22.01.2021  Beitrag drucken

Einleitung zum Sammelband: L’Exhumation des dieux.

Unter der Überschrift L’Exhumation des dieux. Islamisme et fondamentalisme des valeurs occidentales à l’ère du capitalisme de crise ist in Frankreich soeben (Januar 2021) ein Sammelband erschienen, der verschiedene Aufsätze der Krisis-Autoren Ernst Lohoff, Karl-Heinz Lewed und Norbert Trenkle zum Themenkomplex Islamismus, Religionismus und Fundamentalismus der westlichen Werte versammelt. Vorangestellt ist eine aktualisierende Einleitung von Norbert Trenkle (s.u.).

Der Sammelband enthält die folgenden Texte (hier die deutschen Originlaversionen):

Ernst Lohoff (2008), Die Exhumierung Gottes. Von der heiligen Nation zum globalen Himmelsreich

Norbert Trenkle (2007): Feuer und Flamme für Demokratie und Aufklärung. Thesen zum Fundamentalismus der ,westlichen Werte‛ in Zeiten ihres Zerfalls

Norbert Trenkle (2008), Kulturkampf der Aufklärung. Wie die westlichen Werte zu einer agressiven Stammesreligion mutieren

Ernst Lohoff (2006): Gott kriegt die Krise

Norbert Trenkle (2015) Gottverdammt modern. Warum der Islamismus nicht aus der Religion erklärt werden kann

Karl-Heinz Lewed (2008), Brüder, zum Gesetze, zur Freiheit. Über den Zusammenhang von Islamismus und westlichen Werten

Karl-Heinz Lewed (2008), Finale des Universalismus. Der Islamismus als Fundamentalismus der modernen Form

Einleitung

Spätestens seit den Terroranschlägen von 9/11 ist „der Islam“ in den sogenannten westlichen Ländern zum Inbegriff eines unheimlichen „Anderen“ geworden, das die Grundlagen des gesellschaftlichen Zusammenlebens bedroht. Diese Wahrnehmung bildet seitdem eine übergreifende ideologische Klammer zwischen den unterschiedlichsten politischen Lagern von der Sozialdemokratie über den Liberalismus bis hin zur extremen Rechten. Im Einzelnen gibt es zwar durchaus Unterschiede in der Konstruktion dieses „Anderen“, doch was alle Seiten teilen, ist eine kulturalisierende Sicht auf die Gesellschaft und insbesondere auf die gesellschaftlichen Widersprüche und Konflikte der Gegenwart. Für die Rechte und vor allem für die extreme Rechte ordnet sich diese Kulturalisierung bruchlos in das eigene ideologische Weltbild ein, wonach die prägenden Kräfte in der Gesellschaft sich sowieso auf Abstammung und Kultur reduzieren und der große Sündenfall der Moderne angeblich die „Vermischung“ der Kulturen und „Rassen“ sein soll. Aus dieser Sicht sind „der Islam“ und die „abendländische Kultur“ einander einfach wesensfremd und können daher auch nicht friedlich auf einem Territorium koexistieren. Nicht immer geht das mit einer prinzipiellen Islamfeindschaft einher. Oftmals werden „die Muslime“ sogar bewundert und beneidet für die Konsequenz und Opferbereitschaft mit der sie „ihre Kultur“ verteidigen. Die Feindschaft richtet sich aber in jedem Fall gegen die als Muslime identifizierten Menschen, die in den „westlichen Ländern“ leben und die dorthin „zurückkehren“ sollen, wo sie angeblich hingehören.

Für den liberalen Diskurs stellt sich die Sache ein wenig komplizierter dar. Soll der Anspruch auf universelle Gleichheit und Freiheit nicht aufgegeben werden, können die Menschen aus den sogenannten islamisch geprägten Ländern nicht prinzipiell davon ausgeschlossen werden. Deshalb wird argumentiert, dass diese in ihrer Mehrheit leider noch nicht auf dem zivilisatorischen Stand der westlichen, aufgeklärten und säkularen Gesellschaft angekommen seien und daher erst noch einen entsprechenden Lernprozess durchlaufen müssten, bevor sie in die demokratische Gemeinschaft aufgenommen werden könnten. Einst legitimierte diese alte geschichtsphilosophische Fortschrittsideologie, wonach die westlich-kapitalistische Gesellschaft mit ihren demokratischen Institutionen den (zumindest vorläufigen) Höhepunkt der historischen Entwicklung darstellen, die kolonialen Eroberungen. Heute wird sie zur Begründung für die zunehmende Abschottung gegenüber den Menschen aus den ehemaligen Kolonien herangezogen. Denn, so das Argument, diese würden durch ihre archaischen und vormodernen Vorstellungen „unsere Demokratie“ bedrohen.

Im Unterschied zum rechten und rechtsextremen Standpunkt beruht der liberale Abgrenzungsdiskurs also auf einer asymmetrischen Kulturalisierung. Während das eigene Wertesystem als universell und überhistorisch gültig verstanden wird, sind „die Anderen“ in einem beschränkten und rückständigen kulturellen Partikularismus befangen, aus dem sie sich noch herausarbeiten müssen. Es wäre allerdings vollkommen verkehrt, den universalistischen Anspruch einfach zurückzuweisen und ihn als eine falsche Überhöhung eines selbst bloß partikularen kulturellen Standpunkt zu brandmarken. Denn dieser postmodernistische Kulturrelativismus, wie er seit den 1980er-Jahren en vogue ist, beruht selbst auf einer Weltsicht, die die kulturellen Identitäten affirmiert, auch wenn diese zugleich als Effekt von Diskursen „dekonstruiert“ werden. Es ist daher auch folgerichtig, dass der Kulturrelativismus längst schon von Vordenkern der Neuen Rechten wie Alain de Benoist adaptiert worden ist. In deren Konzept des „Ethnopluralismus“ wird die multikulturelle Vorstellung eines Nebeneinanders der Kulturen einfach nur gewendet in die feinsäuberliche Separierung der Kulturen nach den ihnen angeblich zustehenden Territorien.

Demgegenüber enthält der liberal-demokratischen Universalismus zwar immerhin noch den Anspruch einer universellen menschlichen Emanzipation. Allerdings dementiert sich dieser permanent selbst, weil er sich immer schon bloß auf das Universum der allgemeinen Warenproduktion bezieht, das konstitutiv auf der Abspaltung aller nicht-kompatiblen Momente und der Ausgrenzung eines konstruierten „Anderen“ beruht. Die Unwahrheit des liberal-demokratischen Universalismus besteht also nicht darin, dass hier eine bestimmte „Kultur“ ihren eigenen Partikularismus verschleiern würde, indem sie sich absolut setzt. Vielmehr ergibt sie sich daraus, dass die kapitalistische Produktions- und Lebensweise zwar dazu tendiert, sich weltweit alle gesellschaftlichen Regungen und Äußerungen einzuverleiben, zugleich jedoch strukturell, permanent sozialen, rassistischen und sexistischen Ausschluss produziert und die Kosten der Reichtumsproduktion externalisiert. Hinzu kommt noch, dass die kapitalistische Rationalität aufgrund ihres eindimensionalen, versachlichten und instrumentellen Charakters, als Kehrseite genau jenen Irrationalismus hervorbringt, den sie dann als das „Fremde“ schlechthin behandelt und bekämpft.

Die hier versammelten Texte zeichnen diesen Zusammenhang zwischen der kapitalistischen Rationalität und des von ihr selbst immer wieder neu produzierten Irrationalismus nach. Dass der Blick dabei vor allem auf den Islamismus gerichtet wird, liegt an seiner weltpolitischen Brisanz in der Entstehungszeit der Texte (die fast alle zuerst in den Nullerjahren publiziert wurden) und an der besonderen Bedeutung, den „der Islam“ als Feindbild für „den Westen“ damals erlangte. Dennoch haben die Analysen durchaus exemplarischen Charakter. Nicht nur, weil sie den Islamismus grundsätzlich als eine bestimmte Erscheinungsform des kapitalistisch erzeugten irrationalen „Anderen“ dechiffrieren; zugleich verorten sie seine unheimliche Konjunktur im Kontext einer grundlegenden und umfassenden Krise der kapitalistischen Produktions- und Lebensweise, die gleich in mehrfacher Hinsicht an ihre historischen Grenzen stößt und die weltweit zu einem Aufschwung von Irrationalismen, regressiven Populismen und kollektiven Identitätsbildungen geführt hat.

Diese Krise geht offensichtlich mit der globalen Durchsetzung des Kapitalismus einher. Was in den 1990er-Jahren zunächst als großartiger Triumph gefeiert wurde, hat sich mittlerweile als Pyrrhussieg entpuppt. Für große Teile der Menschheit haben sich die vollmundigen Versprechen auf „Wohlstand“ durch individuelle Leistungs- und Opferbereitschaft nicht erfüllt, weil sie in der Ära der technologischen Hyperproduktivität für die Kapitalverwertung eigentlich „überflüssig“ sind. Die Marktwirtschaft ist bei ihnen zwar angekommen, aber nur in der Form allseitiger, verwilderter Konkurrenz, Prekarität und Unsicherheit, während gleichzeitig die großenteils erst in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts entstandenen Nationalstaaten von Kriminalität, Korruption und Klientelismus durchsetzt sind oder gleich ganz im Chaos versinken. Auch die kapitalistischen Zentren werden zunehmend von diesen Tendenzen erfasst, wenn auch bisher nur in abgeschwächter Form. Zugleich wächst hier gerade in den Mittelschichten die Angst vor dem Verlust ihrer relativen Gewinnerposition, die sie nicht nur durch den Zustrom der Immigranten aus den verwüsteten Regionen der Welt infrage gestellt sehen, sondern auch durch die verschärfte Weltmarktkonkurrenz, die wiederholten Finanz- und Wirtschaftskrisen und durch die ökologische Krise, die aus der kapitalistischen Wachstums- und Externalisierungslogik resultiert.

Es ist dieses allgemeine Klima der Verunsicherung und Angst, das viele Menschen dazu treibt, Zuflucht bei scheinbar überzeitlich gültigen Kollektividentitäten zu suchen, die ihnen Halt geben und das Gefühl von Handlungsmächtigkeit verleihen sollen. Klassischerweise waren das in der Aufstiegsgeschichte des Kapitalismus vor allem nationalistische und völkische Identitäten, die sich allesamt als uralte Wesenheiten mit einer lang zurückreichenden Vorgeschichte präsentierten, obwohl sie erst im 19. oder 20. Jahrhundert erfunden worden sind. Dass nun in der kapitalistischen Krisenepoche in starkem Maße auch „Religionismen“ (Ernst Lohoff), also religiös begründete Identitäten, eine zentrale Rolle spielen, liegt insbesondere daran, dass die prekären und korrupten Staatsgebilde in großen Teilen der Welt sich kaum als Projektionsfläche für eine positive Identitätsbildung eignen und dass daher das Jenseits eines imaginierten Himmelreichs diese Rolle übernehmen muss. Auch in dieser Hinsicht ist der Islamismus mit seinem luftigen Phantasma eines globalen Gottesstaates alles andere als vormodern, sondern ein ureigenes Produkt der kapitalistischen Globalisierung, wie vor allem Karl-Heinz Lewed und Ernst Lohoff in ihren Texten nachzeichnen. Übrigens ist es auch sein deterritorialisierter und frei flottierender Charakter, der ihn zu einem attraktiven Identitätsangebot für atomisierte Individuen in aller Welt macht, die plötzlich „den Islam“ für sich entdecken und teilweise sogar für ihn in den „Heiligen Krieg“ ziehen, obwohl sie vorher keinerlei kulturelle oder familiäre Bezüge zu ihm hatten.

In dieser Hinsicht unterscheidet sich der Islamismus in nichts von den evangelikalen Sekten, die vor allem dort ihre Erfolge feiern, wo die wilde Durchsetzung der kapitalistischen Rationalität alle herkömmlichen Formen der Solidarität und Vergemeinschaftung zerstört und eine Wüste allseitiger Konkurrenz-Individualität hinterlassen hat, wie in weiten Teilen Lateinamerikas und Afrikas. Kollektividentitäten sind nur die Kehrseite der abstrakten Individualisierung, die zur Wesensstruktur der kapitalistischen Vergesellschaftung gehört. Doch stellen sie keineswegs deren Überwindung dar, sondern setzen sie vielmehr immer schon voraus. Sie vermitteln den vereinzelten Einzelnen das Gefühl, Teil einer großen Gemeinschaft zu sein, heben aber deren isolierte Existenzweise nicht auf, sondern verlangen vielmehr die Unterwerfung der Individuen unter das Kollektiv und seine Normen, im Extremfall bis zur Selbstaufopferung. Dieser Unterwerfung nach innen entspricht immer auch eine scharfe und oft aggressive Abgrenzung nach außen, die der Absicherung der Kollektividentität dient. Dass diese Abgrenzung und Selbstbehauptung gewaltsame Züge annehmen kann, liegt in der Logik der Sache und ist keineswegs nur charakteristisch für den Islamismus, wie etwa (ein grausames Beispiel unter vielen) die Pogrome gegen die Rohingya in Myanmar gezeigt haben.

Seit den Nullerjahren hat sich die Tendenz zur Revitalisierung von Kollektividentitäten in aller Welt auf erschreckende Weise verschärft. Nicht nur in der Gestalt verschiedener Religionismen, sondern auch in der Rückkehr des Nationalismus vor allem in den kapitalistischen Zentren. Es zeichnet sich ab, dass sich diese Tendenz im Zuge einer verschärften Krisenentwicklung noch weiter zuspitzen wird, weil die allgemeine Verunsicherung, Prekarisierung und Atomisierung der gesellschaftlichen Beziehungen zunimmt. Allerdings stellt diese Formierung der Kollektividentitäten nicht nur eine Reaktionsbildung auf die verschiedenen Krisenerscheinungen dar, sondern ist selbst integraler Bestandteil und dynamisierendes Moment der allgemeinen Zersetzung des gesellschaftlichen Zusammenhangs. Nationalismus und Islamfeindschaft verschränken sich dabei auf widersprüchliche Weise. Hatte Samuel Huntington in den frühen 1990er-Jahren noch die kulturelle Identität des „Abendlandes“ gegenüber „dem Islam“ beschworen, so ist mittlerweile auch in Europa der nationalistische Identitätswahn wieder erwacht und droht die EU zu zerlegen. Gleichzeitig liefert die Frontstellung gegen „den Islam“ den Treibstoff für einen schwelenden identitätspolitischen Konflikt zwischen „Einheimischen“ und „Fremden“, der die Grundlagen eines weitgehend friedlichen Zusammenlebens zu zerstören droht.

Die liberalen Verteidiger von Marktwirtschaft und Demokratie stehen dieser Entwicklung, der sie im Übrigen ja durch ihre jahrelange Deregulierungs- und Prekarisierungspolitk kräftig den Boden bereitet haben, weitgehend hilf- und ratlos gegenüber. Je mehr der Irrationalismus auch in den kapitalistischen Zentren selbst wirkmächtig wird, desto schwerer fällt es, ihn als ein von außen hereinbrechendes „Fremdes“ wegzudefinieren. Nach den Attentaten von 9/11 hatte der Liberalismus noch einmal auf Offensive umgeschaltet. In einer Art ideologischer Übersprungshandlung, die selbst schon ein deutliches Zeichen seiner Schwäche war, wollte er den vermeintlich archaischen Islamismus mithilfe von Kampfbombern, Killerdrohnen und Folterlagern ausradieren und die „muslimischen Länder“ endlich auch zu Freiheit und Demokratie bekehren. Doch nach dem absehbaren Scheitern dieses Kreuzzugs, der nicht nur den Nahen und Mittleren Osten endgültig destabilisiert und in grausame Bürgerkriege gestürzt hat, sondern auch dem Dschihadismus weltweit einen massenhaften Zulauf bescherte, steht der liberal-demokratische Universalismus mit dem Rücken zur Wand. Die Beschwörung der „westlichen Werte“ dient nur noch der Rechtfertigung einer Abschottungspolitik gegenüber den Flüchtlingen, einer Rechtfertigung, die sich allenfalls noch in Nuancen von jener der Neuen Rechten und nationalistischen Populisten unterscheidet und die dem Eingeständnis gleichkommt, dass sich die universalistischen Versprechen der marktwirtschaftlichen und demokratischen Ordnung endgültig diskreditiert haben.

Doch der Niedergang des Universalismus der „westlichen Werte“ hat nicht nur den Boden bereitet für die politische Regression, sondern auch den Platz freigemacht, für die Neuformulierung der Idee einer universellen menschlichen Emanzipation. Leider ist aber festzustellen, dass große Teile der Linken und vor allem der extremen Linken sich längst von dieser Idee verabschiedet hat. Seit Jahren vertreten sie Positionen, die fast an Huntingtons „Kampf der Kulturen“ erinnern, nur, dass sie sich in einer Art selbstgefälliger Selbstkritik von innen gegen „den Westen“ wenden.

In Frankreich, ebenso wie in anderen Ländern, lässt sich mit jeder Debatte um einen islamistischen Anschlag eine Zunahme dieser Tendenz beobachten. Im Bestreben, sich nicht vom warenförmigen Universalismus vereinnahmen zu lassen, der seinen Ursprung historisch tatsächlich im „Westen‟ hat, fokussiert sich diese Linke nur auf die amerikanischen und europäischen Militärinterventionen (wobei sie nebenbei vergisst, dass muslimische Länder den Irak oder Syrien bombardiert haben) und findet ständig mildernde Umstände für den islamistischen Religionismus und den Dschihadismus: Er sei nur eine Reaktion der „Armen‟, der Terrorismus sei „die Waffe der Schwachen‟, die NATO und die USA seien die Hauptverantwortlichen für seine Ausbreitung usw. Gegenüber diesem pseudo-antikolonialistischen Relativismus mit paternalistischen Untertönen gilt es, jeden Identitarismus radikal zu kritisieren, egal aus welcher geographischen Region er stammt und welche Kultur oder Religion als Bezugspunkt gerade herhalten muss. Das ist schon aus Solidarität mit den Menschen in den sogenannten muslimischen Ländern unerlässlich, denn schließlich haben vor allem sie unter dem islamischen Religionismus zu leiden. Hinzu kommt, dass dieser längst seine eigene, von den westlichen Regierungen unabhängige politische Agenda hat. Jede Verteidigung oder Relativierung des Islamismus kommt daher einer Kapitulation vor den regressiven und identitären Tendenzen der kapitalistischen Krisenepoche gleich.

Eine befreite Weltgesellschaft braucht keine Identitäten. Sie stellt ihren Zusammenhang nicht durch die Identifikation mit imaginierten kollektiven Wesenheiten her, aber auch nicht in der Unterwerfung unter formale Prinzipien wie Freiheit und Gleichheit, die einen universalistischen Anspruch erheben, tatsächlich jedoch  auf Ausschluss, Herrschaft und Abspaltung beruhen. Universell ist sie im emphatischen Sinne des Wortes, weil sie auf freiwilligen Assoziation der Individuen und der allgemeinen, weltweiten Kooperation beruht.

Norbert Trenkle, im Februar 2020