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Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Kritik der Arbeit« von Karl-Heinz Lewed

31.12.2004 Beitrag drucken

Keine statt prekäre Arbeit

In der Jungle World 28/2004 (30. Juni 2004) erschien der Artikel “Lieber faul als prekär” unter meinem Namen. Da die Redaktion Passagen sinnentstellend geändert hat, soll hier die ursprüngliche und autorisierte Version veröffentlicht werden.

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Karl-Heinz Lewed

So haben die Ideologen der modernen Dienstleistungsgesellschaft die Zukunft eigentlich nicht gemalt: Arbeitshetze ohne Absicherung, Ausbeutung in Klitschenbetrieben, Leiharbeit bei obskuren Vermittlungsagenturen, Niedriglöhne für Servicekräfte, Ich-AGs und Eigenvorsorge als Zwangsinstrument der Arbeitsverwaltung. Spätestens nach dem Absturz der New Economy ist offenkundig, dass Flexibilisierung, Individualisierung und Outsourcing keine Versprechen, sondern immer Drohungen waren und für die Mehrheit nichts anderes bedeuten als Armut und prekäre Arbeitsverhältnisse. Doch nicht nur Beschäftigte im Elends-Dienstleistungsbereich sind von der massiven Senkung sozialer Standards betroffen. Bekanntlich erstreckt sich diese Tendenz auf die gesamte Gesellschaft in den westlichen Metropolen. Von der Peripherie spricht ohnehin keiner mehr. Allerdings gibt es Beschäftigungs-Segmente, in denen ein besonders fortgeschrittenes Maß an Deregulierung, Niedriglohn und  Prekarisierung herrscht, wie im Reinigungs- und Gaststättengewerbe, bei Hausangestellten oder in der Altenbetreuung. Dabei ist es kein Zufall, dass in diesen Bereichen oft unter miserabelsten Bedingungen MigrantInnen beschäftigt sind, ohne jede rechtliche oder gar tarifvertragliche Absicherung.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Vorwort – Dead Men Working


Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs

Unrast-Verlag, Münster

Ernst Lohoff, Norbert Trenkle, Karl-Heinz Lewed und Maria Wölflingseder (Hg.):

Vorwort

Unablässig wird uns die immergleiche Botschaft ins Hirn gehämmert: Neue Arbeit braucht das Land. Die aber sei nur zu haben, wenn die betriebswirtschaftliche Rentabilität endlich bedingungslos als gesellschaftliche Leitkultur anerkannt werde. Dann blühe uns ein Leben in materiellem Wohlstand und Freiheit.

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