesichts der sich abzeichnenden »Krise der Arbeit« der Begriff »Arbeitsgesellschaft« als eine andere Bezeichnung für die moderne kapitalistische Gesellschaft eingebürgert. Er trifft den Nagel den Kopf. Dieser Terminus bringt das Wesen der Gesellschaft, in der wir leben, sogar weit präziser auf den Punkt, als es seine Urheber geahnt haben. Die moderne Warengesellschaft ist nicht nur die Arbeitsgesellschaft par excellence in der Geschichte, weil sie der Produktion einen höheren Stellenwert einräumt als alle anderen Gesellschaften. Streng kategorial genommen, ist der Begriff »Arbeitsgesellschaft« prinzipiell sogar für sie zu reservieren. Die moderne Warengesellschaft ist die einzige Arbeitsgesellschaft, die es je gegeben hat und die es je geben wird.

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31.12.2005 Beitrag drucken

Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten des kapitalistischen Amoklaufs

Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten des kapitalistischen Amoklaufs

Ernst Lohoff & Maria Wölflingseder

Kein Tag vergeht, an dem PolitikerInnen, Arbeitgeberverbände oder irgendwelche so genannte WirtschaftsexpertInnen nicht mit neuen Vorschlägen zur “Rettung des Sozialstaats” und zur Verbesserung der Arbeitsmarktlage aufwarten würden. Der Begriff “sozial” macht einen grundlegenden Bedeutungswechsel durch. Früher bezeichnete “sozial” eine Pflicht der Gesellschaft gegenüber ihren Mitgliedern. Heute steht das Wörtchen “sozial” umgekehrt für die Fürsorgepflicht der Gesellschaftsmitglieder gegenüber der kapitalistischen Gesamtmaschine.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Black is Beautiful

Die Bundesregierung will die Vorteile, die Schwarzarbeit der Wirtschaft bietet, auf neue legale Arbeitsverhältnisse übertragen.

erschienen in: Jungle World, 19/2004

Ernst Lohoff

Das Bundesfinanzministerium redet der Nation ins Gewissen. »Schwarzarbeit kostet Milliarden, ein Minijob oft nur ein paar Euro«, mahnt derzeit eine streng dreinblickende Lehrerin namens Marlene H. im Auftrag des Fiskus von den Plakatwänden in Deutschland. Aber auch die IG Bau und die Handwerkskammern blasen zur moralischen und fahndungstechnischen Offensive gegen »illegale Beschäftigung«. Das Bündnis für Arbeit gehört längst der Vergangenheit an, das Bündnis gegen Schwarzarbeit dagegen steht wie eine Eins.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Radikaler Realismus

“Arbeit macht das Leben süß, so süß wie Maschinenöl.” — Ton, Steine, Scherben

Ernst Lohoff

Die Rettung des Sozialstaats erfordert dessen Beseitigung. Unter diesem paradoxen Motto steht die zweite Amtszeit der hiesigen rot-grünen Regierung. Die KollegInnen in den europäischen Nachbarstaaten folgen dem gleichen Programm. Auch jene EU-Kernländer, die seit dem Irakkrieg gegenüber den USA verstärkt außenpolitische Eigenständigkeit demonstrieren, betreiben nach Innen eine rasante “Amerikanisierung”. Alle scheinen sich das Ziel gesetzt zu haben, die westliche Vormacht beim Übergang zu einem sozial entsicherten Kapitalismus einzuholen und zu überholen.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Vorwort – Dead Men Working


Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs

Unrast-Verlag, Münster

Ernst Lohoff, Norbert Trenkle, Karl-Heinz Lewed und Maria Wölflingseder (Hg.):

Vorwort

Unablässig wird uns die immergleiche Botschaft ins Hirn gehämmert: Neue Arbeit braucht das Land. Die aber sei nur zu haben, wenn die betriebswirtschaftliche Rentabilität endlich bedingungslos als gesellschaftliche Leitkultur anerkannt werde. Dann blühe uns ein Leben in materiellem Wohlstand und Freiheit.

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31.12.2002 Beitrag drucken

Tischlein, leck mich!

Die Krise der Arbeitsgesellschaft ist offensichtlich geworden. Der Glaube an neue Beschäftigung für Hunderttausende ist irreal.

Ernst Lohoff

In den späten siebziger und frühen achtziger Jahren galt es nicht nur im linksalternativen Milieu, sondern auch auf Soziologentagungen als ausgemacht: Der Arbeitsgesellschaft geht die Arbeit aus. Die Revolution der Mikroelektronik verwandle nicht allein mechanische Schreibmaschinen, sondern auch die Ware Arbeitskraft in einen unverkäuflichen Anachronismus.

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31.12.1999 Beitrag drucken

Hilfe zur Zwangsarbeit

Aus den Annalen der bundesdeutschen Sozialverwaltung

Ernst Lohoff / Martin Massip

Die Geschichte der Arbeit ist eine Geschichte des Zwangs. Der Zwang zur Arbeit hat im Laufe der Modernisierung allerdings seine Durchsetzungsform sukzessive verändert. Am Anfang der Arbeitsdressur stand blanke Gewalt. Die Urheimat der Arbeit liegt hinter hohen Mauern, denn seine allerersten Opfer fand der Maloche-Moloch in Menschen, die buchstäblich eingesperrt wurden. In den Anfängen dieses Systems verwandelten sich vornehmlich diejenigen in »Arbeitskräfte«, die von den Häschern der frühmodernen Staatsgewalt weggefangen wurden, weil sie nicht mehr die Kraft hatten davonzulaufen. In demselben Maße, wie es der Arbeitsgesellschaft gelang, nach und nach allen sozialen Reichtum für sich zu okkupieren, entstand indes nicht nur die Notwendigkeit, über diese erbärmliche Grundlage hinauszugehen, es bot sich zugleich die Möglichkeit des Wechsels zu etwas diffizileren Methoden. Mit der Zerstörung jeder autonomen Reichtumsproduktion und Aneignung war die Arbeit, also die Tätigkeit für den anonymen Markt, zum unhintergehbaren Sachzwang aufgestiegen. Mehr noch: Die Verallgemeinerung der totalen Abhängigkeit vom Marktgeschehen ließ die »Arbeitsfähigkeit« geradezu als Inbegriff einer selbständigen Lebensführung erscheinen. Die Arbeit verwandelte sich von einem Fluch, der allein unglückliche Abhängige traf, in den unumstrittenen sozialen Leitwert.

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31.12.1998 Beitrag drucken

Zur Dialektik von Mangel und Überfluss

erschienen in: Krisis 21/22

Ernst Lohoff

Einleitendes

Der Mensch ist bekanntlich ein bedürftiges Wesen. Er kann nicht leben, ohne mit seinesgleichen wie mit der ihn umgebenden äußeren Natur in Beziehung zu treten. Die Aneignung von Natur ist dabei wesentlich an deren Umwandlung gebunden. Erst menschliche Aktivität kann dem vorgefundenen Naturstoff ein vielgliedriges und ausdifferenziertes Ensemble menschlicher Genußgegenstände abgewinnen. Gesellschaftliche Reproduktion schließt in diesem Sinne notwendig ein produktives Moment ein.

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31.12.1992 Beitrag drucken

Sexus und Arbeit

Zur Kritik der Arbeitsontologie in der feministischen Debatte

Ernst Lohoff

Die Entstehung einer autonomen Frauenbewegung war im Kern ebenso wesentlich eine Reaktion auf die praktischen Defizite der 68er Bewegung und ihrer Folgeprodukte, wie die Herausbildung einer spezifischen feministischen Gesellschaftskritik Konsequenz ihrer gravierenden theoretischen Mängel war.

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31.12.1986 Beitrag drucken

Die Kategorie der abstrakten Arbeit und ihre historische Entfaltung

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

49 —-

Ernst Lohoff

Methodische Vorbemerkungen

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