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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Kultur- und Ideologiekritik« von Karl-Heinz Lewed

15.03.2010 Beitrag drucken

Erweckungserlebnis als letzter Schrei

Der Islamismus und die rational-irrationale Subjektivität der Warengesellschaft

Karl-Heinz Lewed

„Die dschihadistische Volksbewegung mit dem langen Weg, den sie zurücklegen muss, den bitteren Leiden, die sie erduldet hat, mit ihren enormen Opfern und gewaltigen Verlusten vermag die Seelen zu läutern und sie über die Wirklichkeit zu erheben …, die Interessen entfernen sich von mittelmäßigen Streitigkeiten um Pfennige, von kurzfristigen Bedürfnissen, und … die Hassgefühle erlöschen, und die Seelen werden milder gestimmt, die Karawane steigt aus dem tief eingeschnittenen Tal zu dem hohen Gipfel empor, fern der fauligen Sümpfe und der Dschungelkämpfe … Die islamische Gesellschaft muss geboren werden, aber die Geburt vollzieht sich unter Schmerzen und Leid.“
Abdullah Azzam, erster Theoretiker des weltweiten Dschihad (Azzam 2006, S. 203)

1.

Das Phänomen des islamischen Fundamentalismus ist nur vor dem Hintergrund des Scheiterns der nachholenden Modernisierung in den „islamischen“ Ländern zu erklären Weiterlesen »

31.12.2007 Beitrag drucken

Mittelstand und Narrentum

Eine Filmbesprechung zu „Vorne ist verdammt weit weg“ (Regie: Thomas Heinemann, Buch: Frank-Markus Barwasser)

Karl-Heinz Lewed

Der Titel ist Programm – denn zunächst zielt „Vorne ist verdammt weit weg“ auf Ortsbestimmung: über oben und unten, über vorne und hinten und auch über Voranschreiten und Zurückgelassenwerden. Wer in der Geschichte vorne, ganz vorne ist, wird in dem Streifen nicht so wirklich klar. Umso deutlicher indes, wer stets mittendrin steckt und sowohl vorne mit hinten als auch oben mit unten zu einem närrischen Miteinander verstrickt: Eulenspiegel Erwin Pelzig (Frank-Markus Barwasser), 70er Jahre Manta-Typ, mit Lederhandtäschchen und Prollhut. Gekonnt verknotet er die sozialen Beziehungsschnüre zwischen den Protagonisten zur ultimativen Lagebestimmung: dem völligen Daneben. So entsteht das Panorama und gleichzeitig Abbild einer Wirklichkeit, die dem Narrentum Pelzig in nichts nachsteht.

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31.12.2005 Beitrag drucken

White, Wild, West

Bemerkungen zum Rassismus und Sexismus der Neuen Mitte

09-2005

von Karl-Heinz Lewed

Sie kann einem schon leid tun, die Neue Mitte. Unlängst gab es doch noch alles: die innovativen Kreativ-Jobs in den Kultur- und Medienbereichen oder anderswo, das nötige Accessoire an expressiven Konsumartikeln und schließlich die Event- und Kulturindustrie, mit deren Hilfe ganz individuell am Gesamtkunstwerk „Ich“ gearbeitet werden konnte. In diese Atmosphäre passte bestens das Bild stets gutaufgelegten Politpersonals um den Medienkanzler Schröder, dessen spezielle Performance vollends die Umwandlung von Politik ins mediale Spektakel markierte.

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