<?xml version="1.0" encoding="UTF-8"?>
<rss version="2.0"
	xmlns:content="http://purl.org/rss/1.0/modules/content/"
	xmlns:wfw="http://wellformedweb.org/CommentAPI/"
	xmlns:dc="http://purl.org/dc/elements/1.1/"
	xmlns:atom="http://www.w3.org/2005/Atom"
	xmlns:sy="http://purl.org/rss/1.0/modules/syndication/"
	xmlns:slash="http://purl.org/rss/1.0/modules/slash/"
	>

<channel>
	<title>krisis &#187; »Ohne thematische Zuordnung«</title>
	<atom:link href="http://www.krisis.org/thema/zuordnung-offen/feed" rel="self" type="application/rss+xml" />
	<link>http://www.krisis.org</link>
	<description>Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft</description>
	<lastBuildDate>Fri, 23 Jul 2010 10:40:09 +0000</lastBuildDate>
	<generator>http://wordpress.org/?v=2.9.2</generator>
	<language>en</language>
	<sy:updatePeriod>hourly</sy:updatePeriod>
	<sy:updateFrequency>1</sy:updateFrequency>
			<item>
		<title>Krisis-Seminar</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/krisis-seminar-2010</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/krisis-seminar-2010#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 20 Jul 2010 13:51:15 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>
		<category><![CDATA[termine]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4160</guid>
		<description><![CDATA[1. – 3. Oktober 2010 in der Jugendbildungsst&#228;tte Burg Hoheneck, 91472 Ipsheim

Identit&#228;ten und Ideologien in der Krise. Verarbeitungsformen und Tendenzen

Mit Referaten zu folgenden Themen:

- Von „gierigen Bankern“ und „faulen Griechen“. Ideologien in der Krise (Ernst Lohoff/ Norbert Trenkle, N&#252;rnberg)
- Mit Calvin gegen die Krise. Erosion und Remoralisierung des Leistungsprinzips (Holger Schatz, Freiburg)
- Geschlecht in der [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>1. – 3. Oktober 2010 in der Jugendbildungsst&#228;tte Burg Hoheneck, 91472 Ipsheim<br />
</strong></p>
<h3>Identit&#228;ten und Ideologien in der Krise. Verarbeitungsformen und Tendenzen</h3>
<p><span id="more-4160"></span><br />
<em>Mit Referaten zu folgenden Themen:<br />
</em><br />
- Von „gierigen Bankern“ und „faulen Griechen“. Ideologien in der Krise (Ernst Lohoff/ Norbert Trenkle, N&#252;rnberg)<br />
- Mit Calvin gegen die Krise. Erosion und Remoralisierung des Leistungsprinzips (Holger Schatz, Freiburg)<br />
- Geschlecht in der Warengesellschaft: Eine Einf&#252;hrung in den Feminismus (Patrick Michaelis, G&#246;ttingen)<br />
- HomOrientalismus: Europa und die Heteronormalisierung der islamischen Welt (Georg Klauda, Berlin)<br />
- Finale des Universalismus: Der Islamismus als Krisenideologie der gescheiterten Modernisierung (Karl-Heinz Lewed, N&#252;rnberg)</p>
<p><strong>Organisatorisches:</strong></p>
<p>Das Seminar beginnt am Freitag den 1. Oktober um 16.30 Uhr mit einer kurzen Einf&#252;hrung in das Thema und einer Vorstellungsrunde. Nach dem Abendessen findet ab 19 Uhr das erste Referat statt.<br />
Ende des Seminars ist am Sonntag den 3. Oktober um 12.30 Uhr (anschlie&#223;end noch Mittagessen).</p>
<p>Die Kosten f&#252;r Unterkunft und Verpflegung betragen 45 € (Dreibett- oder Vierbettzimmer), 65 € (Doppelzimmer) und 75 € (Einzelzimmer). Erm&#228;&#223;igter Beitrag 25 €. Um schnelle Anmeldung wird gebeten, da die Anzahl der Pl&#228;tze begrenzt ist. Einzel- und Doppelzimmer stehen nur begrenzt zur Verf&#252;gung.</p>
<p>Die Adresse des Tagungshauses: Jugendbildungsst&#228;tte Burg Hoheneck, 91472 Ipsheim (zwischen N&#252;rnberg und W&#252;rzburg gelegen), Telefon: 09846-9717-0</p>
<p><em>Anfahrt f&#252;r Autoreisende: </em>Von W&#252;rzburg kommend, Autobahn A3, Ausfahrt Bad Windsheim, Richtung Neustadt/Aisch bis Ipsheim fahren. Dort den Schildern zur Burg Hoheneck folgen.</p>
<p><em>Bahnreisende: </em>Bis Neustadt/Aisch, dort umsteigen in die Bahn Richtung Steinach (oder bis Steinach und dort umsteigen in Richtung Neustadt/Aisch), aussteigen in Ipsheim. Bis zur Burg sind es ca. 3 km zu Fu&#223; (ausgeschilderter Wanderweg), es wird aber auch ein Abholdienst organisiert.</p>
<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
<strong>Anmeldung zum Seminar „Identit&#228;ten und Ideologien in der Krise“</strong></p>
<p>An krisisweb@yahoo.de oder F&#246;rderverein Krisis e.V., Postfach 81 02 69, 90247 N&#252;rnberg<br />
Ich m&#246;chte mich zum Seminar Identit&#228;ten und Ideologien in der Krise vom 1. – 3.10.2010 anmelden. Die Kosten f&#252;r Unterbringung und Verpflegung &#252;berweise ich bis sp&#228;testens zwei Wochen vor dem Seminar auf das Konto des F&#246;rderverein Krisis 300114-859, Postbank Nbg. BLZ 760 100 85.</p>
<p>Ich m&#246;chte im Dreibettzimmer/Zweibettzimmer/Einzelzimmer &#252;bernachten (Bitte unterstreichen).</p>
<p>Name: &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;     Unterschrift:</p>
<p>Adresse: &#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;&#8230;</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/krisis-seminar-2010/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Veranstaltung: Wo Arbeit weh tut. Film und Vortrag</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/veranstaltung-wo-arbeit-weh-tut-film-und-vortrag</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/veranstaltung-wo-arbeit-weh-tut-film-und-vortrag#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 23 Jun 2010 05:10:55 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4282</guid>
		<description><![CDATA[Bielefeld, Mittwoch, 30.6.2010, 18.00 Uhr, Universit&#228;t, Raum V2 &#8211; 105

Unter anderer Identit&#228;t heuerte G&#252;nter Wallraff (Journalist und Schriftsteller) bei einer Gro&#223;b&#228;ckerei im Rheinland an, die f&#252;r die Gro&#223;marktkette Lidl produziert, und dokumentierte seine Erfahrungen und die Arbeitsbedingungen vor Ort mit versteckter Kamera.Wallraffs Fazit: Wer billig verkauft, muss auch billig produzieren.
Im anschlie&#223;enden Vortrag wird Peter Samol [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Bielefeld, Mittwoch, 30.6.2010, 18.00 Uhr, Universit&#228;t, Raum V2 &#8211; 105</h3>
<p><span id="more-4282"></span></p>
<p>Unter anderer Identit&#228;t heuerte G&#252;nter Wallraff (Journalist und Schriftsteller) bei einer Gro&#223;b&#228;ckerei im Rheinland an, die f&#252;r die Gro&#223;marktkette Lidl produziert, und dokumentierte seine Erfahrungen und die Arbeitsbedingungen vor Ort mit versteckter Kamera.Wallraffs Fazit: Wer billig verkauft, muss auch billig produzieren.</p>
<p>Im anschlie&#223;enden Vortrag wird Peter Samol zeigen, dass es sich hier keineswegs um eine katastrophale Ausnahme handelt, sondern das Gezeigte typisch ist f&#252;r eine allgemeine Entwicklungstendenz kapitalistischer Gesellschaften. In diesen sind die Verh&#228;ltnisse n&#228;mlich nicht an den Bed&#252;rfnissen der Menschen, sondern an denen der Kapitalverwertung ausgerichtet. Ein Betrieb muss rentabel sein, sprich Profit erwirtschaften, sonst verschwindet er sehr bald von der Bildfl&#228;che. Den allgemeinen Konkurrenzdruck geben die Betriebe in Form von Arbeitshetze, Entlassungsdrohungen und generell einer allgemeinen Verschlechterung der Arbeitsbedingungen an ihre Besch&#228;ftigten weiter. Zugleich ist die Aufgabe der Selbsterhaltung in unserer Gesellschaft fast vollst&#228;ndig an die einzelnen Individuen &#252;berantwortet. Jede und Jeder soll sich verkaufen, um sich (und ev. Angeh&#246;rige) am Leben zu halten. Nun wird aber die Zahl der entsprechenden Arbeitsm&#246;glichkeiten tendenziell immer geringer. Und das wird angesichts der technischen Entwicklung immer so weiter gehen. Das Ergebnis ist ein offener Widerspruch: W&#228;hrend die Menge der produzierten Waren so gro&#223; ist wie noch nie zuvor in der Geschichte der Menschheit, steigt gleichzeitig die Zahl der von diesem Warenreichtum ausgeschlossen Menschen immer weiter an. Sowohl weltweit wie auch zunehmend innerhalb der wohlhabenden L&#228;nder.</p>
<p>Die im Film dargestellten Arbeitsverh&#228;ltnisse sind insofern typisch, als sie die unvermeidbaren Folgen des „deutschen Weges“, mit der weltweiten &#220;berproduktions- und Unterbesch&#228;ftigungskrise umzugehen, beispielhaft aufzeigen. Denn hierzulande konnte zwar der Anstieg der Arbeitslosigkeit bis auf weiteres nahezu gestoppt werden. Sogar in der Krise. Das ging aber mit einem beispiellosen R&#252;ckbau der sozialen Standards (Agenda 2010, Hartz-Gesetze etc.) und in Folge dessen auch mit einer deutlichen Verschlechterung einer wachsenden Anzahl von Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnissen einher. Leiharbeit, Minijobs, Teilzeitstellen, unbezahlte Praktika, befristete Besch&#228;ftigungsverh&#228;ltnisse etc. haben seither sp&#252;rbar zugenommen. Und selbst die weiterhin Normalbesch&#228;ftigten haben zunehmend mit einer Aufweichung der Tarifstrukturen zu k&#228;mpfen. Infolge der damit einhergehenden Senkung der Personalkosten und in Kombination mit seiner &#228;u&#223;erst hohen technischen Produktivit&#228;t konnte der langj&#228;hrige Exportweltmeister Deutschland – mittlerweile (nach China) nur noch Vize-Exportweltmeister – seine Waren unschlagbar billig auf dem Weltmarkt anbieten. Mit den Waren wurde auch die Arbeitslosigkeit in andere L&#228;nder exportiert sowie die wachsende L&#252;cke zwischen Warenangebot und (inl&#228;ndischer) Nachfrage bis auf weiteres geschlossen; allerdings auf Kosten des Auslands wie der hiesigen Besch&#228;ftigten. Wenn jedoch absehbar immer mehr Importl&#228;nder aufgrund von dortigen Sparprogrammen oder gar Staatsbankrotts wegfallen, dann werden selbst die bisherigen einschneidenden Ver&#228;nderungen nicht mehr gen&#252;gen. Ob sich die Probleme, die sich dann aufdr&#228;ngen, &#252;berhaupt noch innerhalb der kapitalistischen Wirtschaftsform l&#246;sen lassen, ist mehr als fragw&#252;rdig.</p>
<p>Veranstalter: „Alles f&#252;r alle!“ (AFA) Bielefeld</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/veranstaltung-wo-arbeit-weh-tut-film-und-vortrag/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Veranstaltung: Marie &#252;bt die Anarchie. Ein partizipatives Musik-Theater-Projekt</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/veranstaltung-marie-uebt-die-anarchie-ein-partizipatives-musik-theater-projekt</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/veranstaltung-marie-uebt-die-anarchie-ein-partizipatives-musik-theater-projekt#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 22 Jun 2010 05:16:32 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4255</guid>
		<description><![CDATA[Aschaffenburg, Sonnabend, 26. Juni 2010, 20 Uhr, JUKUZ, Kirchhofweg 2
Eine Musik-Theater-Performance &#252;ber die &#252;ble Arbeit, das liebe Geld und das gute Leben
Marie ist Verk&#228;uferin. Marie steckt im System fest. Unter miesesten Arbeitsbedingungen leidend, hat sie sich doch einen wachen Geist, ein freches Mundwerk und ihre F&#228;higkeit zu tr&#228;umen bewahrt. Durch die immer wieder aktuellen Lieder [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3><strong>Aschaffenburg, Sonnabend, 26. Juni 2010, 20 Uhr, JUKUZ, Kirchhofweg 2</strong></h3>
<h3>Eine Musik-Theater-<a href="http://www.youtube.com/watch?v=Up9jtaE4skU&amp;feature=channel_page" target="_blank">Performance</a> &#252;ber die &#252;ble Arbeit, das liebe Geld und das gute Leben</h3>
<p><span id="more-4255"></span>Marie ist Verk&#228;uferin. Marie steckt im System fest. Unter miesesten Arbeitsbedingungen leidend, hat sie sich doch einen wachen Geist, ein freches Mundwerk und ihre F&#228;higkeit zu tr&#228;umen bewahrt. Durch die immer wieder aktuellen Lieder von Jura Soyfer (Eigenvertonungen) und ausgew&#228;hlte Texte von u. a. Karl Marx kommt sie ins Nachdenken und ihr Widerstandsgeist wird geweckt. Die Verk&#228;uferin beginnt zu Verschenken statt zu Verkaufen. Sie l&#228;dt das Publikum ein, die lebensbeherrschenden Begriffe „Arbeit“ und „Geld“ in Frage zu stellen. Wo bin ich unfrei? Ist eine Welt ohne Geld vorstellbar? Wie k&#246;nnte ein „gutes Leben“ aussehen?</p>
<p>Theorie/Wissenschaft und Kunst werden spielerisch verbunden: durch eine alle Sinne ansprechende Darstellung wird man zum genussvollen Denken angeregt und dem breiten Publikum brisante Themen und Theorietexte nahe gebracht und verst&#228;ndlich gemacht.</p>
<p>Am Ende gibt es f&#252;r alle Anwesenden die M&#246;glichkeit, eine pers&#246;nliche Vision des „guten Lebens“ in Form von Men&#252;karten als lust- und humorvollen ersten Schritt zur eigenen Utopievorstellung zu entwerfen.<br />
Diese werden anschlie&#223;end in einer Musik-/Textsession vertont und „zur Literatur erhoben“ dem Publikum zur&#252;ckgegeben.</p>
<p>Von und mit:<br />
Maren Rahmann (Spiel, Gesang, Akkordeon)<br />
Rudi G&#246;rnet (Spiel, Kontrabass, Gesang)<br />
Franz Schandl (Text)</p>
<p>Die Veranstaltung ist ein Kooperationsprojekt von JUKUZ Musikb&#252;ro und Jugendhaus. F&#252;r das Rahmeprogramm und die Bewirtung sorgt AbaKuZ e.V.</p>
<p>Tel. (06021) 313132<br />
eMail: jugendhaus@jukuz.de<br />
Eintritt: 3 Euro</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/veranstaltung-marie-uebt-die-anarchie-ein-partizipatives-musik-theater-projekt/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>La « crise financière » est une crise du mode de production capitaliste</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/la-crise-financiere-est-une-crise-du-mode-de-production-capitaliste</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/la-crise-financiere-est-une-crise-du-mode-de-production-capitaliste#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 20 Jun 2010 20:57:38 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Krisentheorie und Krisenanalyse]]></category>
		<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Français]]></category>
		<category><![CDATA[Norbert Trenkle]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4259</guid>
		<description><![CDATA[Thèses de Norbert Trenkle
Deutsche Version
1.
Les causes de la crise économique actuelle ne sont pas à rechercher du côté de la spéculation ni de l’endettement. On peut par contre constater que l’expansion gigantesque des marchés financiers est l’expression d’une crise profonde du travail et de la valorisation du capital dont l’origine remonte à au moins trente [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Thèses de Norbert Trenkle</h3>
<p><a href="http://www.krisis.org/2010/die-finanzkrise-ist-eine-krise-der-kapitalistischen-produktionsweise"><strong>Deutsche Version</strong></a></p>
<p>1.<br />
Les causes de la crise économique actuelle ne sont pas à rechercher du côté de la spéculation ni de l’endettement. On peut par contre constater que l’expansion gigantesque des marchés financiers est l’expression d’une crise profonde du travail et de la valorisation du capital dont l’origine remonte à au moins trente ans.<span id="more-4259"></span></p>
<p>2.<br />
Depuis le krach sur les marchés financiers en 2008, c’est devenu en quelque sorte un sport populaire que de reprocher aux « spéculateurs » et aux « banquiers » leur « ivresse du profit » et leur « rapacité ». Mais, en fait, la recherche du profit toujours plus grand représente bel et bien le moteur de base de l’ensemble du mode de production capitaliste. Il fonctionne selon le principe de « faire avec de l’argent plus d’argent » (A-M-A’). On appelle cela la valorisation du capital. La production de marchandises et la dépense de force de travail ne sont, dans le système de production de marchandises, qu’un moyen pour arriver à ce but. Du point de vue de la valorisation du capital, il est complètement égal de savoir ce qui est produit (p. ex. des bombes à fragmentation ou de la sauce tomate), comment quelque chose est produit (intensification permanente du travail, précarisation, travail des enfants) et aussi quelles en sont les conséquences (destruction des ressources naturelles de la vie).</p>
<p>3.<br />
La logique de valorisation capitaliste porte en elle une contradiction interne et fondamentale qui ne peut pas être résolue. D’un côté, il faut qu’il y ait toujours plus de force de travail dépensée dans la production de marchandises afin de garantir la valorisation du capital ; la multiplication de l’argent, devenue une fin en soi, par le moyen de la dépense de force de travail, est abstraite et quantitative, et ne connaît pas en elle-même de limite logique. De l’autre côté, la concurrence omniprésente oblige à augmenter en permanence la productivité par la « rationalisation » de la production. Cela veut dire qu’il faut produire toujours plus de marchandises par unité de temps, c’est-à-dire réduire le temps de travail nécessaire jusqu’à rendre la force de travail « superflue ».</p>
<p>4.<br />
La potentialité de crise fondamentale que comporte cette contradiction pouvait, jusque dans les années 1970, être différée en permanence par une accélération du rythme de la croissance. Par l’extension de la valorisation du capital à toute la planète et à de nouvelles branches de production, la demande absolue en main-d’œuvre fut augmentée et ainsi l’effet de rationalisation contrecarré. Mais la « troisième révolution industrielle » (sur la base des télécommunications) a rendu inefficace ce mécanisme de compensation. Elle a entraîné une disparition massive de l’emploi dans toutes les branches de production. Malgré l’expansion et la globalisation de la production, toujours plus de gens sont devenus « superflus » du point de vue de la valorisation capitaliste. C’est ainsi que s’est développé un processus de crise fondamentale qui mine le mode de vie et de production capitaliste.</p>
<p>5.<br />
Mais qu’est-ce que le gonflement des marchés financiers a à voir avec tout cela ? La crise de la valorisation du capital veut d’abord dire que le capital trouve toujours plus difficilement moyen de s’investir dans « l’économie réelle ». C&#8217;est pour cela que le capital se rabat sur les marchés financiers et entraîne un gonflement du « capital fictif » (spéculation et crédit). C’est exactement ce qui s’est passé depuis le début des années 1980. Ce déplacement vers les marchés financiers ne représente rien d’autre qu’une forme de mise en sursis de la crise. Le capital en excédent avait trouvé une nouvelle possibilité de placement (« fictive »), échappant ainsi à la menace de la dévalorisation. En même temps, l’expansion du système de crédit et de spéculation a créé plus de pouvoir d’achat, induisant pour sa part un élargissement de la production (p. ex. le boom de l’industrialisation en Chine).</p>
<p>6.<br />
Le prix à payer pour cet ajournement de la crise est une accumulation toujours plus grande de son potentiel de destruction et une dépendance extrême envers les marchés financiers. « L’accumulation » fictive de capital doit se poursuivre inlassablement. Quand une bulle explose, les gouvernements et les banques centrales n’ont d’autre choix que de sauver les banques et les investisseurs et d’injecter massivement des liquidités non couvertes dans les marchés afin de recréer de nouvelles bulles. Les dirigeants politiques de tous bords se font donc des illusions quand ils réclament une limitation rigoureuse de la spéculation. Même si des mesures ponctuelles de régulation sont éventuellement possibles, on peut dire de manière générale que le système reposant sur la spéculation et le crédit doit perdurer parce que le système capitaliste ne peut continuer sur cette seule « base ». Ce n’est pas un hasard non plus si la « realpolitik » a procédé exactement selon ce schéma en essayant de remettre en branle la dynamique des marchés financiers.</p>
<p>7.<br />
La crise actuelle représente un tournant qualitatif car le krach n’a pu être rattrapé qu’au moyen d’une expansion massive de l’endettement étatique. C’est pour cela que maintenant la crise frappe la société sous la forme d&#8217;une crise budgétaire (« programmes d’austérité »). Mais quand aujourd’hui on nous dit qu’il faut faire des économies parce que « nous vivons au-dessus de nos moyens », on présente les choses à l’envers. Si avec moins de travail on peut créer toujours plus de richesses matérielles, cela ouvre en principe la possibilité d’une vie meilleure pour toute l’humanité. Mais le fait de rester soumis aux rapports capitalistes mène à une diminution de la production de valeur. C’est de là, et uniquement de là, que provient « l’impératif de faire des économies » pour une société régie par la dite production de valeur. L’endettement gigantesque est également l’expression de ce que le potentiel productif créé par le capitalisme fait exploser sa propre logique et que la production de richesses sous le capitalisme ne peut être maintenue que par la violence. La société doit se libérer de cette forme de production de richesses si elle ne veut pas être entraînée dans l’abîme avec elle.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/la-crise-financiere-est-une-crise-du-mode-de-production-capitaliste/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>La Grecia è ovunque</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/la-grecia-e-ovunque</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/la-grecia-e-ovunque#comments</comments>
		<pubDate>Wed, 24 Mar 2010 11:19:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Finanzkrise]]></category>
		<category><![CDATA[Italiano]]></category>
		<category><![CDATA[Tomasz Konicz]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4064</guid>
		<description><![CDATA[Sopravvivenza drogata o estrema unzione? Gli Stati cercano di salvare il capitalismo attraverso la creazione di credito. Rischi ed effetti collaterali devono essere messi nel conto.
Deutsche Version
Tomasz Konicz
Il fondo non si è ancora toccato: secondo rapporti recenti, il disavanzo del bilancio greco potrebbe essere persino superiore a quello previsto – e quello di Atene non [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Sopravvivenza drogata o estrema unzione? Gli Stati cercano di salvare il capitalismo attraverso la creazione di credito. Rischi ed effetti collaterali devono essere messi nel conto.</h3>
<p><strong><a href="http://www.krisis.org/2010/griechenland-ist-ueberall">Deutsche Version</a></strong></p>
<p><em>Tomasz Konicz</em></p>
<p><span id="more-4064"></span>Il fondo non si è ancora toccato: secondo rapporti recenti, il disavanzo del bilancio greco potrebbe essere persino superiore a quello previsto – e quello di Atene non è il solo. Alla fine dello scorso anno, il neo-eletto governo greco ha dovuto ammettere che i dati precedenti erano stati manipolati. Con il -12,7 per cento annuo del prodotto interno lordo la perdita è doppia rispetto a quella dichiarata dal deposto governo conservatore a Bruxelles. Il debito totale del paese è ora pari al 125 per cento del PIL annuo. Le agenzie di rating hanno risposto alla truffa finanziaria con il declassamento del merito di credito del paese. Martedì la Commissione UE ha detto che il deficit del bilancio greco potrebbe essere ancora maggiore &#8220;di quanto inizialmente previsto&#8221;. L&#8217;ufficio statistico di Atene lavorerebbe &#8220;in modo inefficace&#8221; e sarebbe &#8220;vulnerabile alle interferenze politiche”.</p>
<h4>Record del debito</h4>
<p>Mai prima nella storia del capitalismo gli Stati si sono indebitati in misura così grande in un periodo così breve di tempo come quello trascorso dallo scoppio della crisi economica mondiale del 2007. Nella UE, Spagna, Gran Bretagna e Irlanda hanno un deficit altrettanto grande quanto quello dei greci. Il debito degli Stati Uniti è enorme. La Germania sembra quasi solida, ma il governo federale, le regioni e i comuni nei primi tre trimestri del 2009 hanno fatto nuovi prestiti per un valore di quasi 100 miliardi di euro, aumentando il deficit di sei volte rispetto allo stesso periodo dello scorso anno.</p>
<p>Le cause di questa crescita del debito sono molto simili ovunque, almeno nei centri del sistema capitalistico mondiale. La recessione ha portato alla riduzione del gettito fiscale, mentre l&#8217;azione frenetica fatta per stabilizzare il settore finanziario e i programmi congiunturali di risanamento ha determinato una esplosione le spese. Solo negli Stati Uniti è stato registrata nell&#8217;ottobre-novembre 2009 una riduzione del gettito fiscale di quasi 300 miliardi di dollari. Il deficit del precedente esercizio finanziario 2008/2009 è stato pari a circa 1400 miliardi di dollari – e fino ad ora il debito record del paese era stato di circa 400 miliardi.</p>
<p>I programmi congiunturali, stimati dal Kiel Institute for World Economics (IFW) pari a poco più di 3000 miliardi di dollari (circa il 4,7 per cento del reddito mondiale), hanno almeno temporaneamente impedito un declino economico. La domanda statale creata ha però ha determinato  nuove  passività di pari importo. Il risultato è la necessità  di programmi ancora più grandi di salvataggio e di supporto per i mercati finanziari. Solo negli Stati Uniti hanno un volume di 23.700 miliardi di dollari. Una volta che scoppia questa nuova bolla, scadranno gran parte di queste garanzie per il settore finanziario, includendo la bancarotta dello Stato. Anche il governo tedesco ha pagato un costo di euro 480 miliardi per dar vita a un &#8220;sistema di salvataggio&#8221; in forma di garanzie statali per il settore finanziario nazionale.</p>
<p>Alla periferia dell&#8217;Europa si possono già vedere alcune economie di fronte ad un fallimento imminente: Ucraina, Lettonia, Ungheria, Romania, Serbia e Bielorussia sono state per ora salvate dal Fondo monetario internazionale (FMI), dalla Banca Mondiale e dalla Commissione europea che con miliardi di dollari di prestito d&#8217;emergenza le hanno protette dalla minaccia di insolvenza. Ma come mostra la Grecia, la crisi sta procedendo rapidamente.</p>
<h4>Fallimento degli Stati.</h4>
<p>Adesso stanno tremando anche paesi che sono membri della UE da decenni. Così la Spagna, che ha subito una retrocessione in termini di affidabilità creditizia. Secondo l&#8217;economista americano Kenneth Rogoff anche la superstabile Austria è in una situazione preoccupante, indicando che la Repubblica delle Alpi potrebbero essere in pericolo di fallimento. Le banche locali avevano effettuato pesanti prestiti in Europa orientale, e questo denaro sarà rimborsato solo parzialmente nel prossimo futuro, o non rimborsato del tutto. Con un ulteriore peggioramento della crisi sarebbe perciò Vienna a dover fare da garante. Anche il Giappone sembra ormai dover soffocare sotto il suo gigantesco debito. Il debito della seconda economia più grande del mondo raggiungerà quest&#8217;anno il 227 per cento del PIL, di cui i primi creditori sono i propri cittadini. Nel frattempo, il tasso di risparmio della popolazione è sceso dal 14 per cento del PIL nel 1990 ad appena il due per cento. La possibilità che ci sia ancora qualcuno disposto a prestare soldi allo Stato è sempre più remota.</p>
<p>Allo stesso tempo, nuovi programmi economici congiunturali internazionali sono necessari. L&#8217;attuale livello raggiunto di recupero non è stato &#8220;sufficiente&#8221;, osservava l&#8217;Istituto tedesco per la politica macroeconomica e per la ricerca sulle tendenze economiche ai primi di gennaio. Anche nel più alto organo della U. S. Federal Reserve durante la sua ultima riunione a dicembre sono state articolate richieste di ulteriori misure correttive per l&#8217;economia degli Stati Uniti.</p>
<p>Ciò chiarifica anche le cause dell&#8217;orgia di debito pubblico. Gli Stati si sono infilati nel ruolo dei mercati finanziari e in quello dei consumatori statunitensi, nel frattempo diventati alquanto parsimoniosi. Questi avevano alimentato a lungo la domanda tramite il credito. Ora si cerca di alimentare il boom sulla base del credito con i soldi dei contribuenti. Così  si mantiene per ora una economia globale sofferente da decenni di una crisi sistemica di sovrapproduzione. Senza indebitamento il capitalismo semplicemente non può funzionare. Che possa restare nell&#8217;attuale situazione però è tutto da vedere, dal momento che la Grecia è ovunque.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/la-grecia-e-ovunque/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Streifz&#252;ge 48 erscheinen</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/streifzuege-48-erscheinen</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/streifzuege-48-erscheinen#comments</comments>
		<pubDate>Fri, 19 Mar 2010 16:12:48 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4061</guid>
		<description><![CDATA[Inhalt:
Franz Schandl: Organisieren? Ein kleiner Aufruf zur Erhebung
Schwerpunkt: FREUNDSCHAFT
Lorenz Glatz: Freundschaft! Zwei Anrisse f&#252;r eine Perspektive auf Frieden und Freiheit
Marianne Gronemeyer: Fremder. Gastfreund. Feind
Ilse Bindseil: Ein Freund, ein guter Freund
Peter Pott: Liebe und Freundschaft &#8212; Soll Liebe nicht verk&#252;mmern, braucht sie Freunde, die sich um sie k&#252;mmern
Franz Schandl: Vakanzen der Freundschaft &#8212; Wegzeichen wider die [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Inhalt:</h3>
<p>Franz Schandl: Organisieren? Ein kleiner Aufruf zur Erhebung</p>
<p>Schwerpunkt: FREUNDSCHAFT<span id="more-4061"></span></p>
<p>Lorenz Glatz: Freundschaft! Zwei Anrisse f&#252;r eine Perspektive auf Frieden und Freiheit<br />
Marianne Gronemeyer: Fremder. Gastfreund. Feind<br />
Ilse Bindseil: Ein Freund, ein guter Freund<br />
Peter Pott: Liebe und Freundschaft &#8212; Soll Liebe nicht verk&#252;mmern, braucht sie Freunde, die sich um sie k&#252;mmern<br />
Franz Schandl: Vakanzen der Freundschaft &#8212; Wegzeichen wider die Unfreundlichkeiten des Lebens<br />
Severin Heilmann: Macht Macht Machtlos. Freundschaft und Macht &#8212; Pl&#228;doyer f&#252;r die Aufl&#246;sung einer Mesalliance<br />
FreundInnen: mit Beitr&#228;gen von Dominika Meindl, Severin Heilmann, Maria W&#246;lflingseder und Annette Schlemm</p>
<p>Weiters:<br />
Andreas Exner: Capitalism in Emergency &#8212; Profit ohne Wachstum?<br />
Massimo Maggini: Was hei&#223;t &#8220;décroissance&#8221;? Ein n&#252;chterner Blick auf einen interessanten Vorschlag<br />
Ulrich Wei&#223;: Marx&#8217; Kritik am Gothaer Programm oder: Kein Weg aus dem Kapitalismus<br />
Petition f&#252;r eine &#8220;Kritische &amp; Solidarische Universit&#228;t &#8212; KriSU&#8221;<br />
u.v.m.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/streifzuege-48-erscheinen/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>krisis 33 erscheint im April 2010</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/krisis-33-erscheint-im-april-2010</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/krisis-33-erscheint-im-april-2010#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 23:26:08 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Krisis 33 (2010)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4015</guid>
		<description><![CDATA[Nach dem Platzen der Immobilienblase ist allenthalben von der Krise des Kapitalismus die Rede. Gemeint ist aber zumeist nur die Krise des so genannten Finanzmarktkapitalismus, die auf die „Gier der Banker und Spekulanten“ zur&#252;ckgef&#252;hrt wird – verbunden mit der Hoffnung auf eine R&#252;ckkehr zum „gesunden Kapitalismus“. Tats&#228;chlich jedoch hat die derzeitige Weltwirtschaftkrise einen viel grunds&#228;tzlicheren [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Platzen der Immobilienblase ist allenthalben von der Krise des Kapitalismus die Rede. Gemeint ist aber zumeist nur die Krise des so genannten Finanzmarktkapitalismus, die auf die „Gier der Banker und Spekulanten“ zur&#252;ckgef&#252;hrt wird – verbunden mit der Hoffnung auf eine R&#252;ckkehr zum „gesunden Kapitalismus“. Tats&#228;chlich jedoch hat die derzeitige Weltwirtschaftkrise einen viel grunds&#228;tzlicheren Charakter. Sie stellt eine weitere Etappe der Krisenversch&#228;rfung und -beschleunigung im Verlauf eines langen, s&#228;kularen Prozesses dar, der alle Sph&#228;ren und Ebenen der Warengesellschaft erfasst und deren Grundlagen ersch&#252;ttert. Verschiedene Aspekte dieses fundamentalen Krisenprozesses stehen im Fokus dieser krisis-Ausgabe.</p>
<h4>Inhalt</h4>
<p>•  <a href="http://www.krisis.org/2010/krisis-33-editorial" target="_self">Editorial</a><br />
•  Karl &#8211; Heinz Lewed: <a href="http://www.krisis.org/2010/erweckungserlebnis-als-letzter-schrei">Erweckungserlebnis als letzter Schrei.</a> Der Islamismus und die rational-irrationale Subjektivit&#228;t der Warengesellschaft<span id="more-4015"></span><br />
•  Ernst Lohoff: Die etwas andere Normalisierung. Der Teheraner Fr&#252;hling und die Krise des warenproduzierenden Weltsystems<br />
•  Attila Steinberger: Konservative Restauration und Protest im Iran<br />
•  Julian Bierwirth: Streifz&#252;ge im Postfordismus. Anmerkungen zu immaterieller Arbeit und General Intellect<br />
•  Neil Larsen: Idiom der Krise. Zur historischen Immanenz der Sprache bei Adorno<br />
•  Tomasz Konicz: Osteuropa in der Krise. Von der Defizitkonjunktur zur Datschenwirtschaft</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/krisis-33-erscheint-im-april-2010/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>krisis 33 &#8211; Editorial</title>
		<link>http://www.krisis.org/2010/krisis-33-editorial</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2010/krisis-33-editorial#comments</comments>
		<pubDate>Mon, 15 Mar 2010 23:26:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>
		<category><![CDATA[Krisis 33 (2010)]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=4013</guid>
		<description><![CDATA[
Der Neoliberalismus sei am Ende. So jedenfalls pfiffen es die Spatzen nach dem Finanzmarktcrash von 2008 von den D&#228;chern. Indes, die wirtschafts- und sozialpolitische Praxis sieht zun&#228;chst  gar nicht danach aus. Zwar bekam der Guido Westerwelle gerade kr&#228;ftig Pr&#252;gel von fast allen Seiten f&#252;r seine Tiraden, eine Armutsversorgung à la Hartz IV komme dem [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span class="zaehl"><img src="http://vg07.met.vgwort.de/na/2c62e4df1ed0470b84b1ff6a5cb788af" alt="" width="1" height="1" /></span></p>
<p style="text-align: left;">Der Neoliberalismus sei am Ende. So jedenfalls pfiffen es die Spatzen nach dem Finanzmarktcrash von 2008 von den D&#228;chern. Indes, die wirtschafts- und sozialpolitische Praxis sieht zun&#228;chst  gar nicht danach aus. Zwar bekam der Guido Westerwelle gerade kr&#228;ftig Pr&#252;gel von fast allen Seiten f&#252;r seine Tiraden, eine Armutsversorgung à la Hartz IV komme dem Versprechen auf „anstrengungslosen Wohlstand” gleich. Kritisiert wird aber vor allem der Ton seiner &#196;u&#223;erungen. In der Sache hingegen findet der Scharfmacher durchaus breite Resonanz. <span id="more-4013"></span>Westerwelles Zynismus wird jedenfalls noch von dem Zynismus der biederen Wochenzeitung ZEIT getoppt. Die treibt in ihrem Leitartikel vom 18.2. nur die Sorge um, angesichts der berechtigten „Kritik an der Form“ der FDP-Kampagne k&#246;nnte die &#252;berf&#228;llig „unerschrockene Pr&#252;fung der sozialen Netze“ unterbleiben. Dementsprechend verwahrt sich das bildungsb&#252;rgerliche Zentralorgan dagegen, Westerwelles &#196;u&#223;erungen als das zu bezeichnen, was sie nun mal sind: Hetze der &#252;belsten Sorte. Was da abl&#228;uft, ist leicht zu durchschauen und verfehlt dennoch nicht seine Wirkung. Westerwelle prescht vor, um, halb zur&#252;ckgepfiffen, die allgemeine Marschrichtung vorzugeben. Auch der Blick &#252;ber die deutschen Grenzen ger&#228;t in mancher Hinsicht zum Déjà-vu. Nicht nur wurde Griechenland gerade unter finanzpolitische Kuratel gestellt, auch alle anderen EU-L&#228;nder stehen vor einem weiteren rigorosen Kahlschlag des &#246;ffentlichen Sektors, der an die Rosskuren erinnert, die der IWF in den 1990er Jahren den krisengesch&#252;ttelten L&#228;ndern Lateinamerikas und S&#252;dostasiens zwangsverordnet hatte.</p>
<p style="text-align: left;">Geht das neoliberale Zeitalter also unverdrossen einfach weiter? Diese Vorstellung l&#228;uft auf eine Verharmlosung der Lage hinaus. Zwar ist es um Hegemonie der neoliberalen Ideologie in ihrer bisherigen Gestalt als marktradikalem Heilsversprechen tats&#228;chlich geschehen, weil diese nicht mehr ins versch&#228;rfte Krisenszenario und zum neuen Notverstaatlichungskapitalismus passt. Doch jetzt sind andere, weit st&#228;rkere Gesch&#252;tze angesagt: Offener Sozialdarwinismus und die Kulturalisierung der sozialen Widerspr&#252;che treten das ideologische Erbe des Neoliberalismus an.</p>
<p>Dass Ideologie und gesellschaftliche Praxis sich in unterschiedlichen Rhythmen ver&#228;ndern, ist kein neues Ph&#228;nomen.   Die Geschichte der Ideologien und die Realgeschichte des kapitalistischen Systems sind zwar eng miteinander verflochten, aber keineswegs deckungsgleich. Nicht nur, dass ideologisches Bewusstsein die kapitalistische Wirklichkeit und deren Entwicklung grunds&#228;tzlich nur auf dem Kopf stehend wahrnimmt; gemessen an der Ideologiegeschichte, die reich ist an Wechself&#228;llen und teils unvermittelt anmutenden Umschw&#252;ngen, zeichnet sich die Realgeschichte durch einen weit h&#246;heren Grad an Kontinuit&#228;t aus. Au&#223;erdem nehmen  Ideologie- und Realgeschichte oft einen asynchronen Verlauf. Vor allem die gro&#223;en Durchsetzungsideologien haben in der Regel ihre besten Zeiten bereits hinter sich, bevor die von ihnen mit auf den Weg gebrachten  Ver&#228;nderungsprozesse ihre gesamte Wucht entwickeln und die ganze Gesellschaft erfassen. Das gilt nicht zuletzt auch f&#252;r die hegemoniale Ideologie der letzten Jahrzehnte, den Neoliberalismus. Der Siegeszug der marktradikalen Gl&#252;cks- und Erl&#246;sungsreligion hat entscheidend dazu beigetragen, drei f&#252;r die gesellschaftliche Entwicklung der letzten Jahrzehnte bestimmende Prozesse auf den Weg zu bringen: Die Durch&#246;konomisierung aller sozialen Beziehungen, den damit einhergehenden &#220;bergang zu einer nach markt-darwinistischen Regeln funktionierenden Ausschlussgesellschaft und die als St&#228;rkung der Rechte des Individuums legitimierte totale Vereinzelung. Diese Prozesse laufen nach dem Konkurs des neoliberalen Erl&#246;sungsglaubens nicht nur weiter, Tempo und Durchschlagskraft d&#252;rften sogar noch zunehmen.</p>
<p>Die ideologische Hegemonie des Neoliberalismus erreichte in den 1990er Jahren ihren H&#246;hepunkt. Damals verk&#252;ndeten ganze Heerscharen von Anh&#228;ngern die frohe Botschaft von der Segen spendenden Wirkung des totalen Marktes, der die Menschheit als ganze in eine goldene Zukunft f&#252;hren solle. Dagegen begann das 21. Jahrhundert mit einem Doppelschlag, von dem sich die neoliberale Marktreligion nie mehr erholte. Die Chim&#228;re einer Welt, die unter der &#196;gide von Marktwirtschaft und Demokratie in das Reich ewigen Friedens marschiere, wurde unter den Tr&#252;mmern des World Trade Center begraben. Schon zuvor hatte das Platzen der High-Tech-Blase die Glaubw&#252;rdigkeit des neoliberalen Basiscredos schwer besch&#228;digt, demzufolge das entfesselte Spiel der Marktkr&#228;fte letztlich den Wohlstand aller mehre. Klingt dieses Versprechen seitdem hohl, so versetzte das Finanzmarktdesaster vom 2007/2008 der ideologischen Hegemonie des Neoliberalismus den endg&#252;ltigen Todessto&#223;. Sp&#228;testens seit dem Zusammenbruch von Lehman Brothers, der gr&#246;&#223;ten Bankenpleite der Geschichte, und der Notverstaatlichung des maroden Finanz&#252;berbaus ist Neoliberalismus zu einer Art Schimpfwort verkommen. Kaum jemand outet sich noch freiwillig als Vertreter dieser Denkweise, umso beliebter ist quer durch alle politischen Spektren das Neoliberalismus-Bashing geworden. Selbst die FAZ,  der diese Wendung vor drei oder vier Jahren wohl noch niemand zugetraut h&#228;tte, beteiligt sich und bef&#246;rdert das einstige Lieblingskind kurzerhand auf den historischen Misthaufen: „Der Neoliberalismus war eine Abenteuergeschichte, und die ganze Gesellschaft fieberte mit. Heute kommt sie uns vor wie eine K&#228;pt’n-Blaub&#228;r-Story. Wir brauchen eine neue Geschichte“ (FAZ vom 8.10.2008).</p>
<p style="text-align: left;">Aussagen dieser Art verdeutlichen nicht nur einen rasanten Hegemonieverlust; sie geben indirekt auch dar&#252;ber Auskunft, welchen Charakter der Abschied vom Neoliberalismus hat. In der  FAZ-Interpretation schrumpft der Neoliberalismus darauf zusammen das Blaue vom Himmel versprochen zu haben. Die grundlegenden realen Umbr&#252;che, die unter neoliberaler &#196;gide vollzogen wurden, kommen hingegen gar nicht vor. Sie bleiben unthematisiert und unkritisiert, weil sie als selbstverst&#228;ndlich und unhintergehbar vorausgesetzt sind. Der Neoliberalismus ger&#228;t in die Schusslinie, aber nicht, weil er der Vermarktwirtschaftlichung aller Verh&#228;ltnisse T&#252;r und Tor ge&#246;ffnet hat, sondern weil er seine historische Mission als allgemeines Weltbegl&#252;ckungsprogramm verkauft hat. Die freundliche Verpackung muss weg, damit jenes Umw&#228;lzungswerk mit neuer ideologischer Legitimierung weiterlaufen kann. Der Neoliberalismus wird angesichts des Krisenschubs als kindische K&#228;pt’n-Blaub&#228;r-Story abgetan und entsorgt, um Platz f&#252;r Ideologien zu machen, die von vornherein einem knallharten Survival of the Fittest das Wort reden ohne dies noch zu verbr&#228;men.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p>Die nach der Lehman-Pleite ergriffenen Ma&#223;nahmen zur Rettung des maroden Bankensystems waren zwar als kurzfristiges Krisenmanagement gedacht, leiteten aber irreversible Ver&#228;nderungen im weltwirtschaftlichen Gef&#252;ge ein. Ob die Politik es will oder nicht, der Staat ist gekommen, um zu bleiben. Der Staatskredit ist zum Haupttr&#228;ger der Sch&#246;pfung von fiktivem Kapital geworden. Zu massiven Staatseingriffen und einer fortgesetzten exorbitanten Ausdehnung des Staatskredits gibt es auf dem Boden der kapitalistischen Produktionsweise derzeit nur eine Alternative: Den Kollaps der Weltwirtschaft. Es liegt auf der Hand, dass diese Entwicklung die neoliberale Doktrin bis auf die Knochen blamiert. Aber noch etwas anderes springt ins Auge: Die von den Linkskeynesianern freudig begr&#252;&#223;te „Rehabilitation der Staatsintervention“ (Butterwegge) hat einen g&#228;nzlich anderen Inhalt als der Etatismus des „sozialdemokratischen Zeitalters“. Die St&#228;rkung des Staates war im 20. Jahrhundert zumeist mit einer vermehrten Teilhabe breiter Bev&#246;lkerungsschichten am kapitalistischen Reichtum einhergegangen und hatte eine Relativierung des Primats der &#214;konomie eingeschlossen. Der gro&#223;e Beitrag des alten Etatismus zur Durchsetzung und Stabilisierung des Kapitalismus bestand darin, gro&#223;e Teile der Bev&#246;lkerung  in die Arbeitsgesellschaft zu integrieren. Der neue Staatsinterventionismus ist dagegen Ausdruck des absoluten Gehorsams gegen&#252;ber dem Anspruch der &#214;konomie. Er ist darauf ausgerichtet, die geballte staatliche Geldsch&#246;pfungs- und Redistributionsmacht zur Rettung der „systemrelevanten“ Sektoren zu mobilisieren und so weit wie m&#246;glich auf diese Aufgabe zu konzentrieren. Der Schutz der Bev&#246;lkerung vor totaler Verarmung und andere wirtschaftsferne Ansinnen fallen nicht in diese Rubrik.<br />
Selbstverst&#228;ndlich ist auch den Linkskeynesianern nicht entgangen, wie wenig die Notverstaatlichung des Bankensektors ein Gegenprogramm zur viel beklagten „Umverteilung von unten nach oben“ darstellte. Trotzdem witterten Organisationen wie Attac, deren Kapitalismuskritik sich im Wesentlichen auf eine reine Neoliberalismuskritik beschr&#228;nkt hatte, kurzzeitig Morgenluft. Darauf konditioniert, den Interventionsstaat mit der Domestizierung des Kapitalismus gleichzusetzen, wollten sie im neuen Interventionismus einen Zwischenschritt auf dem R&#252;ckweg zum alten Etatismus sehen. Ein Staat, der pl&#246;tzlich astronomische Geldmittel zur Stabilisierung der Finanzindustrie bereitstellt, so das Kalk&#252;l, k&#246;nne schwerlich damit fortfahren, auch weiterhin das Sozial-, Bildungs- und Gesundheitssystem kaputtzusparen, denn er habe ja selber eindrucksvoll demonstriert, wie gegenstandslos das viel beschworene „Finanzierbarkeitsproblem“ in Wirklichkeit sei. Dass die offizielle Politik sich unter dem unmittelbaren Eindruck des Finanzmarktdesasters in Banker-Bashing &#252;bte und pl&#246;tzlich aus der linkskeynesianischen Diskussion stammende Stichworte (Regulierung des Finanzsektors etc.) aufgriff, st&#252;tzte diese Erwartung noch.</p>
<p>Diese Hoffnung ging jedoch vollkommen an der Realit&#228;t vorbei. Zum einen zeichnete sich sehr schnell ab, dass die gigantische Staatsverschuldung den Spar(dis)kurs noch versch&#228;rfen w&#252;rde. Denn gerade weil sich die gewaltigen Schuldenberge niemals wieder werden abtragen lassen, verwenden die Regierungen umso mehr Energie darauf, ihre Kreditw&#252;rdigkeit und Zahlungsf&#228;higkeit gegen&#252;ber jenen Finanzm&#228;rkten zu simulieren, die sie soeben gerettet haben. Das aber gelingt am besten durch die Demonstration eisernen Sparwillens, der wie immer zuerst am Sozialbereich exekutiert wird. Der neue Staatsinterventionismus folgt also nicht nur einer anderen Orientierung als der traditionelle, er steht dessen sozialstaatlichen Zielen diametral entgegen.</p>
<p>Zum anderen hatten die Linkskeynesianer aber auch falsch eingesch&#228;tzt, wie sich mit dem Niedergang des Neoliberalismus das gesellschaftliche Klima und die ideologische Landschaft ver&#228;ndern w&#252;rden. In den USA weht dem Hoffnungstr&#228;ger Barack Obama gerade bei seinem wichtigsten Wahlkampfprogrammpunkt, der Gesundheitsreform, der Wind schon wieder ins Gesicht. Das kommt genauso wenig von ungef&#228;hr, wie der klare Sieg von Schwarz-Gelb bei der letzten Bundestagswahl. Der Glaube an den reinen Markt ging zwar verloren, das linkskeynesianische Mantra, Geld sei genug da, es komme nur darauf an, es „gerechter“ zu verteilen, hat deswegen aber weder an Plausibilit&#228;t noch an Attraktivit&#228;t gewonnen. Der Neoliberalismus ist desavouiert, nicht aber sind es die Zwangsverhaltensweisen und -vorstellungen, an deren Ein&#252;bung er beteiligt war. Gerade angesichts von Wirtschaftskrise und explodierender Staatsverschuldung herrscht mehr denn je stillschweigender Konsens dar&#252;ber, dass „die &#214;konomie unser Schicksal“ (Walther Rathenau) und jeder sich selbst der N&#228;chste sei.</p>
<p>Unter dem unmittelbaren Eindruck des Finanzmarktcrashs herrschte allgemeine Verwirrung, und der Glaube an die Unhintergehbarkeit und Rationalit&#228;t der kapitalistischen Produktionsweise zeigte einen kurzen Moment lang Risse. Davon ist nicht mehr viel &#252;brig und das sozialdemokratische Lager befindet sich auf beiden Seiten des Atlantiks schon wieder heillos in der Defensive. Was aus der ohnehin schon verk&#252;rzten „Kritik“ an der Finanzindustrie geworden ist, spricht in dieser Hinsicht B&#228;nde. Zum einen ist sie noch einmal auf die Forderung nach einem Verbot von Banker-Boni reduziert worden. Zum anderen wird die Emp&#246;rung, zumindest in Deutschland, durchg&#228;ngig vom Gruselstandpunkt der Opfergemeinschaft aus formuliert. Die Wut richtet sich gegen die mangelnde Bereitschaft der Charaktermasken des fiktiven Kapitals die Lasten mitzuschultern, und sei es wenigstens symbolisch. Dass die Antwort auf die Krise nur in die H&#228;nde spucken und den G&#252;rtel enger schnallen hei&#223;en kann, wird in keiner Weise in Frage gestellt, sondern als selbstverst&#228;ndlich vorausgesetzt. Diese genuin antiemanzipative Grundorientierung stellt den sozialpsychologischen Boden dar, auf dem das offen sozialdarwinistische Denken gedeiht. Dieses geht nur noch einen Schritt weiter, &#252;bersetzt die allgemeine Forderung nach Opferbereitschaft in die Lust andere zu opfern und entsorgt auf diese Weise die schreienden Widerspr&#252;che des Krisenkapitalismus, indem es die Ausgegrenzten als das eigentliche gesellschaftliche Problem behandelt.</p>
<p>Der absehbare Erfolg des neuen Sozialdarwinismus als dominante Form der Krisenverarbeitung verdankt sich nicht zuletzt seiner F&#228;higkeit zwei vermeintlich gleicherma&#223;en unumst&#246;&#223;liche Lehren aus der j&#252;ngsten Geschichte miteinander zur Deckung zu bringen. Seit dem Untergang des Realsozialismus erschien es als evident, dass der Kapitalismus die einzig realistische Alternative zum Kapitalismus darstellt. Mit dem Abschmieren des Neoliberalismus und seiner Gl&#252;cksversprechen aber hat sich untergr&#252;ndig die &#220;berzeugung durchgesetzt, dass es keine allgemeine Perspektive auf Wohlstand und gesellschaftlicher Teilhabe mehr gibt, sondern nur noch die Aussicht auf eine allgemeine Vernichtungskonkurrenz. Dieses Dilemma, dass der Kapitalismus keine Alternative ist, aber auch keine zu haben scheint, l&#246;st der neue Sozialdarwinismus auf, indem er aus Vernichtungskonkurrenz und Ausschluss positive Werte und gesellschaftliche Ziele macht. Der neue Sozialdarwinismus lieferte im Gegensatz zum Neoliberalismus keine konsistente Welterkl&#228;rung und er hat noch viel weniger als sein Vorg&#228;nger den Charakter einer geschlossenen Bewegung. Er verbreitet sich eher wie ein allgemeines ideologisches Fluidum, das mal in hoher, mal in niedriger Konzentration die Debatten f&#228;rbt und das soziale Klima vergiftet. Zwei Spielarten dominieren haupts&#228;chlich die Szene.</p>
<p>Die erste Spielart kn&#252;pft unmittelbar an den Mittelstandsklientelismus des verblichenen Neoliberalismus an und entwickelt diesen zu einer Form offenen gesellschaftlichen Marodierens weiter. Schon mit der Krise der Arbeit und dem Siegeszug des Neoliberalismus hatte der Interessensgegensatz zwischen den Funktion&#228;ren des Kapitals auf der einen Seite und den Verk&#228;ufern der Ware Arbeitskraft auf der anderen Seite gegen&#252;ber dem sozialdemokratischen Zeitalter seine Qualit&#228;t ver&#228;ndert. Aus dem weitgehend symmetrischen Konflikt verschiedener Warenbesitzerkategorien ist sukzessive ein asymmetrischer geworden. Angesichts der drohenden Verknappung kapitalistischen Reichtums werfen nicht nur die mit einer starken Wettbewerbsposition ausgestatteten Gruppen alle Hemmungen &#252;ber Bord, diese auch auf Kosten des Restes der Gesellschaft zu nutzen. Im Zeichen des neuen Sozialdarwinismus erh&#228;lt diese Skrupellosigkeit den Rang einer h&#246;heren sozialen Tugend, wird als eine Art Notwehr legitimiert und sogar pseudo-philosophisch aufgetakelt. Es war mal wieder der unvermeidliche Zeitgeist-Surfer Peter Sloterdijk, der die Stichworte lieferte, als er in der FAZ von einer „umgekehrten Ausbeutung“ schwadronierte, worunter er Folgendes versteht: „Lebten im &#246;konomischen Altertum die Reichen unmissverst&#228;ndlich und unmittelbar auf Kosten der Armen, so kann es in der &#246;konomischen Moderne dazu kommen, dass die Unproduktiven mittelbar auf Kosten der Produktiven leben“. Originell ist der von Sloterdijk verwandte Produktivit&#228;tsbegriff. Die H&#246;he des Einkommens ist das Kriterium, das zwischen Produktiven und Unproduktiven unterscheidet. Die unterbezahlte Krankenschwester ist demnach unproduktiv, der gut verdienende Immobilienmakler dagegen produktiv. Und weil die erstere den letzteren gnadenlos ausbeute, k&#246;nne die L&#246;sung nur darin bestehen, alle Steuern abzuschaffen und durch freiwilliges M&#228;zenatentum zu ersetzen. So lachhaft diese Idee selbst noch vom Standpunkt der kapitalistischen Verwertungslogik ist, die ohne staatlichen Rahmen gar nicht funktionieren kann (von der eben erst erfolgten Rettung des Finanzsystems durch den Staat ganz zu schweigen), so sehr stimmt Slotderdijk damit doch die Begleitmusik zur sukzessiven Aufl&#246;sung des kapitalistischen Gesamtzusammenhangs an, in dem die Noch-Gewinner alle R&#252;cksichten f&#252;r all jene fahren lassen, die unter die R&#228;der der Vernichtungskonkurrenz geraten und diese daf&#252;r auch noch verh&#246;hnen.</p>
<p>Die zweite Spielart des neuen Sozialdarwinismus unterscheidet sich von dieser zynischen Affirmation der individuellen Vernichtungskonkurrenz insofern, als sie den sozialen Ausschlussdiskurs zus&#228;tzlich neo-rassistisch unterf&#252;ttert. Pate steht dabei das bereits vor zwanzig Jahren ausgebr&#252;tete Konstrukt vom „Kampf der Kulturen“, wonach „der Westen“ sich in einem erbitterten Existenzkampf mit „dem Islam“ befinde. Schien diese Wahnvorstellung auf dem H&#246;hepunkt der Finanzmarktkrise f&#252;r einen kurzen Moment in den Hintergrund zu treten und g&#228;nzlich einer strukturell antisemitischen Hetze gegen „die Spekulanten“ zu weichen, so hat sich mittlerweile gezeigt, dass sie sehr wohl auch weiterhin als Form der Krisenverarbeitung wirksam wird (vgl. dazu den thematischen Schwerpunkt von krisis 32). Paradigmatisch waren in dieser Hinsicht die rassistischen Ausf&#228;lle des SPD-Mitglieds Thilo Sarrazin, der in seinen Ausschluss- und Vernichtungsphantasien gegen&#252;ber den „&#246;konomisch Unbrauchbaren“ ganz unzweideutig auf „die Araber“ und „die T&#252;rken“ zielte, die aufgrund ihrer Zugeh&#246;rigkeit zur „islamischen Kultur“ wesensm&#228;&#223;ig leistungs- und integrationswillig seien und „unseren westlichen Werten“ feindlich gegen&#252;ber st&#228;nden. Da sprach einer offen aus, was die liberalen Mittelschichten ohnehin schon lange dachten und verschaffte ihnen so die Legitimation, ihre Angst vor dem sozialen und &#246;konomischen Absturz mit gutem Gewissen (schlie&#223;lich verteidigt man ja die Werte der Aufkl&#228;rung!) rassistisch zu kanalisieren. Es ist dieser identit&#228;re „Mehrwert“, der bef&#252;rchten l&#228;sst, dass diese Spielart der ideologischen Krisenverarbeitung, die deutliche Z&#252;ge einer Verschw&#246;rungstheorie mit gewissen Parallelen zum antisemitischen Wahn aufweist, in n&#228;chster Zukunft immer st&#228;rkere Verbreitung finden wird.</p>
<p>Nat&#252;rlich gibt es auch gut gemeinte liberale und links-demokratische Kritik am neuen Sozialdarwinismus. Doch die bleibt schon deshalb hilflos, weil sie den Kapitalismus selber als den unhintergehbaren Rahmen jeder emanzipativen Anstrengung akzeptiert und mit J&#252;rgen Habermas der Meinung ist: „Seit 1989/90 gibt es kein Ausbrechen mehr aus dem Universum des Kapitalismus; es kann nur um eine Zivilisierung und Z&#228;hmung der kapitalistischen Dynamik von innen gehen. (Die Zeit, 6.11.2008). Eine Linke, die diese Pr&#228;ventivkapitulation als ihre eigene Denk- und Handlungsvoraussetzung festschreibt, ist von vornherein zum Scheitern verurteilt. Sie muss eine prinzipielle Vers&#246;hnbarkeit von kapitalistischer Logik und emanzipativer Perspektive in die herrschenden Verh&#228;ltnisse hineinsehen, die dort nicht zu finden ist. Schon mit der Verk&#252;rzung von Kapitalismuskritik auf Neoliberalismuskritik, hatten die Linkskeynesianer die Unaufhebbarkeit des Kapitalismus anerkannt und sich von dem Gedankien gesellschaftlicher Emanzipation verabschiedet. Angesichts des manifesten Krisenschubs mit diesem gesellschaftlichen Grundkonsens nicht zu brechen, hei&#223;t aber, dem neuen Sozialdarwinismus de facto das Feld zu &#252;berlassen. Denn indem dieser den massenhaften Ausschluss und die soziale Brutalisierung legitimiert, tr&#228;gt er der Krisenwirklichkeit auf seine Weise durchaus Rechnung und wei&#223; sich daher in &#220;bereinstimmung mit einem Alltagsbewusstsein, dass die Gesetze der kapitalistischen Konkurrenz l&#228;ngst verinnerlicht hat. Der Linkskeynesianismus kann dem  nur leere Versprechen &#252;ber die Reformierbarkeit des Kapitalismus entgegensetzen, an die nicht einmal mehr er selbst noch wirklich glauben mag. Demgegen&#252;ber kommt es darauf an, den Widerspruch, dass der Kapitalismus weder eine Alternative ist noch eine hat, nicht etwa zu leugnen, sondern vielmehr schonungslos offenzulegen. Das ist die Voraussetzung daf&#252;r, den neuen Sozialdarwinismus in allen seinen Spielarten als Ausdruck eben dieses Widerspruchs zu kritisieren und ihm als solchen entschlossen entgegenzutreten.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p>In diesem Sinne hatten wir schon die vorherige Ausgabe der krisis dem Schwerpunkt „Kreuzzug und Jihad “ gewidmet. Die vorliegende Nummer setzt diese Thematik fort, und erg&#228;nzt sie durch weitere Aspekte zur Analyse des Krisenkapitalismus.</p>
<p>Den Auftakt macht Karl-Heinz Lewed, der in seinem Aufsatz Erweckungserlebnis als letzter Schrei seine in krisis 32 formulierte Kritik am Islamismus subjekttheoretisch erweitert. Er zeigt, dass der Islamismus nicht nur auf der Ebene der abstrakten Allgemeinheit und der staatlichen Souver&#228;nit&#228;t als Erbe der Modernisierungsbewegung verstanden werden kann, sondern zugleich auch die irrationale R&#252;ckseite der Aufkl&#228;rungsvernunft repr&#228;sentiert. Das gilt f&#252;r die mit antisemitischen Wahnvorstellungen verkn&#252;pfte Konstruktion von Kollektividentit&#228;ten ebenso wie f&#252;r die geschlechtliche Abspaltung, die f&#252;r die moderne Subjektform konstitutiv ist. Lewed analysiert die verschiedenen Dimensionen dieser Irrationalit&#228;t mit Hilfe psychoanalytischer Begriffe aus der Freudschen Narzissmustheorie und versucht diese dabei zugleich wertkritisch zu reformulieren. Der Islamismus kann so vor dem Hintergrund der psycho-sozialen Konstitution moderner Subjektivit&#228;t als immanentes Moment im globalen Krisenprozess der kapitalistischen Waren- und Subjektform begriffen werden. In den globalisierten Dschihadbewegungen, die Ausdruck des fortgeschrittenen Zerfalls nationaler Bezugsr&#228;ume sind, &#228;u&#223;ert sich ein in seinen eigenen Widerspr&#252;chen gefangenes Bewusstsein einer verwilderten, postmodern m&#228;nnlichen Subjektivit&#228;t. Im Einzelnen zeigt der Autor dies anhand der Schriften der ideologischen Stammv&#228;ter des Islamismus, Qutb und Maududi, sowie an der Charta der Hamas.</p>
<p>Erg&#228;nzend dazu analysieren Ernst Lohoff und Attila Steinberger die Hintergr&#252;nde der Massenproteste im Iran und stellen dabei vor allem die Frage, wieso die Opposition trotz der eklatanten Krise des islamistischen Regimes nicht in der Lage war dieses zu st&#252;rzen. Als zentralen Grund daf&#252;r sieht Lohoff, dass die Protestbewegung keine tragf&#228;hige gesellschaftspolitische und soziale Perspektive formulieren konnte, die aus dem Dilemma der gescheiterten kapitalistischen Modernisierung hinausweist. Auf der einen Seite haben die sogenannten Reformer im Grunde nichts anderes zu bieten als einen neoliberalen Kahlschlag. Auf der anderen Seite hat das postdemokratische Regime die soziale Frage auf autorit&#228;re und klientelistische Weise besetzt. Ein Ausweg k&#246;nnte nur darin bestehen, den Kampf gegen das Regime zugleich auch als Kampf gegen die krisenkapitalistische Notstandsverwaltung zu verstehen und damit in eine weitergehende Perspektive gesellschaftlicher Emanzipation einzubinden. Steinberger richtet den Blick st&#228;rker auf die institutionellen Strukturen und Widerspr&#252;che des iranischen Regimes. Er zeigt, wie es den konservativen Kr&#228;fte um Ahmadinedschad in den letzten zehn Jahren gelungen ist, die Machtbalance zu ihren Gunsten zu verschieben und die Opposition in Schach zu halten und welche sozialen, &#246;konomischen und politischen Widerspr&#252;che damit verbunden sind.</p>
<p>Auf einen anderen Aspekt der Krisenanalyse konzentriert sich der Aufsatz Streifz&#252;ge im Postfordismus von Julian Bierwirth. Er setzt sich mit den postoperaistischen Konzepten der immateriellen Arbeit und des General Intellect auseinander und zeigt, dass diese die Krise der Arbeit zwar indirekt reflektieren, aber nicht dechiffrieren k&#246;nnen. Ausgehend von der Vorstellung, „Wert“ sei eine f&#252;r alle menschlichen Gesellschaften g&#252;ltige Kategorie, die durch die ideellen Projektionsleistungen der Warensubjekte mit einem jeweils unterschiedlichen Inhalt gef&#252;llt werden kann, erscheint vielmehr die Krise des Kapitalismus als neue Wachstumspotenz. Dabei zeigen sich diese Konzepte nicht nur als untauglich, die Ver&#228;nderung vielf&#228;ltiger Unterdr&#252;ckungsmechanismen wie etwa der patriarchalen Arbeitsteilung systematisch zu erfassen und zu kritisieren, sie spielen dar&#252;ber hinaus auch systematisch den b&#252;rgerlichen Vorstellungen neoklassischer Weltbetrachtung in die H&#228;nde.</p>
<p>Neil Larsen w&#252;rdigt in seinem Aufsatz Idiom der Krise Adornos Methode der immanenten Kritik, verweist aber auch auf deren historische Grenzen. Zwar gelingt es Adorno nicht, systematisch die negative Totalit&#228;t des Werts und seine Krise zu erfassen und in sein Denken einzubinden, weil er sich nicht ganz von den transhistorischen Kategorien des traditionellen Marxismus l&#246;sen kann. Dennoch antizipiert er in gewisser Weise diese Krise in ihren Auswirkungen immer dann, wenn er sich mit den kulturellen, &#228;sthetischen oder ethischen Besonderheiten seiner Zeit auseinandersetzt. K&#246;nnte es nicht sein, fragt der Autor, dass, wenn Adorno auf das „falsche“ Ganze durch seine Teile blickt, seine Neigung zu transhistorischen Abstraktionen durchbrochen wird? Jedenfalls dort, wo er das Einzelne als direkten kulturellen, ethischen oder &#228;sthetischen Ausdruck dieses Ganzen begreift, mit dem es sich vermittelt?</p>
<p>Tomasz Konicz schlie&#223;lich analysiert in seinem Beitrag Osteuropa in der Krise den Krisenverlauf in verschiedenen osteurop&#228;ischen L&#228;ndern sowie die sozialen, politischen und ideologischen Konsequenzen. Durch den EU-Beitritt wurde in den osteurop&#228;ischen L&#228;ndern eine wirtschaftliche Scheinbl&#252;te und Konsumorgie ausgel&#246;st, die im Wesentlichen auf massenhafter privater Verschuldung und Immobilienspekulation beruhte. Im Zuge der Weltwirtschaftkrise brach diese Defizitkonjunktur jedoch zusammen, mit verheerenden Auswirkungen f&#252;r privaten Konsum, Staatsfinanzen und Sozialsysteme. In Folge der damit einhergehenden Verelendung kam es einerseits zu einer Renaissance der Subsistenz- und Datschenwirtschaft wie in der Krise der 1990er Jahre. Andererseits bef&#246;rderte die Entwicklung auch ein Erstarken von Antisemitismus und Antiziganismus sowie den Aufstieg rechtsextremer und faschistischer Gruppierung insbesondere in Rum&#228;nien, Bulgarien, Tschechien und der Slowakei.</p>
<p style="text-align: center;">***</p>
<p>Wie immer setzen wir die Auseinandersetzung mit den Themen dieser krisis-Ausgabe &#252;ber Beitr&#228;ge fort, die auf unserer Homepage krisis.org publiziert werden. Diese hatte &#252;brigens im ersten Jahr seit ihrer Neugestaltung einen Andrang von &#252;ber einer halben Million Besucherinnern und Besuchern zu verzeichnen, was selbst unsere optimistischsten Erwartungen &#252;bertraf. Auch in dieser Hinsicht gilt: krisis ist mehr als eine Zeitschrift.</p>
<p style="text-align: right;">Ernst Lohoff und Norbert Trenkle f&#252;r die Redaktion<br />
Februar 2010</p>
<p>Das Editorial wurde gegen&#252;ber der Druckfassung leicht aktualisiert.</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2010/krisis-33-editorial/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Vorank&#252;ndigung krisis 33</title>
		<link>http://www.krisis.org/2009/vorankuendigung-krisis-33</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2009/vorankuendigung-krisis-33#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 15 Dec 2009 17:23:13 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=3964</guid>
		<description><![CDATA[Thema: Aspekte der globalen Krise
Nach dem Platzen der Immobilienblase ist allenthalben von der Krise des Kapitalismus die Rede. Gemeint ist aber zumeist nur die Krise des so genannten Finanzmarktkapitalismus, die auf die „Gier der Banker und Spekulanten“ zur&#252;ckgef&#252;hrt wird – verbunden mit der Hoffnung auf eine R&#252;ckkehr zum „gesunden Kapitalismus“. Tats&#228;chlich jedoch hat die derzeitige [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>Thema: Aspekte der globalen Krise</h3>
<p>Nach dem Platzen der Immobilienblase ist allenthalben von der Krise des Kapitalismus die Rede. Gemeint ist aber zumeist nur die Krise des so genannten Finanzmarktkapitalismus, die auf die „Gier der Banker und Spekulanten“ zur&#252;ckgef&#252;hrt wird – verbunden mit der Hoffnung auf eine R&#252;ckkehr zum „gesunden Kapitalismus“. Tats&#228;chlich jedoch hat die derzeitige Weltwirtschaftkrise einen viel grunds&#228;tzlicheren Charakter. Sie stellt eine weitere Etappe der Krisenversch&#228;rfung  und -beschleunigung im Verlauf eines langen, s&#228;kularen Prozesses dar, der alle Sph&#228;ren und Ebenen der Warengesellschaft erfasst und deren Grundlagen ersch&#252;ttert. Verschiedene Aspekte dieses fundamentalen Krisenprozesses stehen im Fokus dieser krisis-Ausgabe.<span id="more-3964"></span><br />
Karl-Heinz Lewed untersucht die Krise der modernen Subjektivit&#228;t und richtet dabei den Blick vor allem auf deren Verlaufsform in den islamisch gepr&#228;gten L&#228;ndern. Er f&#252;hrt den enormen Zuspruch zum islamischen Fundamentalismus auf die narzistische Pr&#228;gung des modernen Subjekts zur&#252;ck, das angesichts des Scheiterns der nachholenden Modernisierung nun seine Gr&#246;&#223;enphantasien auf „Gott“ statt auf die „Nation“ richtet. Erg&#228;nzend dazu analysieren Ernst Lohoff und Attila Steinberger die Hintergr&#252;nde der Massenproteste im Iran und stellen dabei vor allem die Frage, wieso die Opposition trotz der eklatanten Krise des Regimes nicht in der Lage war, dieses zu st&#252;rzen.<br />
Auf einen anderen Aspekt konzentriert sich der Aufsatz von Julian Bierwirth. Er setzt sich mit den post-operaistischen Konzepten der Immateriellen Arbeit und des General Intellect auseinander und zeigt, dass diese die Krise der Arbeit zwar indirekt reflektieren aber nicht dechiffrieren k&#246;nnen. Neil Larsen w&#252;rdigt Adornos Methode der immanenten Kritik, verweist aber auch auf deren historische Grenzen vor allem im Hinblick auf die Kritik von Aufkl&#228;rung und moderner Vernunft. Tomasz Konicz schlie&#223;lich analysiert den Krisenverlauf in verschiedenen osteurop&#228;ischen L&#228;ndern und seine sozialen, politischen und ideologischen Konsequenzen.</p>
<p>Inhalt:<br />
Karl-Heinz Lewed: Erweckungserlebnis als letzter Schrei. Der Islamismus als Heilsversprechen in der Krise der modernen Subjektivit&#228;t<br />
Ernst Lohoff: Die etwas andere Normalisierung. Der Teheraner Fr&#252;hling und die Krise des warenproduzierenden Systems<br />
Attila Steinberger: Protest und konservative Restauration im Iran<br />
Julian Bierwirth: Streifz&#252;ge im Postfordismus. Anmerkungen zu Immaterieller Arbeit und General Intellect<br />
Neil Larsen: Das Idiom der Krise. &#220;ber die historische Immanenz der Sprache bei Adorno<br />
Tomasz Konicz: Osteuropa in der Krise. Von der Defizitkonjunktur zur Datschenwirtschaft</p>
<p>Ca. 170 Seiten, 12 Euro. Erscheint im Fr&#252;hjahr 2010</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2009/vorankuendigung-krisis-33/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
		<item>
		<title>Streifz&#252;ge Nr. 47 erscheinen am 4. Dezember 2009</title>
		<link>http://www.krisis.org/2009/streifzuege-nr-47-erscheinen-am-4-dezember-2009</link>
		<comments>http://www.krisis.org/2009/streifzuege-nr-47-erscheinen-am-4-dezember-2009#comments</comments>
		<pubDate>Sun, 29 Nov 2009 22:42:33 +0000</pubDate>
		<dc:creator>Achim</dc:creator>
				<category><![CDATA[Ohne thematische Zuordnung]]></category>

		<guid isPermaLink="false">http://www.krisis.org/?p=3950</guid>
		<description><![CDATA[Inhalt:
Andreas Exner: Neuland statt Krise
Schwerpunkt: Living Room
Franz Schandl: Raum f&#252;r die meiste Zeit &#8211; Lose Vermutungen zur allt&#228;glichen Praxis des Wohnens
aramis: ortsans&#228;ssig?
Peter Pott: Sch&#246;ner Wohnen &#8212; in der Kommune
Roger Behrens: Gentrification und urbane Bewegung
G&#252;nter Schneider: Von Mieterrevolten zum freien Markt &#8211;
Stadtentwicklung und Mietrecht in Wien. Ein Abriss
Hausprojekt: Umsonst&#246;konomischer Ansatz &#8211; Eine Dokumentation
Franz Schandl: Sonderbare Sonderware [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><strong>Inhalt:</strong><span id="more-3950"></span></p>
<p>Andreas Exner: Neuland statt Krise</p>
<p>Schwerpunkt: Living Room<br />
Franz Schandl: Raum f&#252;r die meiste Zeit &#8211; Lose Vermutungen zur allt&#228;glichen Praxis des Wohnens<br />
aramis: ortsans&#228;ssig?<br />
Peter Pott: Sch&#246;ner Wohnen &#8212; in der Kommune<br />
Roger Behrens: Gentrification und urbane Bewegung<br />
G&#252;nter Schneider: Von Mieterrevolten zum freien Markt &#8211;<br />
Stadtentwicklung und Mietrecht in Wien. Ein Abriss<br />
Hausprojekt: Umsonst&#246;konomischer Ansatz &#8211; Eine Dokumentation<br />
Franz Schandl: Sonderbare Sonderware &#8212; Zur Politischen &#214;konomie des Wohnens<br />
Birgit v. Criegern: Ausharren im Nirgendwo &#8212; Fl&#252;chtlinge in Deutschland<br />
Nicoletta Wojtera: Hinterwirklichkeiten<br />
Gedanken zum literarischen (Wohn-)Raum von Rainer Maria Rilke bis Botho Strau&#223; und David Foster Wallace</p>
<p>Home Stories: Mit Beitr&#228;gen von Maria W&#246;lflingseder, Sara Kleyhons, Franz Schandl, Severin Heilmann und Lorenz Glatz<br />
&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8211;<br />
Lothar Galow-Bergemann: You can&#8217;t get something for nothing<br />
Erich Ribolits: Bildung hat keinen Wert &#8212; &#220;ber den Verlust von Bildung, sobald dieser Wert zugeschrieben wird<br />
Lorenz Glatz: What we do matters &#8212; Zu Friederike Habermann: Der homo oeconomicus und das Andere</p>
<p>Kolumnen<br />
Dead Men Working von Maria W&#246;lflingseder: Arbeit(slos) &#8212; Wohnung(slos)<br />
Immaterial World von Stefan Meretz: Gesellschaft<br />
R&#252;ckkopplungen von Roger Behrens: Thriller!</p>
<p>Rubrik 2000 abw&#228;rts<br />
Julian Bierwirth: Adorno wohnt trotzdem<br />
Franz Schandl: Die Betriebskostenverrechner<br />
Dominika Meindl: B&#252;ro 2.0: Vom Wohnen in der Legebatterie<br />
Ricky Trang: Die Spezialisten des &#220;berlebens<br />
Pichl Peter: Schreckstellungen zu Scheuringer und seinen Kontrahenten</p>
]]></content:encoded>
			<wfw:commentRss>http://www.krisis.org/2009/streifzuege-nr-47-erscheinen-am-4-dezember-2009/feed</wfw:commentRss>
		<slash:comments>0</slash:comments>
		</item>
	</channel>
</rss>
