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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Artikel zum Thema »Ohne thematische Zuordnung«

21.12.2011 Beitrag drucken

Die Krise heisst (Finanz-)Kapitalismus!? (Audio)

Mitschnitt einer Diskussionsveranstaltung mit Norbert Trenkle und Thomas Sablowski

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14.12.2011 Beitrag drucken

Homophobie musulmane, Occident éclairé?

Georg Klauda

En 2005, le gouvernement du Land de Bade-Wurtemberg élaborait un questionnaire sous le nom de “test musulman“, destiné à servir de fil conducteur dans les entretiens avec des immigrés venant de pays musulmans qui veulent obtenir la nationalité allemande. Une partie de ce questionnaire vise à vérifier si le candidat fait preuve de la tolérance nécessaire face à des modes de vie homosexuels. Ce procédé contient une double insinuation : d’abord que l’acceptation de l’amour entre personnes du même sexe1 ferait partie de la culture dominante allemande et deuxièmement que les immigrés d’origine musulmane représenteraient une menace pour cette culture dominante. Pour mettre en évidence à quel point cette affirmation est grotesque, on ne rappellera jamais assez que ce sont justement les auteurs de ce questionnaire, c’est-à-dire les membres de la CDU (Parti Chrétien Démocrate allemand), qui ont voulu qu’à la fin de la Seconde guerre mondiale, le paragraphe anti-homosexuels (§ 175), rendu plus répressif par les nazis, fût maintenu inchangé. Jusqu’en 1969, ce paragraphe a servi dans pas moins de 100.000 procédures judiciaires pour “attentat à la pudeur“, et ce n’est qu’en 1994 que le parlement allemand s’est décidé à abolir complètement cet instrument de répression anti-homosexuels. Weiterlesen »

10.12.2011 Beitrag drucken

Zwischen Kritik und Geschichtsphilosophie

Anmerkungen zu Heinz-Jürgen Voß’ „Geschlecht. Wider die Natürlichkeit“

Julian Bierwirth

Nicht selten ist es so, das im Untertitel eines Buches das eigentliche Programm vorgegeben wird. So auch in diesem Fall: Natürlichkeit ist der Ausgangspunkt und der zentrale Gegenstand der Argumentation dieses Buches. Denn im Laufe der Jahrhunderte, so stellt Voß gleich zu Beginn des Buches fest, haben sich die Begründungsmuster für gesellschaftliche Herrschafts- und Unterdrückungspraktiken verändert. Während lange Zeit der Wille eines kaum je beweisbaren Gottes als Ursache für die spezifische soziale Stellung einzelner Menschen angegeben wurde, so stehen heute die Naturwissenschaften, allen voran die Biologie, hoch im Kurs der Legitimationsbeschaffung. Weiterlesen »

26.06.2011 Beitrag drucken

Krisis-Seminar 2011

Das siebte Leben des Kapitalismus

23. – 25. September 2011 in der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck, 91472 Ipsheim

  • Kapitalismus invers. Wie die Bewegung des fiktiven Kapitals den Verlauf der Krise bestimmt (Ernst Lohoff, Nürnberg)
  • Die schwäbische Hausfrau und ihre Liebhaber. Über den sogenannten Sparzwang und die Logik der abstrakten Reichtumsproduktion (Norbert Trenkle, Nürnberg)
  • Staatsbankrott und Währungskrise (Thomas Konicz, Poznan)
  • Die Diktatur der Äquivalenz. Postkapitalistische Utopien im Crash-Test  (Julian Bierwirth, Göttingen)
  • Werdet verwertbar! Über die marktwirtschaftliche Zurichtung im Bildungssystem (Peter Samol, Herford) Weiterlesen »
20.07.2010 Beitrag drucken

Krisis-Seminar

1. – 3. Oktober 2010 in der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck, 91472 Ipsheim

Identitäten und Ideologien in der Krise. Verarbeitungsformen und Tendenzen

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23.06.2010 Beitrag drucken

Veranstaltung: Wo Arbeit weh tut. Film und Vortrag

Bielefeld, Mittwoch, 30.6.2010, 18.00 Uhr, Universität, Raum V2 – 105

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22.06.2010 Beitrag drucken

Veranstaltung: Marie übt die Anarchie. Ein partizipatives Musik-Theater-Projekt

Aschaffenburg, Sonnabend, 26. Juni 2010, 20 Uhr, JUKUZ, Kirchhofweg 2

Eine Musik-Theater-Performance über die üble Arbeit, das liebe Geld und das gute Leben

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20.06.2010 Beitrag drucken

La « crise financière » est une crise du mode de production capitaliste

Thèses de Norbert Trenkle

Deutsche VersionVersione italiana

1.
Les causes de la crise économique actuelle ne sont pas à rechercher du côté de la spéculation ni de l’endettement. On peut par contre constater que l’expansion gigantesque des marchés financiers est l’expression d’une crise profonde du travail et de la valorisation du capital dont l’origine remonte à au moins trente ans. Weiterlesen »

24.03.2010 Beitrag drucken

La Grecia è ovunque

Sopravvivenza drogata o estrema unzione? Gli Stati cercano di salvare il capitalismo attraverso la creazione di credito. Rischi ed effetti collaterali devono essere messi nel conto.

Deutsche Version

Tomasz Konicz

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19.03.2010 Beitrag drucken

Streifzüge 48 erscheinen

Inhalt:

Franz Schandl: Organisieren? Ein kleiner Aufruf zur Erhebung

Schwerpunkt: FREUNDSCHAFT Weiterlesen »

16.03.2010 Beitrag drucken

krisis 33 erscheint im April 2010

Nach dem Platzen der Immobilienblase ist allenthalben von der Krise des Kapitalismus die Rede. Gemeint ist aber zumeist nur die Krise des so genannten Finanzmarktkapitalismus, die auf die „Gier der Banker und Spekulanten“ zurückgeführt wird – verbunden mit der Hoffnung auf eine Rückkehr zum „gesunden Kapitalismus“. Tatsächlich jedoch hat die derzeitige Weltwirtschaftkrise einen viel grundsätzlicheren Charakter. Sie stellt eine weitere Etappe der Krisenverschärfung und -beschleunigung im Verlauf eines langen, säkularen Prozesses dar, der alle Sphären und Ebenen der Warengesellschaft erfasst und deren Grundlagen erschüttert. Verschiedene Aspekte dieses fundamentalen Krisenprozesses stehen im Fokus dieser krisis-Ausgabe.

Inhalt

Editorial
• Karl – Heinz Lewed: Erweckungserlebnis als letzter Schrei. Der Islamismus und die rational-irrationale Subjektivität der Warengesellschaft Weiterlesen »

16.03.2010 Beitrag drucken

krisis 33 – Editorial

Der Neoliberalismus sei am Ende. So jedenfalls pfiffen es die Spatzen nach dem Finanzmarktcrash von 2008 von den Dächern. Indes, die wirtschafts- und sozialpolitische Praxis sieht zunächst gar nicht danach aus. Zwar bekam der Guido Westerwelle gerade kräftig Prügel von fast allen Seiten für seine Tiraden, eine Armutsversorgung à la Hartz IV komme dem Versprechen auf „anstrengungslosen Wohlstand” gleich. Kritisiert wird aber vor allem der Ton seiner Äußerungen. In der Sache hingegen findet der Scharfmacher durchaus breite Resonanz. Weiterlesen »

15.12.2009 Beitrag drucken

Vorankündigung krisis 33

Thema: Aspekte der globalen Krise

Nach dem Platzen der Immobilienblase ist allenthalben von der Krise des Kapitalismus die Rede. Gemeint ist aber zumeist nur die Krise des so genannten Finanzmarktkapitalismus, die auf die „Gier der Banker und Spekulanten“ zurückgeführt wird – verbunden mit der Hoffnung auf eine Rückkehr zum „gesunden Kapitalismus“. Tatsächlich jedoch hat die derzeitige Weltwirtschaftkrise einen viel grundsätzlicheren Charakter. Sie stellt eine weitere Etappe der Krisenverschärfung und -beschleunigung im Verlauf eines langen, säkularen Prozesses dar, der alle Sphären und Ebenen der Warengesellschaft erfasst und deren Grundlagen erschüttert. Verschiedene Aspekte dieses fundamentalen Krisenprozesses stehen im Fokus dieser krisis-Ausgabe. Weiterlesen »

30.11.2009 Beitrag drucken

Streifzüge Nr. 47 erscheinen am 4. Dezember 2009

Inhalt: Weiterlesen »

06.11.2009 Beitrag drucken

Rassistische Befreiungsschläge

Sarrazin, die „wutschäumende Mitte“ und die kulturalistische Lösung sozialer Exklusion

Karl-Heinz Lewed

Haben sich seit dem Absturz der New Economy die vielzitierten Chancen postmoderner Lebenswelt immer mehr verflüchtig und sind den immer aufdringlicher werdenden Risiken gewichen, so steht mit dem Einbruch der Weltwirtschaft eine neue Qualität krisenhafter Wirklichkeit vor der Tür. Weiterlesen »

28.10.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Ursachen der Wirtschaftskrise

Aschaffenburg, Montag, 2.11.2009, 19.00 Uhr, Cafe Schwarzer Riese – Rossmarkt 38a

mit Peter Samol Weiterlesen »

23.10.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Regressive Kapitalismuskritik

Mannheim, Sonnabend, 7.11.2009, 18.00 Uhr, Juz Mannheim, Käthe-Kollwitz-Str.4

Heuschrecken, Gier und Weltverschwörung – Die Krisendeutung des regressiven Antikapitalismus

Mit Lothar Galow-Bergemann Weiterlesen »

12.10.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Weltmarktbeben. Stößt der Kapitalismus an seine Grenzen?

Linz, Freitag, 6. November 2009, 19.00 Uhr, Atelierhaus Salzamt, Obere Donaulände 15

Eine Diskussion über die Finanzkrise und Alternativen zum Kapitalismus mit Norbert Trenkle

Linz, Samstag, 7. November 2009, 9.30 – 13.00 Uhr, Grünes Haus, Landgutstraße 17

Vertiefender Workshop mit dem Referenten

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03.10.2009 Beitrag drucken

Veranstaltungsreihe: Die Zukunft des Endes. Zwischenbilanz der globalen Krise

Nürnberg, 14.10. – 4.11.2009, Stadtteilzentrum Desi, Brückenstr. 23

Mi. 14.10., 20 Uhr

Die Epoche des fiktiven Kapitals und ihre Krise

Von den Reaganomics zur globalen Notverstaatlichung der Blasenwirtschaft

mit Ernst Lohoff Weiterlesen »

16.09.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Freiheit und Wahn deutscher Arbeit

Bielefeld, 24. September 2009, 19.00 Uhr, Uni, Raum  H13

Eine Veranstaltung des Antifa AK Köln und der Kommunistischen Gruppe Bochum in Zusammenarbeit mit der Antifa AG Uni Bielefeld

Mit Holger Schatz und Ernst Lohoff (Krisis) Weiterlesen »

24.08.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Der Förderverein Krisis lädt ein zum Seminar

Die Zukunft des Endes. Zwischenbilanz der globalen Krise

25. – 27. September 2009 in der Jugendbildungsstätte Burg Hoheneck, 91472 Ipsheim

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10.08.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Die islamistische Modernisierung – Rolle und Bedeutung im gesellschaftlichen und politischen Wandel muslimischer Gesellschaften

Freitag 21.8.09, 20-22 Uhr, Bandito Rosso, Lottumstr. 10a, 10119 Berlin

Informations- und Diskussionsveranstaltung
„Die islamistische Modernisierung – Rolle und Bedeutung im
gesellschaftlichen und politischen Wandel muslimischer Gesellschaften“

Referent: Attila Steinberger (Krisis) Weiterlesen »

10.08.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Protest und konservative Restauration im Iran

Donnerstag 20.8.09, 20-22 Uhr, KuBiZ – Kultur- und Bildungszentrum Raoul Wallenberg, Bernkasteler Str. 78, 13088 Berlin

Informations- und Diskussionsveranstaltung
Protest und konservative Restauration im Iran

Referent: Attila Steinberger (Krisis) Weiterlesen »

03.07.2009 Beitrag drucken

Streifzüge Nr. 46 erschienen

INHALTSVERZEICHNIS Streifzüge Nr. 46 / Juli 2009 Weiterlesen »

29.06.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: 1929-2009 – Krise, Kritik und Literatur

Stuttgart, Samstag, 11. Juli 2009, 16.00 Uhr, Buchtreff: Büchergilde, Willi-Bleicher-Str. 20, 70174 Stuttgart

Ein literarisch-kritischer Nachmittag, gestaltet von Mitgliedern der Gruppe Emanzipation und Frieden.

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24.06.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Theaterstück “Scholtissek – Eine prekäre Odyssee durch die Krise”

Porta Westfalica-Veltheim, Samstag, 1. August 2009, 13.00 Uhr, “umsonst&draussen”-Festival, Bahndammbühne

“Scholtissek – Eine prekäre Odyssee durch die Krise” Eine Groteske der freien Schauspielgruppe “Die aufdringlichenPropheten” aus Herford (Mit Peter Samol) Weiterlesen »

05.06.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: “Entwertet! Wie die globale Krise die Systemfrage stellt”

Tübingen, Mittwoch, 1.7.2009, 20.00 Uhr, Infoladen, Schellingstr. 6

Norbert Trenkle: “Entwertet! Wie die globale Krise die Systemfrage stellt – und wie diese zu beantworten ist” – Vortrag und Diskussion

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04.06.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Ursachen der Wirtschaftskrise

Göttingen, Samstag 6. Juni, 16.00 Uhr, Antifee-Festival (Zentralcampus der Universität, auf der Wiese zwischen Blauem Turm und Kreuzbergring)

Vortrag von Peter Samol Weiterlesen »

03.06.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Pop in der Krise

Göttingen, Samstag 6. Juni, 19.00 Uhr, Antifee-Festival (Zentralcampus der Universität, auf der Wiese zwischen Blauem Turm und Kreuzbergring)

Podiumsdiskussion „Pop in der Krise. Regression und kulturelle Gleichschaltung in der Phase des nachbürgerlichen Kapitalismus“

(u.a. mit Peter Samol) Weiterlesen »

24.04.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Von der Krise zum Zusammenbruch des Kapitals?

Freiburg, Mittwoch, 13. Mai, 20.00 Uhr, Jos Fritz-Café, Wilhelmstr. 15 (Spechtpassage)

Eine Debatte zwischen Lothar Galow-Bergemann (Gruppe “Emanzipation und Friede”/Stuttgart), Joachim Bruhn (ISF) und einem Vertreter von “La banda vaga” (Freiburg). Diskussionsleitung: Christian Stock, Redaktion ”Blätter des iz3w” (www.iz3w.org) Weiterlesen »

13.04.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Die Exhuminierung Gottes

Berlin, Samstag 18. April 2009, 12.00 Uhr, Haus der Demokratie, Robert-Havemann-Saal, Greifswalder Straße 4

Vortrag im Rahmen eines Tagesseminars zu anti-muslimischem Rassismus & Religionskritik

Der Vortag von Ernst Lohoff findet um 15 Uhr statt. Hier die Übersicht über die gesamte Veranstaltung: Weiterlesen »

01.04.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Homophober Moslem, toleranter Westen?

Nürnberg, Mittwoch 22. April 2009, 20.00 Uhr, DESI, Brückenstr. 23

Vortrag und Diskussion mit Georg Klauda

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23.03.2009 Beitrag drucken

Streifzüge Nr. 45 erscheinen im April 2009

Schwerpunkt: Kapitalismus Omega

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20.02.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: attac-Kapitalismuskongress

Berlin, 6. – 8. März 2009, Technische Universität, Strasse des 17. Juni 135

Kapitalismus am Ende?  Analysen und Alternativen

U.a. mit Norbert Trenkle, Andreas Exner, Stefan Meretz Weiterlesen »

30.01.2009 Beitrag drucken

Veranstaltung: Finanzkrise – Zeit für den Systemwechsel?

Berlin, Samstag 7. Februar, 10.00 – 12.00 Uhr, Humboldt-Universität

Podiumsdiskussion im Rahmen des Kongresses Linkswende09

mit:
* Norbert Trenkle, Krisis-Redaktion Weiterlesen »

14.11.2008 Beitrag drucken

Streifzüge 44 erschienen

Inhaltsverzeichnis

11.11.2008 Beitrag drucken

www.krisis.org neu gestaltet!

Die Krisis-Website ist neu strukturiert und gestaltet und seit heute online! Für manche wird es anfangs vielleicht etwas ungewohnt sein, in der neuen Seite zu navigieren, andere werden sich freuen, dass endlich eine Struktur da ist, wie sie sich auch sonst überall im Netz duchsetzt. In kurzer Zeit werden sich sicher alle an die neue Form gewöhnt haben. Weiterlesen »

01.01.2008 Beitrag drucken

Veröffentlichung untersagt

Den Text können wir aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht veröffentlichen. Der Autor/die Autorin hat uns die Veröffentlichung untersagt.

31.12.2007 Beitrag drucken

Kampf ohne Klassen Teil 2

Mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=15368

31.12.2007 Beitrag drucken

G-8-Proteste

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Lothar Galow-Bergemann

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=16028

31.12.2007 Beitrag drucken

Kampf der Kulturen

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=15655

31.12.2007 Beitrag drucken

Wohin mit den Milliarden der Bundesagentur?

Mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=16526

31.12.2007 Beitrag drucken

Kreuzzug und Jihad – Der gefährliche Mythos vom Kampf der Kulturen

Referat von Ernst Lohoff auf dem Krisis-Seminar 2007

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=16303

31.12.2007 Beitrag drucken

Mythos Geld

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Andreas Exner

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=18413

31.12.2007 Beitrag drucken

Universalgüter (Teil 1)

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Stefan Meretz

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=16858

31.12.2007 Beitrag drucken

Universalgüter (Teil 2)

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Stefan Meretz

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=17647

31.12.2007 Beitrag drucken

Zum Fundamentalismus der “westlichen Werte” in Zeiten ihres Zerfalls

mit Norbert Trenkle, Radio F.R.E.I., Erfurt

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=17777

31.12.2007 Beitrag drucken

Kapitalismuskritik – von Heuschrecken und Stechmücken

Interview mit Lothar Galow-Bergemann

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=19820

31.12.2007 Beitrag drucken

Krisis 31 erschienen!

Wissen – Wert – Maske

Mit kommerzieller Software, Musikdateien und anderen beliebig reproduzierbaren Informationsgütern entsteht ein neue Form kapitalistischen Reichtums: das “privatisierte Universalgut”. Bei solchen Gütern handelt es sich zwar um Bezahlgüter, nicht aber um Waren. Denn die Arbeit im Informationssektor trägt nicht den Charakter einer “Privatarbeit selbständiger Produzenten”. Vielmehr ist sie Teil der per se gesamtgesellschaftlichen Wissensproduktion, deren Ergebnisse erst nachträglich reprivatisiert werden, um sie vermarkten zu können. Einen “Informationskapitalismus” als selbsttragendes Akkumulationsmodell kann es daher nicht geben. Denn die Profite der Informationskapitalien resultieren nicht aus eigener Verwertung, sondern aus der Abschöpfung einer “Informationsrente”. Zugleich aber muss vor diesem Hintergrund die Frage nach einer emanzipativen Aneignung des Wissens neu gestellt werden.

Inhalt

31.12.2007 Beitrag drucken

Ein Perry-Rhodan-Heftchen für Kammerjäger

Jürgen Elsässer sieht die Heuschrecken am Werk und will dagegen platten Populismus als DDT einsetzen

Streifzüge 40/2007

Peter Samol

Unverkennbar verschlechtern sich die Lebensbedingungen für immer mehr Menschen auf diesem Globus. Nicht nur in den so genannten „Entwicklungsländern“, sondern längst schon in den reichen Zentren der weltweiten Produktion. Auch mitten im so genannten Aufschwung. Wer nicht aus der Sphäre der Wertschöpfung hinaus ins wachsende Elend gedrängt wird, steht unter zunehmender Leistungshetze bei stagnierenden oder sinkenden Gratifikationen. Diese Tendenz ist für jeden Zeitgenossen unverkennbar, der die schönfärberischen Berichte und Prognosen aus TV-Nachrichten und Tagespresse nicht einfach schluckt. Die Zustände verlangen nach Erklärungen, und Jürgen Elsässer ist in seinem neuen Buch bereit, eine zu liefern. Er bezeichnet sie selbst als „ein blutiges Schlachtengemälde” (S. 17)1. Die kriegerische Ausdrucksweise kommt nicht von ungefähr. Es geht ihm nämlich gar nicht um eine sorgfältige Analyse der Zustände und ihrer Entstehungsbedingungen. Vielmehr steht Elsässers Auffassung schon von vornherein fest und ist darüber hinaus von geradezu bestürzender Schlichtheit. An allem Schlechten nämlich seien ganz einfach andere schuld, böse Hintermänner mit schändlichen Absichten, die wahlweise als „Heuschrecken“ oder „Aliens“ bezeichnet werden. Auf der Grundlage dieser ebenso simplen wie falschen Gewissheit geht es eigentlich nur noch darum, die Schurken ausfindig zu machen, ihre Machenschaften zu durchschauen und ihnen das Handwerk zu legen. Dieser Dreisatz durchzieht in immer neuen Ansätzen das gesamte Buch.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Krisis 31 – Editorial



Erinnert sich noch jemand an die überschwänglichen Hoffnungen, die einst mit dem Heraufziehen des sogenannten „Informationszeitalters“ verknüpft waren? Zunächst, in den 1980er Jahren, wurde vor allem in der linksalternativen Bewegung und ihrem Umfeld darauf spekuliert, mit dem Übergang von der „Industriegesellschaft“ zur „Wissensgesellschaft“ könnten die Grundübel des Kapitalismus überwunden werden. Die mikroelektronische Revolution schien nicht nur eine radikale Arbeitszeitverkürzung und ein Ende der Arbeitsteilung zu ermöglichen, sondern auch Wege aus dem ökologischen Raubbau zu eröffnen und den Zugang zum gesellschaftlichen Reichtum zu demokratisieren. Während der industriellen Produktionsweise die Zentralisierung von Eigentum und Verfügungsmacht entspreche, sollte mit dem Aufstieg der Produktivkraft Wissen zur wichtigsten gesellschaftlichen Ressource eine Dezentralisierung der Produktions- und Machtstrukturen verbunden sein. Ein gutes Jahrzehnt später jedoch waren diese Hoffnungen weitgehend verstummt. Alternative Zukunftsentwürfe kamen aus der Mode. Stattdessen wurde nun, im Rausch der New Economy, der Dienstleistungs-, Informations- und Mediensektor als Garant einer goldenen kapitalistischen Zukunft abgefeiert. Gutbezahlte Jobs sollten überall entstehen, die Gewinne immer weiter so sprudeln wie an der überreizten Börse, und die Pforten des Paradieses würden sich öffnen, wenn erst alle Menschen einen Internetzugang besäßen und online einkaufen könnten.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Weaken All the Fronts!

Alternative Transpositon. All Partisanship in the Clash of Cultures Should Be Refused

This article published in: Freitag 13, 3/30/2007

The wildest threatening scenarios are often nothing but hallucinated analogies. Whoever accepts everything as a supposedly lesser evil will justify evil and monstrosities.

Franz Schandl

The 20th century was the bloodiest century in the history of humanity. The 21st century could break this record. The arsenals are full or can be full at any time. We live in times of insecurity of the worldwide political system. That is realistic though it may sound cynical. As everybody knows, growth in all areas is a principle of capital accumulation. A black scenario is unfolding today in the Middle East where suffering and brutality constantly increase.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Wanted: Facharbeiter

Deutschland sucht den Facharbeiter! Weil im Zeitalter der lean production weniger in die Ausbildung investieren, herrscht zu bestimmten Zeiten ein Mangel an Fachkräften. Solche Phasen müssen aber nicht von Dauer sein.

Aus: Jungle World vom 09.08.2007

Ernst Lohoff

Angesichts der Wirtschaftsnachrichten der letzten Monate könnte man sich in die sechziger Jahre zurückversetzt fühlen. Nicht nur, dass die amtlichen Statistiken derzeit Wachstumsraten verzeichnen wie seit Jahrzehnten nicht und eine wundersame Arbeitsplatzvermehrung ausweisen; neuerdings hat auch noch das Lieblingsklagelied der Unternehmerorganisationen aus den Wirtschaftswunderjahren die Spitze der Jammer-Charts zurückerobert. „Facharbeitermangel auf breiter Front – Deutschlands Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft in der Welt ist in Gefahr“. Dem „Verband der deutschen Wirtschaft“ zufolge hat der Standort Deutschland allein dieses Jahr 3,7 Milliarden Euro Wertschöpfungsausfall zu verzeichnen, weil ihm die geeigneten Arbeitskräfte fehlen – Tendenz steigend. Die Politik reagiert prompt.

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31.12.2007 Beitrag drucken

TERREUR DU TRAVAIL ET CRITIQUE DU TRAVAIL

La tolérance répressive et ses limites

deutsche Version

Ernst Lohoff

La société occidentale moderne a pris l’habitude de s’autocélébrer comme un asile de tolérance et de liberté ; quant au sujet moderne des marchandises, il affirme volontiers ne pas connaître de tabous. À y regarder de plus près, sa prétendue absence de préjugés se révèle néanmoins n’être qu’une simple forme d’indolence et le résultat d’une adaptation mimétique à l’état de tutelle que la société marchande exige de lui. Cette dernière conditionne ses membres à accepter le fait que les décisions relatives au contenu de la richesse sociale et le développement des rapports sociaux ne reposent pas en dernière analyse sur leur accord conscient, mais sur une instance anonyme, le marché en l’occurrence. Qu’il s’agisse de moutarde ou de lessive, de préférences sexuelles ou d’opinions politiques, tout ce qui peut être mis sur le marché est juste et tout ce qui se révèle invendable est faux. Le sujet moderne des marchandises ne vit sa vie sans réserves ni préjugés que dans la mesure où il a intériorisé l’idée que le marché était la seule instance de reconnaissance légitime et retraduit toujours déjà les relations sociales en relations d’offre et de demande.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Klasse Haberer

Österreich-Deutschland – Über die Wandlungen eines sonderbaren Sonderverhältnisses

Freitag, 37/2007

Franz Schandl

Die deutsch-österreichische Freundschaft, eine Beziehung der ganz besonderen Art, hat auch schon bessere Zeiten gesehen. Vor allem in Berlin hat man des öfteren das Gefühl, über den Tisch gezogen zu werden. Und man hat damit nicht unrecht. In den letzten Jahren war es der österreichischen Freunden mehrmals gelungen, die Deutschen in finanziellen Belangen kräftig auszubremsen. Das tut weh.

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31.12.2007 Beitrag drucken

The Road to Nowhere (Português)

Publicado em www.krisis.org em Setembro de 2001

Franz Schandl

Enduring freedom é como, afinal, se chama o novo campeão de vendas da administração dos EUA. Não há dúvida que seja mesmo essa a intenção. Não se trata de uma piada, de nenhuma paródia, de nenhum mau filme. É a sério. E á mortal. Um Domingo destes foi dado o tiro de partida.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Entkoppelt euch!

Kapitalismuskritik gibt es heute an jeder Ecke. Ein radikaler, emanzipatorischer Antikapitalismus muss sich vom Größenwahn revolutionärer Subjekte befreien und das System, das Menschen und ihre Bedürfnisse für überflüssig erklärt, selbst als überflüssig entlarven.

Jungle World 48/2007

Ernst Lohoff

Die gegenwärtige Phase kapitalistischer Entwicklung unterscheidet sich grundlegend von früheren. Seit den Tagen der industriellen Revolution hatte der Vormarsch der warengesellschaftlichen Formprinzipien – Arbeit, Recht und Politik – als ein Prozess repressiver Integration funktioniert. Heute dagegen ist deren Herrschaft identisch mit repressiver Entgesellschaftung. An der Weltmarktperipherie hat sich die Perspektive der Bildung funktionstüchtiger Nationalökonomien und der Einbindung der Bevölkerungsmehrheit in die moderne Arbeitsgesellschaft ein für allemal verflüchtigt. Selbst bei einem vermeintlichen Erfolgsmodell wie China läuft kapitalistische Entwicklung nur auf die Bildung minoritärer Weltmarktinseln hinaus, die von einem Meer des Mas­senelends umgeben sind.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Caritas est

Streifzüge 41/2007

Franz Schandl

Hoc intellegunt: Da ist eine große Sehnsucht, und diese Sehnsucht heißt Liebe. “Gott ist die Liebe, und wer in der Liebe bleibt, bleibt in Gott, und Gott bleibt in ihm” (1 Joh 4, 16), lesen wir in Punkt 1 der Enzyklika Deus Caritas est (in Folge als DCE zitiert) von Benedikt XVI. Was der Papst da an Antworten fabriziert, ist zwar dürftig und wenig originell, von ungeheurer Resonanz hingegen ist, welche Fragen er stellt. “Wer die Liebe abschaffen will, ist dabei, den Menschen als Menschen abzuschaffen.” (DCE 28) Ratzinger trifft ins Rote. Worum es ihm geht, ist, “dass das kirchliche Liebeshandeln seine volle Leuchtkraft behält” (DCE 31). Natürlich verbreitete sich das Christentum primär durch Schwert und Feuer, aber seine beständige Attraktion holt(e) es sich aus den Stücken nichterfüllter Liebe. Im Dienst der Liebe, der Diakonie, liegt ihre Anziehungskraft. Diese Caritas ist nicht nur Fürsorge, sie ist Seelsorge, und somit alles andere als zu belächeln.

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31.12.2007 Beitrag drucken

Lifelong Guidance

Anläufe zum Verstehen und zur Kritik eines Features postmodernen Lebens

Streifzüge 41/2007

Lorenz Glatz

0. Vorspiel

“Lifelong guidance” ist nicht nur eine Fortentwicklung und Ausweitung von ebensolchem “learning”, es ist auch ein deutlicher und ehrlicherer Name für das, was derzeit als Erfordernis postmoderner Lebensweise über uns hereinbricht. Erwerb von Wissen und Fertigkeiten ist schon lange nur ein Teil der “guten Führung”, ohne die eins in der Arbeitsgesellschaft keine Stellung bekommen und halten kann. Schließlich war bereits am Anbeginn der Schulpflicht die Disziplin der Schulglocke und des Rohrstocks mindestens ebenso wichtig wie das Lesen und Schreiben. Und die Armee der allgemeinen Wehrpflicht erklärte als “Schule der Nation” ihren Rekruten gleich nach dem ersten Wecken, dass sie hier “zu Menschen” gedrillt werden sollen.

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31.12.2007 Beitrag drucken

La crisis del trabajo abstracto es la crisis del capitalismo

Ponencia para el coloquio “La crisis del trabajo abstracto”, Buenos Aires, del 5 al 7 de noviembre 2007

Norbert Trenkle (Grupo krisis)1

1. El trabajo abstracto es el principio central de organización y dominación de la sociedad capitalista. Lo afirmamos no sólo por el hecho de que la realización del capital depende de la aplicación de la fuerza de trabajo vivo en el proceso de producción, sino por una razón más fundamental: el trabajo abstracto constituye y confiere la síntesis de la sociedad capitalista. Puesto que ésta, en esencia, es una sociedad productora de mercancías y, por lo tanto, una sociedad en la cual los seres humanos establecen sus relaciones sociales a través de la forma de mercancías y dinero. Pero dado que una mercancía, considerada desde su aspecto de valor de cambio, no es otra cosa que portadora de valor – o sea de “trabajo muerto“- la mediación o transmisión social conferida a través de mercancías es idéntica a la mediación o transmisión a través del trabajo abstracto. La expresión más directa y evidente de esto es la obligatoriedad generalizada de tener que vender la propia fuerza de trabajo para poder sobrevivir. Por lo tanto uno mismo debe convertirse en mercancía para, a través de la compra de los bienes de consumo, tener acceso a la riqueza de la sociedad .

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Lecture on The Capital, Ch. 1 – 5

Held at the Congrès Marx International , Paris, Oct. 2007, with Moishe Postone

http://www.canalc2.tv/video.asp?idVideo=7033&voir=oui

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Einführung in die Wertkritik

Norbert Trenkle

Audiomitschnitt vom Kongress No Way out, Frankfurt, 9.-12.12.07 (63:06 Minuten, 30 MB, weitere Mitschnitte auf http://ugkongress.blogsport.de)

Download: ug_einfuehrung_wertkritik_norbert_trenkle_64kb.mp3

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Zum Begriff der Arbeit

Ernst Lohoff

Audiomitschnitt vom Kongress No Way out, Frankfurt, 9.-12.12.07 (23:45 Minuten, 12 MB, weitere Mitschnitte auf http://ugkongress.blogsport.de)

Download: ug_arbeit_ernst_lohoff_64kb.mp3

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Zum Begriff der Krise

Norbert Trenkle

Audiomitschnitt vom Kongress No Way out, Frankfurt, 9.-12.12.07 (22:13 Minuten, 11 MB, weitere Mitschnitte auf http://ugkongress.blogsport.de)

Download: ug_krise_norbert_trenkle_64kb.mp3

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Immaterielle Arbeit und Ware Wissen

Stefan Meretz

Audiomitschnitt vom Kongress No Way out, Frankfurt, 9.-12.12.07 (20:14 Minuten, 10 MB, weitere Mitschnitte auf http://ugkongress.blogsport.de)

Download: ug_imarbeit_stefan_meretz_64kb.mp3

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Klasse / Klassenkampf / soziale Kämpfe / Multitude

Norbert Trenkle

Audiomitschnitt vom Kongress No Way out, Frankfurt, 9.-12.12.07 (12:32 Minuten, 6 MB, weitere Mitschnitte auf http://ugkongress.blogsport.de)

Download: ug_kaempfe_norbert_trenkle_64kb.mp3

31.12.2007 Beitrag drucken

Die Geister, die sie rufen… Verdi und die Heuschrecken

Interview mit Lothar Galow-Bergemann, Radio Corax, Halle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=20110

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III. Coloquio Internacional “La crisis del trabajo abstracto”

TEORÍA CRÍTICA Y MARXISMO OCCIDENTAL

Buenos Aires, del 5 al 9 de noviembre de 2007

Organizan y Convocan:

  • Cátedra de Literatura Alemana de la Facultad de Filosofía y Letras de la Universidad de Buenos Aires
  • Revista Herramienta
  • Revista Realidad Económica-IADE

Auspicia:

  • CEIL PIETTE

Como en anteriores ediciones del evento, el coloquio se propone ofrecer un espacio para la discusión de diversas cuestiones vinculadas con la teoría y la crítica marxistas, desde múltiples perspectivas –sociológica, filosófica, económica, estética, antropológica–, como también invitar a reanudar una reflexión sobre la posibilidad y la índole específica de un marxismo no dogmático y, al mismo tiempo, comprometido en las luchas por un orden social acorde con la dignidad humana. En esta ocasión, se sugiere como tema central del coloquio:

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31.12.2006 Beitrag drucken

Rinks, lechts, Rafontaine. Die Perspektivlosigkeit traditioneller Kapitalismuskritik am Beispiel der Linkspartei

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Lothar Galow-Bergemann

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=12964

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Im Takt des Geldes. Zur Genese modernen Denkens Teil 1

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, mit Eske Bockelmann

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=14179

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Im Takt des Geldes. Zur Genese modernen Denkens Teil 2

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, mit Eske Bockelmann

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=14185

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Die Herrschaft der toten Zeit

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, mit Norbert Trenkle, Ernst Lohoff und Eske Bockelmann auf dem Krisis-Seminar 2005

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11035

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Arbeits- und gesellschaftskritische Romane Teil 1

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Peter Samol

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=13600

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Arbeits- und gesellschaftskritische Romane Teil 2

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Peter Samol

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=13742

31.12.2006 Beitrag drucken

Arbeits- und gesellschaftskritische Musik Teil 1

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Peter Samol

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11987

31.12.2006 Beitrag drucken

Arbeits- und gesellschaftskritische Musik Teil 2

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Peter Samol

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11991

31.12.2006 Beitrag drucken

Warten auf den Aufschwung (Radiobeitrag)

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Peter Samol

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11874

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Postpolitik und Populismus

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=14606

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Populismus als Politik im Zeitalter der Simulation – Teil 1

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=13852

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Populismus als Politik im Zeitalter der Simulation – Teil 2

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=13859

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Arbeitslosigkeit in Österreich – eine Innenansicht

Radio Z, Nürnberg, u.a. mit Maria Wölflingseder

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=13604

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Kampf ohne Klassen Teil 1

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=15035

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Warum das Proletariat im kapitalistischen Krisenprozess nicht wieder aufersteht

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=13780

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Krisis 30 erschienen!

Noch vor wenigen Jahren galt es als ausgemacht: »Das Subjekt ist tot«. Nach dem Zusammenbruch des Realsozialismus schien die Idee einer Befreiung von kapitalistischer Herrschaft nicht nur praktisch blamiert; in der postmodernen Dekonstruktion des Emanzipationssubjekts wurde sie auch theoretisch entsorgt. Mittlerweile hat sich das Szenario verändert. Mit dem Protest gegen die marktradikale Zurichtung der Gesellschaft kommt auch die traditionelle Kapitalismuskritik wieder zu Ehren. Sogar das längst tot geglaubte Klassensubjekt erlebt ein unerwartete Renaissance.

Gegen dieses Wiedergängertum wenden sich die Beiträge in krisis 30. Statt auf eine Entsorgung der Subjektkritik, zielen sie darauf, diese ernst zu nehmen und kapitalismuskritisch zu reformulieren. Sie werfen damit die Frage auf, wie sich Emanzipation als Emanzipation vom Subjekt neu bestimmen lässt.

Inhalt krisis 30

31.12.2006 Beitrag drucken

Skandal, Symbol, Stimmung

Der österreichische Wahlkampfauftakt steht ganz im Zeichen allseitiger Skandalisierung

Freitag 04.08.06

Von Franz Schandl

In Österreich haben sich alle vier Parlamentsparteien, ÖVP, SPÖ, Haiders BZÖ und die Grünen darauf geeinigt, die Nationalratswahlen auf den 1. Oktober vorzuverlegen. SPÖ und Grüne forderten dies schon lange, das BZÖ hat wenig Geld zum Wahlkämpfen und der ÖVP kommt der frühe Termin aufgrund des den Sozialdemokraten zugerechneten ÖGB-BAWAG-Desasters gerade recht. Außerdem haben alle miteinander Interesse, der lästigen Kleinkonkurrenz (Liste des Europa-Abgeordneten Hans-Peter Martin, KPÖ) die Kandidatur zu erschweren. Schließlich müssen die jetzt in der Urlaubszeit ihre Unterstützungserklärungen sammeln. Und das ist um vieles aufwendiger als in Deutschland, in Österreich hat man diese Unterschrift nämlich auf dem zuständigen Gemeindeamt oder am Magistrat zu leisten. Eine nicht zu unterschätzende Hürde, die in der Vergangenheit manches Vorhaben bereits im Vorfeld scheitern ließ. Vor allem das Medienprodukt Hans-Peter Martin dürfte sich schwer tun, die nötigen 2600 Unterstützungserklärungen zusammenzukratzen. Das wiederum würde die SPÖ aufatmen lassen, ist doch davon auszugehen, dass ihr Ex-Abgeordneter vor allem in ihren Revieren wildern kann. Aber auch FPÖ und BZÖ sollte das freuen.

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31.12.2006 Beitrag drucken

The Idiom of Crisis

On the Historical Immanence of Language in Adorno

new version June 2006

Neil Larsen, University of California, Davis

I.

“The whole is the untrue.”1 This phrase, one of the signatures of Adorno’s most unmistakable work, Minima Moralia, points to an irony that perhaps not even its author could have discerned. Notwithstanding the truth of its bitter rebuke to the Hegelian dialectic as apology for capitalist modernity, as a philosophical dictum in its own right it would itself have to be judged false, fatal to any aspiration to dialectical thought. To that much, of course, Adorno testifies, both in practice–for neither Minima Moralia nor any other of his works reflect any doubt that critical theory, as part of its own conceptual movement, must strive for the totalization of its object– but also in theory: one need look no further than to Minima Moralia itself than to have this confirmed: “Dialectical thought opposes reification in the…sense that it refuses to affirm individual things in their isolation and separateness: it designates isolation as precisely a product of the universal.”2 A refusal to isolate means a commitment to totalize, albeit a non-Hegelian one. The alternative would be to succumb to the reified consciousness of the object in its sheer immediacy. The “whole” may be the “untrue,” but that does not make the part the truth. Both become false, at least from the immediate standpoint of “wrong life” reflected, consciously and without apology, by Minima Moralia.

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31.12.2006 Beitrag drucken

Krisis 30 – Editorial



Im Frühjahr 2006 kletterten die Börsenindizes auf seit dem Crash der “New Economy” nicht mehr erreichte Stände. Kaum ein transnationales Unternehmen, das im letzten Jahr keine rekordverdächtigen Gewinne ausgewiesen hätte. Sogar die deutsche Wirtschaft blickt so optimistisch in die Zukunft wie schon lange nicht mehr. Kehren die 1980er Jahre mit ihren überschäumenden Erwartungen auf einen neuen kapitalistischen Frühling wieder? Aus der Perspektive der Anlageberatung mag diese Frage berechtigt erscheinen, was die gesamtgesellschaftliche Großwetterlage angeht, mutet sie dagegen absurd an. Von einer Wiederkehr jener Don’t-worry-be-happy-Stimmung, die in den “Roaring Eighties” den Boom begleitete, kann beim besten Willen nicht die Rede sein. Nicht nur in Deutschland, auch in den anderen Metropolenländern predigt der Zeitgeist stattdessen “Blut, Schweiß und Tränen”.

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31.12.2006 Beitrag drucken

Autriche – La recomposition de l’extrême droite

“L’humanité” 9.10.06

Par Franz Schandl, historien et politologue autrichien.

On peut se réjouir de la fin prévisible de la coalition entre le chancelier Wolfgang Schüssel, président du Parti chrétien démocrate autrichien (ÖVP), et le populiste d’extrême droite Jörg Haider (jadis leader du Parti libéral FPÖ, devenu entre-temps Alliance pour l’avenir de l’Autriche, BZÖ). Mais il ne faut surtout pas tirer de conclusion précipitée après le scrutin législatif du 1er octobre. Les vrais vainqueurs du scrutin sont une fois de plus les partisans de l’extrême droite populiste.

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21.11.2006 Beitrag drucken

Satzung

Satzung des Förderverein Krisis – Verein für kritische Gesellschaftswissenschaft e.V.

Die Eintragung des Vereins in das Vereinsregister ist am 16.8.1991 beim Amtsgericht Nürnberg erfolgt.

§ 1 Name, Sitz

Der Verein führt den Namen “Förderverein Krisis – Verein für kritische Gesellschaftswissenschaft e.V.”
Der Sitz des Vereins ist Nürnberg. Geschäftsjahr ist das Kalenderjahr.
Er ist in das Vereinsregister eingetragen.

§ 2 Vereinszweck

1. Der Verein betreibt wissenschaftliche Arbeit an und die Verbreitung von kritischer Gesellschaftswissenschaft. Außerdem verfolgt der Verein das Ziel, in den gesellschaftlichen Diskurs einzugreifen. Zu diesem Zweck veranstaltet er Vortrags-, Bildungs- und Diskussionsveranstaltungen und veröffentlicht die Ergebnisse seiner Arbeit in schriftlicher Form.

2. Der Verein strebt ein System von Arbeits- und Diskussionsgruppen auf lokaler und überregionaler Ebene an. Die einzelnen Gruppen und Personen arbeiten selbständig und selbstverantwortlich für die selbstgewählte Zielsetzung, ohne an formale Einschränkungen gebunden zu sein. Ihr Zusammenhang ergibt sich allein durch den bestimmten Inhalt selber und wird praktisch über Arbeitstreffen, Seminare und sonstige Veranstaltungen sowie über Publikationen, schriftliche Korrespondenz und Rundbriefe hergestellt.

3. Der Verein gibt die Zeitschrift “Krisis” heraus. Die Zeitschrift stellt die Arbeits- und Diskussionsergebnisse der einzelnen Gruppen und Personen einer breiteren Öffentlichkeit vor und wirkt dadurch in die gesellschaftskritische Diskussion hinein.

4. Der Verein ist Träger des „Instituts für kritische Gesellschaftstheorie“, das systematisch die theoretische und publizistische Arbeit auf breiterer Ebene unterstützen und weiterentwickeln soll.

§ 3 Gemeinnützigkeit

1. Der Verein verfolgt ausschließlich und unmittelbar gemeinnützige Zwecke im Sinne des Abschnitts “Steuerbegünstigte Zwecke” der Abgabenordnung.

2. Der Verein ist selbstlos tätig; er verfolgt nicht in erster Linie eigenwirtschaftliche Zwecke.

3. Mittel des Vereins dürfen nur für die satzungsmäßigen Zwecke verwendet werden. Die Mitglieder erhalten keine Zuwendungen aus Mitteln des Vereins.

4. Es darf keine Person durch Ausgaben des Vereins, die dem Zweck der Körperschaft fremd sind, oder durch unverhältnismäßig hohe Vergütungen begünstigt werden.

§ 4

Bei Auflösung oder Aufhebung des Vereins oder bei Wegfall seines bisherigen Zwecks ist das Vermögen zu steuerbegünstigten Zwecken zu verwenden. Beschlüsse über die künftige Verwendung des Vermögens dürfen erst nach Einwilligung des Finanzamts ausgeführt werden.

§ 5

1. Personen, die dem Verein beitreten wollen, geben eine schriftlichen Aufnahmeantrag ab. Über die Aufnahme entscheidet der Vorstand innerhalb einer Frist von maximal acht Wochen. Personen, deren Aufnahmeantrag vom Vorstand abgelehnt wurde, können dagegen Berufung auf der nächsten MV einlegen. Die MV kann mit einfacher Mehrheit die Entscheidung des Vorstands revidieren.

2. Die Mitgliedschaft geht verloren durch Tod, freiwilligen Austritt, Streichung oder Ausschluss.

3. Der freiwillige Austritt kann jederzeit erfolgen und sollte dem Vorstand schriftlich mitgeteilt werden.

4. Durch Beschluss der Mitgliederversammlung oder des Vorstands kann ein Mitglied aus dem Verein ausgeschlossen werden, wenn ein wichtiger Grund vorliegt. Als wichtiger Grund gilt insbesondere die Schädigung von Vereinsinteressen. Ein Ausschlussbeschluss des Vorstands kann durch die MV aufgehoben werden.

§ 6 Beitrag

Alle Mitglieder sind verpflichtet, einen von der MV in der Höhe festzusetzenden regelmäßigen Beitrag zu zahlen. Die jeweils gültige Beitragshöhe wird im MV-Protokoll festgehalten. Darüber hinaus können Förderbeiträge entrichtet werden, die in voller Höhe im Sinne des Vereinszwecks verwendet werden. Ist ein Mitglied mit dem Mitgliedsbeitrag mehr als zwei Monate im Rückstand, ist das Mitglied zu mahnen. Erfolgt auch dann keine Zahlung, kann der Vorstand die Streichung von der Mitgliedsliste vornehmen.

§ 7 Organe des Vereins

Organe des Vereins sind die Mitgliederversammlung (§ 8) und der Vorstand.

§ 8 Mitgliederversammlung

1. Die Mitgliederversammlung (MV) wird mindestens einmal im Jahr vom Vorstand einberufen.

2. Die MV beschließt über
a) die Genehmigung der jährlichen Einnahmen- Ausgabenrechnung,
b) die Entlastung des Vorstandes,
c) die Neuwahl des Vorstandes,
d) Satzungsänderungen
e) die Festsetzung der Mitgliederbeiträge,
f) Anträge des Vorstandes und der Mitglieder,
g) die Auflösung des Vereins
h) Wahl von zwei Rechnungsprüfern

3. Die Einberufung der MV muss mindestens einen Monat vor dem Termin schriftlich erfolgen und die vom Vorstand, nach Absprache mit den Mitgliedern, festzusetzende Tagesordnung enthalten. Die Frist ist gewahrt, wenn die Einladung einen Monat vor dem Termin abgesandt ist. Die MV ist beschlussfähig, wenn ordnungsgemäß eingeladen wurde.

4. Zu Beginn der Versammlung beschließt die MV über die Tagesordnung. Dabei können in die Tagesordnung auch neue Punkte aufgenommen werden, die nicht in der vorab verschickten Fassung enthalten waren. Gegebenenfalls neu aufgenommene Punkte sind einer Beschlussfassung durch die MV ebenso zugänglich wie alle anderen Punkte der Tagesordnung auch.

5. Die Beschlussfassung erfolgt durch einfache Stimmenmehrheit. Bei Stimmengleichheit entscheidet im Fall der Wahl das Los, in anderen Fällen ist die Sache abgelehnt. Bei Beschlüssen über die Änderung des Vereinszwecks, der Satzung und die Auflösung des Vereins ist eine Stimmenmehrheit von zwei Drittel der abstimmenden Mitglieder erforderlich. Enthaltungen werden nicht mitgezählt.

6. Die MV wählt einen oder mehrere Protokollanten. Über die Verhandlungen und Beschlüsse der MV ist ein Protokoll aufzunehmen, das von dem oder den Protokollanten und der Versammlungsleitung zu unterschreiben ist.

7. Der Vorstand kann außerordentliche Mitgliederversammlungen einberufen. Auf schriftliches Verlangen von mindestens einem Sechstel aller Mitglieder muss der Vorstand eine MV einberufen. Für die außerordentliche MV gelten die Bestimmungen über die ordentliche MV entsprechend. Ort, Zeit und Tagesordnung wird vom Vorstand festgelegt.

8. Wahlen sind schriftlich durchzuführen, wenn ein Drittel der abstimmenden Mitglieder dies verlangt.

§ 9 Vorstand

1. Der Vorstand besteht aus dem Vorsitzenden, dessen Stellvertreter und einem Schatzmeister. Er wird auf die Dauer von einem Jahr gewählt. Ist bis zum Ende der Amtszeit kein neuer Vorstand gewählt worden, bleibt der amtierende Vorstand im Amt bis eine Neuwahl stattgefunden hat.

2. Der Vorstand führt im Rahmen der Ziele des Vereins die Geschäfte, ist an die Beschlüsse der MV gebunden und führt sie aus. Er kann Aufgaben der Geschäftsführung an einen oder mehrere Geschäftsführer delegieren.

3. Der Vorstand ist beschlussfähig, wenn alle Mitglieder eingeladen wurden und mindestens zwei Mitglieder anwesend sind. Zeichnungsberechtigt sind jeweils zwei Vorstandsmitglieder gemeinsam.

4. Die MV wählt die drei Mitglieder des Gesamtvorstandes in aufeinanderfolgenden einzelnen Wahlgängen in folgender Reihenfolge: Vorsitzender, Stellvertreter, Schatzmeister. Erreicht bei einem der Wahlgänge keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit, so entscheidet eine Stichwahl zwischen den beiden Bewerbern mit der höchsten Stimmenzahl.

§ 10 Redaktion

1. Die Redaktion ist für die inhaltliche Gestaltung und komplette Fertigstellung der Zeitschrift „Krisis“ verantwortlich.

2. Die Redaktion wird vom Vorstand eingesetzt und muss von der Mitgliederversammlung bestätigt werden.

3. In der Ausübung ihrer Tätigkeiten ist die Redaktion unabhängig und nicht an Weisungen gebunden. Die Redaktion ist verpflichtet, dem Vorstand und der Mitgliederversammlung regelmäßig Rechenschaft über ihre Tätigkeiten abzulegen.

§ 11 Auflösung des Vereins

1. Die Auflösung des Vereins kann nur von einer satzungsmäßigen Mitgliederversammlung unter Einhaltung der Regeln des § 8 beschlossen werden.

2. Für den Fall der Auflösung des Vereins werden der erste Vorsitzende, der Schatzmeister und der stellvertretende Vorsitzende zu Liquidatoren ernannt. Zur Beschlußfassung der Liquidatoren ist Einstimmigkeit erforderlich. Rechte und Pflichten der Liquidatoren bestimmen sich nach den Vorschriften der §§ 47 ff BGB.

Nürnberg, Januar 2006

16.11.2006 Beitrag drucken

Manifest gegen die Arbeit — Übersicht

Das »Manifest gegen die Arbeit« ist in folgenden Sprachen erschienen / The »Manifesto against Labour« has been released in following languages:

Deutsch / German: Manifest gegen die Arbeit

Englisch / English: Manifesto against Labour

Spanisch / Spanish: Manifiesto contra el trabajo

Französisch / French: Manifeste contre le travail

Italienisch / Italian: Manifesto contro il lavoro

Portugiesisch / Portuguese: Manifesto contra o trabalho

Russisch / Russian: МАНИФЕСТ ПРОТИВ ТРУДА

Persisch / Persian: Manifesto against Labour

Einige Kritiken:

Luca Santini: Anmerkungen zum “Manifest gegen die Arbeit”

Charles Reeve: Wenn der Berg kreißt und eine Maus gebiert

Les Éditions Rouge et Noir: Kommentare und Gedanken zur Krise der Arbeit

Jaime Semprun: Bemerkungen zum “Manifest gegen die Arbeit”

Und zwei Erwiderungen:

Norbert Trenkle: Eine Replik auf Kritiken am Manifest gegen die Arbeit

Norbert Trenkle: Kapitulation vorm Kapitalismus

31.12.2005 Beitrag drucken

Die Durchkapitalisierung der Krankenhäuser und ihre Folgen

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Lothar Galow-Bergemann

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11040

31.12.2005 Beitrag drucken

“Projekt bundesweite Linkspartei” und “Abstrakte Zeit und Apokalypse”

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Lothar Galow-Bergemann und Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11019

31.12.2005 Beitrag drucken

Geld für alle, alle für Geld? Zur Debatte um das Grundeinkommen

Radio F.R.E.I., Erfurt, mit einem Referat von Andreas Exner auf dem Krisis-Seminar 2005

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=10550

31.12.2005 Beitrag drucken

Kritische Überlegungen zur Grundeinkommensdebatte Teil 1

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Andreas Exner

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11036

31.12.2005 Beitrag drucken

Kritische Überlegungen zur Grundeinkommensdebatte Teil 2

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Andreas Exner und Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11037

31.12.2005 Beitrag drucken

Ende der Arbeit statt Arbeit ohne Ende?

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Karl-Heinz Lewed und Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11034

31.12.2005 Beitrag drucken

Antisemitismus und Holocaust. Nach einem Text von Moishe Postone

Zusammenhang zwischen moderner Vergesellschaftsform und antisemitischer Ideologiebildung

Radio F.R.E.I., Erfurt

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=8762

31.12.2005 Beitrag drucken

Verwertung oder Leben

“Besser Leben! Das arbeitskritische Magazin” im Bürgerfunk Münster, u.a. mit Stefan Meretz

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=11013

31.12.2005 Beitrag drucken

Sozialkritik in Zeiten der Konterreform (Radiobeitrag)

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=10567

31.12.2005 Beitrag drucken

Was ist die abstrakte Zeit

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=10552

31.12.2005 Beitrag drucken

Abstrakte Zeit und Apokalypse

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=10553

31.12.2005 Beitrag drucken

Blödes Volk

Die Ganglien der Deutschen sind schwer in Mitleidenschaft gezogen

Aus: junge Welt vom 23.06.2005

Von Franz Schandl

Sind die Deutschen deppert? Zweifellos. Wenn man sich die neusten Meinungsumfragen anschaut, die auf eine absolute Mehrheit für CDU/CSU bei den nächsten Bundestagswahlen verweisen, kann man diese Frage nur bejahen. Wer sich von diesem Wechsel etwas verspricht, verspricht sich nichts mehr. Wer Leiden durch noch größeres Leiden ersetzen will, ist Masochist sondergleichen. Nicht dass die Deutschen lamentieren, ist ihnen vorzuwerfen, wohl aber, wie sie es anstellen, und vor allem, dass sie in den Christparteien eine Therapie für ihre Ängste und Beschwerden sehen. Da muss eins ziemlich bescheuert sein.

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31.12.2005 Beitrag drucken

Von der Lüge zur Verlogenheit

Zum Aufstieg eines affirmativen Antifaschismus

05/2005

Von Franz Schandl

Oberflächlich betrachtet könnte man ja meinen, der Antifaschismus habe spät aber doch gesiegt. Keine Politikerrede, die sich nicht bemüht, die entsprechenden korrekten Worte aufzusagen: Deutschland wurde befreit, der Widerstand ist zu loben, der Opfer ist zu gedenken. Bei genauerem Hinsehen freilich sind bei den Opfern die Nazis gleich mitinbegriffen und der Widerstand von rotem Gesindel gesäubert. Aber zweifellos, Lübke und Globke und Kiesinger und Carstens, das ist vorbei, das würde es in der jetzigen BRD nicht mehr spielen – schon aus Altersgründen nicht, aber das sagt man nicht.

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31.12.2005 Beitrag drucken

Aufgeputzte Angela

Wie man sich täuschen kann und wiederum auch nicht

Aus: junge Welt, 10.6.2005

Von Franz Schandl

Am 9. Dezember 2004 war an dieser Stelle zu lesen: „Dass Angela Merkel nie Kanzlerin in Deutschland wird, ist offensichtlich. Man braucht sie sich nur anschauen, und weiß es. Und das ist absolut nicht sexistisch gemeint, sondern gibt bloß wieder wie diese Gesellschaft tickt und wie sie politische Führungsexponate, insbesondere Frauen betrachtet. Es ist die bittere Wahrheit der bürgerlichen Konkurrenz. In einer solchen hat Merkel keine Chance. Sie bestimmt sich weder als Erfolgsfrau noch als Mutti. Das sind aber die beiden Typen, die Frauen solche Spitzenpositionen ermöglichen.“ Der Eindruck war auch deshalb entstanden, weil ich mir im großen Übereifer die letzte Parteitagsrede der CDU-Vorsitzenden per Internet reingezogen habe. Und die war grottenschlecht, nicht nur der Text, sondern das ganze Ambiente, und insbesondere die vortragende Person. Botschaft, Stimme, Pointen, Duktus. Alles verheerend. Die Frau konnte einem leid tun ob der Überforderung. Wer erlöst sie von ihren Qualen, fragte man sich.

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31.12.2005 Beitrag drucken

Critica del lavoro e emancipazione sociale

Alcune note alla critica di Luca Santini al Manifesto contro il lavoro (in infoxoa 16)1

03/2005

per Norbert Trenkle

Nessun’altra delle pubblicazioni di Krisis ha avuto quanto il Manifesto contro il lavoro una tale risonanza anche fuori dai paesi di lingua tedesca. Il che significa anche che nessun’altra pubblicazione ha attirato così tante critiche. È interessante notare qui che sebbene esse rimandino a specifiche discussioni in seno alle varie sinistre di differenti paesi, c’è però qualcosa di palesemente comune in tutte queste critiche, al di là delle differenze: un fondamento comune, il quale appare così ovvio che nessuno ci fa più caso.

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31.12.2005 Beitrag drucken

Kapitalizm’i aşmak için Marksizmden ne kadar yararlanabiliriz?

Moishe Postone

Salih Selcuk (Yarin, Subat 2005)

18’inci yüzyıldaki Endüstri devrimi öncesinde atmosferde bulunan karbondioksit miktarının iki katına çıkması halinde dünya ikliminde oluşacak değişiklikleri belirlemek için Oxford Üniversitesi önderliğinde yürütülen, 150 ülkeden toplam 95 bin gönüllünün bilgisayarlarıyla katıldığı ‘climateprediction.net’ adlı proje sonucunda elde edilen verileri değerlendiren uzmanlar, dünya sıcaklığının önümüzdeki yüz yıl içinde, bazı uzmanlara göre de en geç 2050’de 11 derece kadar artacağını öngörüyor. Uzmanlar, böylesi bir sıcaklık artışı nedeniyle, kuzey ve güney kutuplarındaki buzulların, beklenenden çok daha hızlı eriyeceğini tahmin ediyor ve okyanusların su seviyesinin 6 metreden fazla yükseleceğini belirtiyorlar. Projenin yöneticileri, dünyanın bazı bölgelerinde sıcaklığın 20 derece kadar artabileceğini vurguluyorlar. (1) Bu da, tahmin edilen çevresel kıyametin, belirginleşeceğini ve ‘geri dönülemez noktanın’ 10 yıl sonra geçileceğini gösteriyor. (2) Medyada duruma çözüm babından ima yoluyla çekine çekine önerilen şeyler, ‘Yaşam tarzımızı değiştirmemiz gerekiyor’ ve ‘Fosil yakıtları yerine dönüştürülebilir enerji kullanalım’ gibi günlük yumurtalar. Hatta birisi, “Jeep’imi satacağım” bile dedi! Daha iyisi, o cipini alıp biryerine parketmesi.

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Krisis 29 erschienen!

Der Schwerpunkt dieser Ausgabe der krisis, Subjekt- und Metaphysikkritik, scheint auf den ersten Blick von allen aktuell brisanten Fragestellungen eher weg zu führen. Wer die Metamorphose der Arbeits- und Warengesellschaft zur planetaren Sekte nicht nur polemisch versteht, sondern analytisch ernst nimmt, dem tut sich indes eine etwas andere Perspektive auf. Die Transformation der kapitalistischen Gesamtgemeinde in einen öffentlichen Sektenzusammenhang verweist auf den metaphysisch religiösen Charakter des Kapitalismus überhaupt, und genau diese Tiefendimension muss gesellschaftskritische Theorie mit ausleuchten, will sie gegen den kapitalistischen Irrsinn auf der Höhe der Krisen-Zeit Front machen.

Inhalt krisis 29

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Krisis 29 – Editorial

Die schlimmsten Einpeitscher des gegenwärtigen kapitalistischen Wahnsinns sind, wie könnte es anders sein, ehemalige Linke. Nirgendwo sonst kommt der kapitalistische Zwang so als aggressive Herzensangelegenheit zu sich wie bei solchen Leuten. Da drehen sie auf, da schlagen sie zu. Einer davon, Matthias Horx, war früher mal Redakteur bei der Frankfurter Spontipostille Pflasterstrand. Nun ist er geläutert und ein gern gesehener und gut bezahlter Gast bei diversen Events der Marktmissionare. Als Trendforscher ist er eine oft bestellte Kurzstreckenrakete der Medienindustrie. Da wird scharf geschossen.

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Haider Orange

VON DER FPÖ ZUR BZÖ. Da er seine Partei nicht mehr ausgehalten hat, hat er sich eine neue gegründet.

Aus: Freitag 14, 8. April 2005

von Franz Schandl

„Bündnis Zukunft Österreich” (BZÖ) heißt das am Montag vorgestellte Projekt Jörg Haiders. Parteifarbe Orange. Seine Schwester, die nun ehemalige FP-Parteiobfrau Ursula Haubner, Vizekanzler Hubert Gorbach, die gesamte freiheitliche Regierungsmannschaft und alle Nationalratsabgeordneten hat er in die neue „Bewegung” mitgenommen. Der Coup war gut vorbereitet. Die Initiative war stets auf seiner Seite, seine Kontrahenten wider Willen waren immer in der Defensive. Am ehesten erinnert die Spaltung an eine K-Gruppe. Diese Parteigründung ist mehr die Folge einer psychischen als einer politischen Konstellation. Ohne Haider wäre dieses Szenario völlig unvorstellbar gewesen. Da sitzt einer wie ein trotziges Kind in Klagenfurt und führt sich auf. Wenn jetzt nicht geschieht, was er will, dann… So geschieht es eben. Ein Häuptling zuckt aus. Eine Partei zuckt mit.

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Gnade statt Recht

Deserteure warten weiterhin auf Rehabilitierung

03/2005

Von Franz Schandl

Die Republik Österreich demonstriert einmal mehr, was man mit so einem Gedenkjahr alles anstellen kann. Konjunktur hat vor allem ein amtlich betriebener Antifaschismus, der freilich mit den einstigen Auseinandersetzungen wenig zu tun hat. Das alles nimmt ziemlich schräge Züge an und geht auch auf Kosten der Wahrheit. Die Kommunisten etwa, die bedeutendste Kraft des antinazistischen Kampfes werden puncto Widerstand weitgehend totgeschwiegen oder, wenn es hoch herkommt, taxativ an letzter Stelle gereiht. Schön langsam gewinnt man hierzulande überhaupt den Eindruck, dass der antifaschistische Widerstand primär eine Sache der christlichsozialen Austrofaschisten gewesen sei. Mit Krukenkreuz gegen Hakenkreuz.

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Immer wieder Auschwitz?

Wider die liberale Instrumentalisierung der Shoah

Aus: junge Welt vom 3.2.2005

Von Franz Schandl

Wir leben in Zeiten einer doppelten Verharmlosung. Eine ist bekannt, die zweite wird hier angesprochen. Nicht nur, dass Auschwitz an anderem relativiert wird, ist ärgerlich, ebenso unerträglich ist, dass Auschwitz alles andere relativiert. Kein Konflikt wird mehr als solcher (an dem dann eben seine besonderen Bezüglichkeiten zu analysieren sind) wahrgenommen, sondern er wird irgendwie auf die Shoah projiziert und somit kleingemacht. Auschwitz selbst wird gar nicht mehr aus der historischen Entwicklung erklärt, dafür wird umgekehrt jedes aktuelle Ereignis mit Auschwitz in unmittelbaren Zusammenhang gebracht.

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Verfassungsfeinde

Falsch abgestimmt, aber richtig entschieden

05/2005

Von Franz Schandl

Eine Verfassung drückt aus, in welcher Verfassung bei Verfassung der Verfassung sich ein Staat oder Staatenbündnis dünkt. Freie Fahrt für den freien Markt, das wollte diese Verfassung unter Garantie stellen. Wer gegen den Markt ist, ist ein Verfassungsfeind. So deutlich wie in diesem Dokument ist das wohl in keinem anderen niedergeschrieben. Sowohl das deutsche Grundgesetz als auch die österreichische Bundesverfassung halten sich diesbezüglich ziemlich bedeckt. Es wäre in den Jahren ihrer Entstehung auch nicht möglich gewesen diesem Prinzip so uneingeschränkt zu huldigen wie heute. Traurig genug, dass immer noch 46 Prozent der Franzosen das neoliberale Verfassungsmachwerk befürworteten. Und doch ist erfreulich, dass die Mehrheit es ablehnte und damit zum Ausdruck brachte, dass vielen Leuten ihre Anliegen näher sind als die Segnungen des Marktes. Dem schrankenlosen Treiben ist ein entschiedenes „Non!“ entgegengeschleudert worden.

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Popestar

Der Glaube kann Zwerge versetzen

04/2005

Von Franz Schandl

Natürlich kann man sich leicht darüber lustig machen, was da abgeht in Rom. Und doch, es sollte eher Beklemmungen auslösen. Dieses Leichenfest ist alles andere als ein Lemurenaufmarsch gewesen, sondern vielmehr ein absolut gelungener Maskenball, genauer gesagt ein Charaktermaskenball. Up to date! Da ist es auch gar nicht so wichtig, was Karol Wojtila sagte, und was seine Kirche verbreitet, wichtig ist das Gefühl, das es vermittelt und die Stimmung, die es durchsetzt. Es ist nicht der Inhalt, der besticht, sondern die Form. Die unerschütterte Autorität verträgt jede Ungeheuerlichkeit einer irren Programmatik. Die Aufführung entzückt, nicht das Aufgeführte. Die Pilger waren ganz begeistert in ihrer Entgeistigung. Da sind Massen in Trance geraten. Wahrlich, der Glaube kann Zwerge versetzen.

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Sterbender Papst

Zur Inszenierung des sterbenden Papstes

Aus: junge Welt, 03/2005

Von Franz Schandl

Ostern ist und da blicken nicht nur Katholiken nach Rom. Auch die, die nicht zur Großsekte gehören, bekommen den vatikanischen Maskenball via Televison ins Haus geliefert. Es ist nicht bloß ein Kostümfest, das die Kirche da aufführt. Das Wort Sendung nimmt sie ganz wörtlich. Die wahre Sendung besteht heute darin, auf Sendung zu sein. Die Kirche lebt von der kulturindustriellen Potenz des Karol Wojtila. Wenn man die Mediengeilheit des Vatikan anschaut, wird man den Verdacht nicht los, dass es ihnen am liebsten wäre, der Papst stürbe vor laufender Kamera am Karfreitag. Also just in einem Moment, wo Aufmerksamkeit herrscht. Der Papst soll aushauchen, auf dass sein Aroma über die ganze Welt ströme. Das wäre ein Spektakel und die Einschaltziffern würden astronomische Werte annehmen. Gott hätte seinen ersten Diener eine prächtige Himmelfahrt beschert. Besser ginge es gar nicht mehr. Da wäre wirklich mehr als der Teufel los.

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Bush-Kriege

Aus: junge Welt, 03/2005

Von Franz Schandl

Wer hätte vor Jahren gedacht, dass Huntingtons böses Spiel so schnell Realität werden würde. Nun ist es blutiger Ernst. Wobei Krieg und Kampf ja nicht mehr die passenden Begriffe sind. Es sind Bestrafungsaktionen, die sich Befreiung nennen. Und jene müssen nicht einmal wirklich begründet werden. Vorwände sind schnell gefunden, notfalls werden sie auch erfunden. Wenn aktuell (zu Recht oder Unrecht) unterstellt wird, dass der Iran die Atombombe bauen will, dann ist nicht der Grund Vater der Maßnahme, sondern die mögliche Maßnahme sucht sich ihre Gründe. Dass freedom and democracy selbst die Atombombe besitzen und sie als erste und einzige bisher auch eingesetzt haben, hat dieses Bewusstsein erfolgreich verdrängt.

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Trottelvokablular

Über den Reformstau und sonstige Unbegriffe

Aus: junge Welt vom 28.1.2005

Von Franz Schandl

Worte haben es in sich, besonders dann wenn sie als Begriffe erscheinen. Der Terminus „Reformstau“ hat nun mehr als zehn Jahre auf dem Buckel, aber er erfreut sich nach wie vor allseitiger Beliebtheit. Zwar schaffte er es schon zum Unwort des Jahres 1997, aber das ist kein Grund, dass er uns nicht weiter begleitet, es ist vielmehr der Grund, dass er uns erhalten bleibt. Man denke nur an die Hartnäckigkeit andere Dummwörter wie „Zivilgesellschaft“, „Nachhaltigkeit“ oder gar „Humankapital“. Aber auch „Arbeitgeber“ und „Arbeitnehmer“ sagen wir bereits über hundert Jahre, obwohl wir doch mit Friedrich Engels (Vorwort zum „Kapital“ 1883) wissen sollten, dass das Unsinn ist. Wenn schon, dann umgekehrt! Aber das wurde nie zur Kenntnis genommen.

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Betroffenheitsabschlagshonorare

Nach der Flutwelle rollt die Spendenwelle

Aus: junge Welt, 20. Januar 2004

Von Franz Schandl

Eine Welle kommt selten allein. Gegenwärtige erleben wir eine sich auf die Brust schlagende Welle der Spendenbereitschaft. In rasantem Tempo wälzt sich diese durch die westlichen Medien und verbietet jedes Nachfragen. Man möchte ja niemandem das Spenden vermiesen, aber wohin fließt das viele Geld? Verlässt es eigentlich den angestammten Kreislauf? Wenn etwa die Republik Österreich (um ein Beispiel zu nennen) von den veranschlagten 8 Millionen Euro für die Flutopfer die Hälfte für die Tätigkeit des heimischen Militärs veranschlagt, was ist das? Doch nichts anderes als eine sonst kaum durchsetzbare Sonderfinanzierung des Bundesheers durch die Hintertür.

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Der Entängstigungsstratege

Matthias Horx im Krieg für die Marktwirtschaft

Aus: junge Welt, 13. Januar 2004

Von Franz Schandl

Die schlimmsten Einpeitscher des gegenwärtigen kapitalistischen Wahnsinns sind, wie könnte es anders sein, ehemalige Linke. Nirgendwo sonst kommt der kapitalistische Zwang so als aggressive Herzensangelegenheit zu sich wie bei solchen Leuten. Da drehen sie auf, da schlagen sie zu. Einer davon, Matthias Horx, war früher mal Redakteur bei der Frankfurter Spontipostille Pflasterstrand. Nun ist er geläutert und ein gern gesehener und gut bezahlter Gast bei diversen Events der Marktmissionare. Als affirmativer Torpedo ist der Trendforscher eine oft bestellte Kurzstreckenrakete der Medienindustrie. Da wird scharf geschossen.

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“The so-called Western values are only the other side of culturalism.”

portugisische Version

türkische Version

deutsche Version

spanische Version

Norbert Trenkle in a interview with Salih Selcuk for the magazine YARIN (February 2005)

1. Although culturalistic ideologies still have strong appeal (Huntington, Bin Laden, micronationalists, neo-antiSemites, etc.), the call for political-economic explanations of the present world situation becomes ever louder. Has culturalism had its day?

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OS VALORES OCIDENTAIS SÃO APENAS O OUTRO LADO DO CULTURALISMO

deutsche Version

türkische Version

englische Version

spanische Version

Entrevista de Norbert Trenkle a Salih Selcuk para a revista YARIN

Salin Selcuk – Apesar do forte apelo que as ideologias culturalistas ainda possuem (Huntington, Bin Laden, micronacionalistas, neo-antisemitas, etc.), o chamado para explicações político-econômicas da atual situação mundial ganhou mais voz. O tempo do culturalismo já passou?

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31.12.2005 Beitrag drucken

Kapitalizmin kurguladığı etnik/kültürel kimlikler ve onların yıkıcı etkilerinin aşılması üzerine

portugiesische Version

deutsche Version

englische Version

spanische Version

Norbert Trenkle ile

Söylesi: Salih Selcuk (Yarin, Subat 2005)

Kültürcü doktrinler; mesela Huntington, Bin Laden, mikromilliyetçilik (Türkiye’de örneğin; alt/üst kimlikçilik, neo-antisemitizm, antisabetayizm vd.) hâlâ rağbet görüyorlar. Buna rağmen, dünyayı ekonomi-politik açıdan değerlendirenlerin sesi her geçen gün daha gür çıkıyor. Sizce kültüralizm miyadını doldurdu mu?

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31.12.2005 Beitrag drucken

Los llamados valores occidentales son solamente el otro lado del culturalismo

portugiesische Version

türkische Version

englische Version

deutsche Version

Norbert Trenkle en entrevista con Salih Selcuk para la revista YARIN (Febrero 2005)

1. A pesar de que las ideologías culturales aún tienen una fuerte resonancia (Huntington, Bin Laden, Micronacionalistas, Neo-Antisemitas etc.), la llamada a explicaciones politico-económicas de la actual situación mundial se vuelve cada vez más fuerte. Ha perdido el culturalismo su validez?

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Bye bye critica dell’interesse…

Sulla miopia della dottrina della libera moneta

Deutsche Fassung

di Andreas Exner & Stephanie Grohmann

La folle strada della nostra “Civilizzazione”, incorniciata dalla distruzione dell’ambiente e dalle catastrofi sociali, è per molte persone motivo sufficiente per indagare a fondo sul loro proprio modo di vivere. Molti non si accontentano di affidarsi ad appelli politici, ora che diventano molto chiare le limitate possibilità della democrazia quando richiede la sicurezza di posti di lavoro, sempre meno disponibili, attraverso una rinnovata crescita economica. E troppo dolorosa è la consapevolezza che non possiamo più sfuggire alla legge della concorrenza e alla sofferenza per il freddo sociale. Che possibilità ci sono, dunque, per dar vita tutti insieme a qualcosa di interamente nuovo? Che cosa possiamo fare adesso di concretamente altro?

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Es war an der Zeit

Ein Buch über die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg beleuchtet gleich mehrere dunkle Flecken in unserem Geschichtsbild.

Lothar Galow-Bergemann

Man spricht mit Selbstverständlichkeit vom Weltkrieg, aber dass es wirklich einer war, bleibt weitgehend unbewusst. Mehr noch, die Rede legt unfreiwillig etwas von der Vorstellung offen, die man von der Welt hat. Schon die zeitliche Begrenzung auf die Jahre 39 bis 45 ist eurozentristisch, begann er doch in Afrika bereits 1935 mit Mussolinis Überfall auf Äthiopien und endete in China erst mit der Gründung der Volksrepublik 1949, während er in Vietnam mehr oder weniger nahtlos in einen 30jährigen antikolonialen Befreiungskrieg überging. Wenn Prinz Kum’a Ndumbe III, Professor an der Universität Jaunde in Kamerun im Vorwort des hier behandelten Bandes über die “Forscher aus den wohlhabenden Staaten” schreibt, sie “unterliegen bewusst oder unbewusst einem stillen Rassismus, der sie dazu verführt, Geschehnisse außerhalb ihres eigenen `Wohlstandszentrums` als wenig relevant für ihre Arbeit zu betrachten”, so trifft das nicht nur auf die Historikerzunft zu. Er beschreibt nichts als den allgemeinen Bewusstseinsstand in der “ersten Welt”. Die VerfasserInnen der jüngst bei Assoziation A erschienenen Dokumentation “Unsere Opfer zählen nicht – Die Dritte Welt im Zweiten Weltkrieg” haben den Scheinwerferkegel nicht nur auf einen großen dunklen Fleck in der Geschichtswissenschaft, sondern auch in den Köpfen fast aller politisch-historisch interessierten ZeitgenossInnen – jedenfalls in “unseren” Regionen – gerichtet.

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ICH BIN EINE AKTIE

Ein Theaterstück von Gerindo Kamid Kartadinata und Filmmacher Martin Hansen über den Einfluß der Marktwirtschaft auf das Denken und Verhalten von Menschen.

Auf der Bühne ist die Jahreshauptversammlung einer Ich AG zu sehen. 6 Klone von ICH in einer Videoprojektion unterwerfen das ICH auf der Bühne dem Terror des betriebswirtschaftlichen Denkens. ICH muss sich buchstäblich mit Haut und Haaren verkaufen und dabei natürlich stets “positiv denken” und optimistisch lächeln. Seine Klone treiben ihn permanent an und überbieten sich gegenseitig mit immer neuen Managementstrategien. Und da all dies nichts hilft, rationalisieren sie sich schließlich selber weg. Übrig bleibt die “schlanke Hierarchie” eines Arbeitskraftunternehmers, dessen Ware unverkäuflich ist.

Die Vorstellung schließt ab mit einem 10 minutigen Videointerview mit Norbert Trenkle von der Nürnberger Gruppe „Krisis“.

Vorstellungsdauer: +/- 1 Stunde

Gerindo Kamid Kartadinata absolvierte die Mimeschool Amsterdam, arbeitet regelmäßig mit der Mimetheatergruppe Bambie und kreierte zuvor die Solovorstellung “Charms“.

Konzept / Spiel: Gerindo Kamid Kartadinata Video: Martin Hansen Regie: Luc Boyer

Die Vorstellung wurde realisiert durch Stichting Gringo in Coproduktion mit De Balie Amsterdam und Grand Theatre Groningen und ist möglich gemacht durch den Amsterdams Fonds voor de Kunst und den VSBfonds. Mit Dank an: Elly Ludenhoff, Carel Alphenaar, Jan Stelma, Margret Wibmer, Marieken Verheyen, Eva Groentjes und Norbert Trenkle

Weitere Informationen finden Sie auf

www.thegringo.info

Wir treten in Theatern, Kulturläden und an anderen Spielorten auf. Auf Anfrage schicken wir eine Video-Kurzversion des Stückes zur Ansicht zu. Kontakt: Gerindo Kamid Kartadinata Bloemstraat 152 III 1016 LA Amsterdam 0031-20-4210263 oder 0031-6-18808051 e-mail: gerindo@thegringo.info

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Quelques bonnes raisons de se libérer du travail

Anselm Jappe

Extrait de la prise de parole d’Anselm Jappe au FSEPB (Forum Social Pays Basque) :

“Il semble aujourd’hui qu’une théorie et une pratique critique de la société actuelle aient surtout la tâche de défendre le travail, de trouver de nouvelles possibilités de créer des postes de travail et de défendre aussi les travailleurs. On pourrait donc se demander quel est le sens d’une expression comme: « se libérer du travail. » En plus, le bon sens commun se demande comment on pourrait bien vivre sans travail. Naturellement il faut toujours travailler, il faut que chacun travaille pour gagner sa vie, à moins d’exploiter les autres. Il semble aussi encore plus évident que la société en tant que telle doit travailler pour trouver ses moyens de vivre. Sans travail rien ne peut exister de ce dont nous avons besoin pour vivre, donc naturellement, si on conçoit la critique du travail en tant que telle, elle n’a pas de sens, et cela reviendrait un peu à critiquer la pression atmosphérique ou la force de gravitation. Le travail est peut-être quelque chose de désagréable mais qui doit toujours exister. On ne peut pas s’en libérer.

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Über “breimäulige Faselhänse der Vulgärökonomie”

Mosaiksteine zu einer Kritik der subjektiven Wertlehre (1)

von Christian Höner

Gegen die Wertkritik wird ab und an geltend gemacht, sie würde den wissenschaftlichen Standards nicht entsprechen, weil sie die theoretischen Annahmen der längst obsoleten Klassik der Nationalökonomie teilen würde. Auch wenn diese Argumentation falsch ist, bleibt sie lästig, weil beharrlich wiederholt. Um den allzufesten Boden dieser wissenschaftlichen Seriösität etwas zu lockern, hier ein paar Grabenstiche.

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Wenn uns die Arbeit ausgeht…

Eine längere Fassung dieses Beitrags befindet sich in: Losarbeiten – Arbeitslos?, hg. von Andreas Exner, Judith Sauer, Pia Lichtblau, Nora Hangel, Veronika Schweiger, Stefan Schneider, in Kooperation mit Attac, ( Unrast-Verlag, Münster 2005.

Streifzüge 36/2006

von Marianne Gronemeyer

“Eine seltsame Sucht beherrscht die Arbeiterklasse aller Länder… Es ist dies die Liebe zur Arbeit, die rasende bis zur Erschöpfung der Individuen und ihrer Nachkommenschaft gehende Arbeitssucht. Statt gegen diese geistige Verirrung anzukämpfen, haben die Priester, die Ökonomen und die Moralisten die Arbeit heilig gesprochen. Blinde und beschränkte Menschen, haben sie weiser sein wollen als ihr Gott… haben sie das, was ihr Gott verflucht hat, wieder zu Ehren zu bringen gesucht.” (Paul Lafargue)1

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Against the Liberal Instrumentalization of Auschwitz

Auschwitz becomes the pretext for diverse atrocities, the incentive for preventing what is worse. Auschwitz has become an export-hit. What an achievement! Language, community, truth and logic are threatened when offense becomes defense and ends justify means.

published in: junge Welt, 2/3/2005

Franz Schandl

We live in times of a double trivialization. One is well known; the other will be discussed here. That Auschwitz is relativized in other atrocities is annoying. That Auschwitz relativizes everything else is also unbearable. No conflict will be seen any more as a particular atrocity (in which its special characteristics are analyzed) but will be projected somehow on the Shoah and thus made small. Auschwitz itself is no longer explained from the historical development. Conversely, every current event is immediately connected with Auschwitz.

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Obscenidad y Riqueza

deutsche Version

Publicado originariamente no site da revista Streifzuege (Viena) em 2005

Franz Schandl

Comencemos en Bello Horizonte. Cada vez que un buen amigo que desde hace algunos años vive en Brasil, visita Austria, necesita acostumbrarse de nuevo al hecho de poder caminar por las calles de noche sin ser molestado. En Bello Horizonte un paseo así es prácticamente imposible. ¿Qué nos dice esto? ¿Qué nos señala la ciudad latinoamericana de millones de habitantes? ¿Un pasado? ¿Un mundo paralelo? ¿O acaso el futuro? ¿Es absolutamente imposible que aquí [en Austria] puedan darse condiciones similares a las que existen en otras regiones y ya son percibidas como una obviedad? Pienso que el estrato de civilización es delgado y debajo yacen la vida y la violencia en total desnudez.

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Lo spettro del lavoro e il diritto alla Pigrizia

Download: lo-spettro-del-lavoro-e-il-diritto-alla-pigrizia.pdf

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Dead Men Working — Infoblatt

Handzettel, Download: dead-men-working.pdf

Verlagsvorstellung: http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,136,7.html

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Zur Kritik der Rechtsform

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Karl-Heinz Wedel

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=6492

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Die wertkritischen Streifzüge stellen sich vor

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=6471

31.12.2004 Beitrag drucken

Dead Man Working: Interview

coloRadio, Dresden, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=8378

31.12.2004 Beitrag drucken

Linker Antisemitismus? Zum Streit über Antisemitismus in sozialen Bewegungen. Teil 1

Radio KAOS, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=7324

31.12.2004 Beitrag drucken

Linker Antisemitismus? Zum Streit über Antisemitismus in sozialen Bewegungen. Teil 2

Radio KAOS, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=7323

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Gewaltordnung und Vernichtungslogik Teil 2

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=6495

31.12.2004 Beitrag drucken

Das Leid eines Theoretikers

Haina All-Stars feat. MC Conne

Download: das-leid-eines-theoretikers.mp3

31.12.2004 Beitrag drucken

Zu den Morden von Madrid

spanische Version

Wenn die Irrtümer verbraucht sind
Sitzt als letzter Gesellschafter
Uns das Nichts gegenüber.
Brecht

von Lorenz Glatz

200 Menschen wurden wahllos bei Anschlägen gegen Pendlerzüge in Madrid ermordet, über 1000 verletzt – die Politiker aller zivilisierten Länder gaben ihrer Empörung Ausdruck, Millionen Menschen in Spanien und in anderen Ländern demonstrierten für Verfassung und Demokratie und gegen den Terror. Die Gesellschaft will ihre Ordnung verteidigen. Nur auf dem Boden dieser Ordnung, an die sich die Massen in demokratischer Selbstbeherrschung gebunden haben, darf gestritten werden. Nation, Staat, Eigentum, Arbeit werden als festes Fundament beschworen. Auch die Antiimperialisten machen da keine Ausnahme – der “nationale Befreiungskampf”, ja selbst der “islamische Widerstand” sind für sie nur Methoden, die heiligen Grundprinzipien zu wahrer Geltung zu bringen.

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Qu’est-ce que la valeur?

De l’essence du capitalisme – Une introduction

Christian Höner

Les premiers théoriciens de la valeur furent les grands pontes de l’économie bourgeoise, Adam Smith et David Ricardo. Ils partaient du point de vue que le travail nécessaire pour réaliser un produit constituait sa valeur. Le travail écoulé, dépensé, se retrouve d’une certaine manière dans la marchandise et lui donne ainsi la qualité de posséder de la valeur. Smith et Ricardo ne voulaient ou ne pouvaient pas répondre à la question de savoir pourquoi, somme toute, dans les sociétés de production de marchandises les produits reçoivent une qualité valeur. La réponse à cette question fut donnée par Karl Marx, critique du système de production marchand. Chez lui aussi l’explication de la valeur part de l’analyse de la marchandise. Qu’y a-t-il alors de si fondamental à découvrir dans la marchandise?

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Krisis 28 erschienen!

Wer mit monströsen Verbrechen Schlagzeilen macht, hat sich für gewöhnlich an Normen vergangen, die als selbstverständlich gelten. Die massenmörderische Tat jenes Kaufhauschefs von Asuncion, der beim Brand Anfang August seiner Sicherheitskräfte anwies, die werte Kundschaft sicherheitshalber an der Flucht vor den Flammen zu hindern, ist aus dem gegenteiligen Grund grauenerregend. Die oberste Maxime seines Handelns: “Zuerst das Geld, dann alles andere” deckt sich vollkommen mit dem kategorischen Imperativ, auf dem die globale Warengesellschaft beruht. Zahlungspflicht geht allemal vor Leben. Das Geschehen in Asuncion spiegelt im Kleinen wie die Warengesellschaft im Großen funktioniert. Die Quintessenz des kapitalistischen Horrors hat sich dort zu einem Einzelereignis zusammengezogen.

Inhalt krisis 28

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Krisis 28 – Editorial



„Bei einem Brand in einem Einkaufszentrum in Paraguays Hauptstadt Asunción kamen am Sonntagnachmittag nach Polizeiangaben mindestens 340 Menschen ums Leben, 300 wurden zum Teil schwer verletzt. Wie dutzende Augenzeugen berichteten, hatten Wachleute des Einkaufszentrums nach Ausbruch des Feuers die Türen verschlossen, um Plünderungen zu verhindern. Damit wurde der Komplex der Kette Ykuá Bolaños zur tödlichen Falle. Von draußen warfen Passanten Steine gegen die Glastüren, um die Eingeschlossenen zu befreien. Erst als Polizei und Feuerwehr angerückt waren, öffneten die Wachleute die Türen.“ (taz vom 3. 8. 2004)

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Präsident Wirtschaft

Köhler soll Bundespräsident werden

erschienen in: Jungle World vom 10.3.2004

von Ernst Lohoff

Alice Schwarzer zeigte sich von der Kandidatenwahl verständlicherweise enttäuscht. Sie hatte gehofft, dass endlich eine Frau das höchste Staatsamt übernimmt, und sei es nur aus Verlegenheit. »Und dann regeln die Jungs das doch wieder unter sich.« Business as usual also? Die meisten Kommentatoren sehen das ein bisschen anders. No business as usual, but business.

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Trägerraketen und Abschussrampen

Österreich 0. Eine besondere Stimmung will im Wahljahr gar nicht erst aufkommen

Von Franz Schandl (23.2.2004)

Es ist wie in Deutschland, nur umgekehrt. Die Sozialdemokraten gewinnen, weil Opposition, heuer alle Wahlgänge, während Volkspartei und Freiheitliche, weil Regierung, verlieren werden. Die beiden letztgenannten werden abgestraft für “ihre” restriktive Sozialpolitik, die freilich (noch) nicht mit den Einschnitten unter rot-grün in Deutschland vergleichbar ist. Aber auch das wird kommen. Ob noch unter schwarz-blau oder erst unter rot-grün werden die nächsten Nationalratswahlen 2006 entscheiden. Mehr aber auch nicht.

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Haiders Rache

Zu den Landtagswahlen in Salzburg und Kärnten

erschienen am: 9.3.2004

Von Franz Schandl

Wir leben in Zeiten politischer Erdrutsche. Hamburg und Salzburg unterscheiden sich diesbezüglich kaum, auch wenn es einmal Richtung Christkonservative und das andere Mal Richtung Sozialdemokraten geht. Der tolle Wahlerfolg der SPÖ-Spitzenkandidatin Gabi Burgstaller (plus 13 Prozent!) erscheint nur auf dem ersten Blick als untypisch. Die extremistische Mobilität der Wähler wächst sprunghaft und stetig. Erstmals in der Zweiten Republik stellt die SPÖ in Salzburg die Landeshauptfrau. Das ist insofern eine Neuerung, da für gewöhnlich amtierende Landeshauptleute nicht abgewählt werden, die österreichischen Bundesländer in bayrischer Manier zu ihren Landesfürsten halten.

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Demagogie in fortgeschrittener Halluzinose

Eine Gegenüberstellung

von Franz Schandl

Mal was anderes. Nicht dass man jeden Untergriff oder jede Diffamierung beantworten sollte, wird hier gesagt, da käme ich ja zu sonst gar nichts mehr. Manchmal allerdings bietet es sich auf die Schnelle an. Also ein Beispiel:

Was so über mich geschrieben wird:

“Nichts ist schlimmer als das Kapital”, schrieb Franz Schandl im Dezember in der jungen Welt. Nicht der al-Qaida-Terror? Nicht der Holocaust? Sein alter Weggefährte Werner Pirker lehnte einst mit dieser Begründung Antifaschismus ab. Der einzig echte Antifaschismus sei der Antikapitalismus. Alles andere sei nur die Verteidigung der bürgerlichen Gesellschaft.

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Kriminalität

Import und Export

Dez. 2004

von Franz Schandl

Kriminalität ist zu einem wahren Medienhit geworden. Während man jedoch über den Import dauernd redet, redet niemand über den Export. Dieser stellt freilich jenen weit in den Schatten. Raub-Touristen wie diese Banden genannt werden, gibt es in beiden Richtungen, und dreimal darf man raten, wer mehr wo abcasht.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Bombenlogik

Dez. 2004

von Franz Schandl

Dass in einer bis auf die Zähne bewaffneten Welt, alles und jedes, was sich Staat oder Bande schimpft, immer mehr aufrüsten will, liegt auf der Hand. Natürlich hat ein Minister einer Atommacht wie Indien recht, der zur Begründung heimischer Nuklearwaffen sinngemäß folgenden Vergleich anstellte: „Glauben Sie, Jugoslawien wäre bombardiert worden, hätte es über Atomwaffen verfügt“. Selbstverständlich nicht. Entsprechend dieser Bombenlogik wäre risikobereites Hochrüsten das Um und Auf der internationalen Sicherheit. So lautet auch Paragraph 1 dieser irren Weltordnung.

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Vom Typus Angela

Aus: Junge Welt, 8. Dezember 2004

von Franz Schandl

Dass Angela Merkel nie Kanzlerin in Deutschland wird, ist offensichtlich. Man braucht sie sich nur anschauen, und weiß es. Und das ist absolut nicht sexistisch gemeint, sondern gibt bloß wieder, wie diese Gesellschaft tickt und wie sie politische Führungsexponate, insbesondere Frauen, betrachtet. Es ist die bittere Wahrheit der bürgerlichen Konkurrenz. In einer solchen hat Merkel keine Chance. Sie bestimmt sich weder als Erfolgsfrau noch als Mutti. Das sind aber die beiden Typen, die Frauen solche Spitzenpositionen ermöglichen.

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Critique du travail et émancipation sociale

Réplique aux critiques du manifeste contre le travail

deutsche Version

Norbert Trenkle (Groupe krisis)

À propos de la traduction

Ce texte a d’abord été publié dans la revue allemande Krisis / Beiträge zur Kritik des Warengesellschaft (Krisis / Contributions à la critique de la société marchande) n° 28 (septembre 2004). La traduction ici proposée est de Gérard Briche et Wolfgang Kukulies.

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Unentwegte Beschäftigung

Aktuelle Notizen zum Arbeitswahn

Streifzüge 32/2004

von Franz Schandl

“Die Eigentümlichkeit der ,Arbeitsgesellschaften’ besteht darin, dass in ihnen die Arbeit gleichzeitig als moralische Pflicht, als gesellschaftliche Verpflichtung und als der Weg zum persönlichen Erfolg gilt. Die Arbeitsideologie hält es also für erwiesen,

  • dass es allen um so besser geht, je mehr jede(r) Einzelne arbeitet;
  • dass diejenigen, die wenig oder nicht arbeiten, der Gemeinschaft schaden und somit nicht würdig sind ihr anzugehören;
  • dass in der Gesellschaft derjenige Erfolg hat, der tüchtig arbeitet, und dass somit der Erfolglose an seinem Scheitern selbst schuld ist.” (André Gorz, Kritik der ökonomischen Vernunft, Berlin 1990, S. 307.)

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O QUE É A “KRISIS”?

A Krisis é, em primeiro lugar, uma Revista teórica que reúne contributos para a crítica da sociedade da mercadoria. Mas é, na realidade, mais do que isso, a saber, um ponto de encontro pouco organizado para a discussão entre pessoas, grupos e movimentos que não aceitam a alegada falta de alternativa ao sistema mundial capitalista.

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31.12.2004 Beitrag drucken

VERDADES SANGRENTAS

Paradoxos na crítica da modernidade em Nietzsche

‘Eu não sei o que significa uma verdade objetiva, todas as verdades são, para mim, verdades sangrentas” — Nietzsche

Fenomenologia dos Paradoxos em Nietzsche

‘Nós, homens modernos’, diz Nietzsche na 2ª dissertação de Para a Genealogia da Moral (II, § 24, [abrev. = GM] [1]), ‘somos herdeiros da milenar vivisecção da consciência e da auto-tortura desse animal que somos nós: é o nosso mais longo exercício, talvez nossa vocação artística, sem dúvida nosso refinamento, nossa perversão do gosto’. E, na sua autobiografia, descreve esse livro e esse texto em especial como o caminho fenomenológico da revelação de uma ‘verdade nova’: ‘A crueldade pela primeira vez revelada como um dos mais antigos e indeléveis substratos da cultura’ (Ecce Homo [abrev. = EH], sobre ‘Genealogia da Moral’).

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31.12.2004 Beitrag drucken

Vento que vem do sul

Lampejos de desalienação em meio ao colapso argentino

deutsche Version

Marco Fernandes

O capitalismo argentino foi à lona. Durante quase dez anos, o ex-presidente Carlos Menem fez de tudo para cumprir à risca a cartilha neoliberal do FMI: dolarização da economia, privatização em massa, derrubada de tarifas alfandegárias, enxugamento da máquina estatal e outras tantas reformas. Graças à paridade artificial com a moeda yankee, a classe média viu seu poder de compra aumentar da noite para o dia e agora ela podia consumir o mundo, estava realizada e apoiava seu presidente. E enquanto Michel Camdessus, ex-diretor do FMI, tecia elogios rasgados ao governo e apresentava o país como modelo de “Estado moderno”, a classe dominante argentina sonhava em finalmente adentrar o seleto clube dos “países do 1º mundo”.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Total flexibility

Atypical Employees become Typical

This article originally published in: junge Welt, 12/30/2004

Self-determination means market determination. Flexibility has nothing to do with individual sovereignty. Rather it means being completely delivered up to external demands. The flexibility of the person is nothing but dictation of the market.

Franz Schandl

Total flexibility is on the agenda. This proclamation in the Vienna standard is also proclaimed elsewhere. Total flexibility is expected from the employee, from working hours and work place to form of employment. In the traditional labor contract of industrial society, the employee offered his labor power to the business and the business paid him a secure earned income and took away his risk of marketing the results of his production. That is now over. The social breach with the collective contract reads as follows: Labor contracts are increasingly individualized in the form of work contracts or free contracts of employment geared strongly to the output achieved by individuals. Labor is no longer a spatially or temporally pre-defined gainful employment.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Sobre os assassinatos de Madrid

deutsche Version

Publicado originariamente no site da revista Streifzuege (Vienna) em 15.03.2004

Se os enganos se desfazem
Cabe-nos encarar o nada
Como última companhia.
Brecht

Lorenz Glatz

Duzentos seres humanos foram assassinados nos atentados contra os comboios suburbanos em Madrid, mais de mil ficaram feridos – os políticos de todos os países civilizados expressaram a sua indignação, milhões de pessoas em Espanha e noutros países manifestaram-se pela constituição, pela democracia e contra o terror. A sociedade quer defender a sua ordem, em torno da qual as massas se coligaram em auto-controle democrático. Nação, estado, propriedade, trabalho, são jurados como princípios eternos. Nem os anti-imperialistas constituem excepção – a “luta de libertação nacional”, a própria “resistência islâmica” são para eles apenas métodos de tornar verdadeiramente válidos os sagrados princípios fundamentais.

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31.12.2004 Beitrag drucken

No Work, instead of Precarious Work

After the fall of the New Economy, flexibility, individualization and outsourcing are obviously threats, not promises and mean nothing but poverty and precarious working conditions

deutsche Version

Jungle World 28/2004

Karl-Heinz Lewed

The ideologists of the modern service society do not paint the future this way: work pressure without security, exploitation in niche enterprises, contract work with obscure mediation agencies, low wages for service workers and personal agencies as a forced instrument of work administration. After the fall of the New Economy, flexibility, individualization and outsourcing are obviously threats, not promises and mean nothing for the majority but poverty and precarious working conditions. Employees in the poverty-service area are not the only ones affected by the massive lowering of social standards. As everybody knows, this tendency extends to the whole society in western metropolises. No one speaks any more of the periphery. In some employment segments, deregulation, low wages and precarization dominate as in the cleaning and catering trades, domestic servants or caring for seniors. Employing migrants in these areas under the most miserable conditions without any legal or contract security is not an accident.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Dead Men Working bestellen

Für Mitglieder des Förderverein Krisis: Einladung zur Subskription von

Ernst Lohoff, Norbert Trenkle, Karl-Heinz Lewed, Maria Wölflingseder (Hg.):

Dead Men Working. Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs

Die derzeit laufende Generalmobilmachung gegen den Sozialstaat, die zunehmenden Repressionen gegen Arbeitslose und Ausgegrenzte und die Forcierung eines breiten Sektors der Elendsarbeit sind noch nicht das letzte Wort einer Krisenverwaltung der Arbeits- und Warengesellschaft, die auch in den Zentren des Weltmarkts immer brutalere Züge annimmt. Längst ist klar, dass eine Rückkehr zur “Vollbeschäftigung” nie wieder gelingen wird, denn die rasante Entwicklung der Produktivität macht immer mehr Arbeit überflüssig. Diese Gesellschaft klammert sich aber an die entgegengesetzte Perspektive. Die immer rastlosere und bedingungslosere Verausgabung von Arbeit soll das Überflüssigwerden der Arbeit verhindern. Damit verwandelt sie potentiellen materiellen Überfluss und Reichtum an frei verfügbarer Zeit in Hetze, Verelendung und Ausgrenzung. Hohe Zeit, dieser globalen Verrücktheit, die sich für den Inbegriff von Vernunft hält, entgegenzutreten.

Mit Beiträgen von: Achim Bellgart, Lothar Galow-Bergemann, Martin Dornis, Andreas Exner, Marco Fernandes, Christian Höner, Karl-Heinz Lewed, Ernst Lohoff, Frank Rentschler, Erich Ribolits, Franz Schandl, Holger Schatz, Norbert Trenkle, Gaston Valdivia und Maria Wölflingseder.

Mitglieder die jetzt bestellen, erhalten das Buch zum Preis von 10 Euro inkl. Versand (ca. 260 Seiten, Ladenpreis ca.16 Euro) gleich nach seinem Erscheinen Ende April 2004. Um uns die Arbeit zu erleichtern, ist die Bestellung nur gegen Vorauszahlung (Scheck oder Geldschein) möglich

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An den Förderverein Krisis, Postfach 21 11, 91011 Erlangen

Ich bestelle ….. Ex.  Dead Men Working zum Subskriptionspreis von 10 Euro (inkl. Versand)

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13.12.2004 Beitrag drucken

O QUE É O VALOR?

Da essência do capitalismo – uma introdução

Christian Höner

Os primeiros teóricos do valor foram os grandes expoentes da economia burguesa, Adam Smith e David Ricardo. Eles partiam do ponto de vista de que o trabalho necessário para realizar um produto constituía seu valor. O trabalho despendido reencontra-se de certa maneira na mercadoria e dá-lhe assim a qualidade de possuidora do valor. Smith e Ricardo não queriam ou não podiam responder à pergunta sobre por que, em resumo, nas sociedades produtoras de mercadorias os produtos recebem um determinado valor. A resposta a essa pergunta foi dada por Karl Marx, um crítico do sistema de produção mercantil. Nele a explicação do valor também parte da análise da mercadoria. O que há então de tão fundamental a ser descoberto na mercadoria? Weiterlesen »

31.12.2003 Beitrag drucken

Les aventures de la marchandise. Pour une nouvelle critique de la valeur

Présentation de l’éditeur

http://www.bief.org/index.cfm?fuseaction=C.Titre&Tid=10887&E=45

31.12.2003 Beitrag drucken

Suomen: Työn vastainen manifesti

http://megafoni.kulma.net/index.php?art=126

31.12.2003 Beitrag drucken

Krisis 26 — Editorial

Download: editorial-krisis-26.pdf

31.12.2003 Beitrag drucken

Rechtsform und “nacktes Leben” — Interview

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Karl-Heinz Wedel

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=5447

31.12.2003 Beitrag drucken

Staat und Schlepper

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=5448

31.12.2003 Beitrag drucken

Facetten der Sozialkritik

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=5361

31.12.2003 Beitrag drucken

Transnational statt internationalistisch (Radiobeitrag)

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=4988

31.12.2003 Beitrag drucken

Gewaltordnung und Vernichtungslogik Teil 1

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=5445

31.12.2003 Beitrag drucken

De la critique du travail à l’abolition de la société marchande

Exposé de Norbert Trenkle, juin 2003

1. Les limites du néolibéralisme et du néokeynesianisme et la fin de la politique

Nous assistons ces temps-ci dans toute l’Europe à une monstrueuse aggravation de la dérégulation libérale des marchés du travail, et au démantèlement total des systèmes de protection sociale. En France et en Autriche par exemple, on programme d’énormes restrictions des retraites. En Allemagne, on supprime les aides aux chômeurs, le secteur des emplois peu rémunérés s’étend toujours plus et les assurances de santé sont toujours plus privatisées. Ce qui, à cet égard, se passe en Italie, je n’ai pas besoin de le dire. Certes, la perspective est différente, parce que l’Etat social a toujours existé, au moins dans les grandes lignes, mais la tendance est la même.

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31.12.2003 Beitrag drucken

Le spéculateur déchaîné. Taxe Tobin et nationalisme keynésien: une mixture indigeste

Pour l’abolition du salariat

Le 18 août 2003, Jacques Nikonoff, président d’Attac France (Association pour la taxation des transactions financières pour l’aide aux citoyens), déclarait : “Combien étions-nous au Larzac : 250 000, 300 000, plus encore ? [...] Le Larzac est le rassemblement le plus important réalisé en France à ce jour par les altermondialistes. Une force est née” (Libération). À l’heure où l’altermondialisme connaît un relatif succès, il n’est pas inutile de revenir sur la proposition phare d’Attac, la taxe Tobin, qui vise à imposer les transactions monétaires (opérations de change d’une monnaie à une autre). Cette mesure est-elle vraiment la “proposition alternative, concrète, opérationnelle, efficace” dont parle Nikonoff ? Cette gauche lutte-t-elle contre le “système capitaliste mondialisé” comme elle le prétend ? C’est à ces questions de fond que le texte ci-dessous tente de répondre. Ce texte est traduit de l’allemand ; il a pour auteur Ernst Lohoff, corédacteur de la revue de critique sociale allemande Krisis.

Luc Mercier


deutsch: Entfesselter Spekulant

italiano: Lo speculatore scatenato

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31.12.2003 Beitrag drucken

Appunti su il “Manifesto contro il lavoro”

(INFOXOA Nr. 016, Roma 2003, www.infoxoa.org)

Per Luca Santini

Questo libello recentemente uscito presso l’editore Deriveapprodi consente al pubblico italiano di conoscere in modo chiaro ed esauriente le idee elaborate in circa vent’anni di attività dal collettivo di intellettuali tedeschi denominato Krisis.

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31.12.2003 Beitrag drucken

Ormai solo il (non) lavoro ci può salvare

Una riflessione sulla produzione del gruppo Krisis

da Massimo Maggini (30/5/03)

“…Il tramonto si compie insieme mediante il crollo del mondo improntato dalla metafisica e attraverso la devastazione della terra a cui la metafisica ha dato origine. Crollo e devastazione trovano il loro coronamento adeguato nel fatto che l’uomo della metafisica, l’animal rationale, è posto e fissato come l’animale che lavora (sott.mia) … All’umanità della metafisica, l’ancora nascosta verità dell’essere è negata. L’animale da lavoro è abbandonato alla vertigine delle sue produzioni, affinché da se stesso si distrugga e si annienti nella nullità del niente”

(M.Heidegger, Saggi e discorsi, Mursia 1976, pp.46-47)

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31.12.2003 Beitrag drucken

Robert Kurz ve Norbert Trenkle’ye ahıret soruları

Robert Kurz ve Norbert Trenkle ile ABD’nin ve Reel Kapitalizm’in olmayan geleceği ve Batılı sol klişeler üzerine ufuk turu

Sorular ve Yanıtları: Irak’ın işgaliyle birlikte ABD’nin uluslararası meşruiyete boşveren fütursuz tavrı, dünyanın birçok yerinde olduğu gibi Türkiye’de gerçek bir tehdit olarak algılanıyor. Bu arada Irak’taki direniş, Amerikalıların başını dayanma sınırlarını zorlayacak şekilde ağrıtmaya başladı. Gerçi Amerikan ordusu koca bir dev ve dünyadaki tek tek bütün devletlerin ya da aralarında ittifak kurabilecek birkaç devletin milli ordusuna karşı, -Clausewitz’in çizdiği çerçeve dahilinde- savaşabilecek güçte; ama Iraklıların kanıtladığı gibi, bu dünyada savaşlar yalnız ulusal ordularla ve eski çerçeveler içinde yapılmıyor. Savaşacak güçte ve yetkinlikte olanlar artık yalnız milli ordular değil. Ne dersiniz, Amerikan ordusu gerçekten de yenilmez bir güç mü?

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31.12.2003 Beitrag drucken

Krisis 27 erschienen

Der Epochenbruch von 1989 versprach, davon waren die westlichen Sieger fest überzeugt, den Beginn eines friedlichen Zeitalters. In einer im Zeichen von Demokratie, Menschenrechten und globalisierten Märkten geeinten Welt würden Krieg und Gewalt zu Auslaufmodellen. Diese Hoffnung griff zwei uralte Basisannahmen des Aufklärungsdenkens auf, um sie in sich zu vereinen. Zum einen wiederholte sie die seit dem 18. Jahrhundert umgehende Fama, im Herrschaftsbereich der Grundprinzipien der Moderne, Vernunft, Freiheit und Recht, sei für Blutvergießen eigentlich kein Platz. Kriege wären stets von staatlichen Akteuren losgetreten worden, die nicht auf dem Boden dieser Prinzipien von Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit stünden. Mit dem Endsieg des Westens seien solche Kräfte verschwunden, ergo verwandle sich damit die Erde in einen Hort des Friedens. Zum anderen wurde der laufende Globalisierungsprozess als Verfriedlichungsgarant verstanden, weil mit dem Triumph des totalen Marktes die potentielle Kriegsmacht Staat gegenüber der vermeintlichen Friedensmacht Markt zusehends ins Hintertreffen gerät.

Die Entwicklung der letzten Dekade hat die Erwartungen, die Welt würde mit dem Endsieg des Westens friedlicher, gründlich dementiert. Dieses Dementi ist freilich nicht so zu verstehen, dass Optimisten aus richtigen Voraussetzungen voreilige Schlüsse gezogen hätten. Unhaltbar sind vielmehr die aus dem Fundus des Aufklärungsdenkens stammenden Basisannahmen. Sie stellen die realen Zusammenhänge auf den Kopf. Zum einen reimen sich Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit keineswegs auf Friede und Versöhnung. Näher berochen, entströmt diesen Prinzipien vielmehr seit jeher ein unangenehm süßlicher Geruch, ein Fluidum von Tod und Mord, das heute verstärkt freigesetzt wird.

(Ernst Lohoff, Gewaltordnung und Vernichtungslogik)

KRISIS 27 Inhalt

31.12.2003 Beitrag drucken

Krisis 27 — Editorial

Gute Zeiten für Scharlatane: Jeder selbst ernannte Experte, der eine Erklärung des Inhalts abgibt, der Aufschwung sei aber nun wirklich in Sicht, kann damit rechnen, sich auf den Titelseiten deutscher Zeitungen wiederzufinden. Im Sommerloch des Jahres 2003 jedenfalls tummelten sie sich dort zuhauf. Worin eigentlich die frohe Botschaft des nahenden Aufschwungs bestehen soll, blieb dabei mehr oder weniger nebulös: Die Arbeitslosenzahlen, darin sind sich die Experten einig, werden sich nicht verringern, die EU-Stabilitätskriterien wohl weiterhin verfehlt, die staatlichen Kassen sich nicht wieder füllen, und schon gar nicht werden die brüchig gewordenen sozialen Sicherungssysteme plötzlich wieder finanzierbar. Im Gegenteil, ihre als “radikale Einschnitte zum Zwecke ihrer Erhaltung” verkaufte sukzessive Abschaffung gilt überhaupt erst als die unabdingbare Voraussetzung dafür, dass es zu dem erhofften Aufschwung kommt.

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31.12.2003 Beitrag drucken

Krisis 26 — Inhalt

Inhalt – krisis 26

5 Editorial
13 Robert Kurz

Negative Ontologie

Die Dunkelmänner der Aufklärung und die Geschichtsmetaphysik der Moderne

43 Karl Heinz Lewed

Die Höllenfahrt des Selbst

84 Roger Behrens

Emanzipatorische Praxis und kritische Theorie des Glücks

105 Birgit Niemann

Die Renaissance des biologischen Menschen

129 Anselm Jappe

Waren die Situationisten die letzte Avantgarde

142 Anselm Jappe

Eine Frage des Standpunkts

Anmerkungen zur Aufklärungskritik

152 Franz Schandl

Finale des Rechts

Hypothesen über das Absterben eines abendländischen Formprinzips

157 Robert Kurz

Gesellschaftliche Naturkatastrophen

Die synchronen Überschwemmungen und Dürren in der ganzen Welt kündigen eine neue Qualität der ökologischen Krise an

Das Gesamtinhaltsverzeichnis der Krisis-Ausgaben ist im Internet abrufbar unter: www.krisis.org


31.12.2003 Beitrag drucken

Kommentare und Gedanken zur Krise der Arbeit

Les Éditions Rouge et Noir

erschienen in: Krisis 27 (2003)

Nachwort zur franko-kanadischen Ausgabe des Manifest gegen die Arbeit [1]

Die Arbeit befindet sich in einer Krise! Endlich, möchte man hinzufügen. Eine Lektüre des Manifestes der Gruppe Krisis zeigt, dass alle moralischen, ökonomischen oder politischen Argumente, die die herrschenden Mächte vorbringen, um die “Tätigkeit der Unmündigen” (S. 20) [2] zu rechtfertigen, nicht standhalten. Krisis zufolge erleben wir das Ende der Arbeit. Die Folge ist ein gesellschaftlicher Sinnverlust, da alle unsere Tätigkeiten auf die Verwertung von Kapital via Lohnarbeit abzielen. Dieser Sinnverlust betrifft nicht nur den kapitalistischen und staatlichen Machtapparat, sondern auch die Linken, die die “Befreiung” der Arbeit auf ihre Fahnen geschrieben haben. Das Krisis-Manifest zeigt sehr gut, dass es auf einem derartig repressiven Gebiet wie der Arbeit nichts zu befreien gibt. Jenseits der Trümmer der Arbeitsgesellschaft gilt es neue Praktiken zu erfinden, dem Sozialen einen neuen Sinn zu verleihen.

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31.12.2003 Beitrag drucken

Wenn der Berg kreißt und eine Maus gebiert

erschienen in: Krisis 27 (2003)

Charles Reeve [1]

Die Schriften der Gruppe Krisis, die sich um den Soziologen Robert Kurz herum gebildet hat und in Deutschland eine gleichnamige Zeitschrift herausgibt, waren bislang nur wenig in Frankreich bekannt. Diese Lücke wurde nun gefüllt mit der Veröffentlichung des Manifests gegen die Arbeit [2] .

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31.12.2003 Beitrag drucken

Anmerkungen zum “Manifest gegen die Arbeit”

erschienen in: Krisis 27 (2003) [1]

von Luca Santini

Diese kürzlich im Verlag DeriveApprodi erschienene Broschüre bringt dem italienischen Publikum in verständlicher und erschöpfender Weise die Gedanken zur Kenntnis, die Krisis, ein Kollektiv deutscher Intellektueller, in etwa zwanzigjähriger Tätigkeit erarbeitet hat.

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31.12.2003 Beitrag drucken

Neues Spiel, neue Regeln!


Antwort auf den offenen Brief von Holger Schatz an die Krisis-Redaktion anlässlich des Textes “Das Spiel ist aus” und zugleich Versuch einer Präzisierung der Kritik an der falschen linken Toleranz gegenüber dem “antideutschen” Bellizismus.

von Norbert Trenkle

1.

Was Holger Schatz – wie alle bisherigen Kritiker – der Polemik “Das Spiel ist aus” in erster Linie vorwirft, ist, neben Ton und Duktus, die scharfe Kritik am Münchner Spiel-ohne-Grenzen-Kongress (SPOG). Auf Ton und Duktus komme ich gleich noch zu sprechen. Was aber den Kongress betrifft, sind einige präzisierende und hoffentlich auch klärende Bemerkungen offenbar dringend notwendig.

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Total sozial

Rot-grüne Reformen

Erschienen in: Jungle World 35/2003

Ernst Lohoff

Kein Tag vergeht, an dem die Politiker, die Unternehmerverbände oder irgendwelche Wirtschaftsexperten nicht mit neuen Vorschlägen zur »Reform des Sozialstaats« aufwarten. So kakophonisch das Stimmengewirr auch anmutet: Wohin die Reise geht, ist völlig klar. Keine der ergriffenen Maßnahmen wird auch nur annähernd halten, was ihre Urheber versprechen. Mit einer dauerhaften Auffüllung der Sozialversicherungskassen ist genauso wenig zu rechnen wie mit einer nennenswerten Senkung der Arbeitslosenziffern. Und doch verändert die sich überschlagende »Reformpolitik« mit einer nie dagewesenen Geschwindigkeit die Republik.

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KPÖ enteignet

KPÖ enteignet

Von Franz Schandl

Begonnen hat es im Januar 1992. Da wurde die KPÖ-eigene Handelsfirma Novum von der Treuhand mittels Bescheid unter bundesdeutsche Obhut gestellt. Schließlich gehöre die 1951 gegründete Gesellschaft, die jahrzehntelang für die Vermittlung von Ostgeschäften Provisionen kassierte und zuletzt von der Wiener Kommerzialrätin Rudolfine Steindling geleitet wurde, zum Wirtschaftapparat der SED. So musste nun der neudeutsche Staat gar nicht erst beweisen, dass das Geld nicht der KPÖ gehört, sondern umgekehrt, die KPÖ, dass die Gelder nicht der Bundesrepublik gehören. An die 250 Millionen Euro wollte die BRD sich aneignen. Das dürfte nun gelungen sein.

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Heimtückenschwarz bis knittelblau

Nachdem alle Varianten durchgespielt sind, bekommen wir also wiederum die ordinärste der nur möglichen. Heimtückenschwarz koaliert mit knittelblau.

Von Franz Schandl

Gewählt wurde vornehmlich deswegen, weil Wolfgang Schüssel das Resultat von 1999 ausbessern wollte. Diese Rechnung ist aufgegangen, der magere 1:1-Gleichstand mit der FPÖ konnte in ein fettes 4:1-Verhältnis umgewandelt werden. Seither sind die Schwarzen völlig aus dem Häuschen.

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Schlafender Stier oder lahmer Gaul?

Österreichs Gewerkschaften kündigen den sozialen Frieden

aus: Freitag 21, 16.Mai 2003

Von Franz Schandl, Wien

Die Zeiten werden rauer und ruppiger, auch hierzulande im konsenssüchtigen Österreich. Mit der traditionellen Sozialpartnerschaft dürfte es langsam zu Ende gehen. Die seit den Oktoberstreiks 1950 andauernde Zurückhaltung der Gewerkschaften ist mit dem politischen Streik vom 6. Mai jedenfalls Geschichte. Weitere Protestmaßnahmen sind nicht nur angekündigt, sondern durchaus realistisch. Man setzt auf Konfrontation. “Genug ist genug”, sagte ÖGB-Chef Fritz Verzetnitsch bei der Präsentation des Streikbeschlusses. So wie es gewesen ist, wird es nie mehr sein. Selbst wenn die Sozialpartner ihre Sozialpartnerschaft retten wollen, wird jede Seite in Zukunft nur noch für ihre zerfallende Klientel retten wollen, was zu retten ist. Und das wird nicht viel sein. Auch für das Kapital nicht.

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WAREN DIE SITUATIONISTEN DIE LETZTE AVANTGARDE?

Anselm Jappe

Es ist heute Mode, sich auf die Situationisten als die „letzte Avantgarde“ zu beziehen. Das ist einerseits absurd, oder reine Selbstbeweihräucherung, wenn diese Kennzeichnung dazu dient, die Situationisten mit anderen sogenannten Avantgarden der sechziger Jahre, wie Fluxus oder dem Happening, zu verbinden, die von den Situationisten in Wirklichkeit entweder ignoriert oder verachtet wurden. Andere glauben, sie könnten diese Fackel des Avantgardismus gegenwärtigen Kunstströmungen einfach weiterreichen, oder einzelne, aus ihrem Zusammenhang losgelöste Elemente der situationistischen Produktion der ersten Jahre, wie das Détournement (die Zweckentfremdung), die Dérive (das Umherschweifen) oder die Psychogeographie als immer noch interessante Neuigkeiten verkaufen. Andererseits enthält die Charakterisierung der Situationisten als „letzte Avantgarde“ eine unfreiwillige Portion Wahrheit. Die Geschichte der Situationisten, oder jedenfalls die persönliche Guy Debords, hat die historische Verlaufsform der Avantgarden zu ihrem logischen Abschluß geführt. Sie setzt einen Schlußpunkt und beweist gleichzeitig die Unmöglichkeit einer Avantgarde heute. Sie zeigt, daß die Avantgarde keine überhistorische und ewige Kategorie ist, genausowenig wie die Kunst selbst es ist, sondern einem gewissen Moment der Entwicklung der kapitalistischen Gesellschaft angehört.

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Lob der Politikverdrossenheit

Streifzüge 3/2003

von Franz Schandl

Das aktuelle politische Geschehen gleicht zusehends einer Hochschaubahn. Zumindest wenn wir uns ihre oberflächlichen Gestaltungen, das Parteiengezänk, die Wahlen und die mediale Verarbeitung so anschauen. In Wahrheit aber liegt die Politik völlig flach.

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PREFACE DE L’EDITION PORTUGUAISE DU “MANIFESTE CONTRE LE TRAVAIL”

Janvier 2003

NORBERT TRENKLE

Quand en juin 1999 le Manifeste contre le Travail a été publié en Allemagne, la nommée «new economy» était justement au sommet de son ivresse, financée par la Bourse. La fabuleuse valorisation des actions avait obnubilé les cerveaux et stimulé une irréelle atmosphère hystérique de succès, en faisant croire que n’importe qui pouvait devenir riche du jour au lendemain, s’il s’y obstinait avec une compétence suffisante. Les universitaires chargés de faire la publicité du marché sont arrivés à la limite de faire circuler le bruit que le capitalisme s’était libéré de ses propres lois et que dorénavant il pouvait fonctionner sans crises.

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Prefácio à edição portuguesa do “Manifesto contra o Trabalho”

Janeiro de 2003

Norbert Trenkle

Quando, em Junho de 1999, foi publicado na Alemanha o Manifesto contra o Trabalho, a chamada «new economy» estava precisamente no auge da sua embriaguez, financiada pela bolsa. A colossal valorização das acções tinha obnubilado os cérebros e incentivado uma irrealista e histérica atmosfera de sucesso, fazendo crer que qualquer um podia ficar rico da noite para o dia, desde que se empenhasse nisso com suficiente esperteza. Os universitários encarregados de propagandear o mercado iam ao ponto de pôr a correr o boato de que o capitalismo se tinha libertado das suas próprias leis e podia doravante funcionar sem crises.

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A propósito da guerra contra o Iraque

Breve comentário para rádios independentes

Ernst Lohoff

Toda a gente o sabe: vem aí guerra. Não é que as populações da Europa e dos EUA estejam tomadas pelo frenesim da guerra; não é que a administração Bush tivesse convencido a ONU, e muito menos a opinião pública mundial, da necessidade premente de remover o regime de Saddam com recurso à violência; a guerra é inevitável porque o governo dos EUA declarou a sua inevitabilidade.

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As Bombas das Mil e uma Noites

Ernst Lohoff

Gostemos ou não, tempos de guerra são invariavelmente tempos binários e acabam por ir dar numa espécie de um teste de despistagem colectivo. Se o exército dos EUA ou a NATO perpetram massacres na função de braço armado do imperialismo global, o leque das opiniões e posições possíveis reduz-se inevitavelmente a uma simples alternativa: a favor ou contra.

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Assombros democráticos

Sobre o congresso do comunismo em Frankfurt

Ernst Lohoff/Norbert Trenkle

São dois os motivos pelos quais textos com pretensões de crítica social podem merecer atenção: Ou pela sua qualidade analítica, ou como sintoma do estado da crítica social. O dossier tripartido publicado nas vésperas do congresso de Frankfurt sobre o comunismo, na Jungle World 43, pertence à segunda categoria. Se a tese ali defendida de que o comunismo é idêntico à democracia radical tem pertinência ou não, não é assunto com o qual valesse a pena gastar os neurónios. A razão pela qual existe gente de esquerda que, no ano de 2003, tem semelhante identidade como “óbvia”, pelo contrário, não deixa de clamar por uma explicação.

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Contra a barbárie

Entrevista com Norbert Trenkle

Criticando o trabalho, o grupo de Norbert Trenkle declara guerra à ordem dominante

Norbert Trenkle é co-autor desta antologia de textos da revista “Krisis”, que tem o titulo irreverente de Manifesto contra o Trabalho. Esteve em Lisboa a apresentar o livro, objecto incómodo, que suscitou vivo debate.

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Krisis 26 Editorial (Português)

Janeiro 2003

Quando, há mais de dois anos, iniciámos no seio da redacção da Krisis uma reapreciação circunstanciada do Iluminismo, estávamos firmemente convencidos de que, com semelhante atitude, estaríamos a colocar-nos a uma distância bastante apreciável do discurso social da actualidade. A crítica do Iluminismo afigurava-se um empreendimento pouco menos que esotérico, situado a milhas dos desenvolvimentos empíricos no seio do capitalismo de crise globalizado e dos discursos sociais em curso. Após os atentados do 11 de Setembro do ano passado, a situação modificou-se de forma radical. De um momento para outro, os assim chamados valores ocidentais da liberdade, da igualdade e dos direitos humanos voltaram a estar no centro de todos os discursos de circunstância. Esquecida está a crítica (embora desde sempre inconsequente) do universalismo abstracto do Ocidente, tal como ela tinha passado a estar na moda com o discurso pós-moderno. Quando a situação se torna séria, os sujeitos da mercadoria voltam, afinal, a recordar-se dos seus fundamentos ideológicos, tornando-se fundamentalistas.

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Krisis 27 — Editorial (Português)

Estes são bons tempos para os charlatães: qualquer auto-denominado especialista que afirme, sem esclarecer o conteúdo da sua afirmação, que a expansão já está à vista pode contar que o seu nome figurará nas primeiras páginas da imprensa alemã. No princípio do Verão de 2003 declarações deste tipo foram nelas agitadas aos montes. As razões da alegre notícia do próximo fim da crise é que ficam mais ou menos envoltas em nevoeiro: os números do desemprego – nisso estão de acordo todos os especialistas – não vão diminuir, os critérios do Pacto de Establilidade da União Europeia continuarão a não ser cumpridos, as caixas dos Estados não voltarão a encher-se, nem os frágeis sistemas de segurança social se tornarão, de repente, de novo financiáveis. Pelo contrário, o seu desmantelamento sucessivo, apresentado como “corte radical para permitir a sua manutenção”, é afirmado como condição incontornável para que a esperada expansão económica venha a verificar-se.

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Uma questão de ponto de vista

Anotações a propósito da crítica do Iluminismo

Anselm Jappe

Seria de uma banalidade considerável acusar-se a crítica do Iluminismo de, ela própria, estar ainda apegada ao pensamento iluminista. As diversas variantes desta acusação foram rechaçadas, de um modo assaz convincente, pelo próprio Robert Kurz. Mas existe um ponto em que a crítica do Iluminismo realmente parece permanecer profundamente iluminista, e até mais iluminista que o próprio Iluminismo: estamos a falar do desejo de fazer tábua rasa, do iconoclasmo, da ruptura com todas as tradições. Se apenas podemos “virar as costas, com raiva e nojo, a todo o lixo intelectual do Ocidente” (Robert Kurz, Razão Sangrenta, in: Krisis 25 [2002]), p. 66 [nº 1, 2º §, N.T.]; no que se segue, será citado como RS), o que nos resta é realmente começarmos do zero sem nos podermos basear sobre qualquer coisa que viesse de trás. Assim, também o esquema hegeliano de tese, antítese e síntese vai agora para à lixeira da História, juntamente com todo o resto do pensamento iluminista. É a ruptura pura e dura, a partir de amanhã nada será como dantes. No entanto é precisamente essa suposição que distingue o Iluminismo do século XVIII e os seus prolongamentos que se estendem até ao presente de todas as figuras do pensamento anteriores (se omitirmos algumas, em todo o caso diferentes, ideias religiosas da palingénese e da renovação cíclica do mundo).

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O Renascimento do Homem Biológico

Sobre a apropriação capitalista do genoma humano

O facto, porém, de Deus não ter registado nenhuma patente, naqueles dias, ainda lhe sairá caro, uma vez que a sua imagem se encontra em perigo. — Erwin Chargaff

Birgit Niemann

“Em lado algum, na Biologia, encontrei algo que se assemelhasse à dignidade do Homem.” Foi desta forma taxativa que o biomatemático Jens Reich iniciou a sua palestra no simpósio “Medicina reprodutiva na Alemanha” (1), com o qual a ministra verde da altura, Andrea Fischer, em Maio de 2000, trouxe para a praça pública a discussão sobre a protecção de embriões humanos que já há algum tempo decorria entre diversos agrupamentos de interesses. Para que a frase citada adquira validade geral, ela tem de ser precisada. Deste modo passa a rezar: Os processos de vida organizados pelo “genoma” são isentos de categorias morais e éticas como “a dignidade do Homem”. Acrescentemos aqui o que nem Jens Reich, nem outra pessoa qualquer mencionou no fórum referido: Os processos de vida organizados pelo “capital” são igualmente isentos de categorias morais e éticas como “a dignidade do Homem”. Acontece que o capital dos nossos dias organiza quase a totalidade da reprodução individual e social. Entre as poucas coisas que ainda não arrebatou à autodeterminação humana conta-se a reprodução biológica do Homem.

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Prática Emancipatória e Teoria Crítica da Felicidade

Felicidade e infelicidade em A-dos-Patos

deutsche Version

Roger Behrens

“A felicidade é infinitamente variada em termos qualitativos, a infelicidade é apenas quantitativa.” — Horkheimer, Notizen und Dämmerung [Notas e Ocaso], Francoforte do Meno 1974, p. 46

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A descida do eu aos infernos

Da forma de morte da vontade destituída de sentido em Kant

O cerne da vossa liberdade de ora em diante será estardes habilitados a escolherdes as vossas próprias faltas de liberdade. — L. Henning, director do liceu do meu filho no seu discurso aos finalistas

Karl-Heinz Wedel

Sempre de novo a Modernidade – sempre de novo o Iluminismo, sempre de novo a Liberdade e a Igualdade. Muito tempo se trabalhou no edifício da sociedade burguesa, e eis que era inabitável. A razão e a livre vontade não são apenas duas das pedras que compõem esse edifício, constituindo antes as suas próprias fundações. Kant descreveu as singulares qualidades destas categorias centrais burguesas, e por isso o intento deste texto consiste em verter um pouco mais de luz sobre a questão da constituição formal burguesa da vontade e da liberdade com recurso à versão kantiana desses conceitos. Evidentemente o filósofo de Königsberg [hoje Kaliningrado – N.d.Tr.] não tinha a mínima objecção à qualidade paradoxal do sujeito burguês quando, como ninguém antes dele, descreveu de forma “crítica” as dimensões da “livre” vontade. O conceito da crítica em Kant, parecendo à primeira vista delimitar a validade da razão moderna, acaba, no entanto, por ser uma mera expressão dos princípios formais inconscientemente constituídos da produção de mercadorias e das respectivas categorias. Ainda assim, os trabalhos de Kant continuam a ser essenciais a uma análise crítica no sentido de uma emancipação precisamente dos mesmos princípios formais, na medida em que ele, ao mesmo tempo, admite a impossibilidade e o carácter paradoxal desse mesmo indivíduo “livre”, pondo assim a descoberto as condições da sociedade das mercadorias que em última análise acabam por ser fantasticamente loucas. Só “a descida ao inferno do conhecimento de si próprio abre o caminho para a divinização” (MdS, A 104). A constituição racional do indivíduo burguês remete-o a todo o momento para o seu oposto irracional. Este lado da filosofia de Kant foi sempre escamoteado de forma positivista pela história das ideologias burguesa, exercitando-se em um crescendo de banalizações (1). Perante o desenvolvimento de crise das formas de relacionamento burguesas e das destruições a ele associadas parece mais que chegado o momento de nos prestarmos contas críticas sobre os fundamentos dessas formas.

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Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft: Verlagsvorstellung

Eine neue Interpretation der kritischen Theorie von Marx

Moishe Postone

600 Seiten, 34 €, ISBN: 3-924627-58-4, ça ira-Verlag, Freiburg

Aus dem Amerikanischen von Manfred Dahlmann, Christoph Seidler u.a.

In diesem Buch interpretiert Postone die von Marx in seinem Spätwerk entwickelte kritische Theorie grundlegend neu, um die Natur der kapitalistischen Gesellschaft in neuartiger Weise theoretisch erfassen zu können. Seine Interpretation der von Marx analysierten gesellschaftlichen Verhältnisse und Herrschaftsformen der kapitalistischen Gesellschaft macht es erforderlich, die zentralen Kategorien der Kritik der politischen Ökonomie zu überdenken. Dazu werden Begriffe entwickelt, die zwei Kriterien genügen: Zum einen sollen sie das Wesen und die geschichtliche Entwicklung der modernen Gesellschaft erfassen, zum anderen soll in ihnen die in den Sozialwissenschaften gängige Dichotomie von Struktur und Handlung bzw. objektiven Lebensumständen und subjektivem Sinn überwunden werden. Im Bezug der Marxschen Theorie auf die aktuellen theoretischen Debatten wird nicht nur zu zeigen sein, inwieweit die Reformulierung dieser Theorie für die Gegenwart relevant ist, sondern daß in ihr auch eine grundsätzliche Kritik an traditionellen marxistischen Theorien und am ehemals “real existierenden Sozialismus” formuliert werden kann.

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« La politique n’est pas la solution »

par Anselm Jappe

Même si beaucoup refusent encore de comprendre la logique inexorable qui a conduit à un état du monde si sombre, la conviction se répand que l’économie capitaliste a mis l’humanité devant de grands problèmes. Presque toujours, la première réponse est la suivante : « Il faut retourner à la politique pour donner des règles au marché. Il faut rétablir la démocratie menacée par le pouvoir des multinationales et des Bourses ». Mais la politique et la démocratie sont-elles, vraiment le contraire de l’économie autonomisée, sont-elles capables de la ramener dans ses « justes bornes » ?

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Per un’anatomia dell’Impero

Un approccio ‘letterario’ a Impero di Negri-Hardt

Paolo Lago

Per svolgere questa breve “anatomia dell’Impero” vorrei partire da una mossa critica paradossale, cioè considerare il libro Impero di Michael Hardt e Antonio Negri (trad. it. Milano, 2002; Empire, Harvard University Press, 2000) alla stregua di un’opera letteraria. Tutti sappiamo che esistono delle norme che delimitano chiaramente la sfera della letteratura da quella della saggistica, la sfera del romanzo da quella del saggio critico. Ma queste norme non sono rigidissime né invalicabili: il genere ibrido del ‘romanzo-saggio’ lo dimostra in modo autorevole. Infatti, come ci suggerisce il critico letterario francese Gerard Genette, esistono due “regimi letterari” (in sostanza, due formae mentis per accostarsi all’oggetto letterario): un “regime costitutivo”, cioè chiuso, ed un “regime condizionale”, cioè aperto, revocabile. Attenendosi a questo secondo “regime” – continua Genette – ad esempio, anche un’opera come i Pensieri di Pascal può essere inclusa nella letteratura1. La mia mossa critica paradossale, perciò, nasce all’interno del “regime condizionale”: secondo quest’ultimo, anche Impero può essere considerato un’opera letteraria. So che questo assunto può apparire un po’ assurdo e, appunto, paradossale ma, ora e in seguito, mi sia concesso di attenermici.

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31.12.2003 Beitrag drucken

Für ein neues Spiel

Lieber Norbert,

einigermassen schockiert bin ich über den Duktus des Textes von Robert Kurz und der Tatsache, dass er nicht als Einzelmeinung, sondern von euch unterstützt, erscheint. Ich habe deshalb ein offenen Brief verfasst, um dessen Verbreiterung über die Liste ich hiermit bitte.

Liebe Grüße Holger

Offener Brief an die Krisis-Redaktion anlässlich des von ihr unterstützten Textes “Das Spiel ist aus”

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31.12.2003 Beitrag drucken

Nur zu, Johannes!

Ist der Bundespräsident auf dem Weg zum Gesellschaftskritiker?

Von Franz Schandl

Manchmal sind sogar Leute für Überraschungen gut, denen man aber schon gar nichts zutraut. Etwa Johannes Rau, Bundespräsident der Bundesrepublik und im Normalfall ein Langeweiler und Prediger der übelsten Sorte. Doch Rau kann, von allen guten Geistern eingeholt, auch anders: “Politik soll sich zum Teufel scheren, wenn sie nicht das Leben der Menschen etwas menschlicher macht.”

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26.12.2003 Beitrag drucken

Bemerkungen zum “Manifest gegen die Arbeit”

erschienen in: Krisis 27 (2003) [1]

von Jaime Semprun

Man würde der technologischen Modernisierung noch ein allzu großes Kompliment machen, wenn man sagte, sie habe die Arbeit “überflüssig” gemacht. Ohne hier auch nur auf die Frage nach der qualitativen Bewertung der technologischen Erleichterungen einzugehen (was verlieren wir bei der “Befreiung” durch Maschinen?), ist es schon auf der quantitativen Ebene sehr zweifelhaft, ob die Modernisierung Arbeit abschafft und deren Aufrechterhaltung immer künstlicher macht (zentrale These des Manifests ).

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31.12.2002 Beitrag drucken

Zur Kritik des Krieges

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1269

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Zur Kritik der Demokratie

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1268

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Gesellschaftliches Marodieren (Radiobeitrag)

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1267

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Verfall, Zerfall, Populismus (1)

Querfunk, Karlsruhe, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1177

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Verfall, Zerfall, Populismus (2)

Querfunk, Karlsruhe, u.a. mit Franz Schandl

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1178

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Grenzwert Europa: Studiodiskussion – Ist die Linke für die Europäische Union gewappnet?

Radio Z, Nürnberg, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1350

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Krisenprozess und fundamentalistischer Wahn

Radio Dreyeckland, Freiburg, u.a. mit Norbert Trenkle

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=677

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Globalisierungskritik: Antikapitalistisches Frühlingserwachen?

Radio F.R.E.I., Erfurt, u.a. mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1550

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Zur Dialektik von Mangel und Überfluß (2)

Querfunk, Karlsruhe, u.a. mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1129

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Zur Dialektik von Mangel und Überfluß (1)

Querfunk, Karlsruhe, u.a. mit Ernst Lohoff

http://www.freie-radios.net/portal/content.php?id=1127

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Krisis 25 – Inhalt

Inhalt – krisis 25

5 Editorial
21 Claus-Peter Ortlieb

Die Aufklärung und ihre Kehrseite

Zur Rettung einer “banalen Einsicht”

9 Norbert Trenkle

Gebrochene Negativität

Anmerkungen zu Adornos und Horkheimers Aufklärungskritik

66 Robert Kurz

Blutige Vernunft

20 Thesen gegen die sogenannte Aufklärung und die westlichen Werte

98 Ernst Lohoff

Antikapitalistisches Frühlingserwachen?

Die Globalisierungskritik zwischen Krisenverwaltung und Emanzipation

121 Anselm Jappe

Des Proletariats neue Kleider

Vom Empire zurück zur Zweiten Internationale

138 Udo Winkel

Unsystematische Gedanken zur Aufklärungsproblematik

142 Roger Behrens

Jeder ist sein eigenes Würstchen.

Oder: Naive und Kritische Theorie

150 Ernst Lohoff

Frankenstein kann es nicht richten

155 Torsten Liesegang

Die Wiederkehr der Popliteratur als Farce

163 Ernst Lohoff

Die Geister, die sie riefen

166 Udo Winkel

Legenden vom Werden und Mythos der Nation

Das Gesamtinhaltsverzeichnis der Krisis-Ausgaben ist im Internet abrufbar unter: www.krisis.org


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Krisis 25 – Editorial



Wir leben in Zeiten okzidentaler Verbrüderung. Kein Orden, der nicht Treueschwüre und Dankesbriefe ans Pentagon schickt. Darüber sollten kleinere Rangeleien (z. B. EU contra USA) nicht hinwegtäuschen. Auch nicht, dass die Treue nicht persönlich, sondern ganz sachlich verstanden wird, sie gilt nicht den werten Herren im Weißen Haus, sondern den Herrenwerten der weißen Männer. Ja, um die Zivilisation und um die Aufklärung geht es, das ist der letzte gemeinsame Nenner, für den jetzt im Namen der säkularisierten Religion des Werts Krieg geführt wird.

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Wegbereiter der Wertkritik: Roman Rosdolsky

Streifzüge 1/2002

von Anselm Jappe

Es ist eher eine Seltenheit, wenn ein marxistisches Werk 35 Jahre nach seinem Erscheinen noch übersetzt, verkauft, gelesen und diskutiert wird. So geschieht es mit Roman Rosdolskys Zur Entstehungsgeschichte des Marxschen “Kapital”. Der Rohentwurf des Kapital 1857- 1858 . Es ist kürzlich eine Übersetzung in Brasilien erschienen, deren Urheber der bekannte, wenngleich umstrittene Intellektuelle Cesar Benjamin ist. Allein in Fortaleza, wo die Gruppe “Part”, die sich seit längerem für Wertkritik interessiert, den Vertrieb organisiert hat, sind 200 Exemplare weggegangen. Und dabei handelt es sich keinesfalls um eine kurzweilige Lektüre. Aber trotz aller Gelehrsamkeit ist dieses umfangreiche Werk nicht nur als historisches Dokument interessant, sondern bleibt bis heute eine der besten Einführungen in Marx’ Werk; gleichzeitig hat es dazu beigetragen, die theoretischen Grundlagen der Wertkritik zu schaffen.

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Schröder pur

In der Krise nützt auch die beste Macherideologie nichts. Gefühltes Rot-Grün VI: die Wirtschaftspolitik.

aus: Jungle World 29/2002

Von Ernst Lohoff

Traditionell pflegen die Wirtschaft und die Sozialdemokratie kein allzu intimes Verhältnis. Mit Gerhard Schröder als Bundeskanzler hat sich das bekanntlich verändert. Der »Genosse der Bosse« konnte Helmut Kohl nicht trotz, sondern wegen seiner Wirtschaftsnähe ablösen. Der Kanzler mag bei jeder Gelegenheit betonen, wie sehr ihm der Standort Deutschland am Herzen liegt, bestenfalls sozialdemokratische Propagandisten bescheinigen der amtierenden Regierung deswegen eine kohärente Wirtschaftspolitik.

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„Ätsch, ich werde noch mal Kanzler!“

Überlegungen zur Entschlüsselung des Schüssel-Phänomens

Von Franz Schandl, Wien

Ach, wie sind wir doch daneben gelegen. Eigentlich haben wir ihm ja kaum Chancen gegeben. “Schüssels Aufstieg vom Abstiegskandidaten als Wirtschaftsminister unter Kanzler Vranitzky zum Obmann der Volkspartei hielten viele für einen Treppenwitz” stand im Freitag vom 1. Dezember 1995 zu lesen. Anfänglich sah es auch so aus, als würde er bloß des SP-Kanzlers nächstes Opfer als ÖVP-Chef werden. Mitnichten.

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Der Nichter

Nichter! Nichter! Nichter!

“Wer, wenn nicht er”, so heißt die zentrale Botschaft der Kanzlerpartei. Unser Autor ist nun draufgekommen, dass dieser Slogan hunderprozentig stimmt, stellt man ihn nur orthographisch richtig. Bitte laut lesen!

Von Franz Schandl

Von vielen Wänden und Flächen lächelt er uns zu, der, der zu bleiben gedenkt: der Herr Werwenn Nichter. Was er geschickt geworden ist, das möchte er auch ungeschickt weiter sein. Diesmal will der Nichter sogar ausnahmsweise mal eine Wahl gewinnen. Denn Werwenn Nichter ist Kanzler geworden, als er sie akkurat verloren hatte.

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Mit Üblem gegen das Üble

Wenn die Sozialdemokratie gegen den Rechtspopulismus genannten Extremismus der Mitte loslegt, ist weder für Spannung noch für Entspannung gesorgt. Nun ist der SP-Parteivorsitzende, Alfred Gusenbauer, gar auf das Mehrheitswahlrecht verfallen. Anstatt der FPÖ damit zu Leibe rücken zu können, leistet er jedoch bloß dem grassierenden Populismus Schützenhilfe.

Von Franz Schandl

“In einer immer komplizierter werdenden Welt gibt es ein starkes Bedürfnis nach Klarheit. In einem mehrheitsorientierten Wahlrecht entscheidet der Bürger nicht nur über das Parlament, sondern über die Regierung. Man kann aber auch ein Modell heranziehen, dass die relativ stärkste Partei 50 Prozent und ein Mandat haben soll und der Rest nach dem Proportionalwahlrecht aufgeteilt wird.” So argumentiert der SP-Obmann in “Die Presse” vom 27. Juli 2002.

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Comeback

Feiert Jörg Haider im Windschatten der Pensionsreform seine Rückkehr auf den Sessel des freiheitlichen Parteichefs?

Von Franz Schandl, Wien

Durchgezogen wird, auch wenn es schief geht. Die anstehende Pensionsreform wird zwar einerseits zu kräftigen Einschnitten bei zukünftigen Pensionen führen, andererseits aber auch die heute Jungen nicht geringfügig belasten. Keineswegs wird dieser Wurf jedoch ausreichen, uns die nächste Novellierung in fünf Jahren zu ersparen. Wenn es nicht noch schneller geht. Erreicht wird höchstens, dass alle gleich unzufrieden sind. “Am Ende werden nur Verlierer sein, außerm Haider”, befindet der einstige SP-Vizekanzler und nunmehrige Großindustrielle, Hannes Androsch.

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Das unendliche Ende des Jörg Haider

Kampf den freiheitlichen Vasallen

Von Franz Schandl, Wien

Dass diese Reprisen nicht fad werden. Wiederholung reiht sich an Wiederholung und es ist kein Ende in Sicht. Auch wenn das von Jörg Haider einmal mehr lautstark verkündet wird. Ob die wegen der Hochwasserschäden zurückgestellte Steuerreform früher oder später kommen soll – so die eigentliche Differenz – ist dabei völlig nebensächlich. Diese ist Anlaß, nicht Grund der freiheitlichen Zerwürfnisse. In diesem Sommertheater sind sogar die verheerenden Überschwemmungen abgesoffen.

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Ins schwarze Loch

Wer hätte das gedacht. Die Meinungsumfragen lagen ja stark daneben. Aber wir noch mehr. – Erste Überlegungen zum fulminanten Wahlsieg der Volkspartei

Von Franz Schandl

Kann man solche Ergebnisse eigentlich noch erklären? Man tut sich schwer und darf es doch nicht lassen. Es gibt keinen rationalen Grund für diesen Sieg, folglich muss es viele “irrationale” geben. Psychologie, ja Psychopathologie sind gefragt.

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Überreif und überfällig

Ob die österreichischen Grünen regierungsreif sind, ist hierzulande eine der meist gestellten Fragen der letzten Jahre. Nicht nur Antworten können blöd sein.

Von Franz Schandl

Gleich wie in Deutschland werden sie uns beweisen, dass sie inzwischen alles gelernt haben, wogegen sie einst aufmuckten. Wenn sie dürfen. Die Domestizierung der grünen Partei ist längst abgeschlossen und die Frage der Reife ist bloß ein falscher Hall untergegangner Zeiten. Niemand führt uns die Senilität des politischen Systems so eindrucksvoll vor Augen. Daher: Ab in die Ämter! Her mit den Posten! Was sonst soll anstehen? Überreif sind sie! Ja, überfällig!

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Rot-Grün oder Schüssel

Wird der sozialdemokratische Spitzenkandidat Alfred Gusenbauer den Wechsel schaffen oder schafft ihn diese Nationalratswahl gleich selbst ab?

Von Franz Schandl

In Österreich spitzt sich in der Endphase des Wahlkampfs alles auf das Kanzlerduell Wolfgang Schüssel (ÖVP) gegen Alfred Gusenbauer (SPÖ) zu. Kanzler Schüssel wird zweifellos der große Zugewinner dieses Wahlgangs sein, der große Profiteur der sich halbierenden Freiheitlichen. Dass Haider über sich selbst, seine Anhängerschaft und seine internen Kontrahenten gestolpert ist, kümmert kaum. Schüssel ist es vielmehr gelungen, sich als der große Haider-Bezwinger zu profilieren. (vgl. Freitag 44) Das suggeriert Stärke und Potenz, denn bisher schien es ja, als sei kein Kraut gegen die Haiderei gewachsen. Noch dazu hat der Kanzler den in der Bevölkerung beliebtesten freiheitlichen Minister, den jungen Karl-Heinz Grasser, in sein Team geholt. Die FPÖ schäumt, die ÖVP jubelt.

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Lagerhaus!

Verruf zu den Nationalratswahlen in Österreich

Franz Schandl

Rot-Grün gegen Schwarz-Blau, das ist nicht Lager gegen Lager. Das Lager ist das selbige, es ist das österreichische Lagerhaus. Ende November steht, anders als von beiden Seiten suggeriert, keine Richtungsentscheidung ins Haus, denn die Richtung ist vorgegeben: Sozialabbau, Ausländerfeindlichkeit, Standortsicherung.

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Der programmierte Verlierer

Franz Schandl

Wie der heißt, wissen alle, nur wie groß die Verluste sein werden, darüber wird noch spekuliert. Der 45jährige Landwirt und jetzige FPÖ-Verkehrsminister Mathias Reichhold, hat ein Amt übernommen, das in dieser Situation eigentlich niemand mehr haben wollte. Einer aber hat sich hergeben müssen, und so nahm man halt den Hias. Dass er zum Zug gekommen ist, liegt hauptsächlich daran, dass er sich in den innerparteilichen Kämpfen nicht positioniert zu hat. Er blieb gut Freund mit Haider, solidarisierte sich aber auch mit der Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer. Dass er sich nicht exponierte, disponierte ihn geradezu zum idealen Kandidaten für den Vorsitz einer Partei in der Phase ihres zwischenzeitlichen Absturzes. So lautet das Geheimnis des nunmehrigen freiheitlichen Spitzenkandidaten.

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Abblitzen nach dem Blitzsieg

ÖSTERREICH: Nach der Entmachtung der freiheitlichen Parteispitze durch Jörg Haider und dem von der christlichsozialen ÖVP vollzogenen Koalitionsbruch stehen im November Neuwahlen ins Haus

Franz Schandl

Ausgangspunkt der jetzigen Situation war folgender: Wäre die FPÖ diesen eher konturlosen Regierungskurs weitergefahren, sie hätte nach den letzten Wahlgängen auch die nächsten verloren. Und zwar deutlich. Ohne Jörg Haider ist die FPÖ eine rechtsliberale, vor allem unaufregende Partei, die halt ihr Geschäft erledigt. Ab und zu wird gepöbelt, aber eigentlich wird getan, was Regierungen in Europa so tun. Wollte man also nicht den koalitionären Verlierer abgeben, dann war ein Strategiewechsel unumgänglich. Mit dem schwarz-blauen Schmeichelkurs der Vizekanzlerin waren keine Wahlerfolge machbar. Jörg Haider hat das realisiert und auf seine Weise zum Gegenstand gemacht.

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Antikapitalistisches Frühlingserwachen?

Die Globalisierungskritik zwischen Krisenverwaltung und Emanzipation

Ernst Lohoff

1.

Der Kontrast könnte kaum schärfer ausfallen. Seit einem Vierteljahrhundert befindet sich die Linke weltweit in der Defensive und im Niedergang. Auf den Zusammenbruch des Realsozialismus folgte die völlige Marginalisierung antikapitalistischer Vorstellungen in den 90er Jahren. Pünktlich zum Jahrtausendwechsel aber scheint sich eine Trendwende anzudeuten. Was mit den Protesten gegen das MAI-Abkommen in Seattle begonnen hatte, erreichte nach der „chilenischen Nacht“ von Genua im Juni 2001 einen ersten Höhepunkt. Eben stand der Zeitgeist noch auf Kapitalismus pur und jedes Infragestellen der Marktimperative galt ihm als so abwegig wie eine Polemik gegen die Schwerkraft und ihre Folgen; plötzlich macht sich Argwohn gegenüber der Diktatur der reinen Marktlogik breit. Der im Gefolge der neoliberalen Revolution triumphierende Sozialdarwinismus neuer, individualisierter Prägung rückt in die Schusslinie. Die Idee der Emanzipation ist gar nicht so mausetot, wie es den Anschein hatte.

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Die Geister, die sie riefen

Anmerkungen zum strukturellen Zusammenhang von Korruption und Kapitalismus

Ernst Lohoff

Die Wanderprediger der totalen Marktwirtschaft beglücken die Öffentlichkeit seit Jahr und Tag mit der gleichen Botschaft: Wirtschaft bedeutet heute immer schon Weltwirtschaft. Im Zeitalter des entgrenzten Marktes gelte es, in globalen Zusammenhängen zu denken. Seltsamerweise ist diese Standardfloskel sofort vergessen, sobald die Rede auf die sich häufenden akuten Kriseneinbrüche kommt. Ob Russland, Lateinamerika oder die vielgerühmten Tigerstaaten heftige Finanzmarkt-Turbulenzen durchmachen und ökonomisch in die Bredouille geraten, die „Ursachenforschung“ kommt immer zum gleichen Ergebnis: hausgemacht, selber schuld. Selbst im Falle Japans, der einstigen – inzwischen allerdings mit einem akut einsturzgefährdeten Bankensektor und einer explodierenden Staatsverschuldung geschlagenen – Wirtschafs-Großmacht, argumentiert die Marktwirtschaftsideologie neunmalklug im Stile einer Prädestinationslehre: Dass eine Volkswirtschaft unter die Räder kommt, ist schon Beweis genug, dass sie den leuchtenden Pfad marktwirtschaftlicher Tugend verlassen hat; deshalb kassiert sie nun ihre gerechte Strafe.

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Krisis 25 – Editorial (Português)

Junho de 2002

Vivemos em tempos de confraternização ocidental. Não há confraria que não envie ao Pentágono juramentos de fidelidade e cartas de agradecimento. Os pequenos atritos ocasionais não deveriam iludir-nos a esse propósito. Nem o facto de a fidelidade já não ser entendida como pessoal, mas perfeitamente objectiva; o seu objecto já não são os valentes senhores na Casa Branca, mas os valores senhoriais dos homens brancos. Pois é, o que está em questão é a civilização e o Esclarecimento; é este o derradeiro denominador comum, pelo qual agora se faz a guerra em nome da religião secularizada do valor.

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EDITORIAL DE LA REVISTA «KRISIS»

Cuando hace más de dos años empezamos en el seno de la redacción de Krisis un replanteamiento detallado de la Ilustración, estábamos firmemente convencidos de que con semejante actitud nos pondríamos a una distancia bastante considerable del discurso social actual. La crítica de la Ilustración se presentaba como una empresa poco menos que esotérica, situada muy lejos de los desarrollos empíricos en el interior del capitalismo de crisis globalizado y de los discursos sociales en vigor. Después de los atentados del 11 de Septiembre del año pasado, la situación se modificó de un modo radical. De la noche a la mañana los llamados valores occidentales de la libertad, de la igualdad y de los derechos humanos volvieron a ocupar el centro de todos los discursos de circunstancias. Olvidada quedó la crítica (aunque siempre inconsecuente) del universalismo abstracto de Occidente, tal como había pasado a estar de moda con el discurso posmoderno. Cuando la situación se torna grave, los sujetos de la mercancía vuelven a recordar al fin de cuentas sus fundamentos ideológicos, convirtiéndose en fundamentalistas.

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A ILUSÃO DO ESTADO MUNDIAL

Ernst Lohoff

1.

A ditadura universal das mercadorias e do dinheiro explodiu o quadro da autonomia regional ou local e produziu um contexto global mundial. Se o internacionalismo era para os nossos predecessores um ponto de honra tornou-se para nós uma realidade do dia a dia independentemente de qualquer valoração moral. Quem hoje em dia andar numa bicicleta de marca “alemã” pode estar certo de que os seus componentes foram fabricados em pelo menos dez estados diferentes, por trabalhadores de setenta nacionalidades diferentes. Uma famosa cadeia mundial de restaurantes de comida rápida anuncia com toda a seriedade que os seus produtos têm absolutamente o mesmo sabor em todas as suas filiais, de Buenos Aires a Moscovo ou a Holzminden. Todas as indústrias contribuem conjuntamente para a destruição da floresta tropical e para a produção do buraco do ozono. As regiões mundiais formam há muito, no que diz respeito à economia, à ecologia e à cultura do quotidiano um sistema de vasos comunicantes.

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Sobre o livro de Roman Rosdolsky

Especial para o jornal “O POVO” Fortaleza

Anselm Jappe

Ensaísta escreve sobre Gênese e Estrutura de O capital de Karl Marx de Roman Rosdolsky, livro cuja versão em português será lançada em Fortaleza. Trata-se de um guia para a obra de Marx.

É raro nestas épocas, que uma obra marxista seja traduzida, vendida, lida e discutida 34 anos depois da sua primeira publicação. Mas, é exatamente isto que acontece, atualmente no Brasil, com o livro Gênese e estrutura de O capital de Karl Marx, de Roman Rosdolsky. E apesar de se tratar de um livro muito erudito, ele não interessa somente como documento histórico, mas também como um guia atualíssimo para compreender a obra de Marx.

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NEGATIVIDADE INTERROMPIDA

Notas sobre a crítica de Horkheimer e Adorno a Kant e ao Esclarecimento.

Por NORBERT TRENKLE.

Dificilmente existe uma crítica mais radical do Esclarecimento do que a da Dialéctica do Esclarecimento, anterior ou posterior à sua publicação. É isso que explica a sua permanente actualidade e o fascínio até hoje exercido por esta obra, oscilando entre uma identificação admirativa e uma vigorosa contestação. Manifestamente, a DE marca uma fronteira da crítica, perante a qual a consciência burguesa temerosamente recua, pois de outra forma deveria colocar-se em questão a si mesma. Os próprios autores não se sentiram completamente à vontade perante as consequências do seu pensamento. Enquanto Horkheimer acabou por retornar finalmente ao regaço do Esclarecimento e da Democracia Ocidental, Adorno não renegou o seu pensamento Crítico, mas também na sua última obra se encontram claros traços de uma travagem. No fundo, a Dialéctica é o documento de uma crítica que sempre parcialmente se desdiz, por se atemorizar consigo própria. Nesta medida, o seu movimento argumentativo não reside, pelo menos em parte, na dialéctica das coisas, mas, pelo contrário, contraria-a. O que eu pretendo é demonstrar aqui isto mesmo e esclarecer as razões porque assim é como condição prévia necessária para levar a cabo uma crítica plenamente consequente do Esclarecimento.

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TEORIA DA CRISE EM UMA SOCIEDADE EM CRISE

Entrevista com Norbert Trenkle

Como reagir diante da conjuntura pós-industrial, conjuntura esta vista como uma fase de ruptura, em um momento em que somente se apresentam soluções presas ao modelo vigente do trabalho assalariado, em que a renda mínima é defendida como principal forma de seguridade social? Em outras palavras, como é possível criticar os mecanismos que desintegram a solidariedade e as relações capitalistas de produção sem ficar-se estagnado na defesa do Estado assistencial e sem assumir o ponto de vista de classes industriais do passado? Estas e outras questões são discutidas nesta entrevista com Norbert Trenkle, do grupo alemão Krisis. O grupo, concentrado na produção teórica, visa criticar a sociedade capitalista em seus aspectos constitutivos, focando-se, por exemplo, no trabalho, no capital e na produção de mercadorias. Também constam como tópicos desta entrevista o sentido atual de “esquerdismo” e algumas questões relativas a métodos de ação.

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31.12.2002 Beitrag drucken

Il significato di labor

Uno sguardo al significato di labor (da cui l’italiano ‘lavoro’) in alcune occorrenze di autori latini.

da Paolo Lago

“L’esistenza da “servo” è il contenuto dell’astrazione “lavoro”. Non c’è dunque da meravigliarsi che questo concetto astratto abbia preso per gli antichi anche il significato di “dolore” e “infelicità” (come in latino).” — Robert Kurz

Nel Manifesto contro il lavoro, redatto dal Gruppo “Krisis”, nella sezione 8 (Il lavoro è l’attività di chi si trova in una situazione di minorità), leggiamo: “Il verbo italiano “lavorare” viene da “laborare”, che in latino significava “vacillare sotto un peso gravoso”, e indicava in generale la sofferenza e la fatica dello schiavo”. In realtà, per essere più precisi, laborare significa “affaticarsi”, “affannarsi”, “preoccuparsi per qualcosa”, mentre è labare che indica il “vacillare sotto un peso”, “stare per cadere”. Fatta questa piccola precisazione, possiamo partire dalla frase del Manifesto per dare un rapido sguardo all’uso della parola labor presso alcuni autori latini (con un occhio di riguardo a Virgilio) e notare come essa assuma frequentemente un’accezione negativa.

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31.12.2001 Beitrag drucken

Krisis 24 — Editorial

Download: editorial-krisis-24.pdf

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Rezensionen | Kommentare | Glossen (pdf)

von Lohoff, Winkel, ANTI, Jappe, Schandl, Trenkle

Download: rezensionen-kommentare-glossen.pdf

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Le “choc” des barbaries

Des milliardaires à barbe contre des milliardaires sans barbe

Source : Jungle World (Berlin), 26.9.2001

Anselm Jappe

Les fleuves retournent toujours à la mer et la mondialisation capitaliste se retourne contre son centre, contre le centre de son centre. Quand tout est mondialisé, quand les marchés ne dorment jamais et que les marchandises occidentales pénètrent les derniers recoins du monde, comment s’étonner que la guerre et la terreur n’épargnent plus personne ?

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31.12.2001 Beitrag drucken

Führern, showen, publiken

Om Jörg Haider och de honom kringsvärmande elementen

Franz Schandl

Känd blev Klaus Ottomeyer framför allt genom sin 1977 publicerade studie “Ökonomische Zwänge und menschliche Beziehungen” (‘ekonomiska tvång och mänskliga förhållanden’), som tidstypiskt nådde en hög pocketbokupplaga. Han föddes i Frankfurt am Main 1949 och är sedan 1983 professor i socialpsykologi i österrikiska Klagenfurt. Jörg Haiders uppsving har han således upplevt på nära håll. Främst under senare år har denne forskare försökt genomlysa socialpsykologiska aspekter av fenomenet Haider. Två band, “Die Haider-Show” och det tillsammans med Harald Goldmann och Hannes Krall författade häftet “Jörg Haider und seine Publikum”, är föremål för följande reflexioner.

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Krisis 24 — Inhalt

Inhalt – krisis 24

5 Editorial
17 Franz Schandl

Der postmodere Kreuzzug

Schlaglichter und Zusätze einer möglichen Kritik

51 Peter Klein

Das Wesen des Rechts

Ein Versuch zur Rehabilitierung der Rechtsphilosophie und ihrer Kritik

92 Anselm Jappe

Gene, Werte, Bauernaufstände

116 Ernst Lohoff

Ein Auslaufmodell eigner Art

123 Udo Winkel

Objektivismus undSubjektivismus in der Soziologie

129 ANTI

Warenform und Rechtsform

134 Anselm Jappe

Besprechung Temp critiques

143 Franz Schandl

Gesellschaftliches Marodieren

151 Ernst Lohoff/Norbert Trenkle

Was heißt da Krisis-Zusammenhang

Das Gesamtinhaltsverzeichnis der Krisis-Ausgaben ist im Internet abrufbar unter: www.krisis.org


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Wertkritik contra Weltwirtschaftsbarbarei

Liebe Redaktion von Jungle World, Hallo,

der vorliegende Aufsatz ist eine Reaktion auf die Artikel in Ihrem Dossier vom 26.09.01. Aus dem Grund, daß ich ein iranischer Flüchtling bin, der seit 1987 in Deutschland lebt und den islamischen Terror als Linker miterlebt habe, hoffe ich auf die Veröffentlichung meines Aufsatzes.

Ich bin ein iranischer Weltwirtschaftsflüchtling, der seit anderthalb Jahrzehnten in Deutschland lebt. Ich habe den islamischen Terror am eigenen Leib erfahren und vielleicht ist das der Grund meiner Entsetzung über die Brutalität der anti-wertkritischen und antideutschen Stellungnahmen im letztem Dossier der Jungle World vom 26. September 2001 (mit Beiträgen u.a. von Herrn Thomas Heinrich, Professor für amerikanische Wirtschaftsgeschichte in New York). Diese anti-wertkritischen Stellungnahmen sind Dokumente des geistigen Scheiterns der deutschen Linken.

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Krisis 24 — Editorial (Português)

Esta edição da Krisis é aberta pelo artigo A Cruzada Pós-Moderna de Franz Schandl, concebido originalmente como contributo para a temática central. Em 20 parágrafos, o autor tenta uma aproximação ensaística ao problema ainda de contornos pouco claros, uma vez que ainda se reveste de uma relativa novidade, da “guerra pós-moderna” sem a tal associar qualquer pretensão a uma análise exaustiva. Ele designa o seu processo de trabalho como caracterizado por “golpes de luz e acrescentos”. A guerra pós-moderna é entendida como uma forma degenerativa da guerra moderna, estatal, nacionalista e política, tal como Clausewitz a resumiu em primeiro lugar de forma teórica. Com o desmoronamento do conceito do estado também se desmorona esta forma da condução de guerras a fim de se ir tornando tendencialmente pós-estatal, pós-nacional e pós-política. O que a caracteriza não é a sua definição, mas antes a sua indefinição. O anything goes também se aplica à guerra. Até mesmo a dualidade de guerra e paz vai perdendo cada vez mais a sua validade onde bandos se digladiam em coligações em constante mutação, as frentes se confundem e as declarações formais de guerra caíram em desuso. E mesmo as guerras do Norte contra “estados-vilões” irreverentes, que preferimos designar eufemisticamente como acções punitivas ou, melhor ainda, como missões de paz, adquiriram um carácter diferente do das que ocorreram no tempo da guerra fria. Metamorfosearam-se em cruzadas em nome da liberdade e da democracia que perseguem fins cada vez menos estratégicos. Tal não torna a política guerreira do Norte menos perigosa. Antes pelo contrário. Ela é expressão de um cada vez mais cego fundamentalismo dos direitos humanos que passa por cima de cadáveres sem se comover – “É permitido ferir seres humanos, os direitos humanos é que não” (Schandl) – e entre cujos mais importantes impulsionadores se conta Huntington (ver também Krisis n° 20). Se bem que o que este escreve pode quase ser designado de ridículo, o que se perfila por detrás de tudo isso é o poderio militar concentrado do Norte.

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Apresentação do Manifesto contra o Trabalho

Norbert Trenkle

Lisboa, Livraria Ler Devagar, 02.06.2001

Quiero decir unas cuantas palabras para iniciar sobre el Grupo Krisis y la Revista KRISIS. No quiero extender este enunciado, sino más bien dar una cierta expresión de lo que es.

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Doa a quem doer

Franz Schandl

A bem ver, já pouco resta à Áustria dessa incómoda neutralidade. Agora, porém, trata-se de lhe dar o golpe de misericórdia. A fatal série de actos de terror nos EUA constitui para muitos o tão esperado pretexto. Finalmente. Agora, nada deve constranger-nos. Não podemos ser neutros! Quem o diz é o chanceler (ÖVP). Temos de ser solidários! Diz o ministro da defesa (FPÖ). A Áustria de algum modo tem de entrar em cena, assim a boa nova nacional. Também aqui, dizemos: Toca a marchar sobre Cabul!

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A impotência do onipotente

Ernst Lohoff

Raras vezes os representantes da união democrática mundial demonstraram tanto caos e confusão como depois dos golpes certeiros dos pilotos camicases em N.Y e Washington. Contudo uma das frases de maior circulação, desde o 11.9, é ‘adiantar-se’. Esse dia mudou o mundo”, opinou- entre outros- o líder evangélico do povo alemão Johannes Rau. O desabamento do World Trade Center marca efetivamente em toda sua simbologia um momento histórico crítico.

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Placebo ou resistência anticapitalista?

Comentários sobre o movimento de globalização

Ernst Lohoff

Parece que nunca, nos últimos duzentos anos, a crítica ao capitalismo se viu tanto na defensiva como na época do neoliberalismo. À aceleração monstruosa do processo de domação da sociedade da mercadoria, na transição do fordismo ao capitalismo de cassino, correspondeu uma paralisação do pensamento social crítico. Motes que antigamente pertenciam ao repertório conceitual da esquerda, como “movimento” e “revolução” foram apropriados pelo lado do adversário. Movimento não significa mais somente a dinâmica desatada do capital e forças não-emancipatórias que transformam o mundo, mas também peça de um jogo dos protagonistas da tão evocada “globalização” e seu sistema universal bola de neve.

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Tudo a postos no Kursk

O terror islamista e o auto-afundamento da Esquerda radical

Ernst Lohoff

Os atentados suicidas de 11 de Setembro não só mandaram pelos ares as Torres Gémeas de Nova Iorque, como também rebentam com o sistema de referências político. Não é que se pudesse imputar à política qualquer acanhamento perante pilhas de cadáveres, mas ela entretém uma relação utilitária com a violência e o assassínio de massas.

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Inifinite Justice

de Franz Schandl

Os projectos mais hediondos pedem o vocabulário mais fantástico. E como nada é tão fantástico como a raiva, a raiva assassina encontra-se tão bem cotada nos dias que correm. Trata-se de uma verdadeira epidemia à escala planetária. Infinite justice, justiça infinita, afinal, só pode ser entendido no sentido de que na morte todos são iguais. É esta última que agora importa espalhar. “A justiça será feita”, diz Bush e recomenda-se como a espada afiada dos seus valores que têm de ser os nossos. Onde se começa a rezar, pára o pensamento. Mas afinal é para isso mesmo que serve a fé, seja em Deus ou no dinheiro, ou em ambos.

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Explanações terminológicas THE ROAD TO NOWHERE

De Franz Schandl

Enduring freedom é como, afinal, se chama o novo campeão de vendas da administração dos EUA. Não há dúvida que seja mesmo essa a intenção. Não se trata de uma piada, de nenhuma paródia, de nenhum mau filme. É a sério. E á mortal. Um Domingo destes foi dado o tiro de partida.

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DIGAM-NO ATRAVÉS DAS FLORES!

A esquerda italiana parece conformar-se com a previsível vitória eleitoral de Berlusconi.

Anselm Jappe, Roma

Pelo menos de um êxito pode gabar-se a coligação de centro-esquerda que governa a Itália: pela primeira vez, há mais de trinta anos, a legislatura de cinco anos vai regularmente até ao fim, sem realização de eleições antecipadas. Até a coligação permaneceu praticamente inalterada, mesmo que para isso tenham sido necessários quatro governos e, com Romano Prodi, Massimo D’Alema e Giuliano Amato, três diferentes primeiros ministros. De resto o balanço é magro e não oferece mais que a integração da lira na zona do Euro, a privatização das mais importantes empresas públicas, bem como uma reforma escolar.

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O embate dos bárbaros

Bilionários de barba e bilionários sem barba

Anselm Jappe

Os rios sempre correm para o mar, e a globalização capitalista vai e volta para o seu próprio centro, para o centro do centro. Se tudo está globalizado, se os mercados nunca dormem e as mercadorias ocidentais penetram até nos lugares mais recônditos do mundo, como é que alguém pode se admirar de também a guerra e o terror não pouparem ninguém? É claro que os atentados de Nova Iorque e Washington impressionam pelo número de vítimas, por seu caráter espetacular e pelo desejo incondicional dos autores de praticar a maior carnificina possível. Mas, no fundo, apenas aconteceu nos Estados Unidos aquilo que a grande maioria dos países vem experimentando nos últimos sessenta anos, desde a Guatemala até o Camboja, desde a Sérvia até o Vietnã, desde o Iraque até a Biafra, sem se falar na Segunda Grande Guerra Mundial. Embora se tenha consciência de que 6.000 mortos representam um terrível quadro, não se pode furtar à incômoda sensação de que americanos, ainda mais se trabalharem em Manhattan, ao que parece são mais iguais que outras pessoas.

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CRISE DA CIDADE E FETICHE DO TRABALHO

A urbanização brasileira e a reprodução crítica de uma sociedade do trabalho pós-catastrófica

Cláudio R. Duarte e Caio B. Mello*

Das promessas e explosão do urbano mundial às ideologias do seu desenvolvimento no Brasil

“A Idade Média… tem como ponto de partida o campo, para desenvolver-se em seguida através da oposição entre a cidade e o campo. A história moderna é a história da urbanização do campo, e não, como entre os antigos, a da ruralização da cidade”, escreve Marx nos Grundrisse (1953:p.382). E hoje a urbanização mundial alcança aparentemente os limites da superação da secular divisão territorial do trabalho entre campo e cidade. Vários países do Norte, mas também do Sul, atingem cerca de 75% (como é o caso do Brasil) até 95% (Inglaterra) de população urbana. O urbano e seu modo de vida – desde sempre ligado ao dinheiro e à troca de mercadorias, base originária da burguesia comercial e industrial, do exército e do Estado moderno – se estendem por todo território. Assim, neste início de século o urbano parece concentrar e conter o devir da história do capital.

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TESES CONTRA A AFIRMAÇÃO DO SUJEITO

Cláudio R. Duarte e Caio B. Mello*

1. O mundo pré-moderno é o mundo sem sujeito. Com efeito, nem sempre o homem foi sujeito. Nem sempre ele concebeu-se como sujeito. Encravado nas condições objetivas da natureza, diluído na segunda objetividade de sua cultura, ele pouco se diferencia ainda de seu espaço social. Um trovão, o curso dos astros, uma seca ou uma fera eram todos fenômenos mais que naturais, sobrenaturais – manifestações de uma substância oculta, por vezes chamada mana ou força originária, primeiro motor, deus. O homem é a cria de sua própria linguagem, de seus mitos, de seus medos, de sua própria práxis vital, de sua potência impotente.

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Auschwitz após educação

Desdobramentos da crítica ao fetichismo das relações sociais em Adorno

Cláudio Roberto Duarte

Resumo:

Em “Educação após Auschwitz” Theodor W. Adorno sugere que as condições sociais objetivas que empurraram a humanidade à barbárie já são a barbárie, e não somente seus resultados mais terríveis. A “educação contra a barbárie” exige portanto uma crítica radical dessas mediações objetivas e subjetivas pressupostas, que, segundo nossa compreensão, aponta para o caráter fetichista da sociedade da mercadoria, do processo (de-)formativo pelo trabalho social abstrato e o atual caráter da ideologia, numa fase de “ideologia zero”. Por outro lado, contra a resignação, aponta para a constituição de uma “imanência fora da imanência” da “abstração real” do trabalho social e da forma-valor.

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A crítica do valor contra a barbárie económica

Amir Assadi

Cara redacção da Jungle World, olá,

a presente exposição é uma reacção aos artigos constantes do vosso dossier de 26.09.01. Visto ser um refugiado iraniano que vive na Alemanha desde 1987 que, sendo de Esquerda, conheceu o terror islamista, espero que a publiquem.

A crítica do valor contra a barbárie económica

Sou iraniano, refugiado por obra da economia mundial, vivendo na Alemanha há década e meia. Senti na própria pele o terror islamista e talvez seja este o motivo de ter ficado escandalizado com a brutalidade das posições contrárias à crítica do valor e anti-alemãs defendidas no último dossier da Jungle World de 26 de Setembro de 2001 (com contributos, entre outros, do senhor Thomas Heinrich, professor de história económica americana em Nova Iorque). Estas posições contrárias à crítica do valor são documentos do fracasso intelectual da Esquerda alemã.

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Terror e Retaliação: Paranóia contra Paranóia.

A paz existe apenas para além do mercado e do estado.

deutsche Version

Publicado em Streifzuege em Setembro de 2001

Lorenz Glatz

Igualdade

As mais de 6.000 vítimas dos atentados assassinos contra o World Trade Center em Nova Iorque e o Pentágono em Washington despoletaram no mundo ocidental uma gigantesca onda de horror e consternação. Mas será que o que esteve na sua origem foi mesmo apenas o horror perante o acto criminoso e a compaixão para com os assassinados e as respectivas famílias? Por que será então que, na última dúzia de anos, não houve qualquer reacção minimamente comparável perante os 7.000 civis mortos no bombardeamento de larga escala dos bairros pobres da Cidade do Panamá, as centenas de milhares de mortos causadas pela guerra contra o Iraque e pelo embargo subsequente, ou as pessoas despedaçadas e contaminadas com radioactividade na Jugoslávia? Até as 800.000 pessoas que foram vitimadas pelo massacre do Ruanda mal fizeram a conversa de um dia.

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Über den Krisis-Zusammenhang


Wie kann der Krisis-Zusammenhang zu einem solchen werden?

Ein paar Überlegungen von Ernst Lohoff und Norbert Trenkle für die Gesprächsrunde auf dem Krisis-Seminar am 23.6.2001

1.

Die Krisis möchte eine Zeitschrift sein und zugleich doch mehr. Der Anspruch des Projekts impliziert eigentlich einen höheren Verbindlichkeitsgrad, als es die Beziehung von Autor und individualisierter Leser- und Zuhörerschaft, die sich das Ihre zum Angebotenen denkt, normalerweise hergibt. Die Existenz des Krisis-Zusammenhangs steht in gewisser Weise für diesen weitergehenden Anspruch. In der Praxis mag er vorderhand nur als loser, im Zeichen von Theorie-Rezeption stehender Diskussionszusammenhang existieren, der wertkritische Ansatz weckt jedoch auch das Bedürfnis nach einem weniger folgenlosen Bezug.

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Krisis 23 — Inhalt

Download: inhalt-krisis-23.pdf

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Krisis 23 — Editorial

Download: editorial-krisis-23.pdf

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Zwischen Allmacht und Ohnmacht (pdf)

Zur Psychopathologie des bürgerlichen Subjekts (PDF)

Download: zwischen-allmacht-und-ohnmacht.pdf

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Einer muss den Bluthund machen (pdf)

Anmerkungen zur neuen Sozialdemokratie und ihrer historischen Mission

Download: einer-muss-den-bluthund-machen.pdf

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Rezensionen | Kommentare | Glossen (pdf)

von Jappe, Wedel, Schandl, Winkel, Behrens

Download: rezensionen-kommentare-glossen.pdf

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Fughe in avanti

Crisi e sviluppo del capitale

da Ernst Lohoff

“La produzione capitalista tende continuamente a superare questi limiti immanenti, ma riesce a superarli unicamente con dei mezzi che la pongono di fronte agli stessi limiti su scala nuova e piu` alta. Il vero limite della produzione capitalista e` il capitale stesso” — Marx, Il Capitale, vol. III ed. Riuniti, Roma 1980, p. 302

Il processo delle crisi e gli eventi delle crisi

E’ evidente: la barca fa acqua da tutte le parti. Il mondo incantato della globalizzazione e del boom del capitalismo da casinò è vittima di crisi di portata più o meno ampia a intervalli di tempo sempre più brevi, soprattutto alla sua periferia. Nel 1995 la crisi messicana, e la debolezza del dollaro che ne fu la conseguenza, fecero trattenere il respiro ai mercati finanziari, nel 1997 le “tigri” asiatiche dell’Estremo oriente e l’America latina vissero un improvviso crollo economico. E’ noto che la Russia è un caso senza speranza. La stessa economia del Giappone, un Paese che a lungo era stato presentato come una Success-story per eccellenza, è sprofondata in una palude fatta di recessione, debito pubblico alle stelle e settore bancario irrimediabilmente indebitato oltre ogni limite. Le notizie positive che giungono dall’economia americana sono di tenore diverso soltanto in apparenza. Tali successi si basano infatti esclusivamente su una sempre più folle economia fondata sul deficit, ovvero sul più grande castello di carte della storia. “Nel 1998 il passivo delle partite correnti ha superato il limite dei 200 miliardi di dollari, nel 1999 è andato oltre 300 miliardi, nel 2000 raggiungerà i 400 miliardi. Con lo stesso ritmo frenetico ha raggiunto livelli stratosferici l’indebitamento netto con l’estero: oltre 2 bilioni di dollari nel 2000, oltre 3 bilioni di dollari due anni più tardi” (“Die Zeit”, 5-1-2000).

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Essai d’ une (auto)critique de la gauche politique, economique et alternative

Johannes Vogele

Se poser aujourd’hui la question de la mondialisation, nous emmène forcement sur un terrain beaucoup plus vaste, qui est celui du capitalisme, son évolution historique, sa crise et la possibilité de son dépassement. D’une manière plus générale, c’est le problème de la civilisation occidentale et de sa suprématie totalitaire qui est en cause.

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Krisis 23 – Editorial (Português)

O presente n° 23 está dedicado à temática fulcral “Pós-política e administração de crise democrática” (que, de certo modo e com enfoques diferentes, conforme já insinuámos anteriormente, deverá continuar a ser desenvolvida no n° 24).

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Neues vom Weltuntergang?

Replik zu Norbert Trenkles “Weil nicht sein kann, was nicht sein darf” Über Michael Heinrichs Versuch, die Marxsche Krisentheorie unschädlich zu machen – in Streifzüge 1/2000

Streifzüge 2/2000

von Michael Heinrich

Über gute Argumente und böse Absichten

Als Autor ist man über Besprechungen seiner Arbeiten stets erfreut. Auch wenn sie äußerst kritisch sind, läßt sich aus der Auseinandersetzung doch meistens etwas lernen. Der Artikel von Norbert Trenkle ist nun gleich in doppelter Hinsicht aufschlußreich: er spricht nicht nur inhaltliche Fragen an, die in meinem Buch “Die Wissenschaft vom Wert” behandelt werden, er demonstriert auch eine weitere Facette der für die Krisis-Gruppe typischen Denkweise. In einer Besprechung von Robert Kurz “Schwarzbuch des Kapitalismus” (Konkret 3/2000) hatte ich darauf hingewiesen, daß Kurz trotz heftigster Abgrenzung vom “Arbeiterbewegungsmarxismus” einige von dessen zentralen Elementen reproduziert: so etwa einen technologisch begründeten Geschichtsdeterminismus (Einführung der Mikroelektronik führt zum Zusammenbruch des Kapitalismus) und eine moralische Kapitalismuskritik (der Kapitalismus wird an Zwecken gemessen, die er überhaupt nicht hat, so etwa, wenn das “Scheitern” des Kapitalismus konstatiert wird, insofern er Arbeitslosigkeit und Elend produziert). Trenkles Text läßt ein weiteres Element aus diesem Spektrum erkennen: auf Positionen, die von der eigenen Auffassung abweichen, wird nicht in erster Linie durch inhaltliche Kritik geantwortet, den Abweichlern werden vielmehr finstere Absichten unterstellt, aufgrund deren sie überhaupt ihre abweichenden Positionen vertreten. In der Geschichte der Arbeiterbewegung kennt man dieses Verhalten von autoritär strukturierten kommunistischen Parteien. Noch weit mehr Erfahrung damit hat die katholische Kirche und zumindest an diesem Punkt teilen beide dasselbe Denkmuster. Da sich die Führung von Partei bzw. Kirche nicht nur im Besitz der einzigen Wahrheit glaubt, sondern diese Wahrheit auch noch als eine ganz offensichtliche betrachtet, die jedermann sofort einleuchten müßte, kann Kritik nur zwei Umständen geschuldet sein: entweder der geistigen Unfähigkeit des Kritikers oder seiner bösen Absicht, die Verbreitung der Wahrheit zu verhindern.

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REPENSANDO A CRITICA DE MARX AO CAPITALISMO

Moishe Postone

INTRODUÇÃO

Neste trabalho, desenvolverei uma reinterpretação fundamental da teoria crítica madura de Marx a fim de reconceituar a natureza da sociedade capitalista. A análise de Marx das relações sociais e das formas de dominação que caracterizam a sociedade capitalista pode ser mais proveitosamente reinterpretada pelo repensar das categorias centrais de sua crítica à economia política. (1) Com este objetivo, procurarei desenvolver conceitos que preencham dois critérios: primeiro, que os mesmos devem apreender o caráter essencial e o desenvolvimento histórico da sociedade moderna; e, segundo, serem capazes de superar as familiares dicotomias teóricas entre estrutura e funcionamento, significado da vida e vida material. Com base nesta abordagem, tentarei reformular a relação entre a teoria marxiana e os atuais discursos da teoria política e social, de uma forma tal que tenha significação teórica, hoje, e forneça uma crítica básica às teorias marxistas tradicionais e ao que foi denominado de “socialismo realmente existente”. Ao fazer isto, espero lançar os fundamentos de uma análise crítica da formação social capitalista, diferente e mais poderosa; uma crítica mais adequada ao final do Século XX.

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Capitulación ante el capitalismo

La última batalla del marxismo tradicional

Deutsche VersionVersão portuguêsa

Revista konkret (Hamburgo) 7/2000

Norbert Trenkle

El marxismo tradicional apenas evita tanto ningún otro pensamiento como el del límite histórico absoluto del sistema productor de mercancías de la modernidad. Parece como si se reflejase la propia derrota inagotada en la convicción de que el capitalismo disfruta de algo así como una vida eterna, de que es infinitamente flexible y capaz de transformación y, por eso, fundamentalmente en situación de superar toda crisis y de volver no dañina toda oposición mediante la integración. Hay que señalar que esa convicción une las posturas más diferentes a través de todo el espectro del marxismo tradicional y, por ello, el rechazo del diagnóstico de derrumbamiento forma también un denominador común de la crítica al Schwarzbuch Kapitalismus, el Manifiesto contra el trabajo, el libro Feierabend y otras publicaciones del grupo Krisis. Con una concordia inusitada reprochan a Krisis que presenta con su diagnóstico de derrumbamiento la animalada más raída del baúl de los recuerdos, por nombrar sólo a algunos, el redactor académico de izquierdas de PROKLA, Michael Heinrich, Freerk Huisken de Gegenstandpunkt (ambos en Konkret 3/2000) y el autor de Bahamas Martin Janz ( Jungle World 8-3-2000).

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Persian: Manifesto against Labour

Download: in-persian-manifesto-against-labour.pdf

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МАНИФЕСТ ПРОТИВ ТРУДА

Группа «Кризис»

1. Господство мертвого труда

Труп правит обществом – труп мертвого труда. Все силы мира соединились для защиты его господства – папа римский и Всемирный банк, Тони Блэр и Йорг Хайдер, профсоюзы и предприниматели, немецкие экологи и французские социалисты. Все они знают только один лозунг: «Работай, работай и работай!»

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Manifesto against Labour

Krisis-Group

Foreword by Norbert Trenkle

1. The rule of dead labour

A corpse rules society – the corpse of labour. All powers around the globe formed an alliance to defend its rule: the Pope and the World Bank, Tony Blair and Jörg Haider, trade unions and entrepreneurs, German ecologists and French socialists. They don’t know but one slogan: jobs, jobs, jobs!

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Manifiesto contra el trabajo

Presentación

Desde hace más doce años la gente que forma parte del Grupo Krisis, de Alemania, intenta desarrollar una posición, más allá de las corrientes académicas dominantes y de los discursos paralizantes de la izquierda “movimentista”, que suponga una superación del marxismo de tipo “movimiento obrero”, sin caer en un discurso afirmativo “realista”. Siendo conscientes de que esto no resulta posible sin establecer relaciones activas y organizar foros de discusión, hace años que la asociación Krisis e.V., que es la editora de la revista Krisis, viene or ganizando mesas de discusión, encuentros de trabajo, etc., que persiguen facilitar el intercambio entre personas con voluntad de transformar las viejas maneras de la izquierda, a fin de abrir un debate entre posturas, sectores y modos de hacer hasta ahora dispares, que permita crear una nueva crítica social de carácter «antipolítico».

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Manifeste contre le travail

Groupe Krisis [1]

I/ La domination du travail mort

Un cadavre domine la société, le cadavre du travail. Toutes les puissances du monde se sont liguées pour défendre cette domination : le pape et la Banque mondiale, Tony Blair et Jôrg Haider, les syndicats et les patrons, les écologistes d’Allemagne et les socialistes de France. Tous n’ont qu’un mot à la bouche : travail, travail, travail !

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Manifesto contro il lavoro

Gruppo “Krisis”

1. IL DOMINIO DEL LAVORO MORTO

Un cadavere domina la società: il cadavere del lavoro. Tutte le potenze del pianeta si sono alleate per difendere questo dominio: il Papa e la Banca mondiale, Tony Blair e Joerg Haider, D’Alema e Berlusconi, sindacati e imprenditori, ecologisti tedeschi e socialisti francesi. Tutti costoro conoscono soltanto una parola d’ordine: lavoro, lavoro, lavoro!

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Il superamento del lavoro

Uno sguardo alternativo oltre il capitalismo

Deutsch: Die Aufhebung der Arbeit

Robert Kurz / Norbert Trenkle

Disoccupazione e crisi sono “da sempre” una realtà del capitalismo. La novità sta tuttavia nel fatto che questi fenomeni alla fine del 20° secolo hanno assunto le sembianze di una “crisi della società del lavoro”; si tratta di un tema originariamente riconducibile al pensiero della filosofa Hannah Arendt (Arendt 1989/1958). Fino alla prima metà di questo secolo nessuno avrebbe mai immaginato di poter attribuire un tale significato a fenomeni consueti nelle crisi del capitalismo. A prescindere da partiti o teorie la categoria “lavoro” sembra essere per così dire un incontestabile presupposto ontologico, sovrastorico di ogni realtà sociale. Se finisce il lavoro allora anche il cielo può crollarci sulla testa.

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Untergang des Kapitalismus

Die ‚Krisis‘ und die Krise

Streifzüge 1/1999

Überarbeitetes Referat, gehalten an der Universität Wien am 24.Juni 1998 bei der Veranstaltung “Was ist der Wert? Was soll die Krise?”

von Michael Heinrich

In der Vergangenheit hat der Kreis um die Zeitschrift Krisis, dem auch mein Co-Referent Norbert Trenkle angehört, die über den Wert vermittelte Form der Vergesellschaftung als den eigentlichen Ansatzpunkt ihrer Kritik hervorgehoben. Damit unterscheidet sich dieser Kreis positiv von vielen anderen, sich als links verstehenden Gruppen. Wie es sich für eine ordentliche Kontroverse gehört, werde ich mich im Folgenden äußerst kritisch mit Trenkle und der Krisis-Gruppe auseinandersetzen, doch sollte man berücksichtigen, daß dies vor dem Hintergrund solcher Gemeinsamkeiten erfolgt. Das Referat von Norbert Trenkle, auf das ich mich im folgenden beziehe, erschien in Streifzüge 3/1998.

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FOREWORD TO THE «MANIFESTO AGAINST LABOUR»

Norbert Trenkle

When the ‘Manifesto against Labour’ was published in Germany, June 1999, the called « new economy » was just in the apex of its intoxication, financed by the Stock Exchange. The colossal valorization of the shares of stock had obnubilated the brains and incentivated an unreal and hysterical atmosphere of success, making believe that anyone could become rich overnight, as soon as he insists with enough proficiency. The university students in charge of the market advertising reach point of spread the rumor that capitalism had liberated himself from their own laws and from now on it could work without crisis.

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Manifesto contra o trabalho

I. A DITADURA DO TRABALHO MORTO

Um cadáver domina a sociedade – o cadáver do trabalho. Todas as potências do globo estão coligadas em defesa desta dominação: o Papa e o Banco Mundial, Tony Blair e Jörg Haider, sindicatos e empresários, ecologistas alemães e socialistas franceses. Todos eles só têm uma palavra na boca: trabalho, trabalho, trabalho.
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NEM OS BAIXOS SALÁRIOS VOS SALVAM !

A ilusão do Capitalismo da miséria e das prestações de serviços

Por Norbert Trenkle*

Desde que a crise da sociedade do trabalho surgiu lentamente na consciência colectiva (aproximadamente desde os finais dos anos setenta), o Neo-Liberalismo sustentou teimosamente o ponto de vista de que tal crise de maneira alguma existe. O que aconteceria é que simplesmente a força de trabalho seria “demasiado cara”. Fosse ela mais barata e fosse oferecida de modo mais “flexível”, poderiam ser criados suficientes postos de trabalho em todo o mundo e por toda a eternidade. Este ponto de vista é hoje generalizadamente aceite como senso comum. “Numa sociedade com divisão do trabalho as pessoas têm de ganhar os seus meios de subsistência no mercado. E aí o preço é fixado pela oferta e pela procura. Se a mercadoria não se vende, é porque o preço não é ajustado. O desemprego não significa que o trabalho desapareça, mas que ele se tornou demasiado caro” escreve o jornalista económico Nikolaus Piper (Süddeutsche Zeitung, 6.8.1998), que aqui é apenas um exemplo de todos os outros.

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O Passado e o Presente da Teoria (de Debord)

A crítica situacionista no contexto da sua época*

Anselm Jappe

É interessante examinar o lugar da crítica situacionista no interior do pensamento francês moderno, marxista ou não. Ver-se-á o quanto a posição situacionista ia “contra a corrente” na década de 60 mas, também, o quanto estava objectivamente próxima de outras correntes de pensamento.

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O ponto aporético e sem retorno

As razões de um “Manifesto Contra o Trabalho”.

“Não basta que as condições de trabalho apareçam num pólo como capital e no outro pólo, pessoas que nada têm para vender a não ser sua força de trabalho. Não basta também forçarem-nas a se venderem voluntariamente. Na evolução da produção capitalista, desenvolve-se uma classe trabalhadora que, por educação, tradição, costume, reconhece as exigências daquele modo de produção como leis naturais evidentes” — Marx, O capital

Cláudio Roberto Duarte – Mestrando Geog.Humana-USP, Prof. Ens. Fundam. do Município de São Paulo.

“O trabalho é a mediação fundamental na relação homem e natureza, pois só através dele o homem sobrevive”. Quantas vezes usamos este teorema, esta identidade antropológica, para fundar positivamente nossas análises ? Mas que é isso de “Manifesto Contra o Trabalho” desses alemães do Grupo Krisis ?

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Krisis 21/22 — Editorial

Download: editorial-krisis-21-22.pdf

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Krisis 20 — Editorial

Download: editorial-krisis-20-1998.pdf

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Wenn der Weltgeist dreimal klingelt

Zur Geschichtsmetaphysik der Krisis-Gruppe [PDF]

Download: wenn-der-weltgeist-dreimal-klingelt.pdf

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Terror of Labour

Norbert Trenkle

For a person socialised in the Western World labour is simply a self-evident thing; self-evident to that extent that he/she would not even give a second thought to what labour actually is. If one asked somebody, the reply would probably be that work is nothing but an appropriate physical and mental activity hence an everlasting necessity for the human existence. Maybe, he/she goes so far to say that labour is the very essence of humanity. Through labour mankind becomes different from other mammals because it is labour, which liberates men from nature. An essay with the title “Anteil der Arbeit an der Menschwerdung der Affen” (app. The essential role of laobur in the transformation process from the Ape to Human Being), written by Friedrich Engels at the end of the 19th century, nowadays would probably thought to be quite pompous. However, the very phrasing is still able to pinpoint the prevailing state of awareness. It is quite revealing, that German Trade Unions deem this particular pamphlet of Engels’ to be one of the few that still deserves it to be used in their training courses for members.

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¿Qué es el valor? ¿Qué significa la crisis?

A partir de una conferencia sostenida el 24 de junio de 1998 en la Universidad de Viena

deutsch: Was ist der Wert, was soll die Krise?

francais: Qu’est-ce que la valeur, qu’en est-il de la crise?

Norbert Trenkle

El asunto al que me voy a referir es muy amplio. Se extiende desde el plano más elemental de la teoría del valor o, más bien, de la crítica del valor (es decir, desde el plano de las categorías fundamentales de la sociedad productora de mercancías: trabajo, valor, mercancía, dinero) al plano donde estas categorías fundamentales se manifiestan objetivadas y fetichistas, como hechos aparentemente “naturales” y “necesidades objetivas”. En este plano (el plano del precio, el beneficio, sueldo, circulación, etc.) se manifiestan abierta y simultáneamente las contradicciones internas de la sociedad de mercancías moderna; allí se pone en claro su última imposibilidad histórica: en la forma de la crisis. Está claro que sólo podré hacer una aproximación esquemática en el tiempo que se me ha concedido, pero espero conseguir poner en claro las ideas esenciales.

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Las sutilezas metafísicas de la mercancía

Anselm Jappe

Mi intervención será bastante distinta de las otras que aquí se lean. Presentarse a un debate sobre la mercancía para polemizar contra la existencia misma de la mercancía puede parecer tan sensato como acudir a un congreso de físicos para protestar contra la existencia del magnetismo o de la gravedad. Por lo general, la existencia de mercancías suele considerarse un hecho enteramente natural, por lo menos en cualquier sociedad medianamente desarrollada, y la sola cuestión que se plantea es qué hacer con ellas. Se puede afirmar, desde luego, que hay gente en el mundo que tiene demasiado pocas mercancías y que habría que darles un poco más, o que algunas mercancías están mal hechas o que contaminan o que son peligrosas. Pero con eso no se dice nada contra la mercancía en cuanto tal. Se puede desaprobar ciertamente el “consumismo” o la “comercialización”, eso es, pedirle a la mercancía que se quede en su sitio y que no invada otros terrenos como, por ejemplo, el cuerpo humano. Pero tales observaciones tienen un sabor moralista y además parecen más bien “anticuadas”, y estar anticuado es el único crimen intelectual que aún existe. Por lo demás, las raras veces que parezca ponerse en tela de juicio la mercancía, la sociedad moderna se precipita a evocar las fechorías de Pol Pot, y se acabó la discusión. La mercancía ha existido siempre y siempre existirá, por mucho que cambie su distribución.

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Qu’est-ce que la valeur, qu’en est-il de la crise?

Retranscription retravaillée d’un exposé tenu à l’université de Vienne (Autriche) le 24 juin 1998

deutsch: Was ist der Wert, was soll die Krise?

spanisch: ¿Qué es el valor? ¿Qué significa la crisis?

Norbert Trenkle

Le tour d’horizon que je voudrais faire aujourd’hui est très large. Il part du niveau le plus fondamental de la théorie de la valeur, ou plus exactement de la critique de la valeur, c.a.d. au niveau des catégories de base de la société de production de marchandises : travail, valeur, marchandise et argent. Nous parlerons ensuite du niveau auquel appartiennent ces catégories, apparaissant comme des faits et des contraintes objectifs, réifiés et fétichistes, prétendument « naturels ». À ce niveau, celui du prix, du profit, du salaire, de la circulation etc., les contradictions internes et le côté historiquement insoutenable de la société marchande moderne se manifestent ouvertement sous forme de crise. Il est clair qu’ici, dans un temps limité, je ne peux pas livrer plus qu’une esquisse, mais j’espère quand même arriver à rendre compréhensibles les corrélations les plus importantes.

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Lo speculatore scatenato

Tobin Tax e nazionalismo keynesiano: una mistura indigesta

deutsch: Entfesselter Spekulant

Ernst Lohoff

Per definizione i Nobel per l’economia non possono avere pensieri emancipatori: l’idiota di professione James Tobin, cui il premio fu attribuito nel 1981, ha formulato una proposta particolarmente ottusa, in circolazione da tempo senza troppo successo. Tale proposta mira niente meno che a mettere le briglie a una porzione della sovrastruttura finanziaria grazie a una tassazione della speculazione valutaria secondo la filosofia del buon vecchio capitalismo produttivo di marca protestante e a ricondurre così l’amato capitale monetario ai mulini fordistici degli investimenti per i posti di lavoro che ormai da tempo stanno girando a vuoto: in questo modo l’ilota dell’economia di mercato potrà continuare a guadagnarsi la sua birra col sudore della fronte.

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Le sottigliezze metafisiche della merce

Testo letto nel simposio Il fascino discreto della merce, in Roma, 8.5.1998. Publicato in Invarianti 31

Anselm Jappe

La merce come problema

Presentarsi a un convegno sulla merce per polemizzare contro l’esistenza stessa della merce può sembrare altrettanto sensato quanto andare a un convegno di fisici per protestare contro l’esistenza del magnetismo, o della forza di gravità. L’esistenza di merci viene generalmente considerata un fatto del tutto naturale, almeno in ogni società un po’ sviluppata, e la questione è solo che cosa farne. Naturalmente si può affermare che alcuni nel mondo hanno troppo poche merci e che bisognerebbe dargliene un po’ di più, o che alcune merci sono malfatte, o che inquinano, o che sono pericolose. Ma questo non dice niente contro la merce in quanto tale. Certo, si può disapprovare il “consumismo” o la “commercializzazione”, cioè ingiungere alla merce di restare al suo posto e di non invadere altri campi, quali il corpo umano. Ma questi rilievi hanno un sapore moralistico e sembrano inoltre piuttosto “datati”, ed essere datati è l’unico crimine intellettuale che tuttora esiste. Oltre a ciò, la società moderna, le rare volte che sente messa in discussione la merce, corre col pensiero subito a Pol Pot, e lì la discussione finisce. La merce è sempre esistita e sempre esisterà, per quanto possa cambiare la sua distribuzione.

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Entfesselter Spekulant

Tobin-Steuer und keynesianischer Nationalismus: eine ungenießbare Mischung

Italiano: Lo speculatore scatenato

Ernst Lohoff

Nobelpreisträger für Wirtschaftswissenschaften können definitionsgemäß keinen emanzipatorischen Gedanken haben. Besonders albern ist der seit langem erfolglos grassierende Vorschlag des 1981 preisgekrönten Fachidioten James Tobin, durch eine Besteuerung der Währungsspekulation mit sage und schreibe einem Prozent den abgehobenen Finanzüberbau im Sinne des guten alten protestantischen Produktionskapitalismus zu domestizieren und das schöne Geldkapital wieder auf die leerlaufenden Mühlen fordistischer Arbeitsplatz-Investitionen zu lenken, so daß der marktwirtschaftliche Helot wie gewohnt sein Bier im Schweiße seines Angesichts erwirtschaften darf.

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Kant und Hegel vor dem Sexshop

Zeitversetztes Zerwürfnis zweier Zufrühgekommener. Zusammengestückelt

von Franz Schandl*

nigsberg, Mai 1799. Der junge Hegel besucht den alten Kant. Beim Spazierengehen stoßen der abgehende und der angehende Philosoph zufällig auf ein temporär irrtümlich um viele Jahre zu früh plaziertes Pornogeschäft. Mehr als verwundert bleiben sie davor stehen, betrachten die in einer Auslage ausgestellten Bilder und Gegenstände. Nach einigen Momenten der Sprachlosigkeit entspinnt sich zwischen den beiden folgender aufschlußreiche Dialog.

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31.12.1998 Beitrag drucken

Die Aneignung des enteigneten Wissens

Über die Perspektiven studentischen Protests in der Krise der Warengesellschaft

Norbert Trenkle

Die Krise der modernen Warenproduktion alias Kapitalismus hat ihre Ursache in einem irrwitzigen Paradoxon: sie geht nicht auf materiellen Mangel zurück, sondern im Gegenteil auf eine ungeheuer fortgeschrittene Produktivität. Unter anderen gesellschaftlichen Bedingungen könnte diese ohne weiteres dafür genutzt werden, alle Menschen der Welt in ausreichendem Maße mit materiellen Gütern zu versorgen und außerdem noch einen gewaltigen Zeitfonds für Muße und kreativ-spielerische Betätigung jeder Art freizusetzen. Unter dem Zwangssystem der Warenproduktion und der abstrakten Arbeit jedoch führt der erreichte Stand der Produktivkraft unweigerlich zum Ausschluß einer immer größeren Zahl von Menschen vom Zugang zu den elementarsten Existenzmitteln. Jede noch so gut gemeinte Absicht der “Umverteilung” ist unter den gegebenen Bedingungen letzlich zum Scheitern verurteilt, weil das Kriterium zur Beteiligung am gesellschaftlichen Produkt die Verausgabung von Arbeit bleibt. Darum kommen auch Gedanken wie etwa die eines “Grundeinkommens” oder “Bürgergeldes” nicht herum, denn sie setzen die Abschöpfung von Wert aus dem betriebswirtschaftlichen Vernutzungsprozeß lebendiger Arbeitskraft in der Warenproduktion voraus. Soll dieser Prozeß nicht abgewürgt werden (und das wäre das Ende der ganzen Münchhausiade), kann die monetäre Umverteilung in der Praxis nur auf eine Almosenzuteilung noch unter Sozialhilfeniveau hinauslaufen. Und auch eine Arbeitszeitverkürzung oder -flexibilisierung (in welcher Variante auch immer) kann allenfalls einen kleinen Teil der Herausgefallenen temporär wieder ins System der Arbeit integrieren – und dies meist nur bei erheblich verschlechtertem Geldeinkommen.

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31.12.1998 Beitrag drucken

O mercado absurdo dos homens sem qualidades

Apresentação do Livro de Roberto Kurz “Os Últimos Combates” 4ª Edição 1998 Editora Vozes, Brasil

Anselm Jappe*

O capitalismo está chegando ao fim. A prova: a queda da União Soviética. A base desta análise: a “obscura” crítica do “valor” de um tal de Karl Marx. Será que a luta de classes e a luta pela democracia derrotarão o capitalismo? A luta de classes não foi outra coisa senão o motor do desenvolvimento capitalista e jamais poderá levar à sua superação. A democracia não é o antagonista do capitalismo mas sua forma política, e ambos esgotaram seu papel histórico. A queda dos regimes do Leste não significa o triunfo definitivo da economia de mercado, mas um passo ulterior em direcção ao ocaso da sociedade mundial da mercadoria.

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31.12.1998 Beitrag drucken

Krisis 21/22 — Inhalt

Editorial

Claus Peter Ortlieb: Bewußtlose Objektivität. Aspekte einer Kritik der mathematischen Naturwissenschaft

Ernst Lohoff: Zur Dialektik von Mangel und Überfluß

Roswitha Scholz: Die Verwilderung des Patriarchats in der Postmoderne

Moishe Postone: Dekonstruktion als Gesellschaftskritik. Derrida über Marx und die Neue Weltordnung

Robert Bösch: Über eine Theorie des Mangels. Zur Psychoanalyse von Jacques Lacan (Teil 1)

31.12.1998 Beitrag drucken

Krisis 20 — Inhalt

Editorial

Ingolf Ahlers: Der Westen in Not: planetarische Politik und globale Kulturkämpfe im Zeitalter des Neoliberalismus

Robert Kurz: Weinkenner aller Länder, vereinigt Euch! Postmodernismus, Lifestyle-Linke und die Ästhetisierung der Krise

Roger Behrens: Die Politik der zweiten Haut. Versuche über den Körper.

Anselm Jappe: Politik des Spektakels – Spektakel der Politik. Zur Aktualität der Theorie von Guy Debord

Clemens Nachtmann: Wenn der Weltgeist dreimal klingelt. Zur Geschichtsmetaphysik der Krisis-Gruppe

Ernst Lohoff: Hello Mr. Postman. Kritik als Affirmation. Eine Replik auf die Krisis-Kritik von Clemens Nachtmann

31.12.1997 Beitrag drucken

Introduzione: L’apoteosi del denaro

Introduzione a Robert Kurz “La fine della politica a l´apoteosi del denaro”, manifesto libri, Roma 1997

Anselm Jappe

La società della merce ha consumato da tempo la sua sostanza tanto economica quanto politica e procede su una sottile lastra di ghiaccio. Si può non essere d’accordo con l’analisi di Kurz in ciò che riguarda i tempi che prevede per il manifestarsi di una crisi catastrofica anche in Europa occidentale, ma sarebbe difficile contestare la sua affermazione secondo cui una formazione sociale almeno bisecolare volge ormai al tramonto, un tramonto non pacifico. Le resistenze che suscita il passaggio all’economia globalizzata e al “nuovo ordine mondiale” sono sotto gli occhi di tutti. Le forze dell’”antagonismo sociale” non hanno più bisogno di escogitare strumenti per mettere in difficoltà il potere e per rompere il consenso che lo circonda. La questione non è più se ci saranno turbolenze che rompono il quieto vivere del “mondo unificato”, ma sapere quale direzione prenderanno. Sono passati i tempi in cui ogni protesta di massa, ogni opposizione all’ordine costituito sembravano quasi automaticamente situarsi in un’ottica di emancipazione sociale e dunque essere degni oggetti dell’entusiasmo della “sinistra”. Gran parte dei moti di protesta sociale, tanto di più fuori d’Europa, non entrano più nei classici schemi di destra e sinistra e finiscono al servizio di chi non ha certo per progetto un’umanità liberata. In questa situazione, la critica sociale assume – potenzialmente – un ruolo mai avuto prima. Le reazioni degli uomini al folle corso dell’economia della merce verso l’abisso non sono affatto programmate, ma dipendono largamente da ciò che essi sanno. E’ assai cinico deplorare la diffusione degli integralismi, del razzismo, dell’estrema destra ecc. se al contempo si dichiara “utopica” o “superata” qualsiasi critica globale di un sistema in cui, evidentemente, per una parte crescente dei suoi abitanti non c’è più posto. E per riprendere il filo di questa critica globale, non c’è bisogno di guardare indietro, di nutrire nostalgia per le mitologie leniniste, di rispolverare i valori della Resistenza, di sventolare disperatamente bandiere rosse, di entusiasmarsi per Che Guevara. In crisi è infatti proprio quella critica sociale che, sia pure come controfaccia, faceva parte integrante del mondo oggi al tramonto.

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31.12.1997 Beitrag drucken

Krisis 19 — Editorial

Wo Kritik ihren Namen verdient, vereinigt sie in sich stets zwei gegenläufige Momente. Kritik läßt sich ohne Distanz zum Kritisierten gar nicht denken, aber genausowenig ohne das Bewußtsein von Nähe und Verstrickung. Radikale Kritik ist über das, was sie überwinden und abstreifen will, schon hinaus und weiß doch gleichzeitig darum, wie eng die eigene Existenz mit ihrem Gegenstand verschlungen ist. Dementsprechend hat sie keinen festen und eindeutigen Standort, sondern oszilliert beständig zwischen Innen- und Außenperspektive und kann sich überhaupt nur in dieser Pendelbewegung entfalten. Allein indem die Kritik ihren Gegenstand von sich stößt und zum Gegenüber macht, kann sie dessen innere Logik erkennen; und im selben Maße, wie sie ihn verstehen lernt, wird er ihr zusehends fremdartiger.

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A arte de desmascarar

Um dos principais libelos contra o capitalismo, ”A Sociedade do Espetáculo”

Anselm Jappe

”Sociedade do espetáculo”; esta expressão já está em voga, especialmente ao se falar de televisão; no Brasil, parece se impor mais do que em outros lugares. Poucos porém sabem que na origem este era o título de um livro de Guy Debord, agora traduzido pela primeira vez no Brasil (Ed. Contraponto).

Lançado na França em 1967, ”A Sociedade do Espetáculo” tornou-se inicialmente livro de culto da ala mais extremista do Maio de 68, em Paris; hoje é um clássico em muitos países. Em um prefácio de 1982, o autor sustentava com orgulho que o seu livro não necessitava de nenhuma correção.

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A DEMOCRACIA, QUE ARAPUCA*!

Anselm Jappe

“Nunca um candidato especulou de modo mais monótono sobre a monotonia das massas”, disse Marx referindo-se a Napoleão III. Inúmeros habitantes da Itália ou do Brasil devem ter tido a mesma sensação quando viram chegar ao poder um Berlusconi ou um Collor de Mello. Poder-se-ia, então, ter a impressão de que a “democracia”, duramente conquistada, tivesse sido anulada de repente, dado que o uso “despolitizante” da mídia e da indústria do entretenimento permite aos poderosos fazerem eleger pelo povo, “democraticamente”, quem bem entenderem. A diferença entre Napoleão III e seus êmulos modernos (1) é que estes construíram sua fortuna política sobre o uso desabusado da mídia e da notoriedade que a televisão confere. Fizeram-no com tal sucesso, que seus adversários passaram a reivindicar em alto e bom som uma partilha equitativa de tais vantagens(2), ao mesmo tempo em que, virtuosamente, declaram que não fica bem vender um homem político como se vende um detergente. A redução da política a “mero espetáculo” é pois, geralmente, criticada um pouco por toda parte e, sobretudo, por quem se vê, momentaneamente, em desvantagem no terreno do confronto. Quem quer aparecer como crítico sério e preocupado com os destinos da sociedade reclama que a “política”, a verdadeira, séria, com p maiúsculo, seja recolocada em seu trono.

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31.12.1997 Beitrag drucken

Krisis 19 — Inhalt

Editorial

Ernst Lohoff: Der Tod des sterblichen Gottes. Skizze über Aufstieg und Fall des Nationalstaats

Robert Kurz: Antiökonomie und Antipolitik. Zur Reformulierung der sozialen Emanzipation nach dem Ende des »Marxismus«

Volker Hildebrandt: Der Dritte Sektor. Wege aus der Arbeitsgesellschaft

Gaston Valdivia: »Zeit« ist Geld und Geld ist »Zeit«. Von der Produktion der »Zeit« zu ihrer marktwirtschaftlichen Dekonstruktion.

31.12.1996 Beitrag drucken

L’illusione dello Stato mondiale

deutschsprachige Version

Ernst Lohoff

1.

La dittatura universale della merce e del denaro ha causato la deflagrazione del sistema di riferimento fondato sull’autonomia regionale o nazionale ed ha originato un tessuto connettivo che ha invaso tutto il globo. L’internazionalismo che per i nostri predecessori, fautori del progresso, rappresentava un assioma sacro, è divenuto per noi, loro discendenti, una realtà quotidiana al di là di qualsiasi giudizio morale. Chi oggi sta in sella ad una bici di marca “tedesca”, può stare certo che le sue singole parti sono state fabbricate in non meno di dieci paesi diversi da individui di una settantina di nazionalità. Una catena di fast food nota a livello mondiale afferma con estrema serietà che i suoi prodotti hanno assolutamente lo stesso sapore in tutte le sue filiali, si trovino a Buenos Aires, Mosca o Holzminden. La scomparsa delle foreste tropicali e l’allargamento del buco nell’ozono sono fenomeni dovuti all’azione congiunta di tutte le nazioni industrializzate. Le regioni mondiali costituiscono, ormai da lungo tempo, un sistema di vasi comunicanti per ciò che riguarda l’economia, l’ecologia e la cultura del quotidiano.

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31.12.1996 Beitrag drucken

La Jugoslavia come paradigma

Recensione del libro di Ernst Lohoff: Der Dritte Weg in den Bürgerkrieg (La terza via verso la guerra civile), Horlemann Verlag, Bad Honnef, 1996

Anselm Jappe

Essendo la via albanese verso il capitalismo finita nel caos, si ridesterà forse per un attimo l’interesse per le cause della recente guerra in Jugoslavia – a meno di non volersi accontentare della spiegazione corrente secondo cui si sarebbe trattato semplicemente di un irrazionale odio etnico tra popoli che da secoli si sbranano a vicenda. Ernst Lohoff, di cui Invarianti ha pubblicato in questo numero e in quello precedente un lavoro, ha applicato al caso jugoslavo, con risultati notevoli, gli strumenti critici elaborati da Krisis . Nel suo saggio in Krisis 14, poi allargato fino a diventare un libro pubblicato nel 1996 (Der Dritte Weg in den BürgerkriegLa terza via verso la guerra civile),egli esamina non la lontana preistoria dei popoli jugoslavi, ma l’epoca titoista e soprattutto un periodo quasi mai considerato dai commentatori: il decennio tra la morte di Tito e l’inizio della guerra. In un perfetto equilibrio tra analisi teorica e dettagliata descrizione storica, questo libro si legge come un “giallo” quando segue le tappe del precipitarsi inesorabile del paese balcanico verso la catastrofe finale.

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31.12.1996 Beitrag drucken

Krisis 18 — Editorial

So manche Leser werden, wenn sie diese Ausgabe der »Krisis« aufschlagen und ihr Schwerpunktthema registrieren, erst einmal mit Skepsis reagieren. Die Kritik von »Arbeit«, Wertform und Warengesellschaft (kurz »Wertkritik«) mag ja als aparte Beschäftigung eines geschmäcklerischen Theorieclubs interessant erscheinen, und womöglich kann man sich damit interessant machen und Punkte sammeln im allgemeinen Selbstdarstellungs- und Selbstwert-Theater. Die Frage nach der Aufhebung der Warengesellschaft jedoch ernsthaft als lebenspraktische und mit Bezug auf soziale und gewerkschaftliche Bewegungen zu stellen, mutet doch reichlich utopisch und weltfremd an, und es scheint sich der Verdacht aufzudrängen, daß der Versuch, das Problem der Überwindung der herrschenden Vergesellschaftungsform im Kontext »unmittelbarer« gesellschaftlicher Probleme aufzurollen, nur eine Reise in Richtung Wolkenkuckucksheim bedeuten kann.

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31.12.1996 Beitrag drucken

La ilusión del Estado mundial

Ernst Lohoff

1.

La dictadura universal de las mercancías y el dinero hizo estallar el cuadro de la autonomía regional o local y produjo un contexto global mundial. Si el internacionalismo era para nuestros predecesores una cuestión de honor, para nosotros se convirtió en realidad cotidiana independientemente de cualquier valoración moral. Quien hoy en día monta en una bicicleta de marca «alemana» puede estar seguro de que sus componentes fueron fabricados en al menos diez países diferentes, por trabajadores de setenta nacionalidades diferentes. Una famosa cadena mundial de restaurantes de cómida rápida anuncia con toda seriedad que sus productos tienen absolutamente el mismo sabor en todas sus filiales, de Buenos Aires a Moscú o Holzminden. Todas las industrias colaboran en conjunto en la destrucción de los bosques tropicales y en la producción del agujero de ozono. Las regiones mundiales forman hace ya mucho tiempo, en lo que respecta a la economía, la ecología y la cultura cotidiana, un sistema de vasos comunicantes. Esta indiscutible constatación lleva a una conclusión. Si los estados nacionales, enfrentados a la imposibilidad de controlar el nivel mundial de los flujos financieros, de las poblaciones y de la contaminación ambiental, alcanzaron hoy innegablemente el límite de sus capacidades de intervención, ¿no deberían las organizaciones internacionales, como la Unión Europea o las Naciones Unidas, tarde o temprano, ocupar su lugar?

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Krisis 16/17 — Inhalt

Editorial

Robert Kurz: Die Himmelfahrt des Geldes. Strukturelle Schranken der Kapitalverwertung, Kasinokapitalismus und globale Finanzkrise

Ernst Lohoff: Die harte Landung des Dollar. Von der währungspolitischen Pax Americana zum Weltmarkt ohne Weltgeld

Roswitha Scholz: Die Metamorphosen des teutonischen Yuppie. Wohlstandschauvinismus, 90er-Jahre-Linke und kasinokapitalistischer Antisemitismus

Robert Bösch: Unheimliche Verwandtschaft. Anmerkungen zum Verhältnis von Marxismus-Leninismus und Antisemitismus

Robert Kurz: Politische Ökonomie des Antisemitismus. Die Verkleinbürgerung der Postmoderne und die Wiederkehr der Geldutopie von Silvio Gesell

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Krisis 18 — Inhalt

Editorial

Robert Kurz: Die letzten Gefechte. Ein Essay über den Pariser Mai, den Pariser Dezember und das Bündnis für Arbeit

Ernst Lohoff: Determinismus und Emanzipation

Norbert Trenkle: Weltgesellschaft ohne Geld. Überlegungen zu einer Perspektive jenseits der Warenform

Ernst Lohoff: Krise und Befreiung – Befreiung in der Krise. Ein postpolitischer Streifzug

Heinz Weinhausen: Sphärenklänge. Zum Teilzeitsozialismus des André Gorz

Franz Schandl: Dimensionen des Mülls

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Die Weltstaatsillusion

Die Weltstaatsillusion

Italiano: L’illusione dello Stato mondiale

Ernst Lohoff

1.

Die universale Diktatur von Ware und Geld hat den Rahmen regionaler oder nationaler Selbstgenügsamkeit gesprengt, und einen weltumgreifenden Zusammenhang hergestellt. War Internationalismus für die Fortschrittlichen unter unseren Altvorderen ein hehres Postulat, so ist er für uns Nachgeborene jenseits jeder moralischen Bewertung zur Alltagswirklichkeit geworden. Wer sich heute auf ein “deutsches” Markenrad schwingt, darf sicher sein, daß dessen Einzelteile in mindesten 10 verschiedenen Staaten von Angehörigen siebzigerlei Nationalitäten hergestellt wurden. Eine weltweit bekannte Schnellrestaurantkette wirbt allen Ernstes damit, daß ihre Produkte in sämtlichen Filialen zwischen Buenos Aires, Moskau und Holzminden absolut gleich schmecken würden. Bei der Vernichtung des tropischen Regenwaldes und der Erzeugung des Ozonloches wirken alle Industrienationen einträchtig zusammen. Die Weltregionen bilden, was Ökonomie, Ökologie und Alltagskultur angeht, längst ein System kommunizierender Röhren.

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31.12.1995 Beitrag drucken

Krisis 16/17 — Editorial

Unter dem virtuellen röhrenden Hirsch an der Wand versucht es sich die postmoderne Spießbürgerei gemütlich zu machen. Das Leben geht weiter. Am Ende doch keine Debatten mehr, die ernstgenommen werden müßten. Es ist angesagt, zur eigenen Langweiligkeit zu stehen. Und das Leben kann so schön sein, so voller verspielter Chancen und unwichtiger Möglichkeiten. Inmitten des ureigenen Müllhaufens von Sekundärkitsch darf das Gefühl aufkommen, daß man eigentlich schon wieder Stil hat. Man lernt wieder mal ständig neue Leute kennen, die auch nichts zu sagen haben und gerade deswegen so nett sind. Der Urlaub, die Kräuter für die Atemwege, die leichte Lektüre, Sex nach dem therapeutischen Lehrplan, der Computer, dies und das. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, wird z.B. weiß geheiratet, so gelegentlich hie und da. Die Krise, ein halbvergessenes Kindermärchen, kommt sowieso nicht mehr; und wenn, dann für die anderen und anderswo, wo sie vielleicht irgendwie schon da ist, als Medienereignis, das man sich anschaut oder auch nicht.

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Krisis 15 — Editorial

Kann es eine Stabilisierung innerhalb des Zusammenbruchs geben? Wenn der Bezugsraum des Zusammenbruchs groß genug ist, dann ja. Wie schon des öfteren seit dem ersten großen Börsenkrach 1987, der den neuen säkularen Krisenzyklus im Westen selbst eingeleitet hat, ist auch heute wieder von einem neuen »Aufschwung« die Rede, dessen Welle das unverbesserliche Münchner IFO-Institut bereits bis ins Jahr 2000 sich erheben sieht. Der nächste Einbruch kommt bestimmt, aber das Erdbeben macht auch Pausen. Insofern wir es heute mit dem Zusammenbruchsprozeß des nunmehr strukturell vereinheitlichten warenproduzierenden Weltsystems zu tun haben, macht dessen bisher nie dagewesene Größenordnung tatsächlich eine ungleichmäßige Entwicklung möglich; mit regional äußerst unterschiedlichen und sogar entgegengesetzten Verlaufsformen. Dies gilt sowohl für ganze Weltregionen als auch für Regionen innerhalb der langsam sich auflösenden Nationalökonomien. Die Länder der OECD als Kernregionen des Gesamtsystems haben zwar bereits die größten Krisen- und Armutsschübe seit dem Zweiten Weltkrieg erlebt, und sie haben ihr assoziiertes Mitglied Jugoslawien auf eine bemerkenswerte Weise verloren; aber das »business as usual« läuft weiter, solange der »fordistische Speck« noch nicht abgeschmolzen, die spekulative Riesenblase des Kasinokapitalismus nicht geplatzt und das wackelnde System des Staatskredits und der internationalisierten Finanzmärkte nicht untergegangen ist. Und der offizielle Berufsoptimismus der herrschenden Institutionen nähert sich zwar in seiner Qualität immer mehr derjenigen, sagen wir: des russischen Innenministeriums an; aber dennoch will die Mehrheit sich weiter prognostisch auf den Arm nehmen lassen, und diese Haltung ist durch die Tatsachen noch nicht mit letzter Konsequenz ad absurdum geführt.

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Sic transit gloria artis (Português)

O “fim da arte” segundo Theodor W. Adorno e Guy Debord

Anselm Jappe

É difícil, atualmente, eludir a idéia de que o “fim da arte”, proclamado aos quatro ventos e, com não menos ardor, rechaçado durante a década de 60, tenha finalmente ocorrido, embora com alguma dissimulação: “Not with a bang, but with a whimper” (T.S. Eliot). Durante mais de cem anos, a evolução da arte foi identificada a uma sucessão ininterrupta de inovações formais e de “vanguardas” que ampliavam cada vez mais as fronteiras da criação. Porém, após um último período de esplendor – pelo menos aparente – que chega até o início dos anos 70, não se impôs nenhuma nova tendência vanguardista e apenas se observou a repetição de elementos fragmentários, isolados e desvirtuados da arte do passado. A suspeita de que a arte moderna esteja esgotada começa a propagar-se inclusive entre aqueles que, durante muito tempo, a haviam firmemente recusado. O mínimo que se pode dizer é que, há decênios, nada se viu de comparável às revoluções formais do período de 1910 a 1930. Entretanto, se hoje se produzem ou não obras de valor é, com certeza, uma questão discutível; mas dificilmente se encontrará quem ainda veja na arte dos últimos anos a “manifestação sensível da idéia” ou, pelo menos, uma expressão tão consciente e concentrada de sua época como foram a literatura, as artes visuais e a música das primeiras décadas do século.

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31.12.1995 Beitrag drucken

Krisis 15 — Inhalt

Editorial

Roswitha Scholz: Die Maske des roten Todes. Kasinokapitalismus, Frauenbewegung und Dekonstruktion

Norbert Trenkle: Die globale Gesamtfabrik: ein irres Unternehmen. Vom warenförmigen Gesellschaftsmoloch zur dezentral vernetzten Welt

Robert Kurz: Postmarxismus und Arbeitsfetisch. Zum historischen Widerspruch in der Marxschen Theorie

Udo Winkel: Marx hat uns im voraus überholt. Rosa Luxemburg nach 75 Jahren

Anselm Jappe: Sic transit gloria artis. Theorien über das Ende der Kunst bei Theodor W. Adorno und Guy Debord

31.12.1994 Beitrag drucken

Introduzione

Anselm Jappe

Il capitalismo sta per finire. La prova: il crollo dell’Unione sovietica. Base dell’analisi: la critica “oscura” che un certo Karl Marx rivolse al “valore”.

Saranno la lotta di classe e la lotta per la democrazia a vincere il capitalismo? La lotta di classe non è stata altro che il motore dello sviluppo capitalistico, e non ne potrà mai scaturire un suo superamento. La democrazia non è l’antagonista del capitalismo, ma la sua forma politica, e ambedue hanno esaurito il loro ruolo storico.

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Krisis 14 — Editorial

Wer sich an Bedeutung und Funktion von Politik kritisch-historisch heranzutasten versucht und in vergangenen Gesellschaften nach strukturell artverwandten Phänomenen fahndet, dem drängt sich der Vergleich mit der Religion auf. Wenn der Staat in der Moderne den Platz einer abstrakten Allgemeinheit einnimmt, also jenseits der Gesellschaft verortet ist, und doch gleichzeitig allgegenwärtig den Rahmen für das Alltagstreiben der Warensubjekte setzt, dann erinnert das fatal an die Stellung Gottes in der von ihm geschaffenen Welt. Sowohl Jahwe als auch der Staat sind transzendente, gesonderte Wesen, die paradoxerweise für das Ganze stehen und es umgreifen.

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Wider die Kultur und die Aliens der Modernisierung

Afrika

KONTEXT Zonengrenze: »Die bloße Existenz des anderen ist das Ärgernis. Jeder andere >macht sich breit< und muß in seine Schranken verwiesen werden, die des schrankenlosen Grauens.«(2)

Christian Neugebauer(1)

In Frage ist die Anerkennung der Existenz der Anderen. Aber wie die Andere anerkennen, und wer ist sie? Ich denke, es gibt einen Ansatz dafür: Dekonstruktion.

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Final do direito

Hipóteses sobre a extinção de um princípio formal do Ocidente

Por Franz Schandl

1. O Capitalismo exige hoje um ritmo que os seus princípios formais já não conseguem acompanhar. Não foram feitos para esta velocidade. O desenvolvimento das forças produtivas e as formações sociais colidem, ou entram mesmo em colapso, haja em vista as economias em colapso por todo o mundo, seja em África, na América Latina ou no Leste da Europa. O que se perfila não é a universalização da Democracia e do Direito, mas a sua limitação. O sistema triunfante perde cada vez mais terreno e revela-se cada vez mais como decadente. O populismo da Direita que também grassa no centro do Capitalismo Democrático, a redução das forças democráticas tradicionais a nada (hoje a Itália, amanhã a França, depois de amanhã onde se verá), mostra claramente o fenómeno de esfacelamento das Democracias Ocidentais e dos seus princípios burgueses formais.

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Krisis 14 — Inhalt

Editorial

Ernst Lohoff: Vom ideellen Gesamtkapitalisten zum reellen Gesamtkriminellen. Der Fall Jugoslawien

Robert Kurz: Das Ende der Politik. Thesen zur Krise des warenförmigen Regulationssystems

Peter Klein: Pars pro toto – warum die Partei nicht mehr Recht hat

Robert Kurz: Der Zusammenbruch des Realismus. Anmerkungen zum Verfall der ehemaligen linken Opposition

Christian Neugebauer: Wider die Kultur und die Aliens der Modernisierung: Afrika

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Die Arbeit hoch? — Vorwort

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

>> Inhaltsverzeichnis

Vorwort zur zweiten Auflage

Seit dem ersten Erscheinen dieses Buches sind knapp mehr als zwei Jahre vergangen. Die Entwicklungen in dieser Zeit haben die dem Buch zugrundeliegende Annahme einer gegenwärtigen, existentiellen “Krise der Arbeitsgesellschaft” leider vollinhaltlich bestätigt. Viele der in diesem Zusammenhang angesprochenen Trends sind in der Zwischenzeit sogar erst zur vollen Deutlichkeit gelangt. Kaum mehr angezweifelt kann heute werden, daß der Arbeitsgesellschaft zunehmend ihr namensgebendes Gut – die Lohnarbeit in ihrer “klassischen” Ausprägungsform – ausgeht. An ökonomische Verwertbarkeit geknüpfte Arbeit wird unübersehbar auch in den Industrieländern zu einem “Luxusartikel”, der für immer weniger Menschen zur Verfügung steht.

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Die Arbeit hoch? — Einleitende Bemerkungen

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

Inhaltsverzeichnis

Einleitende Bemerkungen

Wenn ich nicht im Grunde ein sehr arbeitsamer Mensch wäre, wie wäre ich je auf die Idee gekommen, Loblieder und Theorien des Müßiggangs auszudenken. Die geborenen, die genialen Müßiggänger tun dergleichen niemals. — Hermann Hesse

Der bekannte österreichische Theologe und Religionsphilosoph Adolf Holl meinte vor einiger Zeit in einem Interview, daß der Kapitalismus gewissermaßen als die erste tatsächliche “Weltreligion” bezeichnet werden kann. Er stellt sich als ein weltumspannendes “Glaubensbekenntnis” dar, dem heute mehr Menschen anhängen als jemals in der Geschichte irgendeiner anderen Religion. Und daß alle derzeitigen Gegenbewegungen zum Kapitalismus unter einer im wesentlichen religiösen Motivation antreten – sich zum Beispiel als fundamentalistische, okkultistische oder ähnliche Bewegungen artikulieren -, ist die logische Konsequenz dieses “religiösen Charakters” des Kapitalismus. Wenn man das provokante Bild von der “kapitalistischen Religion” weiterentwickelt, dann müßte die Verausgabung des Menschen durch (ökonomisch verwertbare) Arbeit als der “Gottesdienst des Kapitalismus” bezeichnet werden; und die Opfergaben, die im Rahmen dieses Gottesdienstes dargebracht werden, wären dann wir selbst – die Bewohner der kapitalistischen Gesellschaften – sowie unsere natürlichen Lebensgrundlagen.

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 1

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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1. Zum Zusammenhang von Arbeit, Bildung und politisch-ökonomischem System

Es gibt kein Land und kein Volk, meine ich, das dem Zeitalter der Muße und des Überflusses ohne Furcht entgegensehen könnte. Denn wir sind zu lange dazu erzogen worden, nach Leistung zu streben; wir haben nicht gelernt, wie man das Dasein genießt. — John Maynard Keynes

Unbestreitbar stellen “Arbeit” und “Arbeiten” in den industrialisierten Gesellschaften heute zutiefst positiv besetzte Begriffe dar. Die Bereitschaft zur Arbeitsverausgabung gilt als ein ganz wesentliches Kennzeichen eines “achtenswerten” Menschen, und für die Majorität der Bewohner der Industriegesellschaften stellt Arbeit gewissermaßen auch jenes selbstverständliche “Geländer” dar, an dem entlang ihr Leben organisiert ist. Unsere durch Arbeit artikulierte Tüchtigkeit sowie die der Generationen vor uns erscheint uns gemeinhin als die Basis des gesellschaftlichen Wohlstands und dient uns zugleich als Abgrenzung gegenüber Kulturen, in denen Arbeit (noch) nicht jene herausragende Bedeutung genießt wie bei uns. Insgesamt können wir heute konstatieren, daß in unserer Gesellschaft eine Entwicklung ihre Erfüllung gefunden hat, die in der frühen Neuzeit ihren Anfang genommen hatte, mit den bürgerlichen Revolutionen des achtzehnten und neunzehnten Jahrhunderts ihre grundlegende gesellschaftliche Legitimation erhalten hatte und schließlich um die Wende des neunzehnten zum zwanzigsten Jahrhundert unter tatkräftiger Unterstützung der Arbeiterbewegung endgültig zum Durchbruch gelangt war – der Sieg des bürgerlichen Leistungsstrebens gegenüber der feudalen, parasitären Faulheit.

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 2

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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2. Die Krise des Fordismus und das endgültige “Zur Ware Werden” der Bildung

Wenn ein Hungernder stiehlt, brauche ich keine Psychologie. Ich benötige Psychologie, schließlich auch Massenpsychologie, um zu erklären, warum ein Hungernder nicht stiehlt, warum die Menschen an der unmittelbaren Wahrnehmung ihrer Interessen von unsichtbaren inneren Barrieren gehindert werden. — Wilhelm Reich

In den sozialwissenschaftlichen Analysen herrscht heute weitgehend Einigkeit darüber, daß sich jene – in der neueren diesbezüglichen Literatur pointiert als “Fordismus” bezeichnete1 – “ökonomisch-gesellschaftliche Formation”, die sich in den USA im Gefolge der Weltwirtschaftskrise ab den dreißiger Jahren dieses Jahrhunderts und in Europa nach dem Zweiten Weltkrieg herausgebildet hat, in der Anfangsphase einer tiefgreifenden und grundsätzlichen Veränderung befindet. Dieser Veränderungsprozeß wirft zwar schon seit den siebziger Jahren deutliche Schatten voraus, aber erst seit Mitte der neunziger Jahre sind die Indikatoren des Wandels unübersehbar. Die gegenwärtigen Veränderungen politischer, ökonomischer und technischer Natur sind so umfassend, daß für die meisten Menschen der Sinn für Tempo, Ausmaß und vor allem Zusammenhang der verschiedenen Aspekte des Wandels kaum mehr herstellbar sind. Die fordistische Ausprägungsform der kapitalistischen Gesellschaft, die seit mehr als einem halben Jahrhundert das Leben und die Arbeitsbedingungen der Menschen in der industrialisierten Welt geprägt hat, scheint insgesamt am Ende ihrer geschichtlichen Epoche angelangt zu sein. Ihre tragenden Säulen, tayloristische Arbeitsorganisation, permanente Steigerung der Arbeitsproduktivität, Massenproduktion von Konsumgütern und immer rascherer Warenumlauf durch die Ankurbelung des Massenkonsums, beginnen heute rasant brüchig zu werden.

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 3

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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3. Von der tayloristischen Modernisierung zur heutigen “Postmodernisierung” der Arbeitswelt

… zutreffend ist allerdings, daß wir in einigen Jahren deutlich weniger Arbeitsplätze haben werden. Doch das wird nicht nur Opel betreffen, sondern weltweit in der Industrie zu beobachten sein. [...] Wenn wir [...] wettbewerbsfähig bleiben wollen, dann brauchen wir dazu weniger Menschen. — David J. Herman, Vorstandsvorsitzender der Adam Opel AG1)

Einen der wesentlichen Gründe für die fordistische “Todeskrise” stellt die aus der technologischen Entwicklung der letzten Jahrzehnte resultierende Möglichkeit dar, menschliche Arbeitskraft in Produktion und Verwaltung heute in hohem Maß durch datenverarbeitende Maschinen zu ersetzen. Die Folgen, die sich daraus für den Arbeitsmarkt und die Beschäftigungssituation ergeben, wurden im vorigen Kapitel skizziert. Gleichzeitig wurden durch die neuen Technologien aber auch tiefgreifende und in ihrer Tragweite noch gar nicht in vollem Umfang abschätzbare Veränderungen in der bisherigen Arbeitsorganisation und Arbeitsgestaltung ermöglicht und ausgelöst. Verschiedentlich wird in diesem Zusammenhang sogar von einer dritten industriellen Revolution2 gesprochen und damit angedeutet, daß die derzeitigen Veränderungen in ihrer Dramatik und ihren Konsequenzen durchaus mit den technologischen Fortschritten und den umwälzenden arbeitsorganisatorischen Neuerungen in den ersten beiden Jahrzehnten dieses Jahrhunderts zu vergleichen sind. Mit den damaligen – heute vielfach als zweite industrielle Revolution bezeichneten – Entwicklungen war die Grundlage für die endgültige Durchsetzung der Industriegesellschaft und den Fordismus gelegt worden, jener prosperierenden, etwa fünfzig Jahre andauernden Phase des Kapitalismus, in der – auf Kosten einer massiven Ausbeutung und Zerstörung der Natur – eine profitabel funktionierende Verkoppelung von Massenproduktion, Massenbeschäftigung und Massenkonsum erreicht worden war.

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 4

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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4. Unternehmenskultur, Lean production, Ganzheitlichkeit, Flexibilisierung, … — die Unternehmensstrategien des Post-Taylorismus.

Die Aufgabe heißt: Tag für Tag mobilisieren – die Männer und die Frauen im Unternehmen, ihre Intelligenz, ihren Einfallsreichtum, ihr Herz und ihren kritischen Verstand, ihre Freude am Spiel, am Träumen, an Qualität, ihre schöpferischen Fähigkeiten, ihre Kommunikationsfreudigkeit, ihre Beobachtungsgabe, in einem Wort: ihre reiche Vielfalt [...] Der industrielle Konkurrenzkampf wird immer unerbittlicher, und nur diese Mobilisierung wird es erlauben, sich siegreich zu behaupten. — H. Servieyx/G. Archier, Unternehmen der dritten Art1

Wie schon angedeutet wird heute – im Zusammenhang mit den im vorigen Kapitel beschriebenen neuen post-tayloristischen Arbeitsanforderungen, die in den stark der internationalen Konkurrenz ausgesetzten Kernsektoren der Wirtschaft derzeit rasch an Bedeutung gewinnen – zunehmend das klassische hierarchisch-autoritäre Führungsschema, das auf der zentralen Steuerung betrieblicher Abläufe und der Motivation der Arbeitenden primär durch finanzielle Anreize beruht, in Frage gestellt. Die wachsende Komplexität der Probleme in der hochautomatisierten Produktion, die zunehmende Vernetzung der verschiedenen Produktionsbereiche sowie die Notwendigkeit, im Sinne einer ökonomischen Nutzung der extrem kostenintensiven Technologien, rascher auf Schwierigkeiten, Ausfälle und Probleme zu reagieren, legt immer mehr eine Arbeitsteilung auch auf der Ebene der betrieblichen Entscheidungen nahe. Im Hinblick auf einen effektiven Produktionsablauf wird es immer wichtiger, daß bei Problemen nicht erst ein umständlicher innerbetrieblicher “Instanzenzug” durchlaufen wird, sondern daß notwendige Entscheidungen rasch vor Ort gefällt werden.

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 5

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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5. “Schlüsselqualifikationen” — der zentrale berufspädagogische Ideologiebegriff des Post-Fordismus

Das Eigentümliche der quantitativen Bemessung ist nun, daß sie kein Prinzip von Selbstbegrenzung zuläßt. Ihr ist nicht nur die Kategorie des Genug fremd, sondern auch jene des Zuviel. Keine Menge kann, sobald sie zur Bemessung einer Leistung dient, zu groß sein; kein Unternehmer kann zuviel Geld verdienen, und kein Arbeiter kann zu produktiv sein. Indem sie alles quantifiziert, um alles berechenbar zu machen, vernichtet die ökonomische Rationalisierung somit jedes Kriterium, das es ermöglicht, sich zufrieden zu geben mit dem, was man hatte, was man gemacht hatte oder sich zu tun vornahm. — André Gorz1

Schon im dritten Kapitel wurde ausgeführt, daß derzeit nur ein sehr kleiner Teil der Arbeitnehmerschaft tatsächlich schon unter post-tayloristischen Arbeitsorganisationsbedingungen arbeitet. Nur in den Kernbereichen von Produktion und Verwaltung sind dementsprechende Unternehmensstrukturen heute überhaupt in nennenswertem Ausmaß vorfindbar, und es ist (zumindest mittelfristig) auch gar nicht damit zu rechnen, daß die angesprochenen neuen Formen der Arbeitsorganisation zu jenen Rahmenbedingungen der Arbeit werden, von denen alle oder zumindest ein Großteil der Beschäftigten betroffen wird. Auch der überwiegende Teil der “unternehmenskulturellen” Maßnahmen, wie Erfolgsprämien, Mitarbeit in Qualitätszirkeln, individuelle Karrierepläne sowie die meisten Weiterbildungsangebote, kommen den verschiedenen Arbeitnehmergruppen durchaus nicht in gleichem Maß zugute. Vorwiegend profitieren derzeit bloß hochqualifizierte Facharbeiter, Manager und Abteilungsleiter von den diesbezüglichen Entwicklungen. Die “Randbelegschaften”, also leicht ersetzbare Arbeitnehmer, Angelernte, Personen an “auslaufenden Arbeitsplätzen”, Leiharbeiter oder solche mit befristeten Arbeitsverträgen, sind meist “die unkultivierten und unprivilegierten Stiefkinder der Unternehmenskulturbewegung, weil sich bei ihnen unternehmenskulturelle Maßnahmen kaum auszahlen”2. Was heute häufig als Raum für berufliche Selbstverwirklichung gepriesen wird und die Basis für eine hohe Identifikation mit dem Unternehmen sowie für die entsprechende Bereitschaft zur Arbeitsverausgabung abgeben soll, betrifft genaugenommen (erst) einen recht kleinen Teil der Arbeitnehmerschaft und überwiegend nur “privilegierte” Arbeitnehmer.

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Die Arbeit hoch? – Kapitel 6

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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6. Entfremdung — das unveränderte Merkmal der Arbeits-Freizeit-Gesellschaft

I. Die Arbeit hoch? Oder: Die erstaunliche Karriere eines historisch schwer belasteten Begriffs

Vor dem Tor zur Fabrik

Hält der Arbeiter plötzlich an

Das schöne Wetter hat ihn am Rock gezupft

Und als er sich umwendet

Und die Sonne betrachtet

Die rot leuchtet und blendet

Lächelnd im bleigrauen Himmel

Zwinkert er ihr vertraulich zu

Sag Kamerad Sonne

Meinst nicht auch du

Man sollte sich verdammt bedenken

Einen solchen Tag

Dem Chef zu schenken?
“Die verlorene Zeit” von Jacques Prevert

Unsere Gesellschaft, die ja nicht umsonst häufig als “Arbeitsgesellschaft” bezeichnet wird, ist – wie schon im ersten Kapitel skizziert wurde – zutiefst von Arbeit geprägt. An der Arbeit hängen Einkommen und Lebensstandard, Selbstwertgefühl und gesellschaftliche Stellung. Arbeit und arbeiten sind mit hohem gesellschaftlichem Prestige belegt, dementsprechend werden auch viele nicht im Zeichen des Erwerbs stehende Tätigkeiten unter dem Begriff “Arbeit” subsumiert. Da wird von Hausarbeit, von Mütterarbeit, von Nachbarschaftsarbeit oder von Friedensarbeit gesprochen, auch die Beziehungsarbeit, Traumarbeit oder Trauerarbeit gehören neuerdings zu unserem stehenden Wortschatz. Nur weniges am menschlichen Leben scheint vor der Vereinnahmung durch den Arbeitsbegriff sicher zu sein – vielleicht noch die Nahrungsaufnahme, aber auch nur, wenn es sich dabei nicht um sogenannte “Arbeitsessen” handelt, der Austausch von Zärtlichkeiten unter Liebenden und verschiedene Formen der Rekreation und Erbauung.1

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 7

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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7. Muße — die vergessene Chance

Wer das Lernen übt, vermehrt täglich.

Wer den Sinn übt, vermindert täglich.

Er vermindert und vermindert,

bis er schließlich ankommt beim Nichtsmachen.

Beim Nichtsmachen bleibt nichts ungemacht.

Das Reich erlangen kann man nur,

wenn man immer frei bleibt von Geschäftigkeit.

Die Vielbeschäftigten sind nicht geschickt,

das Reich zu erlangen. — Tao te king, Vers 48 (Köln 1982)

Unter den geschilderten Bedingungen der faktisch totalen Entfremdung in der Arbeits- Freizeit-Gesellschaft sich heute bloß damit zu begnügen, appelatorisch ein “Besinnen” der Menschen zu fordern, erscheint nicht nur wenig zielführend, sondern schlichtweg scheinheilig. Sollensforderungen, die die gegebenen historisch-gesellschaftlichen Bedingungen und Möglichkeiten nicht mitberücksichtigen, dienen bestenfalls der intellektuellen Selbstbeweihräucherung. Zwar ist es zu einfach, bloß davon auszugehen, daß die jeweiligen gesellschaftlichen Verhältnisse, im Sinne einer Ursache-Wirkungs-Relation, einen bestimmten Bewußtseinsstand der Menschen “determinieren”; dennoch ist evident, daß das Bewußtsein sich nicht unabhängig vom jeweiligen Sein entwickelt. Sein und Bewußtsein stehen zueinander in einer dialektischen Wechselbeziehung, was nichts anderes bedeutet, als daß sie – wenngleich es unserem, in den Entweder-Oder-Kategorien des linearen Weltbilds geschulten Denkens auch schwerfällt, das zu begreifen – für einander jeweils Wirkung und Ursache sind. Dementsprechend ist es aber für ein Wirken unter pädagogischem Anspruch weder akzeptabel, sich nobel auf den – noch so einsichtig begründeten (und wahrscheinlich dennoch viel zu selten verstandenen) – Appell zum (Um-) Denken zurückzuziehen, wie es aber andererseits nur blanken Zynismus bedeuten würde, in Erkenntnis der Katastrophenperspektive unserer “Immer-Mehr”-Gesellschaft, zu warten bis sich die Verhältnisse so zugespitzt haben, daß das gesellschaftliche Sein die Bewußtseinsveränderung der Mehrheit quasi erzwingt.

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 8

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

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8. Ohne Muße keine (berufliche) Bildung!

Die Unfähigkeit zur Opposition ist Zeichen der Verknechtung durch die eigene Vergangenheit. — Hans-Jochen Gamm1

Selbst-Bewußtsein – das Bewußtsein seiner selbst – und die damit verbundene Fähigkeit zur Selbst-Reflexion ist es, was den Menschen spezifisch auszeichnet und ihn von anderen Lebewesen unterscheidet. Dieses konstituierende Merkmal ermöglicht es ihm, seine individuelle Geschichte in bezug auf eine selbstgewählte Richtung zu beeinflussen sowie die Geschichte seiner gesellschaftlichen Einheit und der Gattung insgesamt mitzugestalten. Der Mensch ist grundsätzlich in der Lage, die aus der kritischen Reflexion seiner Erfahrungen gewonnenen Erkenntnisse in einen Sinnzusammenhang zu bringen, darauf aufbauende “sinn-volle” Zielvorstellungen zu entwickeln und diese zu verfolgen. Durch die Befähigung zur vernünftigen Reflexion ist der Mensch aus dem Tierreich mit seiner instinktiven Ausstattung herausgehoben, sie stellt die grundsätzliche Basis seiner Emanzipation von der Natur dar2, wenngleich er seine Anbindung an die Natur auch nur graduell abzuschütteln vermag. Die Vernunftausstattung ermöglicht ihm die Reflexion seiner Vergangenheit und die Einflußnahme auf seine Zukunft; sie läßt ihn jedoch auch gewahr werden, “daß er eine kurze Lebensspanne vor sich hat, daß er ohne seinen Willen geboren wurde und gegen seinen Willen sterben wird”3.

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Die Arbeit hoch — Kapitel 9

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

Inhaltsverzeichnis

9. Anstatt einer Zusammenfassung — Heinrich Böll: Anekdote zur Senkung der Arbeitsmoral*

In einem Hafen an einer westlichen Küste Europas liegt ein ärmlich gekleideter Mann in seinem Fischerboot und döst. Ein schick angezogener Tourist legt eben einen neuen Farbfilm in seinen Fotoapparat, um das idyllische Bild zu fotografieren: blauer Himmel, grüne See mit friedlichen, schneeweißen Wellenkämmen, schwarzes Boot, rote Fischermütze. Klick. Noch einmal: klick, und da aller guten Dinge drei sind und sicher sicher ist, ein drittes Mal: klick. Das spröde, fast feindselige Geräusch weckt den dösenden Fischer, der sich schläfrig aufrichtet, schläfrig nach seiner Zigarettenschachtel angelt; aber noch bevor er das Gesuchte gefunden, hat ihm der eifrige Tourist schon eine Schachtel vor die Nase gehalten, ihm die Zigarette nicht gerade in den Mund gesteckt, aber in die Hand gelegt, und ein viertes Klick, das des Feuerzeuges, schließt die eilfertige Höflichkeit ab. Durch jenes kaum meßbare, nie nachweisbare Zuviel an flinker Höflichkeit ist eine gereizte Verlegenheit entstanden, die der Tourist – der Landessprache mächtig – durch ein Gespräch zu überbrücken versucht.

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Die Arbeit hoch? — Kapitel 10

Berufspädagogische Streitschrift wider die Totalverzweckung des Menschen im Postfordismus

Inhaltsverzeichnis

10. Literaturverzeichnis

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31.12.1993 Beitrag drucken

Recensione

Anselm Jappe

RECENSIONE DI:

Robert Kurz, Der Kollaps der Modernisierung (Il collasso della modernizzazione), Eichborn, Frankfurt a. M. 1991, p. 288

Robert Kurz, Der Letzte macht das Licht aus (L’ultimo spegne le luci), Tiamat, Berlin 1993, p. 192

Robert Kurz, “Subjektlose Herrschaft” (Dominio senza soggetto), p. 79, in: Krisis nr. 13, dicembre 1993

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Krisis 13 — Editorial

Inwieweit unsere Diagnosen über die fundamentale Krise des warenförmigen Weltzusammenhangs zutreffen, darüber gehen die Meinungen in der mehr oder weniger geneigten Öffentlichkeit weit auseinander. Immerhin wird die Krisenanalyse angesichts der Tatsachen nicht mehr derart borniert und geringschätzig abgewehrt wie noch vor einigen Jahren. Daß nach dem Süden und Osten nun auch der Westen selbst in die Reproduktionskrise stürzt, kann inzwischen bei Professor Engels u. Co. in der Wirtschaftswoche nachgelesen werden, und selbst im restlinken Spektrum, dem es ganz besonders schwer fällt, sich vom Glauben an die Allmacht des Kapitals zu verabschieden, scheinen klammheimlich Krisendebatten zu beginnen.

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31.12.1993 Beitrag drucken

Rosemaries Babies — Verlagsvorstellung

Die Demokratie und ihre Rechtsradikalen

Robert Kurz, Ernst Lohoff, Johanna W. Stahlmann u.a.

Die deutschen Musterdemokraten reiben sich die Augen: Hakenkreuze blühen auf ihrer weißen Weste und Progrome finden nächtens im eigenen Haus statt. Es wird nach dem Exorzisten gerufen. Aber keine Austreibungsformel kann beschönigen, daß die Drachenbrut durchaus nichts Fremdes ist, sondern dem Schoße der entsetzten demokratisch-pluralistischen Jungfräulichkeit selber entstammt.

Preis: EURO 10,00

Taschenbuch (1993) J. Horlemann Vlg., Unkel; ISBN: 3927905844

Zu den Beiträge dieses Bandes:

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31.12.1993 Beitrag drucken

Krisis 13 — Inhalt

Editorial

Robert Kurz: Subjektlose Herrschaft. Zur Aufhebung einer verkürzten Gesellschaftskritik

Norbert Trenkle: Fragmente zur Selbstkritik der Männlichkeit

Ernst Lohoff: Zur Kernphysik des bürgerlichen Individuums

Robert Bösch: Die wundersame Renaissance des Antonio Gramsci

Johanna W. Stahlmann: Auf dem Jahrmarkt der Tugenden

31.12.1992 Beitrag drucken

Krisis 12 — Editorial

Ein Bändchen von Rossana Rossanda aus den siebziger Jahren trägt (zumindest in der deutschen Übersetzung) den schönen Titel “Dialektik von Kontinuität und Bruch”. Damit ließe sich auch die Entwicklung der KRISIS ganz gut überschreiben. Mit der Ausarbeitung, dem Weitertreiben und Präzisieren des theoretischen Ansatzes hat sich dieser auch gründlich verändert. Da die KRISIS von 1992 an vom Horlemann-Verlag betreut wird und neue Leser zu erwarten sind, nehmen wir dies zum Anlaß, ein wenig auf die Irrungen und Wirrungen der letzten sieben Jahre in unserer theoretischen Sub-Existenz zurückzublicken. Natürlich nicht mit der Illusion, eine auf Anhieb verständliche Darstellung geben zu können. Aber doch in der stillen Hoffnung, daß alte und junge Neuankömmlinge neugierig gemacht werden auf jene seltsamen Vögel von “Marxisten, die schon keine mehr sind”.

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31.12.1992 Beitrag drucken

Krisis 12 — Inhalt

Editorial

Roswitha Scholz: Der Wert ist der Mann. Thesen zu Wertvergesellschaftung und Geschlechterverhältnis

Ernst Lohoff: Sexus und Arbeit. Zur Kritik der Arbeitsontologie in der feministischen Debatte

Norbert Trenkle: Differenz und Gleichheit. Zur Kritik eines falschen Gegensatzes

Robert Kurz: Geschlechtsfetischismus. Anmerkungen zur Logik von Weiblichkeit und Männlichkeit

Johanna W. Stahlmann: Thesen über das Ende des Schönen

31.12.1991 Beitrag drucken

La fine del proletariato come inizio della rivoluzione

Sul nesso logico tra teoria della crisi e teoria della rivoluzione

in Italiano: Revista Invarianti (Roma), Nr. 29 e 30, 1997

Ernst Lohoff

1. La crisi della teoria della rivoluzione

Alla società borghese moderna riesce ogni giorno più difficile assicurare la propria riproduzione. A partire dal rapporto del Club of Rome nei primi anni settanta, si è andata largamente diffondendo, anche nella coscienza quotidiana, la consapevolezza che la società mondiale presenti tendenze suicide. Il continuo arrivo di notizie funeste nei campi dell’ecologia, dell’economia e della politica alimentano in permanenza una diffusa sensazione di crisi, che da tempo non è più centrata sul solo aspetto ecologico. Ma nonostante l’accumulazione di oggettivi sintomi di crisi, la società borghese sembra più salda che mai dal suo lato “soggettivo”. Le ex-opposizioni radicali si dimostrano prive di concetti e di idee di fronte ai reali problemi del nostro tempo e hanno rinunciato a tutte le loro aspirazioni. Con la loro mancanza di idee e di organizzazioni, esse non costituiscono più una sfida, ma forniscono al contrario un’ulteriore legittimazione per continuare lo statu quo. Di fronte al fallimento del pensiero antagonistico, l’attuale società borghese ha a sua disposizione un argomento molto forte: tutti riconoscono che non vi sono alternative a essa. L’opposizione fondamentalista perde ogni lustro e si riduce a moraleggiare e a lanciare accuse, degenerando in una posizione contemplativa e brontolona, mentre i modernizzatori e i riformisti continuano ciechi il loro povero mestiere.

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31.12.1991 Beitrag drucken

Krisis 11 — Editorial

1.

Der Golfkrieg, eine von vielen Stationen im abrollenden Krisen- und Katastrophenprozess des warenproduzierenden Weltsystems, hat die Gemüter bewegt wie schon lange kein Ereignis von vergleichbarer Tragweite mehr. Rechte wie Linke gleichermassen wurden irre an ihren gewohnten Meinungsrastern; Fronten vertauschten sich mit atemberaubender Geschwindigkeit quer durch das gesamte politisch-ideologische Spektrum. Hatte die Krise der 3. Welt seit Beginn der 80er Jahre noch recht und schlecht einigermassen in die alten Schablonen eingepresst werden können, obwohl sie bereits über die Nachkriegs-Konstellation hinauswies, so waren der Zusammenbruch des Realsozialismus und die unglaublich rasche Selbstaufgabe der DDR schon nicht mehr in das politische Normalbewusstsein integrierbar; der Golfkrieg, obwohl vergleichsweise episodenhaft, hat offenbar das tradierte Weltbild vollends obsolet gemacht.

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31.12.1991 Beitrag drucken

Brüderchen und Schwesterchen

Ernst Lohoff

1. Verkehrung und Verdinglichung

Der bürgerlichen, auf Warenproduktion und abstrakter Arbeit beruhenden Gesellschaft liegt eine ausgesprochen paradoxe Konstellation zugrunde. Unter bürgerlichen Bedingungen treten die Menschen einander nicht unmittelbar gegenüber und verständigen sich subjektiv über ihren eigenen Zusammenhang; der gesellschaftliche Zusammenhang erscheint stattdessen in Dingen inkorporiert. Die Menschen treten nicht unmittelbar mit ihren Bedürfnissen und Fähigkeiten in Verkehr zueinander, es sind ihre Produkte, die miteinander kommunizieren und sich austauschen. Das Wesen der menschlichen Subjekte, die Totalität ihrer menschlichen Beziehungen, schlüpft in die toten Dinge und beseelt sie.

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31.12.1991 Beitrag drucken

Krisis 10 — Editorial

Wir sind wieder einmal einen Schritt zuweit gegangen! War der Schritt zur fundamentalen Wertkritik wenigstens prinzipiell-theoretisch noch nachzuvollziehen, wenn man seine krisentheoretischen Implikationen wegliess, so war die Abwendung vom Heiligtum Arbeiterklasse bereits eine richtiggehende persönliche Gemeinheit, die einem den jahrelang gekämmten Flauschteppich unter den Füssen wegzog. Nun aber auch noch die Kritik der Arbeit als solche?

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31.12.1991 Beitrag drucken

Krisis 11 — Inhalt

Editorial

Robert Kurz: Geschichtsverlust – Der Golfkrieg und der Verfall des marxistischen Denkens

Ernst Lohoff: Von Auschwitz nach Bagdad – Anmerkungen zu den wundersamen Wandlungen des Anti-Antisemitismus

Norbert Trenkle: Rien ne va plus – Nachruf auf die Anti-Golfkriegs-Bewegung und ihre Kritiker

Ernst Lohoff: Brüderchen und Schwesterchen

Norbert Trenkle: Freiheit, Gleichheit, Schwesterlichkeit – Die Gleichheitsforderung als Auslaufmodell

Peter Klein: Demokratendämmerung – das Ende von Freiheit und Gleichheit

31.12.1991 Beitrag drucken

Krisis 10 — Inhalt

Editorial

Robert Kurz: Die verlorene Ehre der Arbeit – Produzentensozialismus als logische Unmöglichkeit

Johanna W. Stahlmann: Pretty Woman – Reflexionen über einen Kinobesuch oder: Warum dem Überdruß des Raffens keine Renaissance des Schaffens folgt

Ernst Lohoff: Das Ende des Proletariats als Anfang der Revolution – über den logischen Zusammenhang von Krisen- und Revolutionstheorie

Norbert Trenkle: Die vergebliche Suche nach dem unverdinglichten Rest oder: Warum das subjektapriorische Denken in der Sackgasse des Kulturpessimismus enden muß

Peter Klein: Hier ruht Agnoli – Buchbesprechung

31.12.1990 Beitrag drucken

Krisis 8/9 — Editorial

Es ist keine Neuigkeit für uns gewesen, dass das realsozialistische Gebälk mehr als morsch war. Die radikale Kritik der realsozialistischen Reproduktionsform war von Beginn an ein zentrales Moment unserer “fundamentalen Wertkritik”. Was diese Form allerdings eingebüsst hat, ist ihre Realität.

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31.12.1990 Beitrag drucken

Moralische Kritik oder Kritik der Moral?

Zu Christoph Türckes Auseinandersetzung mit dem Ethik-Betrieb

“Über Hegel hinaus kommt

Philosophie nur, wenn

sie etwas anderes als

Philosophie wird.”

(Christoph Türcke)

Peter Klein

Der Name Christoph Türcke müsste dem durchschnittlich informierten Leser allein schon durch die Häufigkeit seines Vorkommens aufgefallen sein. In letzter Zeit vergeht kein Monat, ja bald schon keine Woche mehr, ohne dass man ihm in jenen Publikationen begegnet, die man früher wohl unter die Kategorie der “Intelligenzblätter” eingeordnet hätte. Man findet seine Aufsätze, Glossen und Polemiken in der ZEIT, in der Frankfurter Rundschau, im Merkur und wer weiss sonst noch wo. Es hat geradezu den Anschein, als würden sie ihm aus den Händen gerissen. Und das ist bei dem Lesegenuss, den diese flott geschriebenen und zugleich anspruchsvollen Texte bereiten, kein Wunder.

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31.12.1990 Beitrag drucken

Die Wissenschaftsfabrik entlässt ihre Kinder

Technokratische Massenuniversität und neue Studentenbewegung

Nuno Tomazky

1.

Als es im Wintersemester 88/89 zum Unmutsaubruch an den bundesdeutschen Universitäten und Fachhochschulen kam, stießen die Studenten auf allgemeines Verständnis, sowohl in der Presse, als auch bei der großen Mehrheit der Bevölkerung. Das lag nicht nur daran, daß das enorme Anwachsen der Studentenzahlen in den letzten 20 Jahren dem verbreiteten Volksvorurteil über die süßen Privilegien des akademischen Nachwuchses die Grundlage entzogen hat, sondern vor allem an dem, gegenüber den Protesten ihrer Elterngeneration, völlig anderen Charakter der Bewegung. Keine Spur mehr vom Bürgerschreck, der die Welt umkrempeln möchte, kein Ho-Ho-Ho-Chi-Minh, keine Transparente mit den Köpfen der “Klassiker” des Kommunismus und kein Angriff auf verklemmte Sexualvorstellungen.

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31.12.1990 Beitrag drucken

Krisis 8/9 — Inhalt

Editorial

Robert Kurz: Deutschland einig Irrtum. Die Wiedervereinigungsfalle und die Krise des warenproduzierenden Weltsystems

Johanna W. Stahlmann: Die Quadratur des Kreises. Funktionsmechanismus und Zusammenbruch der sowjetischen Planökonomie

Ernst Lohoff: Das Gorbi-Syndrom. Ein Generalsekretär für westliche Sinndefizite

Robert Kurz: Aschermittwoch des Marxismus. Der Abgesang der Linken und die Kritik der politischen Ökonomie

Robert Schlosser: Das Scheitern des »Sozialismus« und die Chancen eines »Neuen Anfangs«

Ernst Lohoff: Die Inflationierung der Krise. Vom immanenten Zyklus zur Zersetzung der kapitalistischen Struktur

Nuno Tomazky: Die Wissenschaftsfabrik entläßt ihre Kinder. Technokratische Massenuniversität und neue Studentenbewegung

Udo Winkel: Unkritische Theorie. Anmerkungen zu einer Habermas-Kritik der linken Enkel Adornos

Peter Klein: Moralische Kritik oder Kritik der Moral? Zu Christoph Türckes Auseinandersetzung mit dem Ethik-Betrieb

31.12.1989 Beitrag drucken

Marxistische Kritik 7 — Editorial

Als Philipp dem Guten, Herzog von Burgund, von seinen Ärzten verordnet wurde, sich den Kopf kahl scheren zu lassen, erliess er postwendend die Anweisung, allen seinen Höflingen und Bediensteten gleichfalls Glatzen zu verpassen; eine ungewöhnliche Tat, die ihn dem oberflächlichen Betrachter vielleicht als einen frühen Verfechter der Gleichheit oder gar als einen Urvater der Demokratie erscheinen lässt.

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31.12.1989 Beitrag drucken

Marxistische Kritik 6 — Editorial

Wenn diese “MK”-Ausgabe für unsere bisherigen Begriffe recht schnell auf ihre Vorgängerin folgt, so hat das nicht allein mit dem erfreulichen Umstand zu tun, dass sich der Kreis unserer Autoren allmählich erweitert und unser Projekt “Marxistische Kritik” mittlerweile insgesamt stabilisiert hat. Neben unserer eigenen Entwicklung spielt hier ein anderer “externer Faktor” eine wesentliche Rolle und treibt uns zur Eile: die brisante Lage der Weltwirtschaft.

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31.12.1988 Beitrag drucken

Marxistische Kritik 5 — Editorial

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

3 —-

Über eines besteht sicher Einigkeit: 1988, 20 Jahre nach dem längst mythologisierten 68, ist vom Impuls von damals, soweit er nicht in der Modernisierung der bürgerlichen Verkehrsform aufging, wenig übriggeblieben.

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31.12.1988 Beitrag drucken

Marxistische Kritik 4 — Editorial

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

3 —-

1.

Die vierte Ausgabe der “Marxistischen Kritik” weist in sich nicht ganz dieselbe inhaltliche Geschlossenheit auf wie die vorhergehenden Nummern.

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31.12.1987 Beitrag drucken

Marxistische Kritik 3 — Editorial

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

1 —-

1.

Mit der Nr. 3 der “Marxistischen Kritik” legen wir den zweiten Teil unserer Auseinandersetzung zum Thema “Produktivkraftkritik und theoretischer Verfall der Linken” vor.

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31.12.1986 Beitrag drucken

Marxistische Kritik 2 — Editorial

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

1 —-

1.

Später als erhofft und geplant legen wir die Nr. 2 der “Marxistischen Kritik” vor. Wie zu erwarten war, hat sich seither weder an unserer Situation noch an derjenigen der Linken insgesamt etwas geändert.

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31.12.1986 Beitrag drucken

Irrational, aber wenig radikal

Zum Seiteneinstieg Joscha Schmierers in die grüne Strategiedebatte

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

79 —-

Robert Schlosser (Bochum)

Einleitung

Unter dem Titel “Utopie ist machbar, Frau Nachbar!” erschien am 16.06.84 in der TAZ ein langer Artikel aus Anlaß des fünfjährigen Bestehens der UFA-Fabrik in Westberlin. Die UFA-Fabrik gilt als Deutschlands “größtes und vielleicht auch bekanntestes Alternativprojekt”. UFA, so die TAZ, “das sind Träume aus der APO-Zeit vom gemeinsamen Wohnen und Arbeiten, von der Aufhebung von Arbeit und Freizeit (gemeint ist wohl die Aufhebung der Trennung zwischen diesen beiden Bereichen, der Verf.), vom Leben ohne Besitzansprüche.”

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31.12.1986 Beitrag drucken

Schwarze Kunst und neue Technik

Veränderung der Klassenstruktur durch die Anwendung der Mikroelektronik am Beispiel der Druckindustrie

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

105 —-

Wolfgang Bogner

“In den 90er Jahren dürfte der 1 Gbit-Chip praxisreif sein, der über ein Speichervolumen verfügt, das 75.000 Schreibmaschinenseiten entspricht oder 130 Millionen Zeichen; dies ist das Volumen von 700 Taschenbüchern. 700 Taschenbücher gespeichert in einem Chip, der 1 Quadratzentimeter groß ist!” (PERSPEKTIVEN 2 der wirtschaftlichen und technischen Entwicklung in Druckindustrie, Papierverarbeitung und Medien, Heft 43, Schriftenreihe der IG Druck und Papier, Stuttgart 1986).

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31.12.1986 Beitrag drucken

Leserbrief zu Krise des Tauschwerts

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

127 —-

Anmerkungen zu Robert Kurz: “Die Krise des Tauschwerts” – eine konstruktive Polemik (s. MK Nr. 1)

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31.12.1986 Beitrag drucken

Marxistische Kritik 1 — Editorial

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

1 —-

1.

Revolutionäre Theorie schöpft ihre Legitimität ebenso wie die ihr entsprechende historische Praxis aus sich selbst; sie rechtfertigt sich weder vor der institutionalisierten bürgerlichen Wissenschaft noch vor den Ideologien des Reformismus. Ihr Medium ist nicht die Legitimation, sondern die Kritik; ihre Absicht nicht die Verteidigung, sondern der Angriff. Die Waffe der Kritik wird nicht geführt, um den Interpretationen der herrschenden Ordnung eine besonders pikante neue hinzuzufügen, sondern um sich in die Kritik der Waffen zu verwandeln.

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31.12.1986 Beitrag drucken

Die Chance der Möglichkeit eines menschenfreundlichen Kapitalismus

oder wie man das westdeutsche Kapital wissenschaftlich auffordert, feste weiter zu rationalisieren — Kritik zu Kern/Schumann, das Ende der Arbeitsteilung? Rationalisierung in der industriellen Produktion

[Vorbemerkung: Die Seitentrennung bezieht sich auf die Original-Ausgabe]

89 —-

Rainer Büschel / Rainer Jahn

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31.12.1985 Beitrag drucken

The Abolition of Work

No one should ever work

deutsche Version

by Bob Black

Work is the source of nearly all the misery in the world. Almost any evil you’d care to name comes from working or from living in a world designed for work. In order to stop suffering, we have to stop working.

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31.12.1978 Beitrag drucken

NECESSIDADE, TEMPO E TRABALHO

Moishe Postone

Este ensaio é uma tentativa de esboçar uma reinterpretação de aspectos centrais da análise de Marx sobre a essência e o desenvolvimento histórico do capitalismo e, portanto, de sua noção de socialismo. Sua análise do trabalho social, com implicações para uma avaliação das necessidades e formas de consciência que apontam para a possível superação do capitalismo serão o foco de minha investigação. A intenção é a de elaborar uma crítica ao ponto de vista do Marxismo tradicional, estabelecendo, ao mesmo tempo, os fundamentos de uma outra análise histórica crítica da formação social capitalista.

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