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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Theorie und Praxis« von Franz Schandl

23.10.2008 Beitrag drucken

Unpopuläres zum Populismus

3. Teil: Skizzen einer Antipolitik

Streifzüge 42/2008

Franz Schandl

Ob wir wollen oder nicht, wir sind nicht nur populistisch zugerichtet, sondern auch populistisch ausgerichtet. Was denn sonst? Der Unterschied liegt lediglich darin, dass einige das auch wissen und vielleicht sogar reflektieren, während die allermeisten es bloß handhaben.

Weder die negative Fixierung auf den Populismus noch der positive Bezug auf ihn sind zielführend. Führt erstere zur Ausblendung der gesellschaftlichen Totalität im Allgemeinen wie des Formprinzips der Politik im Besonderen, so unterwirft sich zweitere direkt den kulturindustriellen Geboten der Kommunikation. Der Populismus ist alles andere als antipolitisch, er ist Politik in fortwesendem Zustand marktkonformer Formatierung.

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31.12.2006 Beitrag drucken

Kampf? Bewegung? Politik?

Kolumne Unumgänglich

Streifzüge 37/2006

von Franz Schandl

Dort, wo der Klassenkampf sich als Alternative zum Kapital versteht, missversteht er sich selbst. Als Formierung ist er dazu da, jenes in Bewegung zu halten, indem er die Interessen der Ware Arbeitskraft vertritt. Sei es puncto Arbeitslohn, Arbeitszeit, Arbeitsbedingungen, soziale Sicherheiten oder Reproduktionsmöglichkeiten. Der Klassenkampf ist eine Agentur des Kapitals und der Kampf selbst eine primitive Form des Zusammenstreitens.

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31.12.2000 Beitrag drucken

Zum Verhältnis von Theorie und Praxis

Bewegungsversuche auf Glatteis

“Am schädlichsten ist es, sich vor Irrtümern bewahren zu wollen.” — G.W.F. Hegel (1)

von Franz Schandl

Vorweg sei erwähnt, daß die folgenden Einwürfe nicht von einer prinzipiellen Unzufriedenheit mit dem Projekt getragen sind, wohl aber von der Sorge, daß bestimmte Behinderungen nicht überwunden werden können, ja nicht einmal als solche begriffen werden. Wir haben uns zwar inhaltlich, nicht aber der Form nach von der traditionellen Linken gelöst. Der Grundwiderspruch zwischen einer entwickelten Theorie einerseits und einer konventionellen, sich selbst unterlaufenden Praxis und Nichtpraxis andererseits, ist evident. Diesbezüglich ist das Reflexionsniveau wenig über das der alten neuen Linken hinausgekommen. Wobei einschränkend dazugesagt werden muß, daß es sich beim Kritischen Kreis um eine Theoriegruppe handelt, deren Anspruch (vorerst?) einer ist, der primär den Erkenntnissen Genüge tun will.

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31.12.2000 Beitrag drucken

Präpotenz der Ohnmacht

Ausführliche Replik zu Stephan Grigats “Positive Postpolitik” (Streifzüge 2/2000)

Streifzüge 4/2000

von Franz Schandl

Anspruch meiner Publizistik ist eigentlich der, auf der inhaltlichen Ebene implizite Kritik zu leisten, und nur, wenn es sich nicht vermeiden läßt, sie als explizite, auf eine Person bezogene, vorzubringen. So ist es ziemlich fragwürdig, ob man jedem Angriff ein Contra geben soll, weil diese Art von “Schlagabtausch” möglicherweise wie eine dieser radikallinksmännlichen Gockeliaden wirkt und eher Aversion als sonstwas hervorruft. Es beschleicht einem das Gefühl, daß dabei mehr Markierungen hinterlassen als Akzente gesetzt werden.

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31.12.1996 Beitrag drucken

Kommunikation als Denunziation

Skizzen über Logik und Folgen linker Umgänglichkeiten

Franz Schandl

Ausgangspunkt sei der Konflikt in der jungen welt. Das von außen völlig unverständliche und unerträgliche Gezeter rund um den Kurs der Zeitung offenbarte einmal mehr, wie wenig Linke miteinander umzugehen verstehen. Natürlich ist das von Wien aus leicht zu sagen, gesagt werden muß es trotzdem: Streit und Spaltung, Besetzung und Rauswurf demonstrierten, daß viele Sozialisten der K2L(Kampf zweier Linien)-Mentalität nicht entwachsen sind. Das “Wir oder ihr?”, so notwendig es gewesen sein mag, kann schlußendlich auch im “Weder-Noch” enden. Was für beide Konfliktparteien schade wäre. Und auch um.

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