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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Krisis 12 (1992)

31.12.1992 Beitrag drucken

Krisis 12 — Editorial

Ein Bändchen von Rossana Rossanda aus den siebziger Jahren trägt (zumindest in der deutschen Übersetzung) den schönen Titel “Dialektik von Kontinuität und Bruch”. Damit ließe sich auch die Entwicklung der KRISIS ganz gut überschreiben. Mit der Ausarbeitung, dem Weitertreiben und Präzisieren des theoretischen Ansatzes hat sich dieser auch gründlich verändert. Da die KRISIS von 1992 an vom Horlemann-Verlag betreut wird und neue Leser zu erwarten sind, nehmen wir dies zum Anlaß, ein wenig auf die Irrungen und Wirrungen der letzten sieben Jahre in unserer theoretischen Sub-Existenz zurückzublicken. Natürlich nicht mit der Illusion, eine auf Anhieb verständliche Darstellung geben zu können. Aber doch in der stillen Hoffnung, daß alte und junge Neuankömmlinge neugierig gemacht werden auf jene seltsamen Vögel von “Marxisten, die schon keine mehr sind”.

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31.12.1992 Beitrag drucken

Sexus und Arbeit

Zur Kritik der Arbeitsontologie in der feministischen Debatte

Ernst Lohoff

Die Entstehung einer autonomen Frauenbewegung war im Kern ebenso wesentlich eine Reaktion auf die praktischen Defizite der 68er Bewegung und ihrer Folgeprodukte, wie die Herausbildung einer spezifischen feministischen Gesellschaftskritik Konsequenz ihrer gravierenden theoretischen Mängel war.

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31.12.1992 Beitrag drucken

Differenz und Gleichheit

Zur Kritik eines falschen Gegensatzes

Norbert Trenkle

Eine Kritik am Gleichheitsfetischismus setzt sich der Gefahr aus, beim feministischen Diskurs offene Türen einzurennen. Nicht anders verhält es sich mit Attacken gegen die Ontologisierung der Geschlechterdifferenz, denn der main stream des feministischen Diskurses wähnt sich selbst längst jenseits dieser Alternative. Tatsächlich aber hat er sie nicht wirklich überwunden, sondern lediglich im Kompromiß entschärft. Differenz und Gleichheit, so lautet die Formel, die sich in der Sprachregelung der vergangenen Jahre durchgesetzt hat. Damit ist zwar ein alter Streit vorläufig beigelegt, doch die darin aufgeworfenen Grundsatzfragen sind keinesfalls befriedigend geklärt. Statt die in der Dichotomie aufscheinenden Widersprüche produktiv aufzuarbeiten, werden Geschlechtergegensatz und Gleichheitsprinzip äußerlich miteinander versöhnt

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31.12.1992 Beitrag drucken

Thesen über das Ende des Schönen

Betrachtungen zur Krise der Kunst anläßlich einer Ausstellung über die “russische Avantgarde”

Johanna W. Stahlmann

Wer diese Thesen liest, wird sich fragen, ob der besondere künstlerische Anlaß, die derzeit in Frankfurt zu besichtigende Ausstellung “Russische Avantgarde”, nicht völlig beliebig sei. Ich muß dies schlechten Gewissens bejahen. Der Ausstellungsbesuch war mir erst vergönnt, nachdem ich die Thesen bereits weitgehend fertiggestellt hatte; nur marginale Veränderungen waren die Folge.

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31.12.1992 Beitrag drucken

Krisis 12 — Inhalt

Editorial

Roswitha Scholz: Der Wert ist der Mann. Thesen zu Wertvergesellschaftung und Geschlechterverhältnis

Ernst Lohoff: Sexus und Arbeit. Zur Kritik der Arbeitsontologie in der feministischen Debatte

Norbert Trenkle: Differenz und Gleichheit. Zur Kritik eines falschen Gegensatzes

Robert Kurz: Geschlechtsfetischismus. Anmerkungen zur Logik von Weiblichkeit und Männlichkeit

Johanna W. Stahlmann: Thesen über das Ende des Schönen