14.05.2009
Contraste – Zeitschrift für Selbstorganisation April 2009
Andreas Exner
In den Debatten um eine Alternative zum Kapitalismus tauchen ein ums andere Mal zwei Konzepte auf: der Tauschkreis und die Regionalwährung. Beide Konzepte sind miteinander eng verbunden. Und beide wurzeln theoretisch in der Freiwirtschaftslehre von Silvio Gesell, der Anfang des 20. Jahrhunderts eine „natürliche Wirtschaftsordnung“ begründen wollte. Weiterlesen »
31.12.2006
Ein Diskussionsanstoß in 5 Akten
von Andreas Exner
Warum gibt es Geld, fragt Leser Roland Winkelhofer im letzten SOL (125/06). Dan Jakubowicz hat sich diese Frage auch gestellt. Er meint: Eine Welt ohne Geld wäre schön, doch eine schöne Welt ohne Geld sei unmöglich. Also, brauchen wir Geld oder brauchen wir Geld nicht? Im Folgenden behandle ich fünf Fragen zum Thema Geld. Als Überschriften dienen mir die wichtigsten Antworten darauf. Es spricht einiges dafür, dass es dabei um Mythen geht.
31.12.2006
Theoretische Kritik und emanzipatorische Praxis
aus: Möller, Peters, Vellay (Hg), Dissidente Praktiken, U. Helmer-Verlag 2006
Andreas Exner
Sprechen wir in emanzipatorischer Perspektive über »Prozesse sozialer Selbstorganisation«, so denken wir Selbstorganisation als Gegensatz zur heute dominanten Organisationsform sozialer Prozesse, das heißt im Gegensatz zur kapitalistischen Produktions- und Lebensweise.1 Diese Behauptung führt zu einer zweifachen Fragestellung. Erstens gilt es zu klären, inwiefern diese Organisationsform Resultat bzw. Ursache von Fremdbestimmung ist, zweitens ist danach zu fragen, unter welchen Voraussetzungen, auf welche Weise und in welcher Richtung sie überwunden werden kann. Gehen wir davon aus, dass sich die Stabilität der Verhältnisse gleichermaßen materiellen wie diskursiven Praxen verdankt, und dass letztere unter anderem im wissenschaftlichen Feld – inner- wie außerhalb der Universitäten – situiert sind, dann ist theoretische Kritik als wesentliches Element emanzipatorischen Handelns zu begreifen. Dies umso mehr, als eine Affirmation der Verhältnisse heute bis weit in das »oppositionelle Spektrum« reicht. Aus Platzgründen setze ich im Folgenden daher den Schwerpunkt auf die erste Frage.
30.12.2006
Zu “Das Lebensmittel” von Wolf Lotter, brand eins 03/06*
von Andreas Exner
Weder stinkt Geld, noch kann man’s essen. Nichts tut es, schon gar nicht schaden. Dennoch geht ohne Geld nichts. So eben geht es zu im Kapitalismus. Gespenster hat dieser Spuk bisher noch alle überlebt.
24.12.2006
31.12.2005
Über die Grenzen der Tauschkreise und den Unsinn der Freiwirtschaft
Streifzüge 33/2005
von Andreas Exner & Stephanie Grohmann
Der von Umweltzerstörung und von sozialen Katastrophen gesäumte Irrweg unserer “Zivilisation” ist für viele Menschen Anlass genug, ihre eigene Lebensweise gründlich zu hinterfragen. Viele wollen es nicht bei politischen Appellen belassen. Denn nur allzu deutlich werden die beschränkten Möglichkeiten der Demokratie, wenn etwa die Sicherung der immer weniger werdenden Arbeitsplätze nach immer neuem Wirtschaftswachstum verlangt. Und allzu schmerzhaft ist die Einsicht, dass wir dem Gesetz der Konkurrenz und dem Leiden an der sozialen Kälte nicht wie gewohnt allein entfliehen können. Was also läge näher, als sich zusammenzutun und etwas ganz Neues zu beginnen? Doch was ist konkret nun anders zu machen?