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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Krisis 20 (1998)

31.12.1998 Beitrag drucken

Krisis 20 — Editorial

Download: editorial-krisis-20-1998.pdf

31.12.1998 Beitrag drucken

Wenn der Weltgeist dreimal klingelt

Zur Geschichtsmetaphysik der Krisis-Gruppe [PDF]

Download: wenn-der-weltgeist-dreimal-klingelt.pdf

31.12.1998 Beitrag drucken

Hello Mr. Postman

Kritik als Affirmation – Eine Replik auf Krisis-Kritik Nachtmanns [PDF]

Download: hello-mr-postman.pdf

31.12.1998 Beitrag drucken

Der Westen in Not

Planetarische Politik und globale Kulturkämpfe im Zeitalter des Neokulturalismus

erschienen in: Krisis 20

“Die teuerste Ware auf dem Weltmarkt ist nicht Gold oder Diamant, sondern Kultur.” — Obi Egbuna, 1970

Ingolf Ahlers

Die Ausgangslage

Im Sommer 1993 veröffentlichte der Politikwissenschaftler und Harvard-Professor Samuel P. Huntington in der einflußreichen, für das Globale und Internationale zuständigen Zeitschrift “Foreign Affairs” einen Essay mit dem provozierenden Titel “The Clash of Civilizations”(1) in dem er mit Hilfe seines Zivilisations-Paradigmas die erstaunliche These aufstellt, daß die “Schlacht- bzw. Kampflinien”, welche die Politik im 21. Jahrhundert charakterisieren, von kulturellen Globalgefechten bestimmt sein werden. Huntingtons ‘neues’ Zivilisations-Paradigma beruht auf einem kulturgeographischen und -zyklischen Zivilisationsmodell, welches Kultur und Zivilisation mehr oder minder als identisch ansieht und Kultur machtbegrifflich faßt.

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31.12.1998 Beitrag drucken

Politik des Spektakels – Spektakel der Politik

Zur Aktualität der Theorie von Guy Debord

erschienen in: Krisis 20

Anselm Jappe

Daß es mit der “Politik” bergab geht, hat sich mittlerweile auch bei den einfältigsten Exemplaren der Sorte “Experten” herumgesprochen, die dafür bezahlt werden, die Entwicklung der Gesellschaft zu beobachten. Allerdings sind die wenigsten bereit, darin ein unvermeidbares oder gar ein positives Phänomen zu erblicken. Die Verteidiger der Politik fühlen sich durch das allgemeine Zusammenzucken bestätigt, welches das Auftauchen anscheinend “postpolitischer” Figuren hervorruft, die ihren Erfolg keinerlei Hauch von politischem Programm mehr verdanken, sondern nur noch der geschickten Benutzung der Massenkommunikationsmittel. Dafür stehen Namen wie Berlusconi in Italien und – falls jemand sich daran erinnert – Collor de Mello in Brasilien, aber auch schon seinerzeit Reagan. Berlusconi hatte bei den italienischen Parlamentswahlen von 1994 seine Privatfernsehkanäle so schamlos und so erfolgreich ausgenutzt, daß seine Gegner mit großem Getöse eine gerechte Verteilung dieses Gutes forderten und ein Gesetz verlangten und erreichten, das allen Fernsehdemokraten einen angemessenen Zugang zu diesem modernen Gral garantieren soll. Natürlich erklärten sie gleichzeitig tugendhaft, es sei nicht schön, einen Politiker wie ein Waschmittel zu verkaufen. Die Reduktion der Politik auf ein Bild, oder schlimmer noch auf ein “reines Spektakel”, wird dann überall bejammert, vor allem seitens derjenigen, die sich momentan als Verlierer auf diesem Schlachtfeld sehen. Wer Wert darauf legt, ein ernsthafter und um das Geschick der Gesellschaft besorgter Beobachter zu sein, der verlangt, daß die “Politik”, die wahre, die seriöse, die richtige Politik wieder auf ihren Thron gesetzt werde. Und zusammen mit der Politik soll natürlich auch die Demokratie “wieder” oder “endlich” (je nach Geschmack) zu ihrem Recht kommen, das angeblich durch den “entpolitisierenden” Gebrauch der Massenmedien verletzt wird; denn diese erlauben es den Mächtigen, wen immer sie wollen “demokratisch” in sein Amt wählen zu lassen. Wir haben es hier also mit einem Aspekt der weitverbreiteten Tendenz zu tun, die Exzesse der Warengesellschaft zu beklagen, um ihr normales Funktionieren als positiv darstellen zu können.

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Krisis 20 — Inhalt

Editorial

Ingolf Ahlers: Der Westen in Not: planetarische Politik und globale Kulturkämpfe im Zeitalter des Neoliberalismus

Robert Kurz: Weinkenner aller Länder, vereinigt Euch! Postmodernismus, Lifestyle-Linke und die Ästhetisierung der Krise

Roger Behrens: Die Politik der zweiten Haut. Versuche über den Körper.

Anselm Jappe: Politik des Spektakels – Spektakel der Politik. Zur Aktualität der Theorie von Guy Debord

Clemens Nachtmann: Wenn der Weltgeist dreimal klingelt. Zur Geschichtsmetaphysik der Krisis-Gruppe

Ernst Lohoff: Hello Mr. Postman. Kritik als Affirmation. Eine Replik auf die Krisis-Kritik von Clemens Nachtmann