31.12.2007
Oder: Warum nicht jenseits des Marktes konsumieren?
Aus: Versorgerin, Zeitung der Stadtwerkstatt Linz, #73, März 2007
von Maria Wölflingseder
Konsum bzw. konsumieren kommt vom italienischen consumo bzw. consumare und heißt Verbrauch, Verzehr (insbesondere von Lebensmitteln) bzw. verbrauchen, verzehren. In unserer kapitalistischen Marktwirtschaft gibt es kaum etwas, das wir konsumieren, verzehren oder gebrauchen dürfen, ohne es gekauft zu haben. Kaufen erscheint uns als das Natürlichste der Welt. So wie wir atmen, essen und trinken müssen, müssen wir auch kaufen, um zu überleben. Kaufen ist aber mitnichten eine naturgegebene Angelegenheit.
31.12.2007
Streifzüge 39/2007
Maria Wölflingseder
“Ein Aufatmen geht durch die bürgerliche Mitte, und auch die Gebildeten unter den Verächtern können es nicht mehr leugnen: Die totgesagte Religion ist ins Bewusstsein zurückgekehrt…” So beginnt Thomas Assheuer seinen Leitartikel in der ZEIT vom 8. Februar 2007 anlässlich der anlaufenden Serie “Was soll ich glauben?” über “Fluch und Segen der Weltreligionen”. Der Titel dieser Predigt lautet: “Am Ende ist das Wort. – Ihren Kritikern gilt die Religion als eine Plage der Menschheit. Das ist ein Aberglaube.” Und er endet mit der dringenden Empfehlung: Die Notwendigkeit von Religion, das heißt, Religion als anthropologische Konstante “anzuerkennen kann auch für Kritiker der Religion eigentlich nur – vernünftig sein”.
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