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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Naturverhältnis und Ökologie« von Franz Schandl

26.10.2009 Beitrag drucken

Ein Ausweg, der wird sich finden

Beiträge von André Gorz zur politischen Ökologie

Franz Schandl

Der vorliegende Band, in dem einige späte Aufsätze und Interviews von und mit André Gorz zusammengetragen sind, präsentiert einen wachen und bis zuletzt widerständigen Geist. Weiterlesen »

31.12.2005 Beitrag drucken

Naturkatastrophen?

Aus: junge Welt vom 02.09.2005

Von Franz Schandl

Als die Insel Santorin vor ungefähr 2000 Jahren von einem Vulkan gesprengt wurde und sich eine gewaltige Flutwelle bis nach Ägypten ihren Weg bahnte, konnte man wohl noch ganz eindeutig von einer Naturkatastrophe sprechen. Was soll dies auch sonst gewesen sein?

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31.12.2005 Beitrag drucken

Staccato der Katastrophen

Elend und Geschäft im virtuellen Zeitalter

Aus: junge Welt vom 11.11.2005

Von Franz Schandl

Wenn sich Katastrophen häufen, erscheinen sie zusehends als Normalität. Je mehr es gibt, desto weniger werden sie also solche wahrgenommen. Zweifellos, wenn es in diesem Tempo der Erdbeben, Flutwellen, Überschwemmungen und sonstigen Elementarereignisse weitergeht, dann dürfte bald der Punkt kommen, wo die Aufmerksamkeit gegen Null tendiert. Die Dramatik geht verloren. Katastrophenmüdigkeit zeichnet sich ab. Wenn der Katastrophen zu viele, gibt es keine Katastrophen mehr. Ab einem gewissen Grad kippt die Stimmung in Apathie. Ist halt so. Was kannst du machen? Wenn sich das Außergewöhnliche häuft, wird es gewöhnlich. Die Leute gewöhnen sich daran, empfinden gar manche Zumutung als Selbstverständlichkeit, ja machen sich allzu oft zu deren eifrigen Verfechtern.

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31.12.2003 Beitrag drucken

Sustainability?

VERWÜRFE ZUM ÖKOLOGISCHEN DAUERLUTSCHER DER NACHHALTIGKEIT

von Franz Schandl

Wörter steigen auf und Wörter steigen ab. Manche werden erfunden, andere sterben ab.Wie jede Zeit ihre Moden kennt, so auch eine ihr typische Sprache.

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31.12.2002 Beitrag drucken

Benes und die Atomkraftwerke

ÖSTERREICH-TSCHECHIEN – Die Anti-Temelin-Bewegung ist wohl von allen Bewegungen der Zweiten Republik, na vielleicht nicht die schlimmste, aber auf jeden Fall die dümmste

Franz Schandl

Seit den Tagen des erfolgreichen Kampfes gegen ein geplantes Donaukraftwerk in Hainburg 1984, als die überwätigende Mehrheit der Ökologen die Bundeshymne intonierte, rot-weiß-rote Fahnen schwenkte, sich in dunklen Schwüren erging und unter dem Namen Konrad Lorenz ein Volksbegehren startete, ist Staatsfrömmigkeit ihr primärer Ausdruck. Kaum ist ein Wollen gesetzt, wird dieses sofort, ja automatisch in den Staat projiziert. Was ich haben will, muss er mir geben und garantieren. “Österreich muss…” Nicht taktisch, wofür es noch Verständnis gäbe, ist das gemeint, sondern ganz prinzipiell. Die Instanz bleibt als solche unkritisiert, ebenso ihre ideologischen Apparate, vor allem die Krone, das größte Boulevardblatt des Landes. Seitdem befindet sich die hiesige Ökologiebewegung in Geiselhaft der Kronen-Zeitung. Ein wahrhaft österreichisches Phänomen.

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31.12.2001 Beitrag drucken

Temelin und die EU-Osterweiterung

Revanchismus in ökologischer Verkleidung

Franz Schandl

Während die Tschechen nicht wissen, wie ihnen geschieht, wissen die Österreicher zumindest, was sie nicht wollen: Temelin. Wird es nicht abgeschaltet, droht auch trotz der Brüsseler Verhandlungen nach wie vor ein österreichisches Veto gegen die Aufnahme der Tschechischen Republik in die Europäische Union. In Wien jedenfalls ist dieses Thema das aktuell die Politik beherrschende.

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31.12.1999 Beitrag drucken

Der Königsweg als Sackgasse

Im Irrgarten der Ökosteuern.

Franz Schandl

Die Phalanx ist so dicht, daß sie dichter nicht sein könnte: Konservative Professoren und Gewerkschafter ziehen an einem Strang, Umweltministerium und Wissenschaft, Regierung und Grüne wünschen sie, ja selbst die Wirtschaft könnte sie sich vorstellen. Nur über Details wird gestritten, das Prinzip haben alle akzeptiert. Ohne Zweifel, Ökosteuern werden kommen. Ob sie allerdings bringen, was allerorts versprochen wird, soll hier ganz entschieden bestritten werden.

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31.12.1996 Beitrag drucken

Dimensionen des Mülls

Franz Schandl

Der Autor ist Historiker  und Publizist in Wien. Der hier vorliegende Beitrag erschien erstmals in »Weg und Ziel« (Wien), Nr. 6/93. Für KRISIS wurde er überarbeitet und erweitert.

Die Ökologiebewegung weiß zwar oft, was sie nicht will, viel weniger aber weiß sie, was das ist, was sie nicht will. Woher es kommt und wohin es führt. Kritik nivelliert sich meist auf die Ebene des Räsonierens, auf »die Freiheit von dem Inhalt und die Eitelkeit über ihn«(1), wie Hegel es nannte. Veränderung bedarf aber mehr als der bloßen Verneinung. Von Niklas Luhmann muß sich die Ökologiebewegung daher zurecht vorhalten lassen: »Unversehens geht so eine Theoriediskussion in moralische Frageformen über, und das Theoriedefizit wird mit moralischem Eifer kompensiert. Die Absicht der Demonstration guter Absichten bestimmt die Formulierung der Probleme. So diskutiert man aufs Geratewohl über eine neue Umweltethik, ohne die Systemstrukturen zu analysieren, um die es geht.«(2)

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