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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Krisis 33 (2010)

16.03.2010 Beitrag drucken

krisis 33 erscheint im April 2010

Nach dem Platzen der Immobilienblase ist allenthalben von der Krise des Kapitalismus die Rede. Gemeint ist aber zumeist nur die Krise des so genannten Finanzmarktkapitalismus, die auf die „Gier der Banker und Spekulanten“ zurückgeführt wird – verbunden mit der Hoffnung auf eine Rückkehr zum „gesunden Kapitalismus“. Tatsächlich jedoch hat die derzeitige Weltwirtschaftkrise einen viel grundsätzlicheren Charakter. Sie stellt eine weitere Etappe der Krisenverschärfung und -beschleunigung im Verlauf eines langen, säkularen Prozesses dar, der alle Sphären und Ebenen der Warengesellschaft erfasst und deren Grundlagen erschüttert. Verschiedene Aspekte dieses fundamentalen Krisenprozesses stehen im Fokus dieser krisis-Ausgabe.

Inhalt

Editorial
• Karl – Heinz Lewed: Erweckungserlebnis als letzter Schrei. Der Islamismus und die rational-irrationale Subjektivität der Warengesellschaft Weiterlesen »

16.03.2010 Beitrag drucken

krisis 33 – Editorial

Der Neoliberalismus sei am Ende. So jedenfalls pfiffen es die Spatzen nach dem Finanzmarktcrash von 2008 von den Dächern. Indes, die wirtschafts- und sozialpolitische Praxis sieht zunächst gar nicht danach aus. Zwar bekam der Guido Westerwelle gerade kräftig Prügel von fast allen Seiten für seine Tiraden, eine Armutsversorgung à la Hartz IV komme dem Versprechen auf „anstrengungslosen Wohlstand” gleich. Kritisiert wird aber vor allem der Ton seiner Äußerungen. In der Sache hingegen findet der Scharfmacher durchaus breite Resonanz. Weiterlesen »

15.03.2010 Beitrag drucken

Erweckungserlebnis als letzter Schrei

Der Islamismus und die rational-irrationale Subjektivität der Warengesellschaft

Karl-Heinz Lewed

„Die dschihadistische Volksbewegung mit dem langen Weg, den sie zurücklegen muss, den bitteren Leiden, die sie erduldet hat, mit ihren enormen Opfern und gewaltigen Verlusten vermag die Seelen zu läutern und sie über die Wirklichkeit zu erheben …, die Interessen entfernen sich von mittelmäßigen Streitigkeiten um Pfennige, von kurzfristigen Bedürfnissen, und … die Hassgefühle erlöschen, und die Seelen werden milder gestimmt, die Karawane steigt aus dem tief eingeschnittenen Tal zu dem hohen Gipfel empor, fern der fauligen Sümpfe und der Dschungelkämpfe … Die islamische Gesellschaft muss geboren werden, aber die Geburt vollzieht sich unter Schmerzen und Leid.“
Abdullah Azzam, erster Theoretiker des weltweiten Dschihad (Azzam 2006, S. 203)

1.

Das Phänomen des islamischen Fundamentalismus ist nur vor dem Hintergrund des Scheiterns der nachholenden Modernisierung in den „islamischen“ Ländern zu erklären Weiterlesen »