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Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Patriarchat und Geschlechterverhältnis« von Franz Schandl

31.12.2007 Beitrag drucken

Der Schleier des Abendlands

Erkundungen im Reich des männlichen Blicks. Rechtzeitig zur Integrationsdebatte

Aus: “Freitag”, 20. Juli 2007

Franz Schandl

Kleider machen Leute, zweifellos. Insbesondere freilich Frauen. Ob Orient, ob Okzident, ob Islam, Christentum oder Kulturindustrie: Kleidungsnormen betreffen Frauen um vieles extensiver und restriktiver als Männer. Es gleicht einem überkonfessionellen patriarchalen Gewohnheitsrecht. Gerade im entwickelten Kapitalismus inszeniert sich die Ästhetik des Markts primär am weiblichen Körper, speziell in der flächendeckenden Werbung. Frauen haben sich nicht nur im Handeln zu verdinglichen, sondern vor allem auch im Aussehen. Das ist eine der ihnen zugeschriebenen Hauptaufgaben.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Hypothesen zu Sex und Kunst

Referatsunterlage zur gleichnamigen Veranstaltung am 13. November 2007 des Aktionsradius Augarten

Franz Schandl

1) Die Doppelthese lautet: noch nie war eine Gesellschaft so geil wie diese, aber auch: noch nie war eine Gesellschaft so unbefriedigt wie diese. Dies hängt unmittelbar zusammen. Aufgabe der Kulturindustrie (und ihr Prototyp ist die Kunst oder besser kommerzialisierte Kunst) will auch gar nicht befriedigen, sondern sie will geil halten. Sie baut auf diesem Widerspruch (“Dekorrespondenz”) auf.

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