Krisis 32 erschienen!
Erstellt von admin am 23. Oktober 2008
Spätestens seit dem 11. September 2001 hat sich die Weltdeutung vom „Kampf der Kulturen“ in den westlichen Ländern weitgehend in den Köpfen festgesetzt. Während sich die Jihadisten quer durch die Welt bomben, reden viele „Vordenker“ in Europa und den USA von einem Dritten Weltkrieg, der gegen den „Islamofaschismus“ zu führen sei. Auf der anderen Seite formiert sich eine Allianz von „Antiimperialisten“ und islamischen Fundamentalisten, die von einer mit antisemitischen Elementen durchsetzten Frontstellung gegen „den Westen“ zusammengehalten wird. Wechselseitig werden so die sozialen und ökonomischen Widersprüche des globalisierten Krisenkapitalismus kulturalisiert und als Todfeindschaft zweier unversöhnlicher Großgemeinschaften gedeutet. Tatsächlich aber sind beide Seiten Fleisch vom Fleische der kapitalistischen Moderne. Eine Kritik von islamischem und westlichem Fundamentalismus muss daher dieses gemeinsame Bezugssystem in den Blick rücken.
Inhalt
- Editorial
- Norbert Trenkle: Kulturkampf der Aufklärung. Wie die „westlichen Werte“ zu einer aggressiven Stammesreligion mutieren
- Ernst Lohoff: Die Exhumierung Gottes. Von der heiligen Nation zum globalen Himmelsreich
- Claudia Globisch: Was ist neu am „neuen Antisemitismus“?
- Karl-Heinz Lewed: Finale des Universalismus. Der Islamismus als Fundamentalismus der modernen Form
- Ernst Lohoff: Die Anatomie der Charaktermaske. Kritische Anmerkungen zu Franz Schandls Aufsatz „Maske [...]
Abgelegt unter Der Mythos vom Kampf der Kulturen |


