31.12.2005  Beitrag drucken

Über „breimäulige Faselhänse der Vulgärökonomie“

Mosaiksteine zu einer Kritik der subjektiven Wertlehre (1)

von Christian Höner

Gegen die Wertkritik wird ab und an geltend gemacht, sie würde den wissenschaftlichen Standards nicht entsprechen, weil sie die theoretischen Annahmen der längst obsoleten Klassik der Nationalökonomie teilen würde. Auch wenn diese Argumentation falsch ist, bleibt sie lästig, weil beharrlich wiederholt. Um den allzufesten Boden dieser wissenschaftlichen Seriösität etwas zu lockern, hier ein paar Grabenstiche.

Theoriegeschichtlicher Ausflug

Die klassische Nationalökonomie mit ihren wichtigsten Vertretern, Adam Smith und David Ricardo, begründete die Arbeitswertlehre, nach der der Wert einer Ware durch die Arbeit gebildet wird, die zu deren Produktion aufgewendet werden muss. Weil sich Arbeit in der Ware vergegenständlicht, würde sie objektiv deren Wert bilden. Über 100 Jahre lang dominierte die Klassik das wissenschaftliche Selbstverständnis – nicht nur in England.

Wegen theorieimmanenter Inkonsistenzen, aber auch wegen ihrer Offenheit für eine theoretische Fundierung von Forderungen des sich formierenden Industrieproletariats nach einer gerechteren Verteilung des durch Arbeit erwirtschafteten Werts (Linksricardianer), keimte auf Seiten der bürgerlichen Funktionseliten gegen Ende des 19. Jahrhunderts das Interesse an einer alternativen Theoriekonzeption auf. Dieser diskurspolitische Kontext war sicher ausschlaggebend für den Siegeszug der so genannten Neoklassik. Der akute Bedarf eines Paradigmenwechsels innerhalb der bürgerlichen Nationalökonomie fand seinen theoriegeschichtlichen Ausdruck – oder um es neoklassisch auszudrücken: Die Nachfrage bestimmte das Angebot. „Zu Beginn der 70er Jahre des vorigen Jahrhunderts entwickelten William Stanley, Carl Menger und Léon Walras nahezu gleichzeitig, aber völlig unabhängig voneinander Werttheorien, die nicht auf der zur Herstellung eines Produktes notwendigen Arbeit, sondern auf dem Nutzen des Produkts für den Konsumenten beruhten.“ (2) Die affirmative theoretische Fundierung der Klassik hatte ihre Schuldigkeit getan. Die Beschäftigung mit der Sphäre der Produktion wurde zugunsten der nicht minder affirmativen Beschäftigung mit der Zirkulationssphäre aufgegeben.

Während die Klassik noch davon ausging, dass der Wert einer Ware durch die in ihr verausgabte Arbeit objektiv als deren natürliche innere Substanz bestimmt wird, bezog nun die subjektive Wertlehre der Neoklassik eine inverse Position: Der Wert entspringe dem subjektiven Nutzen, der einer Ware auf dem Markt beigemessen, also subjektiv von außen an die Ware herangetragen werde.

Die auf den Grundannahmen der subjektiven Wertlehre gründende Neoklassik, angereichert mit Elementen der Klassik, schwang sich zur dominierenden ökonomischen Disziplin im Wissenschaftsbetrieb auf und thront dort seit nunmehr über 100 Jahren. Heute entlockt die Arbeitswertlehre den Apologeten der subjektiven Wertlehre nur noch ein mitleidiges Lächeln, mit dem man nicht nur Adam Smith und David Ricardo, sondern auch Marx beerdigt zu haben glaubt.

Kein Aufguss, nirgends

Marx liefert mit der Kritik der politischen Ökonomie keinen erneuten Aufguss der Arbeitswertlehre, sondern kritisiert sie grundlegend bereits auf der Ebene der Bestimmung des Werts. Marx dechiffriert die Wert-Eigenschaft der Ware als Quasi-Objektivität, die keinerlei natürliches Substrat enthält. Dementsprechend belustigt zeigt sich Marx gegenüber den ökonomischen Entdeckern der „chemischen Substanz“ des Werts: „Bisher hat noch kein Chemiker Tauschwert in Perle oder Diamant entdeckt.“ (3) Er wirft der bürgerlichen Nationalökonomie vor, sie habe nie gefragt, warum überhaupt Produkte die „Eigenschaft“ erhalten, Wert darzustellen.

So sehr sich Marx von klassischen Vorstellungen abgrenzt, die den Wert als natürliches Substrat zu fassen suchen, so wenig teilt er den neoklassischen Relationismus der subjektiven Wertlehre. Die Kategorie der Substanz wird für ihn nicht einfach hinfällig. Marx bezieht gegenüber objektiver und subjektiver Wertlehre gewissermaßen eine Metaposition, die beide Seiten als ideologische Ausdrücke einer widersprüchlichen gesellschaftlichen Wirklichkeit kenntlich macht. Diese gründen in einem unbewussten und deshalb verborgenen gesellschaftlichen Produktions- und Vermittlungsverhältnis.

Marx hält gegenüber den (von ihm als Vulgärökonomen beschimpften) theoretischen Vorgängern der subjektiven Wertlehre an der Scheidung von Wesen und Erscheinung fest, indem er den unter der empirischen Oberfläche verborgenen, inneren Zusammenhang der kapitalistischen Gesellschaft offenbaren will: „Um es ein für allemal zu bemerken, verstehe ich unter klassischer politischer Ökonomie alle Ökonomie seit W. Petty, die den inneren Zusammenhang der bürgerlichen Produktionsverhältnisse erforscht im Gegensatz zur Vulgärökonomie, die sich innerhalb des scheinbaren Zusammenhangs herumtreibt, für eine plausible Verständlichmachung der sozusagen gröbsten Phänomene und den bürgerlichen Hausbedarf das von der wissenschaftlichen Ökonomie längst gelieferte Material stets von neuem wiederkaut, im Übrigen sich aber darauf beschränkt, die banalen und selbstgefälligen Vorstellungen der bürgerlichen Produktionsagenten von ihrer eignen besten Welt zu systematisieren, pedantisieren und als ewige Wahrheiten zu proklamieren.“ (4)

Der Vorwurf, die subjektive Wertlehre würde unwissenschaftlich argumentieren, weil sie nur den empirischen Phänomenen verpflichtet sei, ist allerdings nicht ganz zutreffend. Als Carl Menger seinerzeit die subjektive Wertlehre begründen wollte, stieß er in Deutschland auf starke Widerstände seitens der akademischen Vertreter, die der dominierenden Schule des Historizismus anhingen, „welcher theoretischen Forschungen auf dem Gebiet der Volkswirtschaft nur geringes Interesse entgegenbrachte.“ (5) Menger klagt: „Schon eine streng systematische Darstellung, welche in den theoretischen Wissenschaften, wie selbstverständlich, vom Allgemeinen zum Besonderen fortschreitet, genügte, um Misstrauen der ernsteren Vertreter, den Hohn der Fanatiker des Historismus zu erregen.“ (6) Er hält dagegen, „dass die Erscheinungen des wirtschaftlichen Lebens sich strenge nach Gesetzen regeln“. (7) Unfreiwillig plaudert Menger hier etwas über den objektiven Charakter der subjektiven Relationen aus; mehr dazu jedoch weiter unten.

Der okkulte Charakter der Arbeit

Marx zeigt, dass sich an der Oberfläche der gesellschaftlichen Erscheinungen eine tieferliegende Logik gebrochen widerspiegelt, die in einer historisch-spezifischen Praxis gründet: der gesellschaftlichen Vermittlung durch „Arbeit“. Im Gegensatz zu anderen gesellschaftlichen Formationen, in denen produktive Tätigkeiten in eine Vielzahl von Momenten menschlicher Lebensäußerungen eingebunden sind, ist das zentrale (und auf diese Zentralität reduzierende) Charakteristikum der produktiven Tätigkeiten in der kapitalistischen Warengesellschaft ihre den gesellschaftlichen Zusammenhang vermittelnde Funktion. Als „Arbeit“ erhalten produktive Tätigkeiten eine gesellschaftssynthetisierende Funktion. So nimmt eine konkrete, besondere Tätigkeit die verrückte Form an, gleichersam abstrakt-allgemeine gesellschaftliche Vermittlung darzustellen. Die „Arbeit“ hat den okkulten Charakter, Konkretes und Allgemeines in einer abstrakten Form zu vereinen. Auch wenn die Menschen hier und da ahnen, dass sie sich gesellschaftlich durch „Arbeit“ vermitteln, (8) so wissen sie dennoch nicht, was sie da tun. Sie wissen nicht, dass sie ihre gesellschaftliche Vermittlung aus den Händen geben, wenn sie diese in deren „Hände legen“ bzw. in die „Produkte der menschlichen Hand“ (Marx). Weil sich die Menschen nicht in einem direkten gesellschaftlichen Kommunikationsprozess vermitteln, sondern indirekt und unbewusst durch „Arbeit“, nimmt die gesellschaftliche Vermittlung die Gestalt einer produktiven Tätigkeit an und „beseelt“ den Warenkörper, verleiht ihm die „Eigenschaft“, Wert darzustellen. Diese Wert-„Eigenschaft“ erscheint als naturgegebene Objektivität, was von der Arbeitswertlehre positivistisch als Theorie reproduziert wird.

Marx geht mit seinem Wertbegriff einer unbewussten gesellschaftlichen Vermittlungsform über die objektive als auch die subjektive Wertlehre hinaus, indem er ihre gemeinsame Bezugsebene erhellt und kritisiert: den Subjekt-Objekt-Dualismus.

Der Wert ist nicht objektiv, weil er durch die unbewusste, gesellschaftliche Vermittlungsform konstituiert wird oder anders ausgedrückt: Er ist gesellschaftlich gemacht, nur eben in einer unbewussten Form. Damit ist der Wert aber auch nicht subjektiv, denn diese unbewusste Form gesellschaftlicher Vermittlung tritt den Menschen als solche nicht entgegen, sondern in verwandelter, sachlicher bzw. objektivierter Gestalt der Wert-„Eigenschaft“ einer Ware. Damit erlangt der Wert den Status einer Quasi-Objektivität, die den Menschen als eine naturgesetzliche Gesellschaftlichkeit entgegentritt, der die Menschen unterworfen sind, solange sie sich in dieser Form gesellschaftlich aufeinander beziehen.

Im Käfig der Ontologie

Aber auch die subjektive Wertlehre objektiviert gewissermaßen den Wert, indem sie das historische Produkt einer abstrakten Individualität als überhistorische Faktizität unterstellt. So bestimmt Carl Menger den Wert als „die Bedeutung, welche konkrete Güter oder Güterquantitäten für uns dadurch erlangen, dass wir in der Befriedigung unserer Bedürfnisse von der Verfügung über dieselben abhängig zu sein uns bewusst sind.“ (9) Ähnliches formuliert auch Böhm-Bawerk in seinem Werk Positive Theorie des Kapitals: „Wert ist die Bedeutung, welche ein Gut oder ein Güterkomplex für die Wohlfahrtszwecke eines Subjektes besitzt.“ (10) Diese Bestimmung ist entweder so allgemein und unscharf, dass sie auf alle gesellschaftlichen Formationen und alle menschlichen Lebensäußerungen angewandt werden kann, so dass sie keinen analytischen Wert besitzt. Oder wir fassen diese Bestimmung enger als die isolierte Beziehung zwischen einem Subjekt und einem Objekt, dann ist Michael Heinrich zuzustimmen, wenn er Mengers Wertdefinition wie folgt kritisch kommentiert: „Insofern der Wert aus der Beziehung des Individuums zum Objekt seiner Befriedigung entspringt, ist er nicht nur unabhängig vom Austausch, sondern überhaupt von jeder Gesellschaft. In seiner Philosophie des Geldes bezeichnet ihn (den Wert, C.H.) Simmel daher ganz konsequent als ,Urphänomen‘, von dem man genausowenig wie vom Sein zu sagen weiß, was es ist.“ (11)

Indem also die subjektive Wertlehre den Wert in den Menschen hineinverlagert, diesen Menschen als Subjekt, als vereinzelten Einzelnen fasst und enthistorisiert, verwandelt sich der subjektiv verstandene Wert in eine objektive Tatsache, die der menschlichen Natur zu entspringen scheint. Ist die menschliche Natur erst einmal fixiert, ontologisiert es sich eben leichter. So auch beim Tausch:

Während Adam Smith die Vernunft und das Sprachvermögen als wahrscheinliche Ursache des Tausches angibt und damit das Tauschen zu einem steten Hang des Menschseins erhebt, operationalisiert und flexibilisiert Menger das Tauschbedürfnis „als das Bestreben (der Menschen), ihre Bedürfnisse möglichst vollständig zu befriedigen“. Es bleibt eine Differenzierung im Rahmen des ontologischen Käfigs.

Die subjektive Wertlehre suggeriert mit ihrem Subjekt-Attribut zwar, den Menschen als mündigen Akteur einzusetzen, indem sie proklamiert, der Mensch als Subjekt würde den Wert in Anbindung an seine Bedürfnislage bestimmen. Da die subjektive Wertlehre aber den Menschen schon immer in der Form Subjekt denkt, also in der Form eines aus seinen gesellschaftlichen Bezügen herausgelösten, autonomen Souveräns mit aus- und einschließendem Ich-Bezug, und somit die spezifische historische Form der abstrakten Individualität zu einem ontologischen Axiom ihres Theoriegebäudes erklärt, verankert sie den Subjektbegriff im Menschsein schlechthin und objektiviert ihrerseits den subjektiven Wert.

Ungesunde Kaufzurückhaltung

Gegenüber der Arbeitswertlehre und der so missverstandenen Kritik der politischen Ökonomie hat sich die subjektive Wertlehre im Glanz eines wissenschaftlichen Pragmatismus gespreizt, weil ihre mathematischen Modelle für den kapitalistischen „Hausbedarf“ Anwendungsmöglichkeiten boten, die die Arbeitswertlehre nicht mehr zu leisten im Stande war. Dabei beruhen doch Arbeitswertlehre wie auch subjektive Wertlehre auf der irrigen Annahme, die verrückte gesellschaftliche Form eines Waren produzierenden Kapitalismus sei wissenschaftlich-rational auflösbar und in mathematischen Modellen darstellbar. (12) Zwar korrespondiert die Quasi-Objektivierung der gesellschaftlichen, so genannten „zweiten Natur“ im Kapitalismus mit der theoretischen Annahme, Gesetzmäßigkeiten würden hinter den gesellschaftlichen Strukturen ablaufen. Andererseits brechen sich diese „Naturgesetze“ der Gesellschaft zwangsläufig am Nicht-Aufgehen der gesellschaftlichen Allgemeinheit in der totalitären Form dieser Quasi-Objektivierungen.

Zum anderen verflüchtigt sich das pragmatische Pathos der subjektiven Wertlehre und ihrer Vertreter im Kontext von Krisenprozessen, und der zynische Kern der neoklassischen Ideologie tritt offen zu Tage. Verliert nämlich das Vermittlungsmedium „Arbeit“ seine repressiv-integrative Kraft, können sich zunehmend weniger Menschen gesellschaftlich (re)produzieren und vermitteln. D.h., weil die Befriedigung ihrer Bedürfnisse schon immer gesellschaftlicher Vermittlung bedarf, sie aber von dieser Vermittlung abgeschnitten sind, nützt ihr Bewusstsein über die Bedeutung, welche konkrete Güter oder Güterquantitäten für sie dadurch erlangen, dass sie in der Befriedigung ihrer Bedürfnisse von der Verfügung über dieselben abhängig sind – wie es Carl Menger so schön definierte -, gar nichts. Eine arbeitslose Mutter hat sicher eine Reihe von Bedürfnissen, deren Bedeutung ihr durchaus bewusst sein dürfte. Ihre Bedürfnisse dürften aber trotzdem als subjektiver Wert nicht die Form eines Geldscheines annehmen. Das hier angesprochene und von der subjektiven Wertlehre ausgeblendete Problem ist die Notwendigkeit, dass der Wert als realer Schein „produziert“ und „reproduziert“ werden muss. Wie wir bereits festgestellt haben, ist die primäre Ebene der „Produktion“ des Werts die des historisch-spezifischen Produktions- und Vermittlungsverhältnisses der Warengesellschaft. Eine nähere Bestimmung führt uns dorthin, wo die abstrakt-allgemeine Vermittlung unmittelbar mit sinnlich-konkreten Tätigkeiten zusammenfällt: in der Sphäre der Produktion. Durch „Arbeit“ werden nicht nur konkrete Warenkörper hergestellt (diese stellen vielmehr ein Nebenprodukt dar), sondern es wird primär die gesamtgesellschaftliche Vermittlung produziert und reproduziert. In der Arbeit erfolgt die In-Wert-Setzung des Menschen, sprich: die reduzierende Verwandlung seiner Lebensäußerungen auf die Verausgabung von Arbeitsquanten. In der und durch die Produktion verwandelt sich der Mensch in einen Arbeitskraftbehälter, dessen Verausgabung nicht nur neuen Wert quasi-objektiv „produziert“, sondern auch dessen eigenen Wert „reproduziert“. Erst auf der Basis dieser In-Wert-Setzung in der Sphäre der Produktion kann in der Sphäre der Zirkulation bzw. auf dem Markt eine Konsumentin erscheinen, die bereits freudig von der subjektiven Wertlehre in Empfang genommen wird ob ihrer vermeintlich subjektiven Wertschätzung einer bestimmten Ware gegenüber. Das Ausbleiben der KonsumentIn auf dem Markt in der Krise der Vernutzung der Ware Arbeitskraft kann dann nur noch zynisch als „Kaufzurückhaltung“ oder neue Bedürfnisarmut interpretiert werden.

Aber tun wir der Wissenschaft von der Subjektivität des Werts nicht unrecht. Solcherlei Probleme fallen nicht in den Zuständigkeitsbereich einer Theorie über die funktionierende Volkswirtschaft. Das aus einem anderen Sinnzusammenhang entlehnte Zitat von Marx erweist sich auch hier als zutreffend: „Dies Elementargesetz scheint den Herren von der Vulgärökonomie unbekannt, die, umgekehrte Archimedes, in der Bestimmung der Marktpreise der Arbeit durch Nachfrage und Zufuhr den Punkt gefunden zu haben glauben, nicht um die Welt aus den Angeln zu heben, sondern um sie stillzusetzen.“ (13)


Anmerkungen

(1) Karl Marx, Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 22. (2) Michael Heinrich, Die Wissenschaft vom Wert, Hamburg 1991, S. 57. (3) Karl Marx, Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 98. (4) Karl Marx, Das Kapital, MEW Bd. 23, S. 95. (5) Carl Menger, Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, Leipzig 1923, S. VII. (6) Ebenda. (7) Ebenda. (8) Missverständlich an dieser Ahnung ist, dass man um die stoffliche Notwendigkeit der Arbeit für die Gesellschaft „weiß“. „Wer soll sonst die Brötchen backen“, ist eine oft geäußerte Abwehr gegen die Arbeitskritik. Dabei wird der wesentlich abstrakte Charakter der Arbeit verkannt. Nur ihm obliegt die gesellschaftliche Vermittlungsfunktion. (9) Carl Menger, Grundsätze der Volkswirtschaftslehre, Leipzig 1923, S. 103. (10) Eugen von Böhm-Bawerk, Positive Theorie des Kapitals, Innsbruck 1889. (11) Georg Simmel, Philosophie des Geldes, Frankfurt/M 1989 (1900), S. 27; Michael Heinrich, Die Wissenschaft vom Wert, Hamburg 1991, S. 61. (12) Dass diese Modelle mittlerweile den selbst gesetzten mathematischen Standards nicht mehr entsprechen, verweist auf den maroden Zustand der Wirtschaftswissenschaften. Siehe dazu ausführlich: Claus-Peter Ortlieb, Markt-Märchen. Zur Kritik der neoklassischen akademischen Volkswirtschaftslehre und ihres Gebrauchs mathematischer Modelle, in: EXIT!, Bad Honnef, 2004. (13) Karl Marx, Das Kapital, MEW. 23, S. 323.