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Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Naturverhältnis und Ökologie« von Birgit Niemann

31.12.2003 Beitrag drucken

Die Renaissance des biologischen Menschen

Dass aber Gott seinerzeit keine Patente angemeldet hat, wird ihn noch teuer zu stehen kommen, denn sein Ebenbild ist in Gefahr. — Erwin Chargaff

von Birgit Niemann

Nirgendwo in der Biologie habe ich so etwas wie die Würde des Menschen gefunden“, begann der Bio-Mathematiker Jens Reich seinen Vortrag auf dem Symposium „Fortpflanzungsmedizin in Deutschland“1, mit dem die damalige grüne Ministerin Andrea Fischer die Diskussion, die verschiedene Interessengruppen um den Schutz von menschlichen Embryonen schon länger führten, im Mai 2000 in die Öffentlichkeit trug. Damit dieser Satz allgemeingültig wird, muss man ihn präzisieren. Er lautet dann: Lebensprozesse, die „das Genom“ organisiert, sind frei von moralisch-ethischen Kategorien wie „die Würde des Menschen“. Was weder Jens Reich, noch sonst Jemand auf dem genannten Forum erwähnte, soll hier ergänzt werden: Lebensprozesse, die „das Kapital“ organisiert, sind ebenfalls frei von moralisch-ethischen Kategorien wie „die Würde des Menschen“. Das heutige Kapital aber organisiert fast die gesamte individuelle und gesellschaftliche Reproduktion. Zu dem Wenigen, was es der menschlichen Selbstbestimmung bisher noch nicht entrissen hat, gehört die biologische Reproduktion von Menschen.

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