Termine
Webseminar zu Moishe Postone
Sechs wöchentliche Termine vom 28. Oktober bis 1. Dezember 2026
Viele kennen Moishe Postone vor allem durch seinen viel diskutierten Text „Antisemitismus und Nationalsozialismus„. Weniger bekannt ist, dass Postone mit Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft eine der einflussreichsten Neuinterpretationen der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie vorgelegt hat. Darin entwickelt er eine radikale Kritik kapitalistischer Vergesellschaftung, die sowohl traditionelle Spielarten des Marxismus als auch verbreitete Vorstellungen von Arbeit, Wachstum und historischem Fortschritt infrage stellt und so versucht, gesellschaftliche Emanzipation neu zu denken.
Ausgehend von seinem Text zum Antisemitismus wollen wir uns mit den zentralen Motiven seines theoretischen Werks beschäftigen: der Kritik von Arbeit, Wert und Kapital in der kapitalistischen Gesellschaft.
Anmeldemöglichkeiten werden hier und via Social Media zeitnah bekannt gegeben.
Termine (jeweils mittwochs 18:00 Uhr, online via Zoom):
Weiterlesen »Klassenkampf: Zaubermittel gegen Faschismus? Nachhaltige Antworten auf die autoritäre Welle müssen anders aussehen
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
Samstag, 5. September 2026, 15.00 Uhr, Buchholz in der Nordheide
Antifaschistische Erholungs- und Begegnungsstätte Heideruh
Klassenkampf muss sein. Aber höherer Lohn macht nicht antirassistisch, bezahlbarer Wohnraum nicht feministisch und ein Kindergartenplatz nicht kritisch gegen Verschwörungsdenken. Arbeiter*innen sind nicht von Autoritären und Faschisten „verführt“, sie haben ihren eigenen Kopf. Können sie ihre Arbeitskraft nicht verkaufen, ist ihr Lebensunterhalt gefährdet. Dieser Zwang ist eine Brutstätte des Autoritarismus. Zumal in Krisenzeiten. „Wer setzt sich durch – ich oder du, wir oder sie?“ Die rechte Welle entspringt der menschenfeindlichen kapitalistischen Ellenbogenkonkurrenz. Nur Kämpfe, die die Fesseln des Interesses von Arbeitskraftverkäufer*innen sprengen, können antikapitalistisch, antipatriarchal und antifaschistisch sein. „Klassenidentität“ hilft da nicht weiter.
“Nie wieder!” heißt auch: Aus linken Fehlern lernen. Essentials eines erfolgreicheren Antifaschismus
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
Freitag, 11. September 2026, 19.00 Uhr, Chemnitz, Chemnitztalstraße 54
Eine Veranstaltung von AJZ Chemnitz
Jahrzehntelang hat man sich in Deutschland damit gebrüstet, wie viel man aus der Geschichte gelernt habe. Doch wäre der Nationalsozialismus wirklich aufgearbeitet, gäbe es den Aufstieg der AfD nicht. Das offizielle „Nie wieder!“ vermag weniger denn je den braunen Dreck zu kaschieren, der über Generationen hinweg an Stamm- und Küchentischen weitergegeben wurde und heute wieder in großen Teilen der Gesellschaft kursiert. Menschenfeindliches, rassistisches und antisemitisches Denken und Handeln erfasst zunehmend auch die selbstgefällige „Mitte der Gesellschaft“, die sich „fern von allen Extremen“ wähnt. Nie seit 1945 war die autoritär-faschistische Gefahr so groß wie heute.
Weiterlesen »Fallstricke der Emanzipation. Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
Samstag, 12. September 2026, 18.30 Uhr, Roßwein, Jugendhaus Roßwein
Eine Veranstaltung im Rahmen der Vortragsreihe Die Verhältnisse zum Tanzen bringen
Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Autoritarismus, Mackertum und die Herrschaft von Menschen über andere Menschen.
Weiterlesen »Klassenkampf: Zaubermittel gegen Faschismus? Nachhaltige Antworten auf die autoritäre Welle müssen anders aussehen
Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
Sonntag, 13. September 2026, 18.00 Uhr, Leipzig
Eine Veranstaltung im Atari
Klassenkampf muss sein. Aber höherer Lohn macht nicht antirassistisch, bezahlbarer Wohnraum nicht feministisch und ein Kindergartenplatz nicht kritisch gegen Verschwörungsdenken. Arbeiter*innen sind nicht von Autoritären und Faschisten „verführt“, sie haben ihren eigenen Kopf. Können sie ihre Arbeitskraft nicht verkaufen, ist ihr Lebensunterhalt gefährdet. Dieser Zwang ist eine Brutstätte des Autoritarismus. Zumal in Krisenzeiten. „Wer setzt sich durch – ich oder du, wir oder sie?“ Die rechte Welle entspringt der menschenfeindlichen kapitalistischen Ellenbogenkonkurrenz. Nur Kämpfe, die die Fesseln des Interesses von Arbeitskraftverkäufer*innen sprengen, können antikapitalistisch, antipatriarchal und antifaschistisch sein. „Klassenidentität“ hilft da nicht weiter.
Lothar Galow-Bergemann war langjähriger Personalrat in zwei Großkliniken und schreibt für Jungle World und emma&fritz


