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krisis

Beiträge zur Kritik der Warengesellschaft

Dead Men Working

31.12.2007 Beitrag drucken

Arbeitsterror und Arbeitskritik

Repressive Toleranz und ihre Grenzen

französische Version

Erweiterung des Textes von 2000 für die krisis-Homepage

Ernst Lohoff

Die moderne westliche Gesellschaft feiert sich gewohnheitsmäßig als Hort von Toleranz und Freiheit und das moderne Warensubjekt behauptet gerne von sich, es kenne keine Tabus. Näher besehen erweist sich die vermeintliche Vorurteilsfreiheit des modernen Warensubjekts indes als bloße Schmerzunempfindlichkeit und als Resultat einer mimetische Anpassung an einen Zustand konsequenter Entmündigung. Diese Gesellschaft konditioniert ihre Mitglieder darauf, dass die Entscheidung über den Inhalt des gesellschaftlichen Reichtums und die Ausgestaltung des sozialen Zusammenhangs nicht ihrer bewussten Verständigung obliegt, sondern einer anonymen Instanz, dem Markt. Ob Senf oder Waschpulver, ob sexuelle Präferenzen oder politische Meinungen, das Marktgängige ist das Richtige und das Unverkäufliche das Falsche. Offen und vorurteilsfrei geht das moderne Warensubjekt nur insofern durchs Leben als es die Stellung des Marktes als einzig legitime Anerkennungsinstanz verinnerlicht hat und sich ihm gesellschaftliche Beziehungen immer schon in Angebots- und Nachfragerelationen übersetzen.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Dead Men Working — Infoblatt

Handzettel, Download: dead-men-working.pdf

Verlagsvorstellung: http://www.unrast-verlag.de/unrast,2,136,7.html

31.12.2004 Beitrag drucken

Vorwort – Dead Men Working


Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs

Unrast-Verlag, Münster

Ernst Lohoff, Norbert Trenkle, Karl-Heinz Lewed und Maria Wölflingseder (Hg.):

Vorwort

Unablässig wird uns die immergleiche Botschaft ins Hirn gehämmert: Neue Arbeit braucht das Land. Die aber sei nur zu haben, wenn die betriebswirtschaftliche Rentabilität endlich bedingungslos als gesellschaftliche Leitkultur anerkannt werde. Dann blühe uns ein Leben in materiellem Wohlstand und Freiheit.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Das Notwehrheer

Blattschüsse auf Arbeitsplatzhirsche: Ein Sammelband der Krisis-Gruppe

Erschienen in: junge Welt vom 27.7.04

Tobias Peschke

Nach allgemeiner Auffassung haben nur diejenigen einen Anspruch auf Wohlstand, die etwas zu seiner Herstellung beitragen. Dieser Beitrag wird gewöhnlich »Arbeit« genannt. Aber Arbeit wird knapp. Überall liegt die Drohung von Entlassungen und Betriebsschließungen in der Luft. In dieser Situation werden Arbeitszeitverlängerungen und Lohnverzicht durchgesetzt. Propagiert werden Flexibilität, Mobilität und die bedingungslose Verfügbarkeit der abhängig Beschäftigten. Trotzdem gelten immer mehr Menschen als zu alt, zu unerfahren oder werden schlichtweg unbrauchbar. Gleichzeitig wird ein harter politischer Kurs gegen Arbeitslose gefahren: Jede nur denkbare Gelegenheit zur Streichung von Leistungen wird genutzt. Wer beim Arbeitsamt nicht permanent nachweist, sich intensiv um Arbeit zu bemühen und nicht an jeder verordneten Zwangsmaßnahme teilnimmt, sei sie auch noch so unsinnig, wird zumindest zeitweise aus dem Leistungsbezug ausgeschlossen.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Der Nächste bitte…

BEMERKUNGEN ZUR AKTUELLEN DURCHKAPITALISIERUNG DES LEBENS AM BEISPIEL DER KRANKENHÄUSER

Streifzüge 30/2004

von Lothar Galow-Bergemann

(Vorabdruck aus “Dead Men Working – Gebrauchsanweisung zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs”, hg. von Ernst Lohoff, Norbert Trenkle, Karl-Heinz Lewed, Maria Wölflingseder, das im Juni 2004 im Unrast Verlag erscheint.)

Der nachfolgende Text ist aus der Praxis des Autors als Gewerkschafter und Personalrat in einem Großklinikum entstanden. Er hat einen Beitrag zur innergewerkschaftlichen Debatte um die Positionierung zu den gegenwärtigen tief greifenden Veränderungen in der Krankenhauslandschaft der BRD zur Grundlage.1

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31.12.2004 Beitrag drucken

Vento que vem do sul

Lampejos de desalienação em meio ao colapso argentino

deutsche Version

Marco Fernandes

O capitalismo argentino foi à lona. Durante quase dez anos, o ex-presidente Carlos Menem fez de tudo para cumprir à risca a cartilha neoliberal do FMI: dolarização da economia, privatização em massa, derrubada de tarifas alfandegárias, enxugamento da máquina estatal e outras tantas reformas. Graças à paridade artificial com a moeda yankee, a classe média viu seu poder de compra aumentar da noite para o dia e agora ela podia consumir o mundo, estava realizada e apoiava seu presidente. E enquanto Michel Camdessus, ex-diretor do FMI, tecia elogios rasgados ao governo e apresentava o país como modelo de “Estado moderno”, a classe dominante argentina sonhava em finalmente adentrar o seleto clube dos “países do 1º mundo”.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Die Simulation der Simulation

EIN AUGENZEUGENBERICHT VON DER PRIVATISIERUNG DER ARBEITSLOSENVERWALTUNG

Streifzüge 30/2004

von Achim Bellgart

(Dieser Text ist ein Vorabdruck aus “Dead Men Working – Gebrauchsanweisung zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs”, hg. von Ernst Lohoff u.a.)

Die Hartz-”Reformen” zielen bekanntlich darauf ab,die Kosten zu senken, die das allmähliche Verschwinden der Arbeit verursacht. Dazu gehört der Rausschmiss der Langzeitarbeitslosen aus der Arbeitslosenhilfe. Aber es kann auch noch zusätzlich gespart werden, denkt sich das Arbeitsamt. Und weil dessen Bürokraten sich inzwischen als Manager fühlen, haben sie schon was von kostensenkendem Outsourcing gehört. Gedacht, getan. Diejenigen, die gar nicht mehr zu vermitteln sind, sollen nicht mehr mit ihrer massenhaften Anwesenheit in den neuen Kundencentern der Bundesanstalt stören.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Tote arbeiten länger

akin-Pressedienst der nichtkommerziellen Wiener Wochenzeitung ‘akin’

14. September 2004

Bernhard Redl

Was bin ich? So hiess es früher bei Robert Lembke. Was bin ich? Sozialarbeiter, Netzwerkadministratorin, Buchhalter, Bauer, Politikerin. Was bist du? Auf diese Frage sagt niemand: 36 Jahre alt, ledig, Heimwerker, Tarockspieler, Tangotänzer, Biertrinker, Wiener, Zigarrenraucher, Warmduscher. Selbst wenn man nicht einer Lohn- oder Einkommensarbeit nachgeht, definiert man sich über den Beruf: Schülerin, Pensionist, Hausfrau oder arbeitslos. Das sind die gängigen Antworten.

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31.12.2004 Beitrag drucken

Dead Men Working bestellen

Für Mitglieder des Förderverein Krisis: Einladung zur Subskription von

Ernst Lohoff, Norbert Trenkle, Karl-Heinz Lewed, Maria Wölflingseder (Hg.):

Dead Men Working. Gebrauchsanweisungen zur Arbeits- und Sozialkritik in Zeiten kapitalistischen Amoklaufs

Die derzeit laufende Generalmobilmachung gegen den Sozialstaat, die zunehmenden Repressionen gegen Arbeitslose und Ausgegrenzte und die Forcierung eines breiten Sektors der Elendsarbeit sind noch nicht das letzte Wort einer Krisenverwaltung der Arbeits- und Warengesellschaft, die auch in den Zentren des Weltmarkts immer brutalere Züge annimmt. Längst ist klar, dass eine Rückkehr zur “Vollbeschäftigung” nie wieder gelingen wird, denn die rasante Entwicklung der Produktivität macht immer mehr Arbeit überflüssig. Diese Gesellschaft klammert sich aber an die entgegengesetzte Perspektive. Die immer rastlosere und bedingungslosere Verausgabung von Arbeit soll das Überflüssigwerden der Arbeit verhindern. Damit verwandelt sie potentiellen materiellen Überfluss und Reichtum an frei verfügbarer Zeit in Hetze, Verelendung und Ausgrenzung. Hohe Zeit, dieser globalen Verrücktheit, die sich für den Inbegriff von Vernunft hält, entgegenzutreten.

Mit Beiträgen von: Achim Bellgart, Lothar Galow-Bergemann, Martin Dornis, Andreas Exner, Marco Fernandes, Christian Höner, Karl-Heinz Lewed, Ernst Lohoff, Frank Rentschler, Erich Ribolits, Franz Schandl, Holger Schatz, Norbert Trenkle, Gaston Valdivia und Maria Wölflingseder.

Mitglieder die jetzt bestellen, erhalten das Buch zum Preis von 10 Euro inkl. Versand (ca. 260 Seiten, Ladenpreis ca.16 Euro) gleich nach seinem Erscheinen Ende April 2004. Um uns die Arbeit zu erleichtern, ist die Bestellung nur gegen Vorauszahlung (Scheck oder Geldschein) möglich

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An den Förderverein Krisis, Postfach 21 11, 91011 Erlangen

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