16.11.2006
27.12.2004

Eine Replik auf Kritiken am Manifest gegen die Arbeit
französische Version
erschienen in: Krisis 28 (Oktober 2004)
Norbert Trenkle
Das vor fünf Jahren veröffentlichte Manifest gegen die Arbeit hebt sich zweifellos aus dem Rahmen der sonstigen krisis-Publikationen hervor. Seinem Charakter als Pamphlet entsprechend, zielt es darauf, zentrale theoretische Positionen, die im Laufe der Jahre in dieser Zeitschrift entwickelt wurden, in komprimierter und zugespitzter Form in den öffentlichen Diskurs zu tragen. Dies ist nicht ohne Erfolg geblieben. Wohl keine andere Veröffentlichung der krisis hat so viel Resonanz, auch über den deutschsprachigen Raum hinaus, gefunden – und das heißt nicht zuletzt auch: so viel Kritik auf sich gezogen. Bemerkenswert ist dabei, dass sich die Kritiken quer zu den länderspezifischen und verschiedenen linken Diskursen in vieler Hinsicht überschneiden. Die im Manifest formulierte Kritik trifft also offenbar etwas, das all diesen Diskursen trotz sonstiger Differenzen gemeinsam ist; eine gemeinsame Grundlage, die als so selbstverständlich gilt, dass sie normalerweise nicht einmal mehr ins Bewusstsein rückt.
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31.12.2003
Les Éditions Rouge et Noir
erschienen in: Krisis 27 (2003)
Nachwort zur franko-kanadischen Ausgabe des Manifest gegen die Arbeit [1]
Die Arbeit befindet sich in einer Krise! Endlich, möchte man hinzufügen. Eine Lektüre des Manifestes der Gruppe Krisis zeigt, dass alle moralischen, ökonomischen oder politischen Argumente, die die herrschenden Mächte vorbringen, um die “Tätigkeit der Unmündigen” (S. 20) [2] zu rechtfertigen, nicht standhalten. Krisis zufolge erleben wir das Ende der Arbeit. Die Folge ist ein gesellschaftlicher Sinnverlust, da alle unsere Tätigkeiten auf die Verwertung von Kapital via Lohnarbeit abzielen. Dieser Sinnverlust betrifft nicht nur den kapitalistischen und staatlichen Machtapparat, sondern auch die Linken, die die “Befreiung” der Arbeit auf ihre Fahnen geschrieben haben. Das Krisis-Manifest zeigt sehr gut, dass es auf einem derartig repressiven Gebiet wie der Arbeit nichts zu befreien gibt. Jenseits der Trümmer der Arbeitsgesellschaft gilt es neue Praktiken zu erfinden, dem Sozialen einen neuen Sinn zu verleihen.
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31.12.2003
erschienen in: Krisis 27 (2003)
Charles Reeve [1]
Die Schriften der Gruppe Krisis, die sich um den Soziologen Robert Kurz herum gebildet hat und in Deutschland eine gleichnamige Zeitschrift herausgibt, waren bislang nur wenig in Frankreich bekannt. Diese Lücke wurde nun gefüllt mit der Veröffentlichung des Manifests gegen die Arbeit [2] .
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31.12.2003
erschienen in: Krisis 27 (2003) [1]
von Luca Santini
Diese kürzlich im Verlag DeriveApprodi erschienene Broschüre bringt dem italienischen Publikum in verständlicher und erschöpfender Weise die Gedanken zur Kenntnis, die Krisis, ein Kollektiv deutscher Intellektueller, in etwa zwanzigjähriger Tätigkeit erarbeitet hat.
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26.12.2003
erschienen in: Krisis 27 (2003) [1]
von Jaime Semprun
Man würde der technologischen Modernisierung noch ein allzu großes Kompliment machen, wenn man sagte, sie habe die Arbeit “überflüssig” gemacht. Ohne hier auch nur auf die Frage nach der qualitativen Bewertung der technologischen Erleichterungen einzugehen (was verlieren wir bei der “Befreiung” durch Maschinen?), ist es schon auf der quantitativen Ebene sehr zweifelhaft, ob die Modernisierung Arbeit abschafft und deren Aufrechterhaltung immer künstlicher macht (zentrale These des Manifests ).
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31.12.2000

Dritter Teil einer Stellungnahme zu linken Kritiken am Manifest gegen die Arbeit und am Schwarzbuch des Kapitalismus. Erschienen ist die Artikelreihe in der konkret. Im ersten Teil schreibt Robert Kurz über die Abwehrreaktionen des Arbeitermarxismus “Wir haben in so geliebt, den Klassenkampf”. Im Teil 2 geht es um “Auschwitz als Alibi? Die letzten Gefechte der Restlinken” ebenfalls von Robert Kurz (Die Texte können wir aus urheberrechtlichen Gründen leider nicht veröffentlichen. Der Autor hat uns die Veröffentlichung untersagt.).
aus: Konkret 7/2000
Norbert Trenkle
Kaum ein Gedanke ist in der Restlinken so verpönt, wie der an eine absolute historische Schranke des warenproduzierenden Systems der Moderne. Es scheint so, als spiegle sich der eigene unaufgearbeitete Niedergang in der Überzeugung wieder, der Kapitalismus genieße so etwas wie ein ewiges Leben, er sei unendlich flexibel und wandlungsfähig und deshalb prinzipiell in der Lage, jede Krise zu überstehen und jede Opposition durch Integration unschädlich zu machen. Bemerkenswert ist, daß diese Überzeugung die unterschiedlichsten Positionen quer durch das restlinke Spektrum verbindet und daher auch die Ablehnung der Zusammenbruchsdiagnose einen gemeinsamen Nenner der Kritik am “Schwarzbuch Kapitalismus”, dem “Manifest gegen die Arbeit” dem Buch “Feierabend!” und anderen Publikationen der Krisis-Gruppe bildet. In seltener Eintracht werfen, um nur ein paar Namen zu nennen, der linksakademische PROKLA-Redakteur Michael Heinrich, Freerk Huisken vom “Gegenstandpunkt” (beide in Konkret 3/2000) und Bahamas-Autor Martin Janz (Jungle World 8.3.2000) der Krisis vor, sie präsentiere mit ihrer Zusammenbruchsdiagnose ja nun wirklich die älteste Kamelle aus der marxistischen Mottenkiste.
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31.12.1999
31.12.1999
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Gruppe Krisis
1. Die Herrschaft der toten Arbeit
Ein Leichnam beherrscht die Gesellschaft – der Leichnam der Arbeit. Alle Mächte rund um den Globus haben sich zur Verteidigung dieser Herrschaft verbündet: Der Papst und die Weltbank, Tony Blair und Jörg Haider, Gewerkschaften und Unternehmer, deutsche Ökologen und französische Sozialisten. Sie alle kennen nur eine Parole: Arbeit, Arbeit, Arbeit!
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31.12.1999
Группа «Кризис»
1. Господство мертвого труда
Труп правит обществом – труп мертвого труда. Все силы мира соединились для защиты его господства – папа римский и Всемирный банк, Тони Блэр и Йорг Хайдер, профсоюзы и предприниматели, немецкие экологи и французские социалисты. Все они знают только один лозунг: «Работай, работай и работай!»
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