31.12.2007  Beitrag drucken

SEI SO!

Kleine Fundstücke wider die große Affirmation

wespennest 149

In allem und jedem sah man, und war stolz darauf, etwas „Positives“1 — Günther Anders

Franz Schandl

Nicht dafür sein, geht gar nicht. – Wie sollte es auch gehen? Affirmation betreibt uns. Sie ist das Geschehen, das mit uns geschieht. Modus unserer Existenz. Da wir ihn nicht einfach umgehen können, bewegen wir uns in ihm mit ihm. Was nicht bedeutet, dass nichts geht. Es ist damit noch nicht gesagt, wie wir mit dem Unumgänglichen wirklich umgehen. Wir sind die betriebenen Betreiber, würden wir ihn nicht betreiben, würde der Betrieb nicht funktionieren. Er funktioniert nur durch uns.

Wir sind permanent verstrickt in eine affirmative Praxis, unfähig uns über diese hinwegzusetzen. Die Aufforderungen (nicht: Herausforderungen!), vor denen wir stehen, verlangen Anpassungen. Ob uns das nun passt oder nicht. Das bürgerliche Leben, also unser aller Leben, kann wohl als eine stete Anpassungsleistung gesehen werden. Es stellt sich den unmittelbaren Bedingungen, indem es sich diesen reell wie ideell unterwirft. Die, die sich dauernd anzupassen haben und sich anpassen, werden zu Angepassten. Wer sich nicht anpasst, geht unter, und wer nicht aufpasst, sowieso. In doppeltem Wortsinn: man hat zu passen.

Entsprechend statt sprechend

Wir sprechen nicht, wir entsprechen. Wobei dieses „ent“ einiges aussagt. Ent-sprechen heißt, sich einer eigenen Sprache zu ent-ledigen. Wer sich entsprechend verhält, verhält sich nicht sprechend. Man sagt nichts zu dem, was passiert, man sagt einfach zu. Man hat nichts zu sagen, außer zuzusagen. Entgegen jedem ideologischen Getöse geht es gar nicht darum, sich selbst zu finden, sondern sich zurechtzufinden, was meint abzufinden. Leben soll gelten als Suche nach Entsprechung und nicht als Ort des Sprechens. Ihr sozialer Kontext lässt die Subjekte vorgefertigte Texte rezitieren, die sie zwar geringfügig variieren, in deren Matrix sie aber trotzdem fest haften. Sie bewegen sich frei in ihrem kommunikativen Betriebssystem.

Niemand wird abstreiten können, dass Worte und ihre Assoziationen vorgegeben sind, eben nicht von ihren Anwendern entworfen oder erfunden. Sprache setzt Sprecher. Auf dass sie reden. Die Sprache, die wir haben, hat uns. Ihr affirmativer Charakter ist offensichtlich. Ihre strikte Immanenz vergattert uns alleine durch ihre Macht, gut vom Bestehenden zu reden. Wenn wir anhören müssten, was wir in einem Leben so zusammenreden, dann gälte es festzuhalten: Die meisten Aussagen sind Sager und Sagen. Märchen. Narrative von Narren für Narren. Ein Kauderwelsch unzähliger Peinlichkeiten. Man stelle sich vor, das würde alles aufgenommen werden.

Sprache ist positiver Ausdruck der gesellschaftlichen Verhältnisse. Gegen diese effektiv zu sprechen und nicht nur affektiv zu raun(z)en, bedarf einer außerordentlichen Anstrengung. So scheitert das, was wir sagen wollen, manchmal schlicht am vorhandenen Material, das die Sprache uns bietet. Auch der Widerspruch ist oft nicht mehr als sperriger Bestandteil eines pluralistischen Rituals.

Nichts ist heute kenntlicher als das fortwährende Eindringen des Jargons der Wirtschaft in die Verkehrssprache. Da ist die Rede von mentalem Mehrwert, von einer Ökonomie der Aufmerksamkeit, von Trauerarbeit, von Humankapital oder zuletzt gar von Zornbanken. Da wird fleißig angeheftet, auf dass klar wird, in welcher Welt wir leben. Man denke bloß an den ganzen Marktadel der Wertworte. Unablässig ist da die Rede von „Wertschätzung“ über „Wertschöpfung“ bis hin zur „Wertegemeinschaft“. Neben den Substantiven gehören unzählige Verben und Adjektive dieser weitverzweigten Familie an, und sie wird immer größer. Wahrlich, da schwafeln nicht wenige von Werten, ohne je nach dem Begriff des Werts gefragt zu haben. Diese affirmative Sprache ist Ausdruck der schier unendlichen Ökonomisierung der Welt. Womit nicht gesagt ist, dass diese Sprache nichts erfasst. Im Gegenteil, sie erfasst gar viel, auch wenn sie noch so wenig begreift.

Verfügendes Fügen

Es ist schwierig, Affirmation zu kritisieren, sind wir doch in unseren unmittelbaren Lebensäußerungen zuvorderst allesamt Affirmierende des Daseins. Kleine Rädchen, die sich fügen, wenngleich sie sich dabei einbilden, verfügen zu dürfen. So läuft unser Bewusstsein durch stetes Drehen auf die Affirmation der Verhältnisse hinaus. Wie wollen wir auch gegen das sein, was wir tagtäglich veranlassen? Es ist obligat, dass das, was man tut, auch will. Kurzum, man möchte die Widersprüche gar nicht problematisieren, geschweige denn sprengen, sondern löst sie, indem man das Denken dem Handeln, die Theorie der Praxis unterwirft.

Der affirmativen Fangfragen sind viele, etwa diese: „Du wirst doch nicht dagegen sein, gegen das, was du machst?“, flüstert sie leise, aber beharrlich, nachdrücklich und vor allem bohrend. Ist doch auch wirklich absurd. Andauernd etwas zu tun, was man nicht will? Ist es da nicht besser, es gleich gern zu tun? Es gut zu finden? – Eben! Alles, was man tut, ist gut. Denn warum sollte man es sonst tun? Freilich könnte man das Dilemma auch andersrum auflösen. Nämlich dafür Sorge zu tragen, dass das, was man nicht tun will, auch nicht geschehen muss. Doch das erscheint dem Alltagsdenken, falls es ihm überhaupt erscheint, als zu kompliziert. Außerdem ist es ja immer schon so gewesen.

Affirmation kann jedenfalls nicht als Opportunismus oder Konformismus übersetzt werden, wenngleich diese Aspekte jeder Affirmation immanent sind. Opportunismus und Konformismus, sofern sie von sich wissen, sind meist stille Unwesen. Insgeheim schämt man sich manchmal sogar dafür. Der Affirmatiker hingegen kennt diese Scham nicht, er ist in seiner Überzeugung unverschämt. Wer bekennt sich dazu, Konformist zu sein? Darauf angesprochen gehen wohl alle darin konform, nicht konform zu gehen. Schließlich ist eins doch ein Individuum, oder? Wer will nicht kritisch sein? Alle meinen, freien Willen, guten Geschmack und kritisches Urteil zu besitzen. Sie fragen gar nicht, wie sie dazu kommen, das als selbstverständlich zu behaupten. Dieses seltsame „Ich“ ist als Massenphänomen wahrlich eine Landplage.

Wäre es nicht umgekehrt eine Leistung, anzuerkennen, dass vieles, was gefällt, einfach vorgesetzt wird; dass vieles, was wir sehen, einfach unübersehbar ist; dass vieles, was wir hören, einfach lauter ist; dass vieles, was wir lesen, einfach deswegen gelesen wird, weil es aktuell gelesen wird. Und nicht zuletzt: das meiste, was wir reden, ist das, worüber geredet wird, denn sonst könnten wir gar nicht mitreden. Diese Befangenheit mag beklemmend sein, an ihr wird man sich jedoch durch Verdrängung nicht vorbeischwindeln können. Somit wäre die Bewusstwerdung unserer Formierung und Prägung der erste Schritt gegen diese Eingewobenheit und Verstrickung. Kritik beginnt nicht, wo jemand etwas auszusetzen hat – das ist vorerst nur Unbehagen und kippt oft ins Ressentiment2 -, sondern dort, wo sich eins als Affirmierender erkennt. „Verschwör Dich gegen Dich / Und Deine Wunden öffnen sich“3, singen Tocotronic auf ihrem neuem Album.

Affirmierende und Affirmatiker

Affirmation meint nicht, für dieses oder jenes einzutreten, ein bejahendes Gemüt zu sein oder Ähnliches. Affirmation meint, sich positiv auf die vorgefundene Totalität einzulassen, sich auf ihre Gesetzmäßigkeiten zu beziehen, sie als eherne Gegebenheit hinzunehmen. Und doch, Affirmation ist nicht gleich Affirmation. Erst wenn sich in der Affirmation der indifferente Überträger zum dezidierten Träger stilisiert, können wir den Übergang vom Affirmierenden zum Affirmatiker, von der Affirmation zum Affirmatismus konstatieren. Denn nur dort wird via gesteigerter Identitätssucht aus einem Verhalten eine Haltung.

Diese Differenz mag zwar in den unmittelbaren Ergebnissen vernachlässigbar sein, trotzdem ist sie einer näheren Würdigung zu unterziehen. Wir haben also nicht bloß zu fragen, was jemand tut, sondern vor welchem mentalen Hintergrund dies geschieht. Kurzum nach der spezifischen Identität des handelnden Bewusstseins und der handelnden Aktivität zu fragen. Je weniger diese gegeben ist, desto besser. Diese Scheidung ist uns auch deswegen wichtig, weil sie nunmehr die Vieldeutigkeit der Affirmation näher erläutert und nicht mehr erlaubt, subjektive Muster ohne weiteres in objektiven Grundmustern aufzulösen. Diese Analyse betont zwar eine eherne Gebundenheit, aber negiert eine beständige oder gar vollständige Identität von Affirmation und Affirmatismus.

Affirmation beschreibt die Karriere der Hörigkeit, die sich als Mündigkeit darstellt und geradezu in absoluter Verkennung auf ihren freien Willen pocht. Der Affirmatiker verkörpert ein Wollen, das nicht nur Bereitschaft, sondern ausdrücklich Zustimmung zum Vorgegebenen signalisiert. Es will nicht ändern, es will anwenden, kurzum funktionstüchtig sein. Affirmatismus ist die finale Steigerung von der bedingten Identifikation zur unbedingten Identifizierung. Kennzeichnend ist jedenfalls der qualitative Sprung von der Einstimmung zur Übereinstimmung mit den Verhältnissen. Das Implizite wird explizit. Einstimmung auf die vorgefundene Welt ist eine Notwendigkeit, Übereinstimmung ein Zusatz, den Erstere zwar befördert, aber nicht zwingend setzt. Dagegen halten und dagegen sein, es ist eine Möglichkeit. Selbst wenn man sich affirmativ verhält. Affirmation tendiert zum Affirmatismus. Zweifelsfrei. Sie ist nicht er, aber sie ist dessen Bedingung und sie will auf ihn hinaus. Unbedingt und stets.

Ohne Affirmation ist Existenz nicht möglich. Der Affirmatismus geht aber einen Schritt weiter, er findet sich nicht nur mit etwas ab, er findet es prinzipiell gut, liefert also auch noch ein Bekenntnis nach. Affirmatismus ist so die Flucht vor der Resignation. Was hat man schon davon? Also ist es doch am besten diese erst gar nicht zur Kenntnis zu nehmen. Man meint, sich nicht ergeben zu haben, weil man sich als unterwerfende und nicht als sich unterwerfende Größe bestimmt. Aus Zumutung wird Zustimmung. Affirmatiker empfinden sich eben nicht (mehr) als Gehorchende, so folgsam sie auch sein mögen. Sie sind freie Bürger, begabt mit freier Meinung und freiem Willen.

Affirmatismus ist nicht das einfache Dafür-Sein, sondern die aufgeladene, weil grundsätzliche Bejahung. Den Schicksalen wird die Krone der Freiheit aufgesetzt, Befreiung hingegen als gefährliche Illusion diskreditiert. Überdetermination ist das Kennzeichen dieser Versicherung. Der Affirmatiker vollzieht eine Positivsetzung der strukturellen Vorgaben. Fügung wird einmal mehr in Verfügung umgelogen. Die gesellschaftlichen Dispositive werden ver-rückt. Regelrechte Achsen der Guten haben sich herausgebildet. Zugespitzter Affirmatismus ist eine der neuesten Moden am intellektuellen Markt.

Rekapitulation als Kapitulation

Affirmation ist der falsch verstandene Sieg. Man glaubt zu den Gewinnern zu gehören, wenn man sich anschließt, indes man bloß angeschlossen wird, und zwar nicht an das, was möglich wäre, sondern an das, was realistisch ist. Was sich als Engagement versteht, ist meist nicht mehr als ein beliebiges Arrangement. Ein banales Sich-Richten und Sich-Ausrichten. Irgendwie durchkommen und sich freuen, wenn man in der Konkurrenz besteht, ja obsiegt. Denn das schönste Durchkommen ist noch immer das Raufkommen. Karriere ist der Erfolg jener, die nichts sind und daher etwas werden müssen. Nur so vermögen sie sich überhaupt als etwas wahrnehmen.

Erfolg ist die höchste Stufe der Kapitulation. Geilstes Surrogat für mangelndes Sein. Der Erfolg ist trügerisch, zwar nicht befriedigend aber zufriedenstellend, gerade aufgrund monetären Zuflusses und öffentlichen Zuspruchs. Nicht arretiert, sondern arriviert erscheint man. Man ist nicht nur geschafft, man hat es geschafft. Renommee und Prestige nennt sich das in der vornehmeren Sprache von Wissenschaft und Kunst. Gesellschaftliche Geltung (Wert und Würde) im Kapitalismus hängt an solchem Erfolg, und keins kann ehrlich behaupten, davon unberührt zu bleiben oder gar über diesen Dingen zu stehen. Das macht sie freilich nicht besser, sondern bloß noch schlimmer.

Affirmation ist Kapitulation. Ja man könnte dieses Verhalten beschreiben als Kapitulation in Serie, als unermüdliche Rekapitulation der Seienden vor dem Dasein. Doch die Kapitulation gilt als Triumph. Aus einem fatalistischen Ist so! wird ein ostentatives Sei so! Das ständige Rekapitulieren beschreibt ein „Immer wieder“ und ein „Noch einmal!“ Das „Re“, das den Substantiven und Verben vorne anklebt, ist schon ein Bekenntnis zur Wiederholung. Das „Re“ ist kein „Trans“. Emanzipation müsste das Gegenteil verkünden, nämlich, dass das Dasein für die Seienden Dasein zu sein hat.

Positives Denken

Eine der gängigsten Varianten der Affirmation ist das positive Denken. Kaum eine Vokabel ist – lassen wir die Medizin mal beiseite – so positiv besetzt wie „das Positive“. Wer will nicht positiv sein? Der Schluss vom positiven Wollen auf das positive Denken, das ist wahrlich ein Trugschluss der übelsten Sorte. Affirmation hat eine esoterische Schlagseite oder besser vielleicht noch: einen Schlagstock. Dort, wo sich die grassierende Esoterik am deutlichsten im privaten wie im öffentlichen Alltag eingenistet hat, offenbart sich das in der flächendeckenden Durchsetzung des positiven Denkens. Es ist dermaßen verankert, dass man ihm nicht einmal mehr Herkunft und Ideologie ansieht. Positives Denken ist das zentrale Gebot seriell fabrizierter Esoterik. Ganze Industrien sind damit beschäftigt, affirmative Sichtweisen und Bedürfnisse zu produzieren und zu reproduzieren.

„Sorge dich nicht – lebe!“, heißt ein klassischer Bestseller von Dale Carnegie aus dem Jahr 1948. Positives Denken ist objektivistisches Denken, es erkennt das, was ist, an als das, was sein soll. Kommt eins damit nicht zurecht, so ist der Fehler im Unvermögen des Subjekts zu suchen. Wenn Unzufriedenheit stattfinden darf, dann nicht als Kritik an den Zuständen, sondern als Suche nach eigenen Defiziten. „,Defizit‘ scheint ein magisches Wort zu sein. Alle Arbeitslosen haben eines gemeinsam: das Defizit,“4, resümiert Maria Wölflingseder einschlägige Erfahrungen: „Du bist schuld, du hast etwas angestellt; du musst nur wirklich wollen.“5

Wobei der ökonomische Begriff „Defizit“ die Lage durchaus richtig beschreibt. Man ist ins Minus geschlittert. Suggeriert wird eine Schuld, die man aber durch Kauf einschlägiger Lebenshilfen überwinden kann. Nicht nur Poster mit positiven Sätzen sind bestellbar, es gibt inzwischen sogar „Affirmationskarten im Hosentaschenformat“6. Gefordert wird aggressive Selbstprogrammierung. Aber warum etwas behaupten, was im Original viel drastischer formuliert ist: „Sehen Sie Ihren Kopf wie einen Computer. Denken Sie über eine Umprogrammierung nach. Löschen Sie den Denkfehler und dann (…) gehen Sie in ein positives Leben.“7 Wahrlich, die Betroffenen gehen nicht „in ein“, sondern „ein in“. Nicht ein Denkfehler wird gelöscht, das Denken selbst wird formatiert. „Denk nicht so viel nach!“, lautet eine bezeichnende Redewendung.

Nicht Veränderung wird verlangt und versprochen, sondern Flucht. Nicht das Elend wird angegangen, sondern die Möglichkeit, es als solches überhaupt zu benennen und zu begreifen. Derlei Negation des Negativen ist Affirmation pur. Sie sagt den Menschen nicht, wie Angst und Not zu beseitigen wären, sondern sieht darin einen Wahrnehmungsfehler, den es auszuschalten gilt. Sie plädiert offen für Verdrängung. Positives Denken nimmt die Menschen nicht ernst in dem, was sie sich antun und was ihnen angetan wird. Es interpretiert frech um, indem es in der Betrachtung die dunklen Momente eskamotiert und nur helle oder besser hellseherische übrig lässt. Hellsehen und Wahrsagen, es ist kein Zufall, dass nicht wenig in der Esoterik darauf basiert. Um dem positiven Denken zu folgen, bedarf es einer halluzinatorischen Weggetretenheit, die sich freilich als Versicherung wahrnimmt und sich in diversen Versicherungsgesellschaften auch zu einer absolut finanzträchtigen Sparte entwickelt hat. Sie verkaufen Polizzen, deren grundsolide Basis in nichts anderem liegt als in der Einbildung der Käufer. Diese müssen daran glauben, denn sonst hätten ihre Investitionen keinen Wert. Also glauben sie daran.

Positives Denken lehnt die Suche nach Kenntnis und Erkenntnis als falsche Fragen ab. Dass das Positive „das ominöseste Wort“ sei, befand schon Günther Anders: „Sei misstrauisch, wenn deine Nachbarn die Gewohnheit annehmen, vom ‚Positiven‘ zu sprechen. Und noch misstrauischer, wenn sie beginnen, dieses Wort salbungsvoll auszusprechen. Die Funktion dieses Wortes besteht ausschließlich darin, dass das, was ist, zu sanktionieren und – denn als ‚negativ‘ meint es stets Kritik – Kritik zu diffamieren. Der Ausdruck ist Vorbote des Terrors, und wer ihn in den Mund nimmt, der lockert immer bereits den Revolver.“8 „Positiv denken ist das Gegenteil von Denken“9, schreibt Ilse Aichinger in ihrem Band „Subtexte“. Denken ist wesentlich negativ. Es erfordert, sich wirklich mit dem Gegenstand auseinander zu setzen. Dass er sei, reicht nie, es ist zu fragen, was er sei, und diese Bestimmung ist nur durch Negation möglich, durch die Kraft reflektierten Reflektierens. Positives Denken ist lediglich Registrieren, Kapieren, Akzeptieren, Kapitulieren.

Wo das Resultat vorweggenommen ist, erübrigt sich die Reflexion. Ein umfassendes, analytisches wie kritisches Urteil ist hier dem Vorurteil sukzessive gewichen. – Aus jeder Situation das Beste zu machen ist allerdings etwas anderes als in jeder Situation etwas Gutes zu sehen. Die Frage nach dem Guten muss gestellt werden. „Ist das Gute gut?“, ist jedenfalls keine Fangfrage für Idioten. Um positiv zu wollen, muss eins negativ denken. Denn nur so ist das Sich-Absetzen überhaupt möglich, nur so vermag sich Potenzial entfalten, das sich nicht positiv mit der Destruktivität einlässt. Denn wer sich konstruktiv zu ihr verhält, fördert sie unaufhörlich. Konstruktives Verhalten ist rekonstruktiv, es will das, was ist, immer wieder herstellen. Es möchte dabei sein, beitragen, mitmachen. Nicht Entwicklung interessiert, sondern Kreislauf.

Präsenz als Präsens

Dem gemeinen Menschenverstand erscheint es so: Die Wirklichkeit ist stets möglich, die Möglichkeit aber nicht wirklich. Möglichkeit ist demnach in der Wirklichkeit aufgehoben, Wirklichkeit jedoch nicht in der Möglichkeit. Die Welterfahrung der Menschen versucht sich in einem tüchtigen Realismus, in dem die Macht des Faktischen absolut regiert: Das Wirkliche ist wirklicher als das Mögliche, aber das Mögliche ist nicht möglicher als das Wirkliche. Das Wirkliche ist wirklicher und möglicher zugleich. Indes kann das auch Fiktion sein, die bloß deswegen so stark wirkt, weil an sie geglaubt wird. Solange sich Menschen an Wirklichkeiten orientieren und nicht an Möglichkeiten, wird dieser Grundsatz weiterhin Bestand haben. So verbleibt das Mögliche im Unwirklichen und erscheint als das Unmögliche schlechthin. Möglichkeiten verschwinden im Irrealis.

Affirmation definiert wesend als anwesend. Unter Dasein versteht sie Dabeisein. Teilnahme meint Selbstvergewisserung. Affirmation ist Identität wider die Verlorenheit. Diese Präsenz will nur den Präsens zulassen. Sie lebt in einem Hic et Nunc! Und hält sich in dieser sinnlichen Gewissheit alles vom Leib, was dem widersprechen könnte. Vordergründig mag sie dafür triftige Argumente haben. Aber diese hypostasieren Unmittelbarkeit als Ewigkeit und setzen damit jede Perspektive außer Kraft. „Today is life. Tomorrow never comes“, steht auf der Hafenmauer (nicht nur) im südkretischen Matala. Hier wird die Grundstimmung plakativ zum Ausdruck gebracht. In völliger Leugnung eines wirklichen Zeitablaufs wird aus „today“ „everyday“. Es wird verschwiegen, dass jedes „today“ „another day“ ist. Gedanklich baut „Tomorror never comes“ auf folgendem Schluss: Wenn morgen kommt, dann wird es heute sein. Folglich ist das Morgen unmöglich. Der Grundirrtum besteht darin, dass in dieser Betrachtung „ein Heute“ in „das Heute“ aufgelöst wird. Menschen werden degradiert zu Passagieren des jeweiligen Zeitpunkts.

Die Zeit der Affirmation ist die Nichtzeit, die Gegenwart, die immer währen soll, wenngleich sie bloß der Augenblick ist, der Vergangenheit und Zukunft scheidet. Affirmation versucht sich als Allgegenwart. Vergangenheit und Zukunft werden einfach okkupiert. Sie versteht sich als ontologisches Diktat. Sie ist der stete Sieg der Unmittelbarkeit. Dieses Jetzt kennt nur das Jetzt. Es ist ihm eine Abfolge von Gelegenheiten. Im Nu. Nichtzeit heißt auch Nichtzeit-Haben. Bevor wir „Nein!“ sagen, hat das „Ja!“ zumeist schon die ersten praktischen Schritte getätigt. Affirmation gestaltet sich als Distanzlosigkeit.

Permanente Präsenz (und sei es auch virtuell) macht unlustig, ja lustlos. Lust ist nur möglich, wenn Nähe und Ferne nicht als identisch erscheinen. Der Horizont darf weder verstellt werden noch endlos anmuten. Er muss begrenzen, wenn auch nicht fixieren. Befriedigung ist nur möglich in der Aufhebung des Entzugs. Distanz ist notwendige Voraussetzung für Intimität. In ihr wird jene bewusst und in beidseitigem Einverständnis ausgesetzt. Es ist ein Vorgang, kein Zustand. Um sich nahe zu kommen, darf man nicht stets in der Nähe sein. Lust ist aufgehobener Verlust. Freundschaft und insbesondere Liebe sind also nicht die gegenseitige Affirmation, sondern eine spezifische Harmonie von sich anziehenden Unterschieden.

Reinfallen oder Rausfallen

Affirmation ist das Gegenteil von Kritik, zweifellos. Doch ist Kritik deswegen das Gegenteil von Affirmation? Ist dieser Umkehrschluss nicht zu banal, vor allem dazu da, im kritischen Betrieb sich im Widerspruch zu sonnen, ohne zu ahnen, dass jener gar nicht so weit vom Kritisierten entfernt ist wie er vorgibt? Kritik ist, auch wenn es die Kritiker nicht gerne hören, so kritisch wiederum nicht. Nicht selten ist sie lediglich Stachel der Affirmation, deren Avantgarde, nicht deren Alternative. Eine Impfung. Kritisieren und Affirmieren können nicht einfach als antagonistisch aufgefasst werden. Zumeist sind sie sich befruchtende Momente der Totalität.

Kritik ist immer Teil des Objekts, das sie kritisiert. Aber aufgepasst: auch, nicht jedoch: bloß. Denn Kritik hat eine Potenz zur Transzendenz, auch wenn ihr hauptsächlicher „Nutzen“ der einer immanenten Vorhut ist. Nötig, um Varianz und Modernisierung zu ermöglichen. Kritik und Affirmation mögen Gegenteile sein, Gegensätze sind sie nur ausnahmsweise. Säuberliche Trennungen in Affirmatiker und Kritiker sind ein Wunschbild absonderlicher Distinktion. Wie sollten jene auch statthaben? Auf welche Kriterien sollte man sie fokussieren? Kritik, will sie sich gerecht werden, versteht sich als elementare Differenz, aber nicht als Konkurrenz zur Affirmation auf gleicher Geschäftsgrundlage. Indes kann sie sich diese Basis, auf der die Auseinandersetzung stattfindet, nicht aussuchen. So agiert Kritik auf doppeltem Boden, einerseits verhaftet im Gegenstand, andererseits abgehoben, nicht auf festem Boden stehend. In diesem liegt ihre Qualität, in jenem aber ihre existenzielle Bedingung.

Das Dilemma lässt sich auch so beschreiben: Sobald Kritik in Konkurrenz zur Affirmation tritt – und das muss sie – spielt erstere nach den Spielregeln zweiterer. Die Konsequenzen sind auf den ersten Blick fatal. Wenn Kritik auf ihre konkurrenzistischen Aspekte regrediert, ist es um sie geschehen. Macht Kritik hingegen wirklich auf intransigent, wird sie dogmatisch und sektiererisch. Kritik versucht sich also in einem prekären Dazwischen, das nicht allzu oft größeren Raum freigibt. Sie agiert meist an der Kippe. Geglückte Kritik ist eine Frage der Situation und keine der Kontinuität. Dort, wo Kritik gelingt, steht sie am Abgrund. Kritik ist nicht Emanzipation, sondern deren Bedingung. Letztlich ist auch nicht theoretisch zu lösen werden, was Aufgabe der praktischen Umwälzung ist. „Die Wahrheit dieser Gesellschaft ist nichts anderes als die Negation dieser Gesellschaft“10, schreibt Guy Debord.

Es gibt heute ein starkes affirmatives Interesse an Kritik. Vergessen wir nicht: Kein Mainstream, der sich nicht als Kritik gebärdet. Jede Oberfläche ein Underground, jeder Bestseller ein Geheimtipp. Affirmation hat Kritik vielerorts usurpiert. Affirmation wird durch Kritik nicht in Frage gestellt, sondern verbessert. Diese soll in jener Dienst gestellt werden. Jeder etwas weitsichtige Politiker hält sich einen Stamm professioneller Kritiker und „fördert“ sie. Praktizierende Affirmation strahlt in der Aura instrumentalisierter Kritik.

Hier begänne freilich etwas, das sich Kritik der Kritik nennen ließe, eine noch weitergehende Reflexion, die nur angedeutet werden kann. Die blinden Flecken kritischer Selbstsicht müssten herausgearbeitet werden. Der Kritiker als Kandidat des Dagegenseins muss einerseits aufpassen, nicht zum Hofnarren der Herrschaft zu werden, zu einem Kabarettisten wider Willen, der dem Bestehenden die Stichworte liefert. Es gibt heute eine kritische Pose, deren affirmativer Subtext jeweils offenzulegen wäre. Andererseits läuft der Kritiker aber auch stets Gefahr, zum absoluten Outsider, zu einem theoretischen Simandl zu werden, dessen Kennzeichen in der Weggetretenheit besteht. Treiben es affirmative Kritiker auf allen Festen, werden die anderen erst gar nicht eingeladen. Prinzipialismus ist hier fehl am Platz, der Affirmation kann niemand entgehen. Das sollte man wissen. Aber es braucht sich deswegen auch niemand auszuliefern. Das sollte man durchsetzen. Praktische Kritik hieße, die objektiven Schranken zu erkennen, sie aber nicht gleich subjektiven Beschränkungen als unsere Grenzen anzuerkennen. Und etwas zu tun, um diese zu überschreiten. So sei’s!

Stänkern statt Kritisieren

Politik versteht sich gemeinhin als das kritische Geschäft schlechthin. Permanent wird etwas kritisiert. Alle gefallen sich als Kritiker der anderen. Fast könnte man meinen, dort sei wirklich der Ort kritischer Reflexion und Debatte. Weit gefehlt. Das ist nicht Kritik, es geht vielmehr darum, die politische Konkurrenz am politischen Markt zu entwerten. Man will Stimmung für sich und gegen die jeweiligen Kontrahenten machen. Penetranz ist zur sich verschärfenden Ansage geworden. In den War Rooms der Sekretariate rauchen die Colts. Der schlichte Mangel an programmatischer Differenz wird durch Aggressivität der Konfrontation wettgemacht. Selbstaffirmation statt Selbstkritik ist der gängige Modus. Im politischen Geschäft gilt es, von sich immer gut und von anderen immer schlecht zu reden. Das ist eine unerschütterliche Konstituante, Bündnisse und Koalitionen weichen davon nicht ab, sie definieren das „Wir“ nur zeitweilig anders.

Substanziell ist Politik Verwaltung statt Gestaltung, Sache statt Inhalt. Mit Geld verteilt sie ihre Werte und alle wollen etwas haben. So betrachtet wäre sie grenzenlos langweilig, bloß als Ressource von Belang. Interessant wird sie aber wiederum als Unterabteilung des kulturindustriellen Blocks. Public relations und Medien, Kulturbetrieb und Politik erfüllen sowohl Aufgaben der Lenkung als auch der Ablenkung auf perfide Weise. Was heute an Politik fasziniert, ist weniger, was sie betreibt, sondern wie sie es betreibt, nicht die Mache sondern die Anmache. Die Aufführung der Politiker in Television und Magazin. Kurzum, die kommerzialisierte Show inklusive Showdown. Unablässige Anmache schürt zwar gelegentlich die Verdrossenheit11, doch hat diese bisher noch wenig Chancen gegen die diversen Aufmerksamkeiten, die trotzdem erzielt werden.

Politik hat, anders als des öfteren bekrittelt wird, ihre Abgehobenheit weitgehend verloren. Immer deutlicher wird sie zur schlichten Affirmation. Das In-Ordnung-Bringen der Ordnung. In etwas profanerer Umgangssprache könnte man es auch „aufräumen“ nennen. Genau das ist mit ein Grund, warum die Aufräumer, Populisten nennt man sie gemeinhin, sich des öfteren gerade aufgrund dieser Projektion außerordentlicher Beliebtheit erfreuen.

Es ist nicht zu behaupten, dass die Politik der niederen Gefühle die niederen Gefühle der Leute nicht bedient. Andererseits, würden Politiker das ernst nehmen, was sie sich ausrichten oder ausrichten lassen, sie müssten wohl jeden Kontakt zueinander abbrechen. Sie können es also gar nicht ernst nehmen. Was aber alles über die Ernsthaftigkeit der Theatralisierung sagt. Sie ist Talkshow fürs Publikum. „Gib’s ihm!“. Es geht somit um die kulturindustrielle Verstänkerung des öffentlichen Lebens. Es ist nicht Wettstreit, sondern eben Konkurrenz, die dort tobt. Was auf den ersten Blick als Entideologisierung deutbar wäre, gibt sich bei genauerem Hinsehen als eine Durchsetzung der Sachzwänge zu erkennen, die eben als mächtige Universalideologie ältere ideologische Reste langsam, aber zielgerecht entsorgt (hat). Das generelle Marktbekenntnis fällt, weil allgemeingültig, gar nicht mehr als etwas Besonderes auf.

Die aktuellen Höhepunkte der Politik liegen im Skandal. Führende Magazine bauen ihre Existenz darauf auf. Investigieren statt analysieren, ist der Leitspruch des Journalismus. Die schlechten Nachrichten sind das Kontrastprogramm dazu, dass grundsätzlich eh alles in Ordnung sei. Skandalisierung ist abgefeimte Affirmation. Sie ist ein Schönreden der Zustände durch Schlechtreden der Missstände. Konkret wie abstrakt werden diese analytisch auseinander gerissen, sodass die Norm der Normalität umso heller strahlen kann und letztere nur als beschmutzt erscheint durch Korruption und Delinquenz. In Gerichten läuft dann ein Ritual, dessen Resultat einige böse Buben (meist männlich) in den Häfen bringt. Der Sieg des Rechtsstaates stellt freilich nie die Frage nach Substanz und Herkunft der inkriminierten Abweichung. Säuberung statt Erkenntnis ist angesagt. Das wirklich Negative dient lediglich als Abstoßungsmoment für das vermeintlich Positive. Dass die Wahrheit in diesem Realszenario untergeht, ist offensichtlich. Normal und Skandal dürfen ja nicht zusammengehen, die Quintessenz des Systems darf ja nicht als solche begriffen werden.

Das Negative wird nicht bloß verdrängt, es darf als spezifische Rekonstruktion einer Zuwider-Handlung wieder erscheinen. In der Prime Time als Krimi, in den Magazinen als Bad News. Mental gleichen sie einem Kick, sie betreffen uns zumeist nicht, aber sie bekriseln uns. Auf jeden Fall gewährleisten sie eins: sie heben die Quote. Zu Feiertagen besinnen sich dann selbst Medienmacher des eigentlichen Auftrags: „Das Gute kommt zu kurz“12, betitelt sich der Leitartikel der Salzburger Nachrichten zum Jahreswechsel. Beklagt wird die Fülle der negativen Botschaften in den Medien. „Viele von uns, auch Journalisten, neigen dazu, das Negative in den Vordergrund zu stellen, das Schlechte zuerst zu sehen, und wenn es nicht auf Anhieb erkennbar ist, dann umso intensiver zu suchen.“ Wir fragen jetzt nicht mehr nach.

Der Kern der Affirmation liegt im Tausch, in der allgemeinen Pflicht kaufen und verkaufen zu müssen.13 Affirmation meint hier die gegenseitige Anerkennung der Kaufsubjekte. Der ökonomische Vollzug nennt sich dann Geschäft: jemanden etwas abzukaufen bzw. zu verkaufen. Und dieses Prinzip gilt auch im übertragenen Sinn: „Sich gut zu verkaufen“, „jemanden etwas abzukaufen“, die Phrasen des Alltags verraten die Wahrheit einer Gesellschaft. Affirmatismus in Reinkultur ist die Werbung. In ihr ist von vornherein die Kritik ausgeschlossen. Permanent muss sie heucheln, lügen und betrügen, um Attraktivität zu schaffen, zu erhalten und zu erweitern. Die Motivation zu funktionieren, hat garantiert zu werden. Denn so selbstverständlich wie sie tut und wie wir sie hinnehmen, ist sie wiederum nicht. Sie muss industriell reproduziert werden, um zu greifen. In ihrer aufdringlichen Allgegenwärtigkeit suggeriert Reklame eine Welt, die nicht nur ohne sie nicht sein könnte, sondern die in erster Linie nichts anderes als sie selbst ist. Wir haben ihre Produkte zu sein, die ihre Produkte heiligen. Das tun wir.

Anmerkungen

1 Günther Anders, Blindschleiche und Parzival. Natur und Kultur in meiner Kindheit, FORVM, Nummer 444, 15. Dezember 1990, S. 28. 2 Vgl. dazu ausführlicher: Franz Schandl, Maske und Charakter. Sprengversuche am bürgerlichen Subjekt, krisis 31 (Juli 2007), S. 165-170. 3 Tocotronic, Kapitulation, Buback 2007. 4 Maria Wölflingseder, „Eine Umschulung Richtung IT oder Wirtschaft! Sonst geht’s nur bergab!“ Phänomenale Erlebnisse einer arbeitslosen Geisteswissenschaftlerin; in: Ernst Lohoff/Norbert Trenkle/Maria Wölflingseder/Karl-Heinz Lewed (Hg.), Dead Men Working. Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs, Münster 2004, S. 108. 5 Ebenda, S. 109. 6 http://www.impulsverlag.com (Abfrage vom 3. Juli 2007) 7 http://members.chello.at/astro-esoterik/positives-denken/ (Abfrage vom 3. Juli 2007) 8 Günther Anders, Philosophische Stenogramme (1965), München 2002, S. 54. 9 Ilse Aichinger, Subtexte, Wien 2006, S. 33. Diese Aussage war der Autorin wohl außerordentlich wichtig, sie ziert auch das Umschlagcover. 10 Guy Debord, Die Gesellschaft des Spektakels (1967), §199, Berlin 1996, S. 170. 11 Vgl. Franz Schandl, Lob der Politikverdrossenheit, Streifzüge 3/2003, S. 14-17. 12 Manfred Perterer, Das Gute kommt zu kurz, Salzburger Nachrichten, Silvester 2006, S. 1. 13 Vgl. ausführlicher: Franz Schandl, Vom Einkaufen. Notizen zum gesellschaftlichen Stoffwechsel, Teil 1, Streifzüge, Nummer 37, Juli 2006, S. 7-11; Vom Verkaufen. Notizen zum gesellschaftlichen Stoffwechsel, Teil 2, Streifzüge, Nummer 38, November 2006, S. 12-17.