Termine

29.07.2026  Beitrag drucken

Webseminar zu Moishe Postone

Viele kennen Moishe Postone vor allem durch seinen viel diskutierten Text „Antisemitismus und Nationalsozialismus„. Weniger bekannt ist, dass Postone mit Zeit, Arbeit und gesellschaftliche Herrschaft eine der einflussreichsten Neuinterpretationen der Marxschen Kritik der politischen Ökonomie vorgelegt hat.

Darin entwickelt er eine radikale Kritik kapitalistischer Vergesellschaftung, die sowohl traditionelle Spielarten des Marxismus als auch verbreitete Vorstellungen von Arbeit, Wachstum und historischem Fortschritt infrage stellt und so versucht, gesellschaftliche Emanzipation neu zu denken.

Ausgehend von seinem Text zum Antisemitismus wollen wir uns mit den zentralen Motiven seines theoretischen Werks beschäftigen: der Kritik von Arbeit, Wert und Kapital in der kapitalistischen Gesellschaft.

Anmeldemöglichkeiten werden hier und via Social Media zeitnah bekannt gegeben.

Termine (jeweils mittwochs 18:00 Uhr, online via Zoom):

28. Oktober 2026

Nationalsozialismus und Antisemitismus

04. November 2026

Kritik des traditionellen Marxismus (S. 81–122)

11. November 2026

Abstrakte Arbeit (S. 229–265)

18. November 2026

Abstrakte Zeit (S. 287–330)

25. November 2026

Produktion und Verwertung (S. 490–523)

02. Dezember 2026

Bonus-Sitzung

Mögliche Texte für die Bonus-Sitzung:

  • Reich der Notwendigkeit (S. 568–577)
  • Hegel und die bürgerliche Philosophie (S. 122–137; 330–343)

Anmeldung: bitte per E-Mail.

Format: Online-Seminar, jeweils mittwochs.

Umfang: 6 reguläre Sitzungen + Bonus-Sitzung.


13.07.2026  Beitrag drucken

Fallstricke der Emanzipation

Autoritäres in der Linken und antifaschistische Essentials heute

Vortrag und Diskussion mitLothar Galow-Bergemann
Mittwoch, 29. Juli 2026, 19.00 Uhr, Wiesbaden
Kreativfabrik, Murnaustr.2

Eine Veranstaltung von Ki:Wi Kritische Intervention Wiesbaden

Alle Verhältnisse umzuwerfen, in denen der Mensch ein erniedrigtes, ein geknechtetes, ein verlassenes, ein verächtliches Wesen ist. Besser lassen sich Anspruch und Programm menschlicher Emanzipation nicht auf den Punkt bringen. Wenn der Begriff Links Sinn hat, dann diesen. Oft sehen linke Theorie und Praxis jedoch ganz anders aus. Was längst überwunden sein sollte, lebt auch in vielen linken und linksradikalen Strukturen und Denkweisen fort: Die Herrschaft von Zwangsgemeinschaften und von Menschen über andere Menschen.

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13.07.2026  Beitrag drucken

Mehr arbeiten für weniger Wohlstand

Über die Zumutungen „unserer Wirtschaft“

Vortrag und Diskussion mit Lothar Galow-Bergemann
Donnerstag, 30. Juli 2026, 19.00 Uhr, Brühl (Rheinland)
Mensa der Clemens-August-Schule, Clemens-August-Straße 33, 50321 Brühl

Eine Veranstaltung in Kooperation mit der Gesellschaft für Kritische Bildung, Emanzipation und Frieden und Krisis-Kritik der Warengesellschaft

Kein Tag, an dem wir nicht aufgefordert werden, mehr zu arbeiten: „Habt mehr Bock auf Arbeit, Leistung, Wachstum, Wettbewerb“. Aber schon jetzt leiden immer mehr Menschen unter dem Arbeitsdruck und wünschen sich dringend, weniger zu arbeiten. Stattdessen müssen sie sich anhören, sie würden „zu viel krankmachen“. Angeblich sollen wir mit mehr Arbeit „unseren Wohlstand sichern.“ Aber trotz jahrzehntelangen Wirtschaftswachstums wird Wohnen unbezahlbar, steigen Lebenshaltungskosten, wächst Armut. Soziales, Bildung und Gesundheit sind „zu teuer“. Klimaschutz wird sowieso vernachlässigt.

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12.04.2026  Beitrag drucken

Sommerseminar der Gruppe Krisis

29. Juli bis 2. August 2026
in der Jugendherberge AntoniQ in Mühlhausen/Thür.

Alle reden von der „Multiplen Krise“. Wir auch. Aber worum handelt es dabei überhaupt? Und was liegt ihr zugrunde? Wir sehen darin eine fundamentale Krise der warenproduzierenden Gesellschaft, die verschiedene Dimensionen hat. Auf unserem Sommerseminar wollen wir uns mit einigen dieser Dimensionen auseinandersetzen. Wir fragen, wie ökologische, wirtschaftliche, subjektive und politische Prozesse ineinandergreifen und welche gesellschaftlichen Dynamiken sich daraus ergeben. Welche Verbindungen bestehen zwischen Klimakrise und autoritärem Backlash? Warum geht die Sehnsucht nach starken Führungsfiguren häufig mit Technikbegeisterung und dem Hoffen auf technische Lösungen einher? Und wie wirken sich all diese Entwicklungen auf die Einzelnen aus: sozialpsychologisch, emotional und politisch?

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