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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Staat, Politik, Demokratie und Rechtsform« von Norbert Trenkle

18.11.2009 Beitrag drucken

Il “ritorno dello Stato” come amministratore della crisi

Deutsche VersionEnglish Version

Norbert Trenkle Weiterlesen »

07.10.2009 Beitrag drucken

The “return of the state” as crisis administrator

Deutsche VersionVersione Italiana

Norbert Trenkle

Parts of the left are attributing the current global economic crisis to political causes. Neoliberalism, so the argument goes, with its total deregulation of markets and particularly the radical increases in freedom accorded to the financial markets, has failed. Now, they claim, we are approaching an era of regulation and control by the state, and our task is to influence the forms it will take. The central demand is for the rolling-back of the influence of finance capital and a strengthening of the real economy, which in turn should itself be reformed both ecologically and socially. Whether or not this will succeed is treated primarily as a question of the balance of social power and of political mobilisation.

However, this analysis overlooks the fundamental character of the global crisis. Weiterlesen »

10.08.2009 Beitrag drucken

Die »Rückkehr des Staates« als Krisenverwalter



(Die nachfolgenden Thesen wurden auf dem Attac Kapitalismus-Kongress im Frühjahr 2009 vorgetragen. Sie sind unlängst in dem Sammelband “Kapitalismus am Ende?” erschienen.)

English VersionVersione italiana

Norbert Trenkle

1.

Die aktuelle Weltwirtschaftskrise wird bei großen Teilen der Linken im Wesentlichen auf politische Ursachen zurückgeführt. Der Neoliberalismus mit seiner totalen Deregulierung des Marktes und insbesondere der Entfesselung der Finanzmärkte sei gescheitert. Nun stehe eine neue Ära staatlicher Regulierung und Steuerung bevor und es komme daher darauf an, Einfluss auf deren Ausgestaltung zu nehmen. Im Mittelpunkt steht dabei die Forderung nach einer Zurückdrängung des Finanzkapitals und einer Stärkung der Realwirtschaft, die ihrerseits ökologisch und sozial reformiert werden soll. Ob dies gelingt oder nicht, wird vor allem als eine Frage der gesellschaftlichen Kräfteverhältnisse und der politischen Mobilisierung behandelt. Weiterlesen »

20.02.2009 Beitrag drucken

A CAPITULAÇÃO PERANTE O CAPITALISMO

Deutsche VersionVersión española

Norbert Trenkle Weiterlesen »

31.12.2006 Beitrag drucken

Corporate Identity


Die WM-Euphorie hat den Weg bereitet für die Modernisierung des Nationalismus

Aus: Jungle World 29/2006, 19.7.2006

von Norbert Trenkle

Der schwarz-rot-goldene Begeisterungstaumel während der WM, so ist überall zu lesen, sei bloß Ausdruck einer „Normalisierung“ im Verhältnis „der Deutschen“ zu „ihrer Nation“ und insofern durchaus erfreulich und positiv gewesen. Eine höchst merkwürdige Auskunft. Denn wieso eigentlich sollten massenhafte nationalistische Aufwallungen bei Fußballspielen erfreulich sein, nur weil damit nachvollzogen wird, was in England, Italien, Argentinien oder anderswo gang und gäbe ist? Über diese Art „Normalität“ kann sich nur freuen, wer über den besonderen Abscheulichkeiten des deutschen Nationalismus in der jüngsten Geschichte vergessen hat, dass der Nationalismus als solcher eine Abscheulichkeit ist – wenn auch eine in der bürgerlichen Gesellschaft höchst normale.

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31.12.2005 Beitrag drucken

Gefährliches Wechselspiel


Der Populismus der Linkspartei reflektiert den Zerfallsprozess der Politik.

erschienen in: Jungle World vom 24.08.2005

Von Norbert Trenkle

Als Franz Müntefering in der Endphase des Wahlkampfs in Nordrhein-Westfalen mit seinem Appell ans Ressentiment gegen die »ausländischen Finanzinvestoren« die absehbare Niederlage der SPD noch einmal abzuwenden versuchte, bewies er einen Riecher für die Stimmung im Lande, die man der »Seele der Partei« mit der Aura eines verstaubten Aktenschranks kaum zugetraut hätte. Bloß erfüllte sich seine Hoffnung, diese Stimmung noch einmal für seine eigene Partei nutzen zu können, nicht. Stattdessen setzte er einen Prozess in Gang, der zu einer grundlegenden Erosion des deutschen Parteiensystems führen dürfte.

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27.12.2005 Beitrag drucken

The Metaphysical Subtleties of Class Struggle

On the Unspoken Premises of an Odd Retro-Discourse

Source: Principia Dialectica, Nr. 2/2006 (London) www.principiadialectica.co.uk

Original: Die metaphysischen Mucken des Klassenkampfs, krisis 29, Münster 2005

Norbert Trenkle

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31.12.1998 Beitrag drucken

Kein Anschluß unter dieser Nummer

aus: Weg und Ziel 5/1998

Norbert Trenkle

Rund zwanzig Jahre dauert es nun schon an: das Warten auf ein “postfordistisches Regulationsmodell” – und immer noch ist es nicht in Sicht. Da vermag sich nicht einmal Joachim Hirsch, einer der letzten linken Regulationstheoretiker im deutschsprachigen Raum, noch in Optimismus üben: “Ein überzeugendes Regulationsmodell für den nachfordistischen Kapitalismus ist weder auf nationaler noch auf internationaler Ebene erkennbar. Sichtbar sind bestenfalls Entwicklungen und Tendenzen, die aber einen höchst widersprüchlichen Charakter tragen” (Hirsch 1995, S. 173 f.). So viel selbstkritische Offenheit in Ehren. Wer aber erwartet hätte, der Autor würde daraus die naheliegende Konsequenz ziehen, sein regulationstheoretisches Paradigma als solches in Frage zu stellen, wird enttäuscht. Lieber widerspricht und widerlegt er sich selbst einem fort. Über weite Passagen hinweg beschreibt er (in seinem neuesten Buch Der nationale Wettbewerbsstaat) durchaus richtig, wie sich nach dem Ende des Fordismus, dem Zusammenbruch des sogenannten Realsozialismus und im Zuge der kapitalistischen Globalisierung die Konkurrenzdynamik auf allen Ebenen, sowohl zwischen Staaten und Staatenblöcken als auch innerhalb der Staaten selbst, extrem verschärft hat (1), wie die regionale und soziale Polarisierung voranschreitet und wie fundamantalistische Reaktionsformen an Kraft gewinnen kurz, wie die grundlegenden Bedingungen für einen einigermaßen kohärenten und stabilen innerkapitalistischen Interessenausgleich zunehmend zerstört werden. Sein Fazit: “Grundsätzlich bleibt fraglich, ob eine halbwegs stabile und zur Bewältigung der globalen Probleme geeignete politisch-soziale Ordnung auf kapitalistischer Grundlage überhaupt noch möglich ist” (ebd., S. 183). Doch dann flüchtet er sich immer wieder in relativierende Leerformeln (wie jenen zweiten Satz im ersten Zitat, der eigentlich nur aus nichtssagenden Floskeln besteht: “bestenfalls”, “Tendenzen”, “höchst widersprüchlichen Charakter”), die von nichts zeugen als vom blanken Willen, sich nur ja nicht von der altgewohnten Weltsicht zu verabschieden. Oder er hißt im Gestus des Trotz-alledem die Fahne des sozialen Kampfes für “Regulation”: “Es geht um den Kampf um die Durchsetzung von Formen der Regulation, die diejenigen Minimalstandards von sozialer Sicherheit, materieller Freiheit und demokratischer Selbstbestimmung gewährleisten, ohne die eine emanzipative Entwicklung, letztlich die Durchsetzung neuer und humanerer Produktionsverhältnisse nicht möglich ist” (ebd., S. 180).

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